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Deutschland: Arbeitslosenquote bei Akademikern auf historischem Tiefstand
DPA

Studieren lohnt sich: In Deutschland sind so wenig Akademiker arbeitslos wie seit 1980 nicht mehr. Auch mit beruflicher Ausbildung steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

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Richard Hörner 10.10.2017, 21:15
1. Gähn

Wie oft muss man erwähnen, dass Akademiker oftmals nicht ihren Qualifikationen entsprechende Arbeiten verrichten müssen....also werden dadurch schlechter ausgebildete Menschen verdrängt, die eigentlich "dem Job entsprechende Qualifikationen" haben. Das ist nicht toll - das ist erbärmlich.
Die einzigen, die darüber lachen, sind die Arbeitgeber.

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gerd33 10.10.2017, 21:22
2. Interessant, aber ....

Die Ausführungen sind interessant, aber kann jemand mitteilen, wie hoch der Anteil der Akademiker ist, die in ihrem tatsächlich studierten Fach beruflich tätig sind oder zumindest eine Arbeit ausüben, die eine akademische Ausbildung erfordert.
Die Akademiker, gerade aus Orchideenfächern, die notgedrungen als Kellner oder Taxifahrer oder Dauer-"Praktikant" ihren Lebensunterhalt erwirtschaften müssen, sollten in dieser Erhebung nicht auftauchen.

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Tschepalu 10.10.2017, 21:22
3. Welch eine Lüge..............

Ich, Dipl.-Kfm., 59, 2 Fremdsprachen fließend, total mobil, bin vor 10 Jahren arbeitslos geworden (unverschuldet). Ich suche seit 10 Jahren!!!!! eine neuen Beschäftigung. Ich habe mich auf alles, aber wirklich alles beworben, unabhängig von der Qualifikation. Antwort falls eine überhaupt zurück kam, stets zu alt oder überqualifiziert. Auch war ich bereit für deutlich weniger zu arbeiten. Fehlanzeige! Und wenn ich jetzt so was lese könnte ich k...Diese Lügen der Regierung bzw. deren Institutionen ist unerträglich. Ich warte hier dringend auf Antworten, meldet euch wenn ihr Mut habt mit mir hier zu diskutieren....

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womo88 10.10.2017, 21:28
4. Schön, und was machen eir jetzt?

Viele Abschlüsse in der DDR werden nicht anerkannt. Meine Frau ist arbeitslos, weil ihr akademischer Abschluss nicht anerkannt wird. Der war halt aus der DDR.

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Normaler Wutbürger 10.10.2017, 21:28
5. Schön ...

Deutschland ist drauf und drann sich sein Handwerk "kauputtzubilden".
Die seit Jahren anhaltende Propaganda, die suggeriert ohne Abitur oder Studium sei man "nichts wert", sorgt jetzt schon dafür, das der Nachwuchs im Handwerk fehlt. Das Handwerk ist das Rückrat der Gesellschaft. Und nur darauf zu setzen, dass der Bedarf aus osteuopäischen Staaten, oder von Flüchtlingen gedeckt werden kann, ist einfach fatal.
Gleichzeitig werden Qualifikationsnachweise zur Ausübung eines Handwerks abgeschafft, wie bei der Novellierung 2004, wo in vielen Handwerksberufen der Wegfall der Meisterpflicht beschlossen wurde.
Geführt hat es zu einer schwemme von Ein-Personen-Unternehmen, Preisverfall, einem massiven Rückgang von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen und massiven Rückgang der Ausbildungszahlen.
Das einzige was gestiegen ist, sind durch Sachverständige aufzuklärende Schadensfälle, die sich seit 2004 mehr als verzehnfacht haben.

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alterndenaivefürdeutschl 10.10.2017, 21:35
6. Schade

Dann werden wohl die Klischees gegenüber Studenten nicht mehr bedient.
Grade die “ehrlichen und hart arbeitenden kleinen Leute“ (wie sie sich selbst gerne bezeichnen) bedienen sich dieser Klischees nur allzu gerne (Studenten sind faul, später eh arbeitslos etc.).

