Forum: Wirtschaft
DHL, Hermes und Co.: Zahl der Beschwerden über Postdienste fast verdoppelt
DPA

Falsch zugestellte Briefe oder verspätete Briefe: Postdienstleister stehen immer häufiger in der Kritik. Bei der Bundesnetzagentur gingen 2018 fast doppelt so viele Beschwerden ein wie im vergangenen Jahr.

Seite 2 von 5
Flari 21.12.2018, 22:03
10. Die Meldung der BNetzA ist ein absoluter Witz

Keine 12.000 Beschwerden bei der BNetzA in 2018 und nur 1/3 betraf den Paketverstand, also keine 4.000?
Im Sommer 2018 wurde uns über zig Wochen kein einziges Paket zugestellt, das mit DPD befördert wurde, obwohl die an sich ein hervorragendes Trackingsystem haben und jederzeit wissen, wo sich das Paket, bzw. der Paketwagen im Endanflug befindet.
Der Kunde kann das online verfolgen und kann genau sehen, wieviele Lieferstandorte noch vor ihm zu beliefern sind, ebenso den ungefähren Standort, während sich das anvisierte Zustellfenster immer weiter verkleinert, alle paar Sekunden wird aktuallisiert.
Solange, bis die Meldung auftaucht, dass das Paket nicht zugestellt werden konnte, da Empfänger nicht zu hause, Anschrift angeblich nicht vorhanden (stark frequentierte Bundesstrasse), oder sogar zugestellt wurde, nur bei uns nichts angekommen war.

Egal ob Beschwerde bei der DPD-Zentrale, dem regionalen Depot, per Mail, Kundenformular und/oder Tel. änderte exakt nichts, ausser einem erneuten angeblichen Zustellversuch am nächsten Tag, der natürlich genauso vergeblich war.
Wochenlang musste wir JEDE Sendung am Ende doch selber in der Sammelstelle abholen.

Zwischendrin gingen wir dazu über, JEDEN (angeblichen) DPD-Zustellversuch in Echtszeit aufzuzeichen, als Electronicunternehmen sollte man das können..
Also parallel das Echtzeittrackin von DPD am PC, Video von unserer Haustür, unserer Einfahrt, sowie die Bundestrasse.
Der DPD-Wagen war immer wieder nur zu sehen, wie er unsere Einfahrt mit der dem Verkehrsfluss angepassten Geschwindigkeit passierte oder vorher von der Bundesstrasse abbog.

Die Split-Videos wurden DPD zur Verfügung gestellt, meist Minuten nach angeblichem Zustellversuch.
Ausser (verlogenen) Musterschreiben/Antworten kam nichts von denen.
Ebenso bei Kontaktversuchen über deren Twitter- und FB-Beschwerdeaccounts.

DANN haben wir uns an die BNetzA gewand.
Erst sollten (und haben) wir für jeden Einzelfall ein umfangreiches Formular ausgefüllt, nachdem uns beschieden wurde, dass man unserer Zusammenfassung mit ALLEN Daten nicht nachgehen könnte.
Nach der weiteren Arbeit kam das Formschreiben der BNetzA, dass man lediglich die Beschwerden zählen könne und eh überarbeitet sei..
Allerdings erst lange nach Beschwerde über den Twitteraccount der BNetzA..
Sorry, das Beschwerdesystem dort ist also auch nur, um es in der Pfeife zu rauchen.
Wer bitte sollte den Unsinn nutzen?
Diese Beschwerdestelle sollte man sofort schliessen, da rausgeschmissenes Geld!

Über 2 Monate nach Beginn der Geschichte konnten wir den DPD-Fahrer endlich einmal "massiv" stoppen.
Er konnte sich mühevoll mit Englisch verständigen, beherrschte aber keine lateinischen Schriftzeichen...
Er war richtig erfreut, dass er jetzt auch andere Sendungen zustellen kann, die auf dem dem relativ kurzen Bundesstrassenstück liegen, das einen anderen Strassennamen trägt, wie die Kilometer davor und hat das in seine "persönliche" Strassenkarte eingetragen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
buffbuff 21.12.2018, 22:49
11. überlastete...

und unterbezahlte, die vor weihnachten an den rand des wahnsinns gedrängt sein düften
wieder mal eine entwicklung, bei der sich die vermeintlichen opfee gegen ende darüber beschweren, was sie selbst (mit)zuverantworten haben

Beitrag melden Antworten / Zitieren
martin281 21.12.2018, 23:37
12. ...und da ist sie wieder die Nazikeule

...“und wenn einer der Auslieferer nicht 100% das reine Hochdeutsch beherrscht und vielleicht auch kein 1-Abitur vorweisen kann - wo ist das Problem,“

Wieso müssen muß man versuchen jede sachliche Kritik mit der Nazikeule zu erschlagen?

