Forum: Wirtschaft
Deutschlands erster Solarweg: Die Straße der sonnigen Zukunft
Solmove

Er spendet Strom, schluckt Lärm und bringt Eis zum Schmelzen: In der Nähe von Köln eröffnet der erste Solarweg des Landes. Das sündhafte teure Projekt erzählt von Visionen.

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izo 11.11.2018, 14:11
10. Teuer und ineffizient

Warum sollte man Solarzellen in so etwas einbauen? Der Ertrag muss aufgrund der Neigung schlechter sein als eine vergleichbare Anlage auf einem geneigten Dach Richtung Süden. Ein Dach wird außerdem seltener betreten und entsprechend auch seltener Abgedeckt als eine Straße/ ein Weg, der von Autos/Fußgängern/Fahrrädern ständig beschattet wird.

Die Quote wird noch schlechter, wenn von Parkplätzen die Rede ist, die Autos per Induktion laden sollen. Dort werden Autos viele Stunden stehen, womit sich die Frage ergibt ob die Solarzellen nicht besser auf dem Hausdach nebenan besser aufgehoben sind.

Auch die Absenkung der Spannung muss zu Lasten eines höheren Stromes gegangen sein, wodurch die Verluste erhöht wurden und der Wirkungsgrad weiter nach unten geht.

Mit Strom zu heizen mach in Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn, vor allem, da Solarzellen in den Wintermonaten aufgrund des niedrigeren Sonnenstandes sowieso schon weniger Strom produzieren. Hier wird es mit "grüner Energie" also schwer.

Deshalb ist meine Meinung, die Idee der "Smarten Straße" nicht mit der Solarzelle zu kombinieren. Soll der Weg beheizbar sein, bieten sich z.B. wie bei einer Fußbodenheizung Rohre im Boden an, in die heißes Wasser geleitet wird. Dazu wird kein Spezialglas benötigt, sondern einfach nur eine dünne Asphaltschicht darüber.

Also bitte nicht zu viel Geld reinstecken sondern stattdessen einfach Solarzellen auf geeigneten Dächern aufstellen/ subventionieren.

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sebastian_R 11.11.2018, 14:12
11. Oh nein

Nicht wir auch noch. Es ist doch schon lange klar, dass diese Idee schwachsinnig ist. Nicht weil es nicht irgendwie funktioniert, sondern weil die Kosten in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Warum soll ich meine Solarzellen ausgerechnet auf die Strasse legen, wo sie total Ineffizient sind, dreckig werden und kaputt gehen, statt sie in einem Solarpark unter Idealbedingungen aufzustellen? Obendrein spiegeln die Zellen oft auch noch, was man auf der Strasse ebenfalls nicht haben möchte. Solarzellen auf der Straße sind pure Geldverschwendung. Die Idee ist so idiotisch, dass sie in entsprechenden Kreisen schon als "running gag" benutzt wird. Fehlt nur noch, dass gleich einer Wasser aus Luft generieren und als neue Idee verkaufen will....

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Msc 11.11.2018, 14:36
12.

Protip: Solaranlage auf Dach stellen und nach Süden hin anwinkeln. Erhöht Ausbeute um ca. 500% als das was da auf dem Boden liegt.

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Richard.M 11.11.2018, 14:38
13. Bitte nicht diesen Schwachsinn!

