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DHL, Hermes und Co.: Zahl der Beschwerden über Postdienste fast verdoppelt
DPA

Falsch zugestellte Briefe oder verspätete Briefe: Postdienstleister stehen immer häufiger in der Kritik. Bei der Bundesnetzagentur gingen 2018 fast doppelt so viele Beschwerden ein wie im vergangenen Jahr.

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tobi1991 21.12.2018, 20:38
1. Bezahlung

Alles eine Frage von guter Bezahlung. Würden die Ihre Mitarbeiter anständig entlohnen hätten Sie ausreichend Personal und deitlich weniger Probleme. Außerdem hätte die Deutsche Post genauso wie die DB oder Telekom jemals privatisiert werden dürfen. Das war der Anfang vom Ende.

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scgtef 21.12.2018, 20:58
2. Wahrscheinlich beschwert sich nur ein Bruchteil der Betroffenen

Seit Monaten werden Briefe an mich bei einem Nachbarn der Parallelstraße mit gleicher Hausnummer eingeworfen. Als ich den Zusteller ansprach, sagte er, er sei neu... Er konnte kaum Deutsch und tatsächlich sind ständig Neue da. Zum Glück bringt mir der zuverlässige Nachbar meine Briefe. Das kanns aber echt nicht sein. Sind das Billiglöhner, denen alles egal ist? Gestern spuckte ein Paketzusteller in meinen Garten, das war ein total ungehobelter, unangenehmer Mensch ohne jede Umgangsformen.

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MisterD 21.12.2018, 20:58
3. Nö, das ist nicht nur eine Frage der Bezahlung...

sondern in erster Linie eine Frage der Auslastung. Wenn ich längere Zeit auf 150% laufe und keine Erholung habe, weil 6 Tage die Woche gearbeitet werden muss, dann mache ich Fehler. Fehler können passieren, dagegen hat keiner was. Wogegen ich aber was habe, ist, dass die Zusteller immer öfter die Pakete einfach vor die Tür stellen und manchmal auch keine Karte einschmeissen. Wir reden hier manchmal von Warenwerten über 300 EUR und mehr, das kann der nicht einfach in den Hausflur stellen... war übrigens immer zuhause, nur wenn ich gerade aufm Pott sitze oder staubsauge, hör ichs halt nicht. Wenn man nach 10 Sekunden nicht auf macht, gilt man als abwesend heutzutage...

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charly05061945 21.12.2018, 21:12
4. Seltsam

Seltsam, unsere Mischpoche (5 Erwachsene) bestellt, da beruflich stark eingespannt, relativ viel online - wir hatten noch nie einen Grund über einen dieser Lieferdienste zu klagen, ganz im Gegenteil! Und wenn einer der Auslieferer nicht 100% das reine Hochdeutsch beherrscht und vielleicht auch kein 1-Abitur vorweisen kann - wo ist das Problem, Hauptsache er macht das wofür er (meistens viel zu gering) bezahlt wird. Aber wahrscheinlich gilt auch hier: wie man in den Wald hineinschreit so schallt es heraus. Noch ein Tipp: gelegentlich ein kleines Trinkgeld geben.....

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stefangr 21.12.2018, 21:22
5. nur noch Magerlöhne für die teuren Manager

Wenn ein Paketbote nur 70 Cent für ein zugestelltes Päckchen erhält, stimmt irgendwas nicht. Der Bote bat einen Nachbarn um das Altbrot, damit dieser nicht verhungert. Es ist so pervers, wie sich die Manager die Taschen voll füllen und die kleinen Paketboten nicht das Brot über Nacht haben. Vielleicht sollten die Paketboten mal die gelben Westen anziehen und die Straßen blockieren, insbesondere in den Gegenden der Reichen. Am besten gleichzeitig und republikweit, denn das kann dann die Polizei nicht mehr kontrollieren noch einfangen. Wenn die reiche Meschpoke in ihrer Freiheit behindert wird, erst dann wird diese Plutokratie erkennen, dass sie nicht allein auf diesem Planet ist.

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Gottloser 21.12.2018, 21:39
6. Samstags wird keine Post mehr zugestellt.

Während mehrer Wochen wurde mir samstags keine Post mehr zugestellt. Sehr ärgerlich der Print-Spiegel. Beschwerden wurden mit Kanzleitrost beantwortet. DHL funktionierte immer problemlos.

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skjorta 21.12.2018, 21:48
7. Das liegt nur daran, dass

die Boten absolut unterbesetzt sind. Die Arbeitswelt hat sich eben verändert. Keine Zeche mehr, aber Paketdienste. Diese müssen unter seriösen Bedingungen einfach viel mehr Personal einstellen. Dass das unter sozialverträglichen Umständen passiert muss die Politik eingreifen.
So und jetzt wird doch die Diskussion nur auf dem Rücken der Paketlieferanten ausgetragen und die haben mit ihrer miesen teils unrechtmäßigen Bezahlung und den nicht vorhandenen Absicherungen als Sub-Sub-Subunternehmer - weiss Gott - genug zu ertragen!

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p-touch 21.12.2018, 21:53
8. Das wundert mich nicht

vor zehn, zwölf Jahren ist unser Postbote noch mit dem Fahrrad gekommen, dann wurden die Zustellbezirke vergrößert und er brauchte einen VW-Bus. Mittlerweile macht er zweimal am Tag seine Runde, dabei ist er hauptsächlich mit dem Ausliefern von Paketen beschäftigt. Die Arbeit wird mehr, aber die Bezahlung hält nicht Schritt, da dann viele kündigen und die wo nachfolgen sich für denn mickrigen Lohn kein Bein ausreisen liegt doch auf der Hand. Grund zur Beschwerte hatte ich bis jetzt aber selten, nur mit dem Service von der Firma mit dem blauem Schriftzug gab´s bis jetzt zwei-, dreimal Ärger.

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hansa_vor 21.12.2018, 21:56
9.

Zitat von Gottloser
Während mehrer Wochen wurde mir samstags keine Post mehr zugestellt. Sehr ärgerlich der Print-Spiegel. Beschwerden wurden mit Kanzleitrost beantwortet. DHL funktionierte immer problemlos.
Seien sie froh, anstatt Spiegel wöchentlich genügt einmalig Grimms Märchen und sie haben die gleiche Qualität für ewig.

Das Problem liegt eher an den "Entscheidern" von DHL/Hermes/DPD und co., diese machen die Preise mit z.Bsp. Amazon aus.

Warum hier nicht härter verhandelt wird um kostendeckend zu arbeiten und die Auslieferer ordentlich zu bezahlen erschließt sich mir nicht.

Ohne Paketdienste ist Amazon auf Jahre "tot", bis es selber ausreichend Auslieferkapazität aufbauen kann/könnte.

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