Ich wohne in einer Großstadt und alleine in den letzten 3 Wochen wurden 4 Pakete nicht geliefert, sondern direkt in der Filiale abgegeben. Natürlich auch kein Zettel im Briefkasten, weil der Paketbote nicht mal in unsere Straße gefahren ist, sondern direkt die Pakete in der Filiale abgegeben hatte. Wenn man dann Wochen auf das Geschenk für die Tochter wartet und Weihnachten immer näher rückt ist das schon ärgerlich. Ich werde hier den Beschwerdeweg gehen - deshalb bin ich aber noch lange kein Nazi.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
reverend.speaks 22.12.2018, 00:04
13.

Zitat von scgtef
Seit Monaten werden Briefe an mich bei einem Nachbarn der Parallelstraße mit gleicher Hausnummer eingeworfen. Als ich den Zusteller ansprach, sagte er, er sei neu... Er konnte kaum Deutsch und tatsächlich sind ständig Neue da. Zum Glück bringt mir der zuverlässige Nachbar meine Briefe. Das kanns aber echt nicht sein. Sind das Billiglöhner, denen alles egal ist? Gestern spuckte ein Paketzusteller in meinen Garten, das war ein total ungehobelter, unangenehmer Mensch ohne jede Umgangsformen.
"Sind das Billiglöhner, denen alles egal ist?"

Ja, das sind Billiglöhner – das ist en vogue in Deutschland seit Schröder, der sich dafür noch rühmte. Wenig Geld – wenig Leistung. Passt doch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
luthor 22.12.2018, 00:06
14. Realistischer Blick

Ich arbeite seit etwas mehr als einem Jahr als Verbundzusteller (Briefe und Pakete) bei einem der genannten Unternehmen (das Gelbe mit dem schwarzen Posthorn) und kann etwas aus dem Nähkästchen plaudern. Ja, die Bezahlung könnte deutlich besser sein. Ja, es gibt Zusteller, die des Deutschen besser mächtig sein könnten (@Flari: es heißt Elektronikunternehmen und nicht Electronicunternehmen). Ja, wir machen Fehler. Und jeder einzelne davon ist ärgerlich - für den Betroffenen, für den, dem der Fehler passiert und für das Unternehmen auch. Und natürlich stellen die 11.830 Beschwerden nicht die Gesamtheit der Fälle dar - lassen wir es mal fünf- oder meinetwegen zehnmal soviele Fehler sein. Mit überschaubaren Mathematikkenntnissen kann man errechnen, wie groß der Fehleranteil (100.000) an der Zahl der Sendungen (20.000.000.000 - und das ist nur die Sendungsmenge der Post, die sicher nicht alle Fehler auf sich vereinigt) ist: 0,005 ‰ - in Worten Promille!

Und jetzt mal im Ernst: wer von uns kann schon behaupten, dass seine tägliche oder auch jährliche persönliche Fehlerquote bei 0,005 ‰ liegt? Seid bitte ehrlich Leute...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bala Clava 22.12.2018, 00:51
15. Das Zipfelchen der Spitze des Eisbergs

Auf jeden, der sich beschwert, kommen 100, die sich nicht beschweren, obwohl sie Grund und Anlass dazu hätten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chrismuc2011 22.12.2018, 01:03
16.

Die geringe Beschwerdequote liegt daran, dass man aufgegeben hat sich zu beschweren. Besonders die Post und DHL funktionieren kaum bzw sehr unzuverlässig, Pakete gehen verloren. Die Postfiliale ist regelmäßig völlig überlaufen, die Leute stehen bis auf die Straße. Päckchen, die mir per e-mail als in der Postfiliale gemeldet werden, werden dort erst nach 2 Tagen sortiert. Mir Pakete nach Hause 3 Stock Hinterhof liefern zu lassen, habe ich aufgegeben, es kommt nie ein Bote und liefert ab, nur manchmal ein Zettel im Briefkasten, man sei nicht angetroffen worden, was nicht sein kann, denn ich habe das Büro zu Hause.
Aber ich kann mich nicht beklagen, die Boten haben es wirklich nicht leicht und sind absolut unterbezahlt.