Die Idee ist schon anderswo grandios gescheitert - unter anderen In Amerika unter dem Namen "Solar Freakin' Roadways". Und das nicht ohne Grund. Solarenergie ist super und inzwischen kommerziell konkurrenzfähig mit allen anderen Arten, Strom zu erzeugen - wenn man's richtig macht, also massenproduzierte Module (die aus Kostengründen so wenig unnötigen Schnickschnack haben wie möglich) auf standardisierten Ständern so aufstellt, dass möglichst viel Sonne draufscheint.
Bei Solarstraßen schmeißt man allein durch das flache Montieren einen guten Teil des Wirkungsgrads weg. Dann kommt eine strukturierte Glasoberflächee dazu, die sicher nicht gleichzeitig das Optimum für die Lichtabsorption ist, dann noch die unvermeidbaren Kratzer und Dreck, dann die Tatsache, dass die Module immer wieder verschattet werden (entweder weil Autos drüberfahren oder weil die Straße halt im Schatten liegt), dann noch erhöhte Kosten für die mechanische Belastbarkeit usw usf., und am Ende ist es, wie es im Artikel steht, haarsträubend teuer, und man wäre zehnmal besser damit gefahren, den Acker neben der Straße zu pachten und ganz langweilige doofe altmodische Module draufzustellen.
Hier ist eine bessere Idee, wenn man ums Verrecken den Platz der Straßen nutzen will: aus herkömmlichen Modulen ein Dach ÜBER der Straße errichten - mit geneigten Dachflächen, um die Sonnenstrahlung besser zu nutzen. Das hat den Vorteil, dass Schnee zur Seite abrutscht, statt ihn mit Strom schmelzen zu wollen (was angesichts der dafür nötigen Energie eine richtig schlechte Idee ist). Außerdem wird die Straße vor intensiver Sonneneinstrahlung abgeschirmt, bisschen Lärmschutz hat man auch noch...

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jerkrussel 11.11.2018, 14:39
14. Sündhaft oder sündhaft teuer?

"Das sündenhafte teure Projekt..."
Ich bin verwirrt!

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martinm70 11.11.2018, 14:45
15. Einige Fragen hätte ich gerne noch geklärt

z.B. ob diese Solarzellen mehr Energie(!) während ihrer üblichen Lebenszeit generieren als sie in der Produktion gekostet haben!

Gut, 250 Euro pro Quadratmeter klingt nicht so teuer. Wobei die Frage ist wie die Haltbarkeit ist. 5 Jahre, 10 Jahre?







Weil hier gefragt wurde wo der Vorteil ist es in Wege statt Dächer zu integrieren. Nun, man kommt einfacher an Wege ran da sie ja auf dem Boden liegen ;) man kann eine sehr große Fläche bekommen und man spart den Winterdienst.

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quark2@mailinator.com 11.11.2018, 15:05
16.

Um der Hammer so werden, müßte man noch einen Weg finden, die Energie da drinnen zu speichern. Dann wäre es die Investition auf alle Fälle wert, zumindest wenn die Haltbarkeit in realer Umgebung nachgewiesen ist.

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rumpelstilzchen1980 11.11.2018, 15:19
17.

Liest man hier die Kommentare, dann weiß man waurm wir ein Problem Start-Ups haben.

Serlbst wenn das Ding in der Form scheitert, dann haben wir Erkenntnisse, was in ähttp://www.spiegel.de/forum/wirtschaft/deutschlands-erster-solarweg-die-strasse-der-sonnigen-zukunft-thread-825882-1.htmlhnlichen Projekten sinnvollwäre und auch die Materialforschung ist eins weiter...
Und da sich Piloten nie rechnen und genau deswegen gefördert werden, ist es absurd über die technische Sinnhaftigkeit zu philosphieren. wenn man zum ersten Mal einen Freilandversuch mit solchen Bauteilen wagt.

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saprebupad 11.11.2018, 15:26
18.

Zitat von doc_x
Wenn dieser geniale Erfinder jetzt auch noch schlüssig darlegen könnte, warum man die Solarzellen ausgerechnet mit extrem hohem konstruktivem Aufwand in hochbelastete Straßen integrieren soll, wo man das für weitaus geringere Kosten einige Meter daneben in Wald und Flur bzw. auf Hausdächern bzw. -fassaden haben kann? Das mag ja für Ausnahmefälle eine Option sein, aber doch nicht flächendeckend ... ... kopfschüttelnde Grüße!
Dies. Warum das im Artikel nicht angesprochen wird, kann ich mir nicht erklären. Hätte das vielleicht doch als "Sponsored Article" gekennzeichnet werden müssen, liebe Redaktion?

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user124816 11.11.2018, 15:44
19.

Wen interessiert warum "Solar Roadways" Schwachsinn sind, sollte auf youtube nach Dave Jones EEVBlog suchen.
Englischkenntnisse vorausgesetzt wird das Ganze gut erklärt und durch gerechnet.

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