Forum: Wirtschaft
Deutschlandkarte: So groß ist das Armutsrisiko in Ihrer Region
SPIEGEL ONLINE

In Bremen sind besonders viele Menschen von Armut bedroht, in Baden-Württemberg besonders wenige. Wie Ihr Bundesland abschneidet, zeigt unsere Karte.

Seite 1 von 8
Guerilla_77 29.08.2017, 13:03
1. .....

Die "Grafik" ansich will ich garnicht bemängeln.
Allerdings dürfte diese etwas genauer sein, Wahlkreise oder Regierungsbezirke oder ähnliches zb.
Denn in NRW dürfte das "bonzige" Düsseldorf eher nicht mit dem kaputten Duisburg oder Essen vergleichbar sein oder die "bonzige" Ostseeküste mit der verarmten Grenzregion zu Nrandenburg in MeckPomm.
Ist also verfälscht...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sonnemond 29.08.2017, 13:05
2. Wie mein Bundesland abschneidet, sehe ich an . .

. . . . der Frequenz, in der im Münchener Hauptbahnhof die Mülltonnen durchsucht werden. War vor einigen Jahren nur ab und zu mal ein Bedürftiger da, sind wir jetzt im Zwei-Minuten-Takt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Steve.Joe 29.08.2017, 13:06
3. Durchschnittseinkommen nicht aussagekräftig

Niedrigste Miete auf Immoscout für 60qm Wohnung in Bremerhaven für 220 Euro, in Bremen für 340 Euro.
Niedrigste Miete auf Immoscout für 60qm Wohnung in Pasing bzw. Lochhausen für 650 Euro, in München Perlach für 800 Euro ... noch irgendwelche Fragen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paysdoufs 29.08.2017, 13:09
4. Absolut jeder...

...der heute 30-50 Jahre alt ist hat live und in Farbe mitverfolgen können wie sehr die "Südländer" den Rest der Republik in quasi allen für eine erfolgreiche Gesellschaft relevanten Kennwerten zunehmend abgehängt haben. Und das trotz solcher Schweinereien wie des immerwährenden LFA (Berlin - ich schaue auf Dich).

Ich kann zwar nur für mich selber sprechen, aber ich weiß, dass ich mit dieser Auffassung lokal nicht alleine da stehe: BaWü und Bayern wären außerhalb der BRD und im Zusammenschluss mit ihren jeweiligen Nachbarländern um einiges besser aufgehoben. Zumal ich bei den Nordländern auch zukünftig keine Besserung erwarte: zu protestantisch-moralinsauer, zu links-ideologisch, zu wenig pragmatisch um die Herausforderungen einer globalisierten Welt zu meistern. Und Merkel ist deren perfekte Chefin...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
erst-denken 29.08.2017, 13:20
5. Keine Aussage zum Risiko

Die Kritiker haben vollkommen recht mit Ihrer Ansicht, dass diese Statistik nur eine Darstellung von Ungleichheit ist. Eine Statistik darüber, wie ein Zustand IST, macht keinerlei Aussage über ein Risiko, da "Risiko" etwas "zukünftig Mögliches" bedeutet. Eine Aussage für die Zukunft lässt sich aus dieser Statistik bei weitem nicht ablesen. Daher ist der Artikel verfehlt, insbesondere weil er auch darauf verweist, dass die Quote einen guten Richtwert darstellt.
Bestenfalls wenn man die zeitliche Veränderung der Quote berücksichtigt hätte man evtl. einen Richtwert dahingehend, in welchem Bundesland das Risiko größer ist, in den Bereich der relativen finanziellen Armut zu gelangen: Wenn z. B. die Quote jedes Jahr in Berlin um 1%-Punkt ansteigt und in Baden-Württemberg um 1% sinkt, kann man evtl. eine Aussage darüber treffen, dass es möglich wäre eher in Berlin zu verarmen als in Baden-Württemberg.
Grundsätzlich müsste für die Bewertung eines Risikos die Lohnentwicklung im zeitlichen Verlauf mit Prognosen für die kommenden dargestellt werden. Nur dann kann man eine qualifizierte Aussage über ein Risiko vornehmen...Und dabei ist nicht zu vergessen, dass die Aussage über ein Risiko selbst wieder eine Prognose ist, die nichts über das tatsächliche Eintreten aussagt.

Der Artikel von SPON hätte daher durchaus kritischer ausfallen dürfen. So werden die Leser leider auf die falsche Fährte geführt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
volker.trimkowski 29.08.2017, 13:20
6. Diese Kennzahl

ist, und das ist doch mittlerweile hinlänglich bekannt, nicht valide (sie mißt nicht das, was sie zu messen vorgibt, nämlich Armut bzw. Armutsrisiko). Leicht zu beweisen: geben Sie jedem Probanden 10000 EUR mehr pro Monat (und damit ist er sicherlich kein Armer mehr) und am Ergebnis dieser Kennzahl ändert sich - nichts! Also was soll's? Warum kommen Journalisten immer wieder mit dieser Zahl? Ihr Hinweis auf die Einwände der Kritiker ist doch sachlich korrekt. Akzeptieren Sie das doch einfach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mariakar 29.08.2017, 13:23
7. Es mag ja durchaus sein, das in BW oder Bayern nur

jeder 8 von Armut betroffen ist. Trotzdem ist das in meinen Augen zu viel. Von Bremen ganz zu schweigen. Und was nützt es, wenn in diesen Ländern keine bezahlbaren Wohnungen für Familien zu finden sind, vom Bauen eines Hauses ganz zu schweigen, weil die Boden und Baupreise durch die Decke gehen.
Ich kann also nach SachsenAnhalt oder Bremen ziehen, weil ich dort eine bezahlbare Wohnungen finde, aber keinen Arbeitsplatz.
Somit bleibt doch nur die Wahl zwischen Not und Elend.
Und angesichts der mickrigen Renten wird die Armutsgefährdung noch steigen. Aber Hauptsache Schröder, Fischer, Riester und wie sie alle heißen, haben ihre Scherflein im Trockenen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
muellerthomas 29.08.2017, 13:28
8.

Zitat von paysdoufs
...der heute 30-50 Jahre alt ist hat live und in Farbe mitverfolgen können wie sehr die "Südländer" den Rest der Republik in quasi allen für eine erfolgreiche Gesellschaft relevanten Kennwerten zunehmend ......
NRW war bis 2009 fast durchgängig Nettozahler im LFA, Hamburg ist es ohnehin. Bayern dagegen war bis Ende der 1980er Nehmerland. Prima, dass Sie nun, wo Bayern Geberland, aussteigen möchten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mapcollect 29.08.2017, 13:28
9. Und das trotz nahezu Vollbeschäftigung

Viele von den Armutsgefährdeten haben einen Vollzeitjob - und trotzdem bei weitem nicht genug Geld um eine Familie zuernähren. Solche Fälle nehmen immer mehr zu. Und das trotz permanentem wirtschaftlichem Wachstums und der glorreichen EU die uns ja angeblich nur Vorteile bringt. War gerade in Schweden im Urlaub. Was mir dort sehr positiv aufgefallen ist, ist die Tatsache dass die Löhne und Gehälter bei weitem nicht so auseinanderspreizen wie in D. Insbesondere Führungskräfte haben dort bei weitem nicht so entkoppelte Mondgehälter wie hier bei uns.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8