Und wirklich besser sind Hermes und Konsorten auch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lynx999 22.12.2018, 05:21
17. Hohe Zuverlässigkeit!

Also ich muss es mal wieder sagen, dass wir hier in Deutschland weitestgehend einen sehr hohen Standard haben bei der Paketzustellung. Habe zuletzt 20 Pakete bestellt. Von denen sind alle angekommen. Eines hatte 3 Tage länger gebraucht. Da klebte aber noch ein zweiter Barcode mit drauf, so dass das Paket einen unfreiwilligen Umweg nahm.

Am zuverlässigsten klappt es bei Zustellungen direkt in eine Packstation. Das kann ich jedem nur empfehlen der ab und zu Probleme mit der Lieferung hat. Dritter Stock im Hinterhof und so...
Die abnehmende Qualität der Lieferung läutet damit das Ende der Zustellung an der Haustür ein. In Zukunft werden wir unsere Pakete nur noch an Lieferpunkte zustellen lassen. An die Haustür gibt es dann nur noch gegen Aufpreis.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nach-mir-die-springflut 22.12.2018, 06:51
18. Unter Vorbehalt der Nachprüfung

Zitat von luthor
Mit überschaubaren Mathematikkenntnissen kann man errechnen, wie groß der Fehleranteil (100.000) an der Zahl der Sendungen (20.000.000.000 - und das ist nur die Sendungsmenge der Post, die sicher nicht alle Fehler auf sich vereinigt) ist: 0,005 ‰ - in Worten Promille!
100 Tsd. von 20 Mrd. sind 0,0005 Prozent. Auf 200.000 Sendungen erfolgt eine Fehlsendung.

2004 hieß es: "Auf bis zu 70.000 Briefe und 2.000 Pakete schätzt der Verband für Post und Telekommunikation (DVPT) die Zahl der täglichen Verluste. Die Post selbst verweigert genaue Angaben."
https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/post-verliert-taeglich-tausende-briefe-und-pakete_aid-16838943

Das wären dann 72.000 Sendungen täglich, 22,5 Mio. Sendungen im Jahr (bei 312 Arbeitstagen), bei 20 Mrd. Sendungen = 0,11 Prozent = alle 900 Sendungen eine Fehlsendung, pro Zusteller (1.500 Briefe pro Tag) 1,65 Fehler pro Tag.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bristolbay 22.12.2018, 06:52
19. Ja die Bequemlichkeit

Zitat von martin281
...“und wenn einer der Auslieferer nicht 100% das reine Hochdeutsch beherrscht und vielleicht auch kein 1-Abitur vorweisen kann - wo ist das Problem,“ Wieso müssen muß man versuchen jede sachliche Kritik mit der Nazikeule zu erschlagen? Ich wohne in einer Großstadt und alleine in den letzten 3 Wochen wurden 4 Pakete nicht geliefert, sondern direkt in der Filiale abgegeben. Natürlich auch kein Zettel im Briefkasten, weil der Paketbote nicht mal in unsere Straße gefahren ist, sondern direkt die Pakete in der Filiale abgegeben hatte. Wenn man dann Wochen auf das Geschenk für die Tochter wartet und Weihnachten immer näher rückt ist das schon ärgerlich. Ich werde hier den Beschwerdeweg gehen - deshalb bin ich aber noch lange kein Nazi.
Wie oft hat mir hier gelesen, bin in die Stadt zum Fachhändler gefahren, der hatte leider den Artikel nicht vorrätig und musste bestellen. Am nächsten Tag nicht angeliefert worden, musste dann nochmals, insgesamt 3 Fahrten, hin um endlich mein Teil zu bekommen.

Das war nach 3 Tagen und nicht nach Wochen. Hätten Sie mal beim örtlichen Fachhandel gekauft, Ihre Tochter hätte jetzt ihr Geschenk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 5