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Deutschland: Arbeitslosenquote bei Akademikern auf historischem Tiefstand
DPA

Studieren lohnt sich: In Deutschland sind so wenig Akademiker arbeitslos wie seit 1980 nicht mehr. Auch mit beruflicher Ausbildung steigen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

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herrmann.bar 11.10.2017, 12:30
70. Kleiner Denkfehler

Zitat von shotaro_kaneda
Man kann nur hoffen, dass alle Akademiker auch eine entsprechend qualifizierte und gut bezahlte Arbeit finden. Speziell mit Blick auf die Rente. Wer erst mit Ende 20, Anfang 30 mit arbeiten beginnt, dem wird es schwer fallen die geforderten 45 Pflichtversicherungsjahre für die......
Man muss nicht 45 Pflichtversicherungsjahre haben, um abschlagsfreie Rente zu bekommen, es reicht auch bei geleisteten Mindestversicherungsjahren die Regelaltersgrenze von derzeit 67 Jahren erreicht zu haben.
Grundsätzlich haben Sie Recht, vielen Akademikern fehlen oftmals die Jahre, um eine höhere Rente als qualifizierte Facharbeiter zu bekommen.

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Direwolf 11.10.2017, 12:31
71. Ich bin beeindruckt

Eine kleine aber positive Meldung löst solche Ströme von Tränen aus.
Wie haben all diese Kommentatoren bloss die Zeit um Jahr 2000 überstanden, ohne Selbstmord zu begehen. Damals sah es auf dem Arbeitsmarkt richtig schlecht aus. Ich habe aber das Gefühl, dass viel weniger gejammert wurde. Liegt vermutlich daran, dass das Internet noch nicht so verbreitet war....

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herrmann.bar 11.10.2017, 12:38
72. Welches Defizit haben

Zitat von wiewowas?
Ich kann Tschepalu nur zustimmen, mir geht es ähnlich. Ich bin zwar "erst" 40, war aber in meinem Leben schon 3 Mal unverschuldet arbeitslos. Bislang habe ich immer irgendwie was gefunden, aber oft unterbezahlt oder Zeitverträge. Jobs, die zu meinem Profil passen ......
Sie eigentlich?
Wenn Sie sich diese Frage beantworten, dann sind Sie der Lösung schon einen Schritt näher, weil daran können Sie noch arbeiten, eine(r), der 10 Jahre arbeitslos ist, der ist für den normalen Arbeitsmarkt erst mal nicht zu gebrauchen. Da unterstellt ihm jeder Arbeitgeber Inkompetenz oder Faulheit, gerade als Akademiker sollte man über ein gehöriges Maß an Eigeninitiative verfügen.
Man muss sich über Möglichkeiten Informieren und diese auch fordern. Kenne genug Leute, die dieses geschafft haben, auch ohne einen herausragenden Abschluss.

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klmo 11.10.2017, 13:02
73.

Zitat von Tschepalu
Ich, Dipl.-Kfm., 59, 2 Fremdsprachen fließend, total mobil, bin vor 10 Jahren arbeitslos geworden (unverschuldet). Ich suche seit 10 Jahren!!!!! eine neuen Beschäftigung. Ich habe mich auf alles, aber wirklich alles beworben, unabhängig von der Qualifikation. Antwort falls eine überhaupt zurück kam, stets zu alt oder überqualifiziert. Auch war ich bereit für deutlich weniger zu arbeiten. Fehlanzeige! Und wenn ich jetzt so was lese könnte ich k...Diese Lügen der Regierung bzw. deren Institutionen ist unerträglich. Ich warte hier dringend auf Antworten, meldet euch wenn ihr Mut habt mit mir hier zu diskutieren....
Ich verstehe total Ihren Frust. Ein Bekannter von mir in ähnlicher Situation. Verlor unverschuldet seinen guten Job bei einer amerikanischen Firma in Luxemburg wegen Verlegung nach Indien! (Kosten sparen – hoch lebe die Globalisierung.) Arbeitete dann für eine deutsche Firma zu Hause via Computer freiberuflich. 10 – 12 Stunden pro Tag bei weniger Lohn. Als der sich weigerte, auch noch an den Wochenenden zu arbeiten, war die Sache erledigt. Übers Arbeitsamt läuft nichts. Umschulen zu alt. (54 Jahre, Uni-Abschluß, spricht mehrere Sprachen.) Der stellt sich mental schon darauf ein, eine prekäre Arbeit bei Mac Donald zu machen, um nicht seine vier Wände veräußern zu müssen. (Hartz-4 Falle.) Ergo, der wird als Akademiker arbeiten müssen, egal in welchen Job. Gängige Realität in Deutschland, die nur wenige in ihrer ganzen Tragik wahrnehmen.

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klmo 11.10.2017, 13:09
74.

