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Diesel-Affäre: Zeugenaussagen bringen VW und Ex-Chef Winterkorn in Bedrängnis
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Bereits 2007 sollen Ex-VW-Chef Winterkorn und andere Topmanager bei einer Sitzung heikle