Forum: Wirtschaft
Die Riester-Rente muss weg - ein Gastbeitrag von Peter Bofinger
DPA

Der Staat verteilt großzügig Zuschüsse an Riester-Sparer. Das ist Geldverschwendung. Er sollte lieber das Niveau der gesetzlichen Altersvorsorge anheben.

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blaacki 18.04.2016, 18:59
70. typisch

selbstständige sollen einzahlen,das geld wird in sonstwas investiert. und wenn die Selbstständigen dann auch rente bekommen woher dann das Geld das zwischenzeitlich verprasst wurde? des weiteren ist der beitragssatz in Ö nicht höher er ist niedriger weil wir ihn Steuerzahler Zuschuss künstlich bei 20 erscheinen lassen...

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karl-felix 18.04.2016, 19:00
71. Das

Zitat von K:F
zu den bisherigen Einzahlern gehören auch Selbsständige, Beamte, Politiker. Also alle Beschäftigten. Krankenkassenbeiträge für Zusatzrenten müssen gestrichen werden.
ist richtig . Die meisten Selbständigen , Beamten und Politiker bekommen deshalb natürlich im Alter auch die gesetzliche Rente, obwohl sie u.U. nur ein paar Jahre einzahlten .
. Und das finde ich muss man überdenken . Da wird in meinen Augen Schindluder getrieben .

Mit den Krankenversicherungsbeiträgen ist das so eine Sache. Die von Ihnen genannten haben natürlich gigantische Zusatzrenten , sind aber in der Regel nicht gesetzlich krankenversichert . Den paar Ausnahmen, die freiwillig in der gesetzlichen sind, täten Sie natürlich einen riesigen Gefallen . Wenn die 18% Krankenklassenbeiträge auf ihre Kapitallebensversicherungen zahlen müssen , kommen denen schon die Tränen . Das sind ggf . zehntausende Euro pro Nase die auf die Millioneneinkünfte noch odendrauf kämen und damit rentieren sich für diese Gruppen Riesterverträge mehr.
Dieser ganze Riestermurks wurde damals von Maschmeyer und Co genau auf sich selbst maßgeschneidert .

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Benjowi 18.04.2016, 19:02
72. Transfer von Staatsgeld in die großen Taschen!

Zitat von nic
ie Riesterrente wurde doch vor allem für die "Riester Konzerne" aus der Taufe gehoben, damit die richtig Kohle machen.
Und der Trick ist richtig verwerflich, denn die potentiellen Riester-Rentner dienen nur als Kulisse um an Staatsgeld zu kommen, denn der größte Teil der Zuschüsse verschwindet in überhöhten Gebühren und angeblichen Kosten. Der Riester-Rentner sitzt nur mit einer äußerst unflexiblen und niedrig verzinsten Anlage da. Das große Erwachen kommt dann in der angestrebten Auszahlungsphase. Entweder war der Initator nicht fähig, diesen Mechanismus zu durchblicken oder man muss Schlimmeres vermuten. Bei Betrachtung der späteren Karriere ist leider Letzteres wahrscheinlich!

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gustavsche 18.04.2016, 19:03
73.

Zitat von huebif
Das Problem lässt sich nur lösen, indem alle einzahlen (Beamte/selbst.) aber bei niedrigem Beitrag nur eine zuküntige Grundrente finanziert wird. Jegliche private Rentenvorsorge kommt oben drauf ... das würde funktionieren! Soldarisch wäre es, weil überdurchschnittlich Verdienende einen höheren Beitrag zahlen würden und trotzdem nur eine Grundrente bekämen. Und für jeden - Ärmere und Reichere - würde sich private Vorsorge rentieren (auf welchem Wege auch immer).
Das ist Unsinn. Die Beamten würde ja nicht nur einzahlen, sondern auch rausbekommen. Außerdem sind die Beamten gesünder als Bevölkerungsdurchschnitt, weniger Dicke, weniger Diabetiker, keine Behinderten. Der Staat nimmt sich das Recht aus, bei der Verbeamtung zu diskriminieren, was er keinem privaten Unternehmen erlauben würde. Dem armen Handwerksbetrieb, der nur nach einem Gesellen, aber nicht nach einem "Gesellen (m/w)" sucht, macht man die Bude wegen "Diskriminierung" praktisch dicht, denn wenn ein Verfahren läuft, dann können keine Nägel eingeschlagen und auch keine Rohre verlegt werden. Mit sowas ruiniert man Unternehmen.

Ich bin für eine steuerfinanzierte Grundrente. Wer mehr will, soll sich selber drum kümmern. Das Steuerrecht ist vernünftiger als das Sozialrecht. Das Steuerrecht erkennt die Umstand bei Unternehmensgründungen an, dass in den ersten Jahren nach Unternehmensgründung erstmal kein Gewinne ausgezeichnet werden. Die Sozialkasse würde dann aber schon die Hand aufhalten. Dann hätten wir aber die Unternehmensgründung nicht.

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Baal 18.04.2016, 19:04
74. Und wenn der Riester-Unfug weg ist

bekommen die Verars........ten denn ihr Geld komplett zurück?
Wird wenigstens die Anrechnung bei Hartz 4 gestoppt?
Auf Zinsen hoffen ist wohl zwecklos.

