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Deutschland nach dem Jamaika-Aus: Die verunsicherte Republik
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Die Wirtschaft läuft, die Kassen sind voll - dennoch hadern die Bundesbürger mit der Lage. Denn die Zukunft wirft viele Fragen auf. Das Aus für Jamaika verunsichert zusätzlich. Was ist zu tun?

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wintipc 26.11.2017, 01:46
10. Verunsichert

Alle deutschen die ich persönlich kenne sind NICHT verunsichert sondern denen ist das Kasperle Theater völlig egal. Verunsichert ist die Politische Kaste und deren Buddys in den Medien. Was nun? Neuwahlen und eine stärkere AFD und FDP riskieren? Grosse Koalition und damit der AfD die Oppositionsführung zugestehen mit allen damit verbundenen Privilegien? Verunsichert sind nicht die aufgeklärten Bürger sondern die eh schon dauer verunsicherten Lemminge und deren "Volksvertreter". Der aufgeklärte Bürgen weiss ganz genau, dass es onehin nicht die Politiker sind die über die Zukunft entscheiden.

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brüggebrecht 26.11.2017, 02:14
11. " Akute Reformen, die massive Widerstände hervorrufen würden, stehen..

..nicht an! schreibt Herr Müller und beklagt sich gleichzeitig, dass es nicht genug ist, an ein paar Stellschrauben zu drehen. Dabei vergißt er aber, dass z.B. unser Renten- und Gesundheitssystem einer dringenden Reform, ja vielleicht sogar einer Systemumstellung bedarf. Man stelle sich nur mal vor, die SPD würde die Bürgerversicherung ernsthaft auf die Agenda setzen .Da gäbe es sofort massive Widerstände, denn - Zukunft hin oder her - jeder würde sofort auf die Barrikaden gehen, allen voran Beamte, Politiker, Unternehmer etc. Ich könnte noch weitere dringende Reformen nennen, die alle massive Widerstände hervorrufen würden - und genau deshalb werden sie auch nicht angegangen. So verspielt Deutschland langsam und schleichend sein Zukunft!

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sarapo29 26.11.2017, 02:44
12. 2013 haben die Grünen gesagt...

"Es geht nicht..." und die Sondierungen abgebrochen, 2017 die FDP... Immer ist es die SPD die den Karren aus dem Dreck ziehen muss um sich dann noch als Dank vom Wähler beschimpfen zu lassen- Wo bitte soll da noch die Energie herkommen ein Land nach vorne zu bringen? Konservative wollen das eh nie, FDP und Grüne können es anscheinend auch nicht mehr und die Sozen? Laugen aus bis zur Unkenntlichkeit- Ich sage daher: Unserem Land geht es gut, die Probleme sind Lösbar! Frau Merkel, bilden Sie eine Minderheitenregierung und suchen sie sich die notwendigen Mehrheiten in unserem Parlament- Dafür wurden alle dort gewählt!

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womo88 26.11.2017, 03:06
13. Ich bin nicht verunsichert

Warum sollte ich verunsichert sein? Ohne Merkel wird die Welt nicht untergehen. Mit einer Minderheitsregierung wird die Welt nicht untergehen. Andere Länder machen uns das doch vor. Wir Couchpotatoes sind eben nur die Ruhe gewöhnt. "Mutti" wird`s schon richten. Die Union und die SPD haben Fraktionszwang. Da darf niemand selbst denken oder eine abweichende Meinung haben. So regiert es sich natürlich leichter. Mit Minderheitsregierung würde es lebendiger, aber das kennt der deutsche Michel nicht, und vor Unbekanntem hat man immer Angst. Aber neue Wege können auch Bewegung bringen und neue Perspektiven.

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citizen_k 26.11.2017, 03:13
14. Aha, Selbstzerlegung der SPD

Dafür (Wiederbeitritt zur GroKo) gebühre der SPD Dank. Man kann vor dieser perfiden Strategie der Neoliberalen ihr nur den GroKoExit empfehlen. Selbstzerlegung einer Partei bedeutet, dass sie für niemand mehr da ist. Es ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass Hardcore-Agendaisten in der SPD den Untergang der eigenen Partei skrupellos planen. Eine überhaupt nicht mehr wählbare SPD als alternative Volkspartei würde den inneren Frieden Deutschlands - auch Europas - gefährden.

