Forum: Wirtschaft
DGB-Chef Reiner Hoffmann: "Jetzt rächt sich, was demokratische Parteien jahrzehntelan
Britta Pedersen/ DPA

Die Europäische Union hat viel für die Rechte von Arbeitnehmern getan, sagt DGB-Chef Reiner Hoffmann. Im Interview erklärt er, warum die Wahrnehmung oft anders ist - und kritisiert den Europa-Kurs der Kanzlerin.

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MagittaW 01.05.2019, 10:55
1. Mindestlohn gegen den Willen der Gewerkschaften

Die Gewerkschaften sind doch die größten Heuchler die es gibt!
Die vertreten schon seit langem nicht mehr die Interessen der Arbeitnehmer - sondern nur noch die ihrer Funktionäre!
Wo war denn die Solidarität der Westgewerkschafter mit den Ostdeutschen nach der Wende? Nicht vorhanden! Im Gegenteil: die Konkurrenz im Osten wurde mit Billigung der West-Gewerkschafter plattgemacht, Stichwort Kalibergbau.
Der Mindestlohn musste GEGEN die Gewerkschaften durchgesetzt werden, den Westgewerkschaften waren die prekären Löhne vor allem im Osten oder auch bei gering Qualifizierten im Westen doch völlig egal!
Gerade im Osten gingen die Funktionäre - allesamt Westdeutsche - eine Allianz mit der Polit- und Wirtschaftselite ein, Dumpinglöhne, keinerlei Betriebsrenten und beschränkte Arbeitnehmerrechte für das Ostdeutsche Arbeitsprekariat - das ist die Bilanz der Gewerkschaften.
Und sich dann über "rechte Mischpoke" echoffieren.
Na logisch, die AfD tut nichts für die abgehängten Ostdeutschen, aber was haben die Gewerkschaften in den letzten 30 Jahren im Osten bewirkt?

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aktiverbeobachter 01.05.2019, 10:55
2. Unverschämtheit

Es ist unglaublich mit welcher kaltschnäuzigen Unverschämtheit Herr Hoffmann so eine Forderung wie : "Es kann nicht sein, dass Bund, Länder und Kommunen öffentliche Aufträge für viele Milliarden Euro im Jahr an Bieter vergeben, die nicht tarifgebunden sind." So ein Mensch spricht von Demokratie und Fairness und Sozialer Verantwortung. Dieses macht nur sehr deutlich Warum Gewerkschaften deutlich an Einfluss verloren haben und bei so einer Denke auch hoffentlich weiter verlieren werden.

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zauberer2112 01.05.2019, 10:59
3. Welche Großbetriebe?

An dieser Stelle wurde es mir endgültig zu bunt. Es gab keine funktionierenden Großbetriebe in der DDR! Oder trauert er dem Trabi-Werk in Zwickau nach? Warum wohl ist die DDR pleite gegangen? Wir werden den Ossis wahrscheinlich in 100 Jahren noch einreden, wie sehr sie benachteiligt sind. Dann brauchen sie auch nix ändern. Ist alles der Wessi nach 1989 schuld. Das Leben ist kein Ponyhof und für Erfolg muss man was tun. Das war im "goldenen Westen" nach 1945 auch nicht anders. Und dass "unsere" Alliierten uns besser unterstützt haben anstatt auszuplündern (wie der sozialistische Bruder im Osten), dafür kann die alte BRD nix und ist durch den Soli mittlerweile mehr als ausgeglichen.

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Mondlady 01.05.2019, 10:59
4. Widerspruch!

Es gäbe fast zu jedem Absatz etwas zu sagen, dauert mir aber zu lang; deshalb 2 Punkte: 1. EU-Transparenzrichtlinie; wieso sollte das nur von einer "allumfassenden" EU geregelt werden können? Wären hier nicht vielmehr die Gewerkschaften gefragt, dies in Tarifverhandlungen zu erreichen? 2. Meiner Meinung nach hat Macron nicht gewollen, weil er so ein "offensiver Pro-Europäer" ist, sondern weil die Franzosen die etablierten Parteien und ihr Versagen gründlich satt hatten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Macron die nächsten Wahlen ebenfalls gewinnen wird; dass er das zerstrittene Volk befriedet, glaube ich noch weniger!

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go-west 01.05.2019, 11:00
5. Hätte nie gedacht,

daß mir einmal ein DGB Chef so aus der Seele spricht, vor allem bezüglich der unsäglichen Reaktion bzw. Nicht-Reaktion Frau Merkels auf die Vorschläge von Präsident Macron. Bis auf die Besitzstandswahrung bzw. Verwaltung des eigenen Machterhaltes kommt nichts von dieser Frau, rein gar nichts. Dies würde auch bei AKK so weitergehen. Wann kommt endlich mal jemand, der die Zukunft Deutschlands und Europas zusammen mit unseren französischen Nachbarn aktiv mitgestalten will?

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28zwei27 01.05.2019, 11:01
6. Wo wart ihr

..."Gewerkschaften" denn in den letzten Jahrzehnten? Hinterher schlau daherreden?
Was habt Ihr getan?
Ihr habt Euch mit Eurem Eintreten für ein Verbot der sog. Spartengewerkschaften, mit unsinnigen Streiks bei Amazon und ständigen Streiks zur Störung des Luftverkehrs in Urlaubszeiten komplett als überflüssig gezeigt.
Das war aber auch schon alles. Ein selbst ausgestelltes Armutszeugnis!

