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Deutschland in Zahlen: Wer hat, dem wird gegeben
DPA

Arbeit oder Kapital - was bringt mehr ein? Vermögende erzielen gute Gewinne, wer seine Arbeitskraft anbietet, kann nur sein Gehalt verhandeln. Diese Grafik zeigt das ganze Ausmaß der Ungleichheit.

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BoMbY 19.09.2017, 13:39
1. Darum unbedingt CDU und FDP wählen.

Damit die Schere noch weiter auseinander geht.

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jupp78 19.09.2017, 13:46
2.

"Diese Grafik zeigt das ganze Ausmaß der Ungleichheit. " ... und die zeigt eigentlich nur, dass es diese Ungleichheit praktisch nicht gibt. Aus einem Punkt Schlussfolgerungen zu ziehen, ist nicht sehr sinnvoll. Nach dem nächsten kleinen (nicht großen) Börsencrash liegen die Arbeitsentgelte wieder vorne. Das ist ein hin und her ... also weitgehend gleich verteilt.

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INGXXL 19.09.2017, 13:49
3. ALSO ich sehe da

keine dramatischen Änderungen. Für mich ist da alles im Lot.

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Frank Thiele 19.09.2017, 13:52
4. Verzerrte Berechnung

Bei der vermeintlich ungleichen Verteilung der Vermögen werden sämtliche gesetzliche Renten- und Pensionsansprüche ausgeblendet. Diese sind aber zweifellos auch sehr viel wert. Würden diese in die Berechnung mit einbezogen sähe es wesentlich moderater aus.

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nordschaf 19.09.2017, 13:57
5. Fragen über Fragen..

Das ist natürlich eine global galaktische Sicht und berücksichtigt wie schon im Artikel nicht, wie sich die Einkommen auf Lohnkategorien verteilen. Soweit ich weiss, gibt es seit Mitte der 90er eine steigende Anzahl von Einkommensmillionären, während gleichzeitig immer mehr Menschen im Niedriglohnsektor mehrere Jobs haben, um über die Runden zu kommen. Hinzu kommt das in den 2000ern gestiegene Lohnprekariat. Das heisst für mich, dass man noch wissen müsste, wie sich die Einkommen verteilen und vor allem, wie sich Steuern und Sozialabgaben auswirken, denn die sind (bitte korrigierten Sie mich..) hier noch nicht einberechnet. Das hiesse, es wäre möglich, dass von den Vermögens- und Unternehmenseinkommen evtl. durch geschickte Nutzung von Steuervorteilen unterm Strich mehr übrig bleibt, als von den Lohneinkommen. Dann wäre die Situation weitaus unangenehmer, als die Zahlen zeigen.

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Freidenker10 19.09.2017, 14:01
6.

Und wieso lässt man dann der Politik dieses ständige Mantra "wie gut es allen doch geht" durchgehen? Gut geht es denen die schon viel haben, denn sie bekommen noch mehr vom Kuchen. Der Rest kann dann schauen wie er die explodierenden Mieten und deren Nebenkosten zusammenkratzt. Irgendwie erinner das ganze immer mehr ans Mittelalter in dem die Kirche und der Adel das Geld und den Grundbesitz kontrollierten und der Rest nur dazu gut war den Wohlstand der Elite zu mehren! Das der Einfluss von Wohlhabenden auf die Politik aus dem Armutsbericht gestrichen wurde hat wohl auch seinen Grund...

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Bernd S 19.09.2017, 14:06
7. Stimmt das?

2009 wurde die Kapitalertragssteuer komplett umgestellt. Dadurch und durch internationale Abkommen wurden unversteuerte (und von der Statistik nicht erfasste) Einkünfte aus "Schwarzgeld"-Vermögen deutlich schwieriger. Sprich: Vor dem Jahr 2006 bis 2009 gab es sicherlich eine höhere Quote von "nicht erfassten" Einkünften aus Vermögen. Es war ja von Peer Steinbrück durchaus gewollt, einen großen Teil dieser Schwarzgelder zu legalisieren und das ist wohl auch passiert. Ist das in der Statistik berücksichtigt? Oder erklärt sich der Sprung (zunächst mit dem gegenläufigen Trend der Finanzkrise) einfach dadurch, dass die Steuerehrlichkeit ab 2006 folgend leicht zugenommen hat?

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godfader 19.09.2017, 14:07
8. Es ist immer die Frage, wie man die Zahlen interpretiert..

z.B. sind die Unternehmens- und Vermögensgewinne in den letzten 9 Jahren nur um jährlich 1,26% gestiegen. Das Zinsumfeld nahe an der Nullgrenze hinterlässt hier seine Spuren. Zum Nachrechnen: (723/646)^(1/9) - 1 = 0,0125908. Vor Inflation! Inflationsbereinigt wären es ca. -1% im Jahr, d.h. ein realer Einkommensverlust. Die Überschrift könnte genauso lauten: Die armen Reichen!

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derdudea 19.09.2017, 14:09
9.

Wir müssen nun einmal mit unseren Entscheidungen leben. Und im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten haben wir (das heißt eine mehrheitlich gewählte Regierung, gleich welche Parteien ihr angehörten) beginnend mit den 90ern die sozialen Standards und Einkommen unterer Lohngruppen gesenkt, um international konkurrenzfähig zu bleiben und nicht das ganze produzierende Gewerbe zu verlieren.

Folge: Und geht's wirtschaftlicher besser als den meisten anderen europäischen Staaten, dafür haben wir auch unter den Arbeitenden eine Zweidrittelgesellschaft - der Niedriglohnsektor lässt grüßen.

Alles Folgen bewusster, mehrheitlicher politischer Entscheidungen. Also wozu das Gejammer. Denn dort, wo man es nicht so gehalten hat, sieht es meist viel schlechter aus.

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