Forum: Wirtschaft
Deutschland: Ausgaben für Gesundheit bei einer Milliarde Euro täglich
DPA

Die Kosten für Gesundheit steigen unaufhörlich. Im vergangenen Jahr wurden erstmals mehr als eine Milliarde Euro täglich aufgewendet. Das meiste von der gesetzlichen Krankenversicherung.

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Holzbeinschnitzer 15.02.2018, 20:21
1. Der Staat verdient mit

Es wäre ein erster Ansatz, bei Medikamenten die gesetzliche Mehrwertsteuer abzuschaffen. Der Finanzminister verdient an jedem Medikament 19% mit. Krankenkassen sind nicht Vorsteuerabzugsberechtigt, zahlen die Steuern also wie der Endverbraucher. Bei anderen Leistungen der GKV ist es ebenfalls so, dass der MwSt. Satz 7% bzw. 19% beträgt.

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schamot 15.02.2018, 21:38
2. Medikamente, die in D hergestellt werden

gibt es exportiert im Ausland für 1/3 des Preises wie hier.
Man könnte die von der Regierung festgelegten Preise für Medikamente deutscher Versicherter als Geldwäsche für die Pharmaindustrie verstehen.

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joG 15.02.2018, 22:10
3. Das öffentliche System....

....der Krankenversorgung gibt pro Kopf der Teilnehmer mehr aus. Da die Privaten fast noch einmal so viel ausgeben sind die Ausgaben der Amis fast doppelt so hoch pro Kopf der Bevölkerung. Daher werden bspw die meisten Medikamente für den amerikanischen Markt erforscht und entwickelt. Diese Medikamente sind dann für die anderen Nationen billiger verfügbar und dieses Trittbrett fahren spart uns Geld. Da sollte man sich nicht beklagen. Man kommt auf die Billige hin.

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salomon17 15.02.2018, 22:21
4. vielfältige Ursachen

Für den Kostenanstieg gibt es sicher viele Gründe, nicht nur die älter werdende Gesellschaft. Dieser Trend könnte ohnehin bald kippen (in USA schon sichtbar), da die zunehmende Verfettung und Bewegungsarmut ihren Tribut fordern wird. Zunächst allerdings führt auch die zu steigenden Gesundheitskosten.

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zensurgegner2017 15.02.2018, 23:00
5.

Zitat von Holzbeinschnitzer
Es wäre ein erster Ansatz, bei Medikamenten die gesetzliche Mehrwertsteuer abzuschaffen. Der Finanzminister verdient an jedem Medikament 19% mit. Krankenkassen sind nicht Vorsteuerabzugsberechtigt, zahlen die Steuern also wie der Endverbraucher. Bei anderen Leistungen der GKV ist es ebenfalls so, dass der MwSt. Satz 7% bzw. 19% beträgt.
Das ist der typische "keine Ahnung aber irgendwas gemacht" Ansatz.

Wenn die MewSt wegfällt, dann ist es zwar ERST einmal bei den Krankenassen billiger, dafür steigen die Steuern, der STaat muss ja kompensieren.

Zudem wird die Lücke sofrt durch "Preisoptimierung" der nun Steuerfreien Artikel in Teilen wettgemacht.

Sie haben also durch Ihre Maßnahme unterm Strich nur Kosmetik betrieben

Sinvoller wären 2 Ansätze:
1: Keine Fallpauschale, denn die sorgt für 8 Minutentermine, und dann in direkter Folge eben 3 Artzbesuche, um eine ausgewogene Diagnose zu bekommen

2: Eine Gesundheitsprämie, ist der Patient gesund und kommt nicht gibts Geld
Und schon hat der Art ein Interesse daran

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thevicar 16.02.2018, 00:40
6.

Ich bekam gerade eine Orthese verschrieben (Bort Handgelenkorthese). Kosten laut Sanitätshaus 71,00 EUR und Lieferzeit ca. 1 Woche.

Amazon: 28,00 Eur und Lieferzeit 24 Stunden.