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Dustinthewind 10.10.2017, 21:37
7. Was sollen wir nun daraus lernen?

Dass die Universität der "Nabel der Welt" ist und der beste Weg, um zukünftiger Arbeitslosigkeit zu entgehen?

Doch wohl eher nicht:
Akademiker können eben auch Taxi fahren, putzen, den Portier spielen, putzen, reinigen und sauber machen, andere für wenig Geld instruieren und belehren usw.usw.
Planen und Organisieren ist auch eine Fertigkeit, die fachunabhängug erworben werden kann ...

Dazu bräuchte es indessen keine teuren Professoren.

Auch das Gymnasium muss völlig neu gedacht werden, um eine einseitigen und bedauernswerten Run auf die Unis zu vermeiden: Viel mehr Berufsberatung und Praxisnähe müsste dort einziehen.
Der Elitarismus, der dort teilweise noch gepflegt und gehortet wird, gefödert von den sich zuständig fühlenden Verbandsvertretern, ist mit Stumpf und Stil auszutilgen; denn er fördert ein falsches Klassenbewusstsein, das einer modernen, gerechten und offenen Gesellschaft entgegensteht.

Die Unis wiederun sind gut beraten, NCs einzuführen, auf all die Fächer, die offenbar zu beliebt sind, um einen guten Broterwerb zu versprechen.

Wenn ich sagte "alle", meinte ich übrigens auch "alle".

Doch nichts liegt den Unis ferner als dies; sie profitieren von diesem "Run", weil das eigene Personal dadurch ausgebaut und gehalten werden kann, auch wenn dies völlig an der Lebenswirklichkeit vorbeigeht.

Frankreich und Spanien zeigen, wie das Ganze am Ende ausgehen wird.

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grailmaster 10.10.2017, 21:37
8. Ausser man ist überqualifiziert

Über 2% finden trotzdem keinen Job. Ich gehöre leider auch dazu, obwohl ich gerade Spezialist in neuen Technologien und Business Modellen bin. Eine gute (Über)Qualifizierung kann auch nach hinten losgehen. Je besser qualifiziert desto weniger Stellen bleiben übrig auf die man passen könnte. In vielen Bereichen sind Arbeitgeber vollkommen überfordert und 'Risk-averse' und kommen mit den Veränderungen im Arbeitsleben nicht mehr mit. Da sind uns die Chinesen mittlerweile meilenweit voraus, besonders in den Bereichen Digitalisierung, Genomics, Artificial Intelligence, und Blockchain.

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Wulff Isebrand 10.10.2017, 21:37
9. Richtig!

Zitat von Tschepalu
Ich, Dipl.-Kfm., 59, 2 Fremdsprachen fließend, total mobil, bin vor 10 Jahren arbeitslos geworden (unverschuldet). Ich suche seit 10 Jahren!!!!! eine neuen Beschäftigung. Ich habe mich auf alles, aber wirklich alles beworben, unabhängig von der Qualifikation. Antwort falls eine überhaupt zurück kam, stets zu alt oder überqualifiziert. Auch war ich bereit für deutlich weniger zu arbeiten. Fehlanzeige! Und wenn ich jetzt so was lese könnte ich k...Diese Lügen der Regierung bzw. deren Institutionen ist unerträglich. Ich warte hier dringend auf Antworten, meldet euch wenn ihr Mut habt mit mir hier zu diskutieren....
Und weil ich Ihre Erfahrung nicht teilen will, bewerbe ich mich gar nicht erst obwohl ich noch 6 Jahre jünger bin.
2 Jahre arbeitslos und vorher noch eine erfolglose Selbständigeit.
Tun Sie sich selbst einen Gefallen,da Sie nie einen Job finden werden mit dem Sie Ihren Rentenanspruch signifikant nach oben treiben, leben Sie von Hartz4, denn im Alter werden Sie sowieso Grusi beziehen, oder? Dann müssen Sie nur den Tresen tauschen

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