Forum: Wirtschaft
Deutschlands lahme Konjunktur: Wir brauchen jetzt Billionen

Sparen, sparen, aber nicht wachsen: Mit seiner Wirtschaftspolitik isoliert sich Deutschland international. Was jetzt wirklich helfen würde, wäre ein Billionen-Aufbauprogramm für den ganzen Euroraum.

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jobueh 13.10.2014, 17:41
100. Die gleichen ...

die heute nach Konjunkturprogrammen schreien, bejammern übermorgen die "unsolide" Haushaltsführung der Regierung.
Ich kann es nicht mehr hören.
Maßloses Schulden machen ... hat schon immer in den Ruin geführt.

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Fürstengruft 13.10.2014, 17:42
101. Der € ist dem Untergang geweiht (Dennis Gartman)

Erst wenn es richtig gekracht hat und der € weg ist, wird die Möglichkeit für ein Neuanfang da sein.

Sollte die D-Mark wiederbelebt werden, wird soviel Kapital nach D fließen, dass der Bauminister im Geld schwimmt und alle maroden Brücken, Strassen, Schulen und kommunalen Krankenhäuser gleichzeitig sanieren kann.

http://www.focus.de/finanzen/boerse/devisen/europa-vor-der-spaltung-bewusster-waehrungskrieg-der-euro-ist-dem-untergang-geweiht_id_4197394.html

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muellerthomas 13.10.2014, 17:43
102.

Zitat von jakm
Komisch nur, dass gerade die deutsche Sparpolitik mit der stabilen Währung und dem eher geringeren Wirtschaftswachstum maßgeblich dazu beigetragen hat,
Das ist der Mythos, tatsächlich aber sind die Staatsausgaben in Deutschland in den letzten jahren stetig gestiegen, während sie in Italien, Irland, Spanien, Griechenland, Portugal gekürtzt wurden. Das Ergebnis davon war eine relativ stabile Konjunktur hierzulande und Dauerrezession in der Perihperie, wo man versucht hat zu sparen.

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sweety007 13.10.2014, 17:44
103. Konzept vs. realität

wenn "konjunkturprogramme" zu wirtschaftlichen aufschwung führen würde, so müßte griechenland heute ein powerhouse sein. Ist es, trotz aller verlorener zuschüsse der EU (ca. 100 mrd €) nicht, KOMISCH.... !?
Misslich, wenn die realität sich nicht an ein konzept halten will.

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Inuk 13.10.2014, 17:45
104. Das Problem der Unmerklichkeit

Erster Schritt, keine Neuverschuldung. Das ist schon ein harter Akt. Zweiter Schritt: Es muss den Menschen bewusst werden, was ihm privat bewusst ist, dass der Kredit eine Last ist. Wir haben ja das Problem der Unmerklichkeit. Wir merken als Bürger gar nicht, dass der Kredit eine Last ist. Unsere Kinder werden es schon richten. Und die haben ein großes Problem, weil sie zahlenmäßig weniger werden, weil wir die älter werdende Generation länger leben dürfen, dank der teuren Medizin. All das sollen unsere Kinder bezahlen und den packen wir auch jetzt noch unsere Schulden drauf und das ist unanständig. Also, wir müssen bewusst machen, dass ein Kredit gegenwärtig eine Last ist. Deswegen sollten wir ein Gesetz erlassen, das besagt, immer dann, wenn die Staatsschuld steigt, sagen wir mal 1 %, sinken automatisch alle Staatsleistungen. Das Beamtengehalt, die Studienfinanzierungen, die Industriesubventionen, die Sozialhilfe. Bisher haben wir jedem der vom Staat was will, einen festen Anteil gegeben, bestimmte Höhe, den kriegt er, der Staat geht nicht unter, da denkt er gar nicht darüber nach. Jetzt wird dann spürbar, dass der Staat weniger leisten kann, wenn er höhere Kredite aufgenommen hat, weil er ja den bedienen muss. Und dann wird das gegenwärtig, was wir als Bürger, als Vorsteher eines Haushaltes erleben, wenn ich einen Kredit aufnehme, muss ich mir genau überlegen, ob ich den finanzieren kann, ob ich mir das zumuten kann, oder ob ich mich da übernehme.
(Auszug eines Interviews mit Prof. Paul Kirchhof zum Thema Euro-Schuldenkrise

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taliesinwest 13.10.2014, 17:46
105. EIN ausgeglichener Haushalt ??