Zitat von donnied
Man wird nicht mit 49 unverschuldet arbeitslos. Entweder war Ihre Leistung schlecht oder Sie haben nicht gut genug geprüft ob ihr Arbeitgeber stabil genug ist um Sie bis zur Rente zu ......
Sie haben von der Realität absolut keine Ahnung. Wenn die Firma zu macht oder nach Übersee verlegt wird, ja was dann?
Stichwort digitales Zeitalter, da kann die Hälfte der Bevölkerung zu Hause bleiben, egal wie Sie sich bewegen oder Selbstkritik üben.

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acitapple 11.10.2017, 13:46
75.

Zitat von klmo
Ich verstehe total Ihren Frust. Ein Bekannter von mir in ähnlicher Situation. Verlor unverschuldet seinen guten Job bei einer amerikanischen Firma in Luxemburg wegen Verlegung nach Indien! (Kosten sparen – hoch lebe die Globalisierung.) Arbeitete dann für eine deutsche Firma zu Hause via Computer freiberuflich. 10 – 12 Stunden pro Tag bei weniger .....
In der Gegend kann er auch an einer Tankstelle „prekär“ arbeiten. Die Löhne dort sind sehr gut. Wenn man selbst damit zurechtkommt (und daran hapert es meistens), dann lebt es sich nicht schlecht. Habe mal jemanden gekannt, der in Wasserbillig an der Tanke gejobbt hat. Ich kenne viele, denen es schlechter ging.

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capote 11.10.2017, 13:53
76. Vorbild

Zitat von rick_sanchez
Ich, gelernter Mediengestalter, 39, inzwischen im Management und mitverantwortlich für die Personalauswahl eines mittelständischen Unternehmens kann dir sagen, warum ich dich nicht einstellen würde. Ich würde dir natürlich auch sagen du wärst überqualifiziert, aber der wahre Grund ist, dass du die Schuld an Problemen offensiv bei anderen suchst. Ich.....
In 12 Jahren bist Du 50 + und dann kommt ein neuer CEO und setzt Dich auf die Strasse und dann kannst Du Dummschwätzer ja allen mal zeigen, wie man als gelernter Mediengestalter durch Selbstreflektion wieder irgendwo als Personalchef jenseits der 50 eingestellt wird!
Ich brauche keine Kristallkugel um vorauszusagen, dass Du als Arbeitsloser das Pensionsalter erreichen wirst.

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marianne.weber 11.10.2017, 13:59
77.

Zitat von Direwolf
Eine kleine aber positive Meldung löst solche Ströme von Tränen aus. Wie haben all diese Kommentatoren bloss die Zeit um Jahr 2000 überstanden, ohne Selbstmord zu begehen. Damals sah es auf dem Arbeitsmarkt richtig schlecht aus. Ich habe aber das Gefühl, dass viel weniger gejammert wurde. Liegt vermutlich daran, dass das Internet noch nicht so verbreitet war....
Das hab ich mir beim Lesen auch so gedacht... naja, hier wird halt auf sehr hohem Niveau gemeckert.
Außerdem muss man ja nicht studieren um eine Anstellung zu finden. Jammern viele Ausbildungsbetriebe nicht schließlich auch ständig rum, dass sie keine Arbeitskräfte finden?

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klmo 11.10.2017, 14:13
78.

Zitat von acitapple
In der Gegend kann er auch an einer Tankstelle „prekär“ arbeiten. Die Löhne dort sind sehr gut. Wenn man selbst damit zurechtkommt (und daran hapert es meistens), dann lebt es sich nicht schlecht. Habe mal jemanden gekannt, der in Wasserbillig an der Tanke gejobbt hat. Ich kenne viele, denen es schlechter ging.
Bei einem Qualifizierten über 18 Jahren ist der Mindestlohn in Luxemburg 2398,30 Euro brutto.
Bei einem Unqualifizierten sind es knapp 2000,00 Euro brutto. (Stand 2017)
Preisfrage: Welche Kategorie wird der Arbeitgeber für den Job bevorzugen, den Qualifizierten oder Unqualifizierten? Wenn der Glück hat, kann der dort einen Teilzeitjob machen mit der Begründung, für einen Ganztagsjob sei er überqualifiziert.
Zwischen Theorie und gelebter Praxis liegen bekanntlich Welten, wie obiges Beispiel verdeutlicht.

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MartinS. 11.10.2017, 14:48
79. ...

Zitat von tatsache2011
Da habe ich mich verrannt. Ich fühlte mich manipuliert durch die Verbindung „niedrigste Quote“ und heute höherer Wert als 1980. Andere übliche Manipulationen: Der Arbeitsmarkt ist .......
Verrannt - ja, offensichtlich....
Aber manipuliert?
Nein, das ist eine ganz reguläre vergleichende Formulierung, die weder tendenziös ist, noch irgendeinen manipulativen Hintergedanken aufweist.
Ich kann lediglich eine Fehlinterpretation einer eigentlich eindeutigen Beschreibung erkennen. Ist zwar schon ein recht grober Schnitzer - aber manchmal springt man halt auch mit Anlauf in die Pfütze.
Was allerdings dann nicht kommen sollte, ist die Reaktion, das ganze auf "Manipulationen" zu schieben. Sowas wirft ja immer ein eher ganz schlechtes Licht auf einen selbst.

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