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GoaSkin 26.11.2017, 03:15
15. keine Regierung zu haben, hat auch Vorteile

Es gibt ein anderes Land in Europa, in dem sich in den letzten Jahren die Parteien ziemlich lange auf keine Koalition einigen konnten: Spanien. In dieser Zeit hat Spanien eine lange anhaltende Wirtschaftskrise überwunden und die Lage auf dem Arbeitsmarkt hat sich ebenfalls erheblich verbessert. Ohne Regierung war es kaum möglich, Gesetze und Verordnungen zu ändern. Für die Wirtschaft bedeutete dies, dass es niemanden gibt, der die Rahmenbedingungen ändert und die Änderungen wieder verwirft und somit: Planungssicherheit.

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Gerhard S. 26.11.2017, 05:01
16. Der Artikel

Die Aussage: Deutschland kann sich nicht mehr selbst schützen.
Wie ist das denn möglich oder gemeint?
Es ist eine Kernaufgabe eines Staates.
Ohne Schutz gibt es per Definition keinen Staat, wie auch immer dieser aussehen mag.
Und dann ist da noch der Wähler.
Dessen Art leben zu wollen wie er es möchte spielt anscheinend eine immer geringere Rolle.
Es ist an der Zeit, auch die Politik, das Politiksystem hat sich zu erneuern und sich neuen Herausforderungen anzupassen.
Der erste Schritt könnte eine Minderheitsregierung in Deutschland sein.
Der Weg weg vom kleinsten gemeinsamen Nenner, hin zum Größten.

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marthaimschnee 26.11.2017, 05:31
17. Der starke Aufschwung ist inzwischen bei den Bürgern angekommen

Nein, ist er nicht! Die Löhne steigen nicht in dem Maß, den ein Boom verursachen müßte, der Arbeitnehmer wird trotz üppiger Lage mit wenig mehr als dem Inflationsausgleich abgespeist. Und wenn die IGM 6% mehr fordert, werden es ja doch höchstens 3 und das wohl kaum für 12 Monate. Angesichts der 15% Lohnrückstand des Deutschen gegenüber dem Ausland (und das ist die optimistische Zahl, andere reden von 25 bis 30) ist das witzlos und genau dieser Lohndiebstahl - euphemistisch als "Lohnzurückhaltung" gefeiert - ist der Grund, warum unsere Wirtschaft "boomt" (mit sagenhaften 1,8% Wachstum auch eher ein lauwarmer Wind). Der Aufschwung kommt eben nicht beim Bürger an. Und auch die vollen Kassen kommen nicht beim Bürger an, weil der Staat nichts davon ausgeben will und zudem ein katastrophales Mißverhältnis der Bundes- zu den Kommunalfinanzen besteht. Die Folgen der Finanzprobleme vieler Kommunen sind jedoch für den Bürger direkt ersichtlich und spürbar, ganz im Gegensatz zu irgendwelchen Staatsschulden, die man nicht mehr machen möchte. Und so ist es kein Wunder, daß der Bürger sich fragt, wenn er schon in diesem angeblichen Boom nicht profitiert, was soll das denn in der nächsten Krise werden? Zudem werden ja auch weiterhin Zukunftsängste geschürt, denn Arbeit zu haben schützt leider nicht mehr vor Armut und die Rekordbeschäftigung basiert zum großen Teil auf nicht existenzsichernden Löhnen. Die Rente ist und bleibt eine Katastrophe, seit dort der Name Riester Einzug gefunden hat. HartzIV ist weiterhin ein Damoklesschwert, daß selbst über dem Kopf des Akademikers schwebt. Und sogar außenpolitisch werden Ängste geschürt, indem die ganze NATO-Presse an einem Krieg mit Russland feilt. Also warum sollte man optimistisch in eine derart verfrickelte Zunkunft schauen?

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Gunnar Erichsen 26.11.2017, 06:06
18.

entlarvender Beginn: unserer Wirtschaft und unseren Kassen geht es gut, also geht es logischerweise uns gut. In der sehr einfachen Welt der Ökonomen läßt sich dieser Umstand dann auch noch mit einem Haufen Zahlen und mathematischen Kurven beweisen. Am Ende kriegen diese Leute ihr Tun auch noch bezahlt, man möcht narrisch werden.

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thequickeningishappening 26.11.2017, 06:33
19. Nun ja

Alles ist relativ und relativ gesehen geht es Deutschland gut. Einige Ratschläge für die Zukunft sind dann doch etwas krude, z.B. dass die SPD sich im Dienste der Republik selbst zerlegen soll (Neuauflage der GroKo)??? Ferner braucht es in Zukunft mehr sinnvolle Beschäftigung für nicht benötigte, voll ausgebildete Menschen (4.0) und nicht mehr Zuwanderung! Herr Macron hat sicher gut gemeinte Visionen für Die Er aber nicht bereit ist Einen sozialverträglichen Preis zu zahlen! Europa und der Euro sind Dauerbaustellen - ich bin da pessimistisch was die Zukunft angeht!

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