Forum: Wirtschaft
DGB-Bilanz zu zehn Jahren Hartz IV: Beschönigt, verschleiert, verfehlt
DPA

Vor knapp zehn Jahren trat das sogenannte Hartz-IV-Gesetz in Kraft. Mehr als 15 Millionen Menschen haben seitdem zeitweise Arbeitslosengeld II bezogen, schreibt der DGB in einer Analyse. Die Gewerkschafter ziehen eine vernichtende Bilanz.

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unixv 26.12.2014, 15:29
1. Es gab doch aber auch Gewinner!

Sollten wir als Solidargemeinschaft aber bitte nicht vergessen, oder

Gewinner = Schröder, Riester, Rürup, Clement, Münterfering und der nette Herr Maschmayer!

Jetzt bitte keine Neid Debatte! ;-)

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Grafsteiner 26.12.2014, 15:34
2. Dafür braucht es keine Bilanz

Dass die Gesetze des Betrügers Hartz den Abbau des Sozialstaates und damit die Zerstörung der Bundesrepublik als Gemeinwesen bedeutete, haben im Vorfeld die Montagsdemonstranten gewusst. Aber die politische Kaste hat die Agenda 2010 gegen den Willen der Menschen durchgeprügelt. Weil es "die Wirtschaft" so wollte.

Seit dieser Zeit gibt es in Deutschland "blühende Landschaften". Blühende Ruinenlandschaften. :-(

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bjbehr 26.12.2014, 15:40
3. Abwahl wegen Unfaehigkeit

Soviel zur Weitsicht unserer Volksvertreter: Man will weg von 5 Millionen Arbeitslosen, schafft ein Buerokratenmonster namens Hartz IV, versaeumt es aber auch hier nicht, allen Beziehern staatlicherseits das Arbeitslosen-Kainsmal einzubrennen (z.B. in Talkshows und/oder auf dem Amt selbst), nimmt alle Geringverdiener und Aufstocker aus der Statistik heraus, und weil die Situation so verfahren war, fuehrt man den Mindestlohn ein, da dieser - und hier wird uns die naechstjuengere Zeit noch das Fuerchten lehren - zu (Massen-)Entlassungen fuehren wird, so dass wir bald wieder unsere handvoll Millionen Arbeitsloser haben werden. Gut gemacht, wirklich gut gemacht, ihr Quacksalber, alle die ihr ja so genau wissen wollt, was gut fuer das Volk ist, was es braucht und - vor allem - nicht braucht. Wie gerne wuerde ich diese Volksvertreter nicht nur direkt waehlen, sondern auch abwaehlen koennen, wohlgemerkt waehrend einer Legislaturperiode.

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linkereuropäischerpatriot 26.12.2014, 15:41
4. Und die Politik wundert sich...

... dass die letzten Bürger dieses Landes heute auf die Straße gehen. Zu entschuldigen ist es nicht, dass sich diese Bürger mit Faschisten vereinigen. Aber auch hier hat die Politik vorgemacht, wie sich Bürger erfolgreich und unterstützt von der Westlichen Welt mit Faschisten vereinigen dürfen. Der Maidan hatte nur andere Ziele. Das Bündnis zwischen Bürgern und Faschisten war das gleiche.

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h.grünspan 26.12.2014, 15:42
5. Ein Jobcentermitarbeiter:

"Hartz IV ist das Allerletzte! "

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GinaBe 26.12.2014, 15:44
6. Gebt den Bürgern ihre Menschenwürde zurück!

Selbst der Gewerkschaftsbund beschönigt die Auswirkungen und den Erfolg der Reformen, verschweigt er etwa, daß heute nicht mehr Menschen in Arbeit sind als damals, sondern diese Arbeit durch Teilzeitbeschäftigung und sogenannter Minijobs nur von mehreren Händen getan wird. Sie verschweigt, daß die Duldung von Leihfirmen Facharbeiter deutlich weniger verdienen lässt als früher und zudem verunsichert arbeiten, weil ihnen u.a. bei Krankheit sofort gekündigt werden kann.
Sie verschweigen auch, daß die mediale, öffentliche Kritik Bezieher von Hartz 4 denunzieren (darf) und (soll), um abschreckend zu wirken und Fleiß in der Bevölkerung zu verstärken?
Dies ist inakzeptabel, züchtet pöbelhafte Ansprache und gesellschaftliche Akzeptanz von Unterstellungen, diese wären nur zu faul zum Arbeiten etwa, was völlig aus der Luft gegriffen ist, weil unmöglich mehrere Millionen Arbeitsplätze geschaffen werden können, wenn Firmen zudem weiterhin streng rationalisieren.
"Die Reform habe die Ausbreitung von Niedriglohn und prekärer Beschäftigung begünstigt, weil die Bereitschaft der Arbeitnehmer gestiegen sei, solche Jobs anzunehmen." Dieses Zitat beschönigt ebenfalls und verschweigt, daß AN sanktioniert werden, wenn sie nicht gewillt sind, einen "JOB" bei Billiglohn anzunehmen. Sie sollen sich da besser aufstocken lassen, womit Unternehmer subventioniert und der Wert der Arbeit noch mehr verächtlich gemacht wird.

Außerdem: was sollen all diese vielen Artukel, Berichte und Statistiken über die neue Armut, arme Kinder und Alterarmut, wenn es politisch in keiner Weise vorgesehen ist, diese schlechten sogenannten reformen zurückzunehmen und den Bürgern ihre Menschenwürde zurückzugeben?

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kalim.karemi 26.12.2014, 15:45
7. Ach ja der dgb

Der Staat schafft nun mal keine Arbeitsplätze, nur Voraussetzungen, welche zu schaffen. Stimmen diese nicht, entstehen woanders diese Arbeitsplätze. Dass die Sozialgesetze unter Schröder ein Erfolg waren, erkennt man am Blick nach Italien oder Frankreich, wo völlig verkrustete Sozialgesetzgebung verhindert, dass neue Arbeitsplätze entstehen. Dass das im Interesse des DGB ist, dürfte völlig klar sein. Miese Bedingungen treiben ihm die Mitglieder zu und Geld ins Haus. Womit sich die Geschäftsführung ein tolles Leben machen kann. Merke, wenn Gewerkschaften beginnen zu klagen, dann ist alles auf einem guten Weg.

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Andy-FF 26.12.2014, 15:48
8. der letzte Dreck

waren diese "Reformen". Sie dienten einzig und allein dazu, Menschen den letzten Rest an Rücklagen zu rauben, Kosten für den Staat durch absichtlich massenhaft zu Unrecht verhängte Sanktionen zu sparen (wer sich nicht wehrt, hat eben Pech gehabt!)

Ja, einige, die hier herum keifen werden, dass dem nicht so sei, lügen wider besseres Wissen, andere, weil sie es nicht begreifen wollen oder können, dass dieses System nur auf Kostenersparnis ausgelegt war und ist. Für den Staat und für die Unternehmen, die kaum noch Lohnkosten zu tragen haben, weil aufgestockt wird ohne Ende.

Den Leuten wird bewusst ihr gutes Recht vorenthalten und wer den Mund nicht auf macht, bekommt auch nichts.

Der Staat schädigt vorsätzlich seine Bürger. Das ist Hartz IV!

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claus.w.grunow 26.12.2014, 15:51
9. Beschönigt, etc

Darum hat der DGB 10 Jahre lang gewartet H4 zu verdammen. Diese Art Glaubwürdigkeit haut einem glatt um. Die Herren Funktionäre sind wohl gerade erster Klasse von einer Reise zum Mond zurückgekehrt.

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