Das ist ein belegbarer Fakt und meine GKV (BEK kann das gerne nachprüfen. Ich hoffe nur, dass man dort einen guten Vertrag mit dem Sanitätshaus abgeschlossen hat. Ansonsten ist mir das unverständlich.

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JungUndFrei 16.02.2018, 03:33
7.

Wir werden uns in Zukunft entscheiden müssen, was wir wem noch bezahlen. Die Maximalversorgung für alle wird irgendwann nicht mehr finanzierbar sein. Der medizinische Fortschritt bietet immer mehr Methoden an die bezahlt werden wollen und verlängert das Leben von uns, dass schlägt ebenfalls zu Buche. Momentan drückt sich die Politik vor dieser schwierigen Diskussion, auf Kosten des Pflegepersonals. Ich denke man wird entweder bei den Todkranken in den letzten Wochen, die jetzt schon sehr viel kosten, sparen. Alternativ könnte man bei Ausländern sparen. Beides sind ethisch hoch problematische Lösungen, aber wie bereits erwähnt kann es wie bisher nicht weiter gehen.

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Him 16.02.2018, 08:03
8. Nicht nur das Älterwerden ist schuld

Auch der immer ungesunder werdende Lebensstil, Bewegungsmangel, schlechte Ernährung usw haben eine große Mitschuld, daher muss DRINGEND eine Sonderabgabe auf Zucker her, der diese Produkte (Fertigprodukte, Softdrinks, Süssigkeiten, also quasi 80% eines Supermarktes....) teurer macht und gleichzeitig die MwSt auf Gemüse abgeschafft werden. Auch sollen die Krankenkasse endlich anfangen (falls das erlaubt ist), ungesunde Lebensweise zu bestrafen und die, die Wert auf Ihre Gesundheit legen, zu belohnen.
Zudem kann es nicht sein, dass Medikamente in D viel teurer als anderswo sind....wie kann so etwas sein und wieso wird da nichts gegen unternommen??

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isikat 16.02.2018, 09:38
9. Warum nennt man nicht einmal den Hauptgrund beim Namen:

Das deutsch-türkische Abkommen. Jeder Türke, der hier bei uns krankenversichert ist, hat damit auch eine kostenlose Krankenversicherung für seine gesamte in der Türkei lebenden Familie - nicht nur für Frau und Kinder, sondern sogar für seine Eltern. Und ein solches Abkommen besteht noch für viele weitere Länder. Bezahlt werden diese Kosten von den in Deutschland lebenden gesetzlich Versicherten. Das ist absolut haarsträubend und wird krampfhaft unterm Teppich gehalten. Wenn wir die Gesundheitskosten der halben Welt mitfinanzieren müssen, muss sich keiner wundern, dass die Kosten nicht mehr in den Griff zu bekommen sind. Zu verdanken haben wir unsere schlechte Versorgung übrigens der SPD. Vor Ulla Schmidt und ihrer unseligen Gesundheitsreform wurden auch gesetzlich Versicherte in Deutschland noch gut versorgt und der Unterschied zu privat Versicherten war bei weitem noch nicht so groß. Das sollte jedes SPD-Mitglied im Auge behalten. Auch der Koalitionsvertrag bringt keine Besserung, wenn pauschal eine bessere Bezahlung für Ärzte vorgesehen ist, die dann aber wiederum mit Sicherheit den gesetzlich Versicherten mittels Zusatzbeiträgen & Co. aufs Auge gedrückt werden. Außerdem weise ich darauf hin, dass unsere Regierung sich erst im letzten Jahr klammheimlich haarsträubende Summen aus den Rücklagen der gesetzlichen Krankenversicherungen "geliehen" hat zur Finanierung der Flüchtlingskosten - wieder einmal hinter dem Rücken eines Großspektakels. Und wie das bei unserem Staat aussieht mit der Rückzahlung "geliehenen" Geldes, das wissen wir alle nur zu gut - siehe Rentenplünderungen.......

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