Forum: Wirtschaft
Diebstahl im Einzelhandel: "Es wird gestohlen, was nicht niet- und nagelfest ist"
Getty Images/ iStockphoto

Parfüms, Jeans, Smartphones: Durch Diebstahl verliert der Handel täglich Millionen. Eine Studie hat ermittelt, wie viel Kunden und Mitarbeiter klauen - und welche Rolle kriminelle Banden spielen.

Seite 6 von 9
Vally 25.06.2019, 14:04
50. Vergleich zum Onlinehandel?

Ich wüsste gerne, ob man die gestohlene Ware mit den Retouren im Onlinehandel vergleichen kann, die vernichtet werden. In beiden Fällen scheint ja ein Verlust einkalkuliert zu sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zeichenkette 25.06.2019, 14:15
51.

Zitat von Newspeak
In Deutschland vielleicht. Im Ausland gibt es die noch ueberall. Aber wir Deutschen machen ja grundsaetzlich immer alles besser. Sie auch, da bin ich mir aufgrund ihres Kommentars ganz sicher.
Tante Emma Läden gibt es im Ausland noch und auch noch teilweise in Deutschland, weil da ganze Familien samt Verwandtschaft selbstausbeutend arbeiten. Das will hier aber kaum noch jemand, da will man Geld verdienen und auf eigenen Füßen stehen und lieber in einer reinen anonymen Geschäftsbeziehung (Geld gegen Arbeitszeit) mit Urlaubsanspruch und Krankengeld arbeiten und nicht nur im Familiengeschäft oder dem Geschäft des Onkels praktisch kostenlos von morgens bis abends mitarbeiten, zumal weder die Familiengrößen noch der Familienzusammenhalt dafür vorhanden sind. Sowas gibt es auch in Deutschland noch (oder wieder) in vielen von Migranten betriebenen kleinen Geschäften und Kiosken, das sieht man in jeder Großstadt. In vielen Ländern gibt es ja schon sowas wie nur H4 meist überhaupt nicht, wenn man da keinen Job hat, ist man auf Familie und Verwandtschaft angewiesen und rackert halt in einem Laden, hat aber auch einen Platz zum Schlafen und Essen dafür, und natürlich Beschäftigung und soziale Verankerung. Glauben Sie mal bloss nicht, dass diese ach so tollen kleinen Läden im Ausland reguläre Angestellte mit Mindestlohn, Sozialversicherungen, Lohnfortzahlung und Urlaubsanspruch haben. Wenn das nötig wäre, wären sie unwirtschaftlich wie hier auch. Diese Kluft zwischen eigenen Ansprüchen und Gejammer über mangelnden Service ist aber in der Tat in Deutschland riesig groß.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
s.p.igel 25.06.2019, 14:15
52. Da werden mit allen Mitteln der Verkaufspsychologie ...

.....Bedürfnisse geweckt und die Ware wird möglichst attraktiv präsentiert und dann wundert man sich, dass geklaut wird. Bei der Bundeswehr wird nicht nur der Dieb belangt, sondern auch derjenige, der durch sorglosen Umgang mit seinem Eigentum andere zum Diebstahl verleitet hat. In einem älteren Bericht zu Ladendiebstählen las ich übrigens, dass deutlich mehr von den Mitarbeitern als von den Kunden geklaut wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kreuzberger36 25.06.2019, 14:20
53. Lohn!

Vielleicht verdienen alle normalo/innen zu wenig? Lidl, Aldi beklauen ist ja fast ziviler Ungehorsam! Was die wegwerfen und neu bauen ohne Anlass ist ekelhaft! Selber schuld!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
static_noise 25.06.2019, 14:20
54.

Hat sich jemand Mal die Zahlen genauer angesehen?
2,4 Mrd klassischer Diebstahl durch "Kunden"
ca 1,3 Mrd durch Personal, Lieferanten, Service

Wieviel Kunden hat ein Laden durchschnittlich am Tag, wieviel Personal, Lieferanten sind durchschnittlich da?
Wo liegt also das echte Problem?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 25.06.2019, 14:24
55.

Zitat von muekno
mit geschultem Service Personal und Beratung. Wäre ein Argument gegenüber den Onlinehandel und unter dem Strich womöglich billiger als die Verluste durch den Klau.
Firmen denken betriebswirtschaftlich. Würden sie durch mehr Personal sparen, so würden sie es tun.
Das zusätzliche Personal ist nun aber sicherlich teurer als der bereits eingepreiste Verlust durch Diebstahl.
Und geschultes Personal rentiert sich kaum noch da viel zu viele Kunden sich gut beraten lassen und dann onlone laufen. Dieser Zug ist blängst abgefahren.
Das lohnt sich nur noch in Bereichen in denen man mit Service & Support noch Geld verdienen kann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thequickeningishappening 25.06.2019, 14:25
56. Arbeitslose Selbstversorger

Vor 30 Jahren war noch jede Kasse bei uns Down Under doppelt bis dreifach besetzt (Kassiererin und Aushilfen Die alles in Papiertüten einpackten). Heute sind von 10 Kassen Zwei besetzt (Der Rest ist Self Pack and Pay). Die Gretchenfrage: was machen Die ausgemusterten Kassiererinnen und Aushilfen ? Die haengen bei Der Heilsarmee Klamotten auf (Zwangsvolunteer für Die Stütze) und gehen anschließend (nach Fixkosten) ohne Kaufkraft einkaufen !

Beitrag melden Antworten / Zitieren
markus_wienken 25.06.2019, 14:29
57.

Zitat von Tschepalu
wofür haben wir die vielen Unternehmen der Sicherheitsbranche? Die sollen auch mal härter durchgreifen wenn sie einen erwischen und das Problem wäre schneller gelöst. Außerdem sofort Anzeige und ordentlich verknacken, dann würden sich manche überlegen ob sie noch mal klauen wollen!
Was genau sollen die Mitarbeiter der Sicherheitsbranche denn tun? Wenn sie nicht aufpassen haben sie schnell eine Anzeige wegen Körperverletzung/sexueller Belästigung und Freiheitsberaubung am Hals.
Was die Strafen angeht, die sind ein Witz. Geringfügige Geldstrafen selbst bei Wiederholungstätern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
espet3 25.06.2019, 14:31
58.

Zitat von kreuzberger36
Vielleicht verdienen alle normalo/innen zu wenig? Lidl, Aldi beklauen ist ja fast ziviler Ungehorsam! Was die wegwerfen und neu bauen ohne Anlass ist ekelhaft! Selber schuld!
Natürlich wird solcher Diebstahl vorher von den Firmen einkalkuliert und auch Sie zahlen den Diebstahl teilweise - ekelhaft.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Durboman 25.06.2019, 14:32
59. Nur die halbe Warheit

ja, Ladendiebstahl ist wirklich nicht schön, aber zur Warheit gehört auch, dass viele große und kleine Händler ganz gezielt die Statistik frisieren um das Finanzamt zu betrügen. Nämlich beim angegebenen Inventurschwund. Das geht bis zu den großen Konzernen, wie z.B. Karstadt, Media Markt, REWE, DM-Drogerie usw. Da geht es bei den Abschreibungen um Millionen. Es wird dann gleich 2 Mal betrogen. Beim zigfach hochgerechneten Inventurverlust und dann bei der kalkulierten Einpreisung des Warenschwunds, der in dieser angegebenen Höhe überhaupt nicht erfolgt ist. Ich weiß wovon ich Rede, denn ich hab als Filialleiter selbst jahrelang bei den Manipulationen mitgeholfen. Also besser den Ball flach halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 6 von 9