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P-Schrauber 01.05.2019, 11:02
7. Fehler in der Wahrnehmung

Der Klimawandel treibt die Polen in den Nationalstaat, die Polen sind in Sachen Klima und Umweltschutz erfrischend pragmatisch aufgestellt, im Gegensatz zu uns, in dieser Sache können wir uns eine Scheibe abschneiden.
Aber die Migration aus dem Süden und die Verteilung von Migranten nach Schlüsseln gefällt den meisten Polen halt nicht und das ist ein Merkel Problem, hat ie doch die Pullfaktoren für andere so offensichtlich und offenkundig aufgezeigt und bos Heute einschl. der EU nichts für die Beseitigung getan.

Weitere Thema hierzu ist die Feststellung vieler Polen (sollte der Spiegel mal selbst tun) dass die die in Polen aufgenommen wurden dorr nicht bleiben wollen und bach D weiterreisen, weil Polen nicht ausreichend Unterstützung bietet, es in D mehr gibt. Warum also sollten sick die Polen bemühen ...
Stattdessen wird versucht die Migrations- und Flüchtlingskritik der AfD zuzuschieben und damit als undemokratisch und als Falsch darzustellen, was sie nicht ist weil sie den Finger in die Wunde legt da wir uns weitere Einwanderungen von Bildungs- und Intergrationsfernen (die werden insbesondere gepullt) in unser Sozialsystem nicht mehr Leisten können.

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claus7447 01.05.2019, 11:04
8. Wie Recht er hat!

Wenn ich insbesondere die letzten 6 Jahre vorüber ziehen lasse was bleibt mir in Erinnerung. Ein Söder der spöttisch sich über Griechenland äußert. Teile der FDP und CDU (CSU ohnehin) die sich nur immer auf die nationale Wirtschaft begrenzen (dazu gehört der größte Fan Altmaier) und der totalen Ignoranz woher unser Wohlstand kommt. Offensichtlich begreifen wir nicht, das die meisten Firmen gar nicht vom nationalen Handel überleben könnten (das schaffen nur Handwerker).

Wenn morgen die EU zerfällt so ist dies insbesondere den Nationalisten anzukreiden. Dazu zähle ich eben nicht mehr nur die Visegrad Staaten die eine Ego-Politik betrieben, oder Staaten wie Italien - die wie immer alleine gelassen haben wenn es um Flüchtlinge ging wie Griechenland, jetzt da dort mit diesem Problem die Populisten regieren ist das Geschrei groß.

Wir zeigen mit Fingern auf Frankreich und deren strukturelle Probleme. Das ist einfach und banal - denn keine Lösung. Wir haben auf Spanien gezeigt und gebrüllt: löst euren Sch..ß alleine. Und dabei ignoriert die Politik, die CDU/FDP dass wir in der EU eine Gemeinschaft sind/wären, die durchaus ein großes Gewicht ggü USA / China darstellt.

Ich neheme als Beispiel immer die Bundesrepublik Deutschland: Wir hätten z.B. bei der Wiedervereinigung auch sagen können: liebe neue Bundesländer, nun löst mal die Problem die Euch die SED beschert hat - aber bitte alleine. Wir könnten auch morgen den Länderfinanzausgleich einstellen und den Nehmerländern sagen macht doch alleine weiter.

Wenn wir ein starkes und vor allem (was ich mir wünsche) VEREINIGTES EUROPA haben wollen dann muss man aufhören nur im Eigenlob zu schwelgen. Warum beginnen wir nicht endlich innerhalb klarer Regeln und Vorgaben mit unserem handelsüberschuss eine VSE (Vereinigte Staaten von Europa) zu beginnen. Das Ziel schwarze 0 wird - das prognostiziere ich nur ein kurzfristiges Ziel und ein Erfolg sein - dazu haben wir in der Vergangenheit zu lange über die Verhältnisse gelebt. Aber es wäre wert, dieses Ziel hinten an zu stellen um endlich ein großes Ziel zu erreichen.

Wenn wir ein "weiter so" betrieben dann wird die EU in absehbarer Zeit der Vergangenheit angehören - der Euro verschwindet und dann? Es können nur blinde AfD Anhänger glauben, dass unser Wohlstand größer wird. Nein - wir werden in eine starke Arbeitslosigkeit gehen - da wird auch Industrie 4.0 nicht helfen - nei diese wird sie verstärken. Unsere Waren werden um ca. 20 % für das Ausland teuere - das wird schon eine Neue DM besorgen.

Die einzigen die sich freuen könne werden Rentner sein - die können dann billigere Kreuzfahrten und Auslandsurlaub machen, nur wie lange!

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faunsilen 01.05.2019, 11:06
9. Institutionalisiertes Desinteresse der Gewählten

Das Problem EUROPA war, ist und bleibt das Desinteresse der Straßburger Abgeordneten, sich auch während ihrer "Amtszeit" gegenüber den Bürgern zu erklären. 6 Wochen vor der EU-Wahl Wahlplakate mit dümmlichen, nichtsagenden Sprüchen und noch dämlicheren NoNameGesichtern aufzuhängen, führ zu immer mehr Verrdruss,. Was den Gewählten dann sichtlich wurscht ist!

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