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kalim.karemi 18.04.2016, 19:04
75. Riesterrente nicht kapiert

An all die "irgendwo wird die Kohle schon herkommen", und die hier am lautesten rufenden, "Riester ist sch...", es macht absoluten Sinn, Geld für das Alter wegzulegen. Riester ist ein dafür gut geeignetes Instrument, man muß halt man den Hintern hochbekommen, sich inhaltlich beschäftigen und nicht nachplärren, was man hier und da aufschnappt. Übrigens funktioniert Riester mit Banksparplänen der Sparkassen, so ganz ohne Provision, allenfalls 50€ Abschlußgebühr waren einmalig fällig.

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DMenakker 18.04.2016, 19:05
76.

Wenigstens ist er ehrlich. Er behauptet ja nicht, die gesetzlich Rente wäre sicher oder unter Ertragsgesichtspunkten auch nur in Ansätzen positiv für die Rentner, nein, er sagt ganz klar, dass er lange kassieren will, ohne dafür etwas zu leisten. Er nennt es verschämt "Einführungsgewinn". Es ist nichts anderes als Staatlich sanktionierter Betrug, zumal Bofinger genau weiss, dass das ganze nur deshalb - vielleicht - funktionieren könnte, weil er das grösste Problem, die Baby boomer damit finanziert hätte und danach weiss eh keiner was kommt.

Und diesen "Einführungsgewinn" hatte er ja bereits schon einmal. Ohne den damaligen Einführungsgewinn hätte das system niemals funktioniert. Was das war? Es mag zynisch klingen, aber es sind die Millionen Toten des 2. Weltkrieges.

Bofinger gibt unfreiwillig zu, dass das System nicht funktioniert. Jeder der weiss, wie man einen Taschenrechner bedienen kann, muss das auch wissen.

Gleichzeitig beklagt sich jeder, dass die Einkommen aus Kapital und Unternehmerschaft immer steiler ansteigen. Warum nicht die logische Konsequenz ziehen und endlich wieder zu dem zurückzukehren, was sogar die Sozen einmal für ausserordentlich sinnvoll hielten und nur die Gewerkschaften aus Angst ihren Einfluss zu verlieren, torpedierten? Die Rente, zumindest ein signifikanter Teil davon, muss in Produktionskapital investieren. Um angloamerikanische Auswüchse zu vermeiden kann man das gerne in der Hand der gesetzlichen Rentenversicherung belassen, Abgesehen davon wäre das Prouktionskapital indirekt in Hand der Bürger? Jedem Linken muss doch da das herz aufgehen. Also, warum wird es nicht gemacht?

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thorsten35037 18.04.2016, 19:06
77.

Ich (Single) habe vor 13 Jahren einen Riester-Vertrag abgeschlossen und zwar nicht bei einem Finanzhai, der 20 oder 30 % Provision nimmt, sondern bei einer renommierten Pensionskasse, die mir jährlich Kontoauszüge schickt. Aufgrund der Zulagen komme ich auf eine ungefähre Rendite von 3,5% p.a., was heutzutage nicht übel ist.
Meine (sofern diese Rente weitergeführt werden darf) eingezahlten Beträge werde ich ab dem 73. Lebensjahr wieder `raushaben, danach bin ich im Plus. Was soll also schlecht an dieser Rente sein?? Werde ich jetzt enteignet und soll das angesammelte Vermögen der gesetzlichen Rente zugeführt werden? Was ist das für eine Schweinedebatte? Gibt es keinen Bestandsschutz mehr??

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karl-felix 18.04.2016, 19:06
78. Ich

Zitat von papa55
so siehts aus-es müssen alle in ein system einzahlen und nicht wie dieser Müll der hier seit jahren gemacht wird
hoffe nicht. Das wird den Arbeiter und den einfachen Angestellten sehr teuer zu stehen kommen . Das wird unbezahlbar. Der überwiegende Teil der Nutzniesser würde mehrere Hunderttausend Euro mehr an Renten aus dem System ziehen pro Nase als ein einfacher Arbeitnehmer, der 50 Jahre eingezahlt hat.

Ist doch logisch . Die haben alle im Schnitt 10 Jahre weniger Beiträge eingezahlt und beziehen aber am Ende 10 Jahre länger die Höchstrenten , die die einfachen Arbeitnehmer dann finanzieren .

Das würde nur funktionieren, wenn Sie die Beitragsbemessungsgrenze für diese Nutzniesser drastisch erhöhen würden , die Renten aber massiv kürzen .

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opinio... 18.04.2016, 19:06
79. Riesterrente ist keine Pizzeria

bei deren Zubereitung aus fast nichts win pas € machen kann.
BfA hat einen Wasserkopf, Riester viele und Bonijäger. So etwas kann nur teurer sein. Ein Mehr an Rente war von Beginn an unwahrscheinlich.
Auf Staatsrente ist Verlass, wenn möglichst viele dabei sind. Das war der Trick, Personalisierung, Individualisierung mit Entsolidarisierung. Schröder war Sozi wie Putin Demokrat- astrein!

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