Zitat von Eutighofer
Ganz Europa ist doch schon massiv verschuldet, und jetzt sollen noch mehr Schulden ein Wachstumswunder bewirken ? Wohl kaum. Ein ausgeglichener Haushalt sorgt für Vertrauen und hinterlässt der nachfolgenden Generation keine Erblast.
Da kann man wohl noch bestenfalls mindestens 50 dranhängen,
bis die nachfolgende Generation keine Erblast mehr hat.

Der heutige Steuerzahler hat doch schon eine Erblast.

Ich bin mir nicht gan sicher, aber ich glaube der
dritt- oder vierthöchste höchste Etat des Finanzministeriums bezieht sich nur auf Schuldentilgung.
Und Deutschland hat wahnsinnig viele Schulden.

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homersimpson75 13.10.2014, 17:46
106.

Man kann vor solchen Vorschlägen, wie sie von Münchau und anderen neokeynesianischen Scharlatanen immer wieder kommen, nur dringend warnen.

Profitieren werden von solchen Maßnahmen nur die vielzitierten "Superreichen".

Otto-Normalbürger wird durch Inflation, immer erdrückendere Steuer- und Abgabenlast nur verlieren. Die notwendige faktische Nullzinspolitik wird seine Ersparnisse und seine Altersvorsorge zunichte machen.

Viel wichtiger und besser wäre es, den Regulierungsdschungel deutlich zu stutzen und damit private Investitionen zu fördern.

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muellerthomas 13.10.2014, 17:46
107.

Zitat von Herr Hold
Man scheint sich da nicht so einig zu sein.
Toll, haben Sie Einzelbeispiele gefunden. Sie können doch nicht ernsthaft bestreiten, dass es in der Wissenschaft und unter sonstigen Ökonomen eine sehr breite Mehrheit für expansive Geld- und Fiskalpolitik gibt.

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SK3112 13.10.2014, 17:46
108. Genau richtig!

Zitat von dt53141289
" Wenn man so ein Programm an Strukturreformen koppeln würde, dann ..." Was wurde nicht schon alles an Strukturreformen in den Nachbar- und Krisenstaaten gekoppelt. Allein sie kommen nicht oder werden nicht umgesetzt, siehe Frankreich, Griechenland, Italien. Es wird nur mehr Geld gefordert.
Offenbar ist Amnesie eine Kernkompetenz mancher Spiegel-Kolumnisten. Und nassforsche Sprache, hinter der sich Meinungsmache bei vollständiger Ahnungslosigkeit tarnt.

Es ist geradezu lächerlich, sich von den Schuldenkönigen in der EU hinreichend Goodwill zu erhoffen, dass die Strukturreformen auch dann noch weitergeführt werden, wenn sich das Füllhorn der schuldenfinanzierten Haushalte wieder geöffnet hat. Erstens wäre das ein weiteres Mal überwiegend *unser* Geld und zweitens würde es nicht in der Infrastruktur landen, sondern in politisch motivierten Wohltaten diverser selbstgefälliger Regierungen. Und die zaghaften bisherigen Reformen, ja, in der Tat erzwungen, würden ein ganz klein wenig verschoben, sagen wir: bis zum Nimmerleinstag.

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reifenexperte 13.10.2014, 17:47
109. Gibts alles schon:

"Mit dem Geld könnte man ein transeuropäisches Infrastrukturprogramm finanzieren - für Energie, Telekommunikation, Straßen und Züge."

Strassen, die im Nichts enden; Windräder ohne Netzanschluss, abstürzende Satelliten und leere Züge. Finanziert vom Steuerzahler und in den Sand gesetzt, einige habe aber zu Lasten der Staatskassen ihren Schnitt gemacht. Und jetzt brauchen wir noch mehr davon, auf Pump, wir sind ja angefixt.

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