Forum: Wirtschaft
Deutschlands lahme Konjunktur: Wir brauchen jetzt Billionen

Sparen, sparen, aber nicht wachsen: Mit seiner Wirtschaftspolitik isoliert sich Deutschland international. Was jetzt wirklich helfen würde, wäre ein Billionen-Aufbauprogramm für den ganzen Euroraum.

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hefe21 14.10.2014, 15:43
350. Bitte die Bill

Glatt die Überschrift überlesen. Der Franzl würde sagen: "Billiarden-Aufbauprogramm - jo ist denn scho wieda Kriegsende?" Oder der geistige Mantelöffner Münchau erklärt in seiner nächsten Kolumne, welcher Krieg gegen wen da gerade zu Ende geht. Aber da er sich inzwischen darauf versteigt, Helmut Schmidt quasi als Urgroßvater der deutschen Dorfdeppen zu qualifizieren, ist seine Zeit als Durchlauferreger bei SPON bald abgelaufen.

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einzigerwolpertinger 14.10.2014, 15:46
351. Mit Verlaub,

Zitat von rellüMsnaH
Trotzdem bleibt die Aussage richtig. Aber es wurde auch immer wieder gesagt und sie erkennen es: Es gibt natürlich auch ein Verteilungsproblem. Das ist aber ein politisches Problem und wäre (im Prinzip) vergleichsweise einfach zu lösen. Fragen Sie unsere Politiker mal, warum die das nicht wollen und warum sie exakt das Gegenteil davon machen.
aber das ist doch wohl Unfug.
Was soll das heißen: „Trotzdem bleibt die Aussage richtig“? Eine Aussage ist wahr oder falsch, aber nicht falsch und trotzdem wahr.

„Es gibt natürlich auch ein Verteilungsproblem.“ Nein, das ganze ist ein Verteilungsproblem. Und es ist auch kein politisches, sondern ein gesellschaftliches Problem.

Und die Politiker zu fragen, ich bitte Sie, was soll das bringen? Kleine Kostprobe? Johannes Kahrs, Sprecher Arbeitgruppe Haushalt der SPD-Fraktion im Oktober 2014:
"Die Neuverschuldung muss nach Maßgabe der Verfassung (Schuldenbremse) und der Maastricht-Ziele mittelfristig massiv zurückgeführt werden. Unser Ziel ist, möglichst bald einen Haushalt ohne neue Schulden vorzulegen. Wir senken so die Zinslast und schaffen dadurch finanzielle Spielräume für die Generation unserer Kinder." Das war vor Stegner.

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mickk 14.10.2014, 15:46
352. und wieder sind die Lemminge unterwegs

Da ist ja mal wieder ein Lemming unterwegs. Was für ein Unsinn.

Sicher kann man die Zinsen ins negative Regeln und Investitionsprogramme anschieben. Schuldenmachen kann jeder Depp. Aber die Krise ist ja gerade durch Schuldenmachen entstanden. Weitere Schulden werden uns nur weiter in eine Spirale aus Schulen und Währungsverfall treiben. Am Ende steht dann eine Inflation, die man nicht mehr kontrollieren kann und ganz am Ende gibt es nur noch Verlierer. Dann schreibt keiner mehr solche Artikel.

Eine Währung, die auf den Wert des Papiers setzt tut gut daran, des Vertrauen in die Währung zum höchsten Gut zu machen. Denn faktisch ist unser Geld noch nicht mal das Papier wert auf das es gedruckt ist.

Wenn das so weiter geht, werden wir in 5 Jahren die nächste große Währungskrise haben mit Superinflation und alle Ersparnisse verlieren. Meine Großmutter hat zwei Inflationen mitgemacht und sie hat jedes Mal gehungert. Ich bin mal gespannt, wie der Autor dieses Artikels denkt, wenn er denn vor den Trümmern seiner Existenz steht.

Allerdings glaube ich auch nicht, dass Deutschland das aufhalten kann. Der Druck in Richtung weiterer Schulden und Geldentwertung ist zu hoch, als dass sich unser konsensbedürftiges Deutschland dem noch lange entziehen könnte.

Die Lemminge werden sich durchstzen.

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einzigerwolpertinger 14.10.2014, 16:02
353. Kurt konnt’s besser

Münchaus Idee geht nicht über das hinaus, was der ökonomische Haudegen Kurt K. aus Dortmund schon vor Monaten hier vorschlug: Einen niedrigen vierstelligen Milliardenbetrag (Im Volksmund wohl Billion genannt) für Griechenland. Für alle zusammen dann eben mehr.

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rolforolfo 14.10.2014, 16:24
354. ja klar, Billionen

darunter sollte es nicht sein, kleiner sollt man nicht denken.

Vor allem, nachdem man diese zahlreichen Bankenpleiten gesehen hat und nachdem sich die Hypo Real Estate anno 2011 um sagenhafte 56 Milliarden verrechnet hatte, (http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1809377/Bad-Bank-verrechnet-sich-um-56-Milliarden.html)....sollte man da nicht so zimperlich sein.
Nicht kleckern, sondern klotzen, darum geht es!

Vor allem nachdem irische Banker anno 2013 (http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/06/26/enthuellt-irische-banker-verhoehnen-deutsche-steuerzahler-bei-bailout/) sich schüttelten vor Lachen, würde ich sagen:

Man muss etwas tun für Wirtschaft, Volk und Banken. Lass es Milliarden äh, Billionen regnen.

So eine Art Konfetti-Regen wie beim Gewinn der Champions-League. So stimuliert man Wirtschaft, Nachfrage und diese ganzen "BarAmeter"...Haut es raus...

Streng wissenschaftlich -äh, volkswirtschaftlich - begründet....

Das BiP von Italien MÜSSTEaktuell sowieso kräftig ins Plus wandern, da jetzt auch Schwarzarbeit und Mafiaumsätze ins BiP miteingerechnet werden!
(http://www.welt.de/wirtschaft/article126560954/Dealer-und-Schmuggler-steigern-ab-Herbst-das-BIP.html)

Noch Worte?

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leidenfeuer 14.10.2014, 17:15
355. Nicht alle Staatsausgaben wären notwendig.

Zitat von rellüMsnaH
Wie finanziert sich eigentlich in Ihrer Welt ein Staat? Der hat schließlich so seinen Sinn und Zweck und seine Aufgaben. Ja er bezahlt sogar Löhne, vergibt Aufträge an Unternehmen, hat auch eine Lenkungs- und Verteilungsfunktion. Also den Sektor private Unternehmen wollen Sie nicht besteuern? Verstehe ich das richtig? Und andere Frage: Wo ist denn für Sie von der Kostenseite eines Unternehmens her der eklatante Unterschied zwischen zu zahlenden Steuern und zu zahlenden Löhnen? Wenn ich Sie richtig verstehe und das weiterdenke, wäre es dann ja auch dumm für ein Unternehmen, überhaupt Löhne zu bezahlen.
Solange in der Wirtschaft Mitarbeiter benötigt werden,
sind selbstverständlich auch faire Löhne gerechtfertigt,
die natürlich je nach Erfolg des Unternehmens Unterschiede aufweisen. Anständige Löhne für entsprechend erfolgreiche Arbeit sind überhaupt kein Problem, sondern eine Selbstverständlichkeit. Gewaltige
Probleme bestehen aber darin, dass der Staat gegebene
Aufgaben oft erweitert und sich immer wieder noch zusätzliche Aufgaben sucht. Diese vielen und zum Teil
gar nicht unentbehrlichen Aufgaben führen zu überhöhten Staatsausgaben, und daraus folgend
beansprucht der Staat auch immer größere Steuereinnahmen, die ungerechtfertigter Weise sogar
überproportional zu den Nettolöhnen und den Nettorenten wachsen. Dieses Übermaßabkassieren
durch den Staat ist nicht gerechtfertigt, zumal er
gar nicht allumfassend die Menschen umsorgen soll,
sondern nur subsidiär mit dem Notwendigen, soweit
es die Wirtschaft nicht selbst fertigbringt.

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rsirs 14.10.2014, 17:23
356. Gegenfinanzierung und Tilgung

Der Vorschlag ist angesichts des Verschuldungsdebakels der Staaten reichlich irre. Das Mindeste wäre aber gewesen, einen Gegenfinanzierungs- und Tilgungsplan vorzulegen. Das Wachstumsproblem scheinen Sie auch nicht verstanden zu haben.
R. Sponsel, Erlangen

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rsirs 14.10.2014, 17:28
357. Gegenfinanzierung und Tilgung

Der Vorschlag ist angesichts des Verschuldungsdebakels der Staaten reichlich irre. Das Mindeste wäre aber gewesen, einen Gegenfinanzierungs- und Tilgungsplan vorzulegen. Das Wachstumsproblem scheinen Sie auch nicht verstanden zu haben.
R. Sponsel, Erlangen

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MartinS 14.10.2014, 17:32
358. Selten so gelacht

Die Schuldenprobleme in der Euro-Zone resultieren doch aus einem jahrzentelangen "Konjunkturprogramm". Daher finde ich den Ansatz Schulden mit Schulden zu bekämpfen irgendwie nicht logisch. Des weiteren frage ich mich, wie der Autor glauben kann, dass das Geld (Billionen !!!) sinnvoll eingesetzt wird ...

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diefreiheitdermeinung 14.10.2014, 17:33
359. Ich wünsche viel Glück

mit den Bürgerinitiativen die mit Bestimmtheit und in NIMBY-Art jede Infrastrukturinvestition (denn welche sonst kann denn eine Regierung tätigen ? Eine staatliche Autofabrik, quasi VW 2.0. doch wohl kaum ) erst zerreden und dann verunmöglichen werden. Also das wird Nichts. Erst muss man wahrscheinlich sehr radikal das Recht des Einzelnen beschneiden überall mitbestimmen zu wollen und zu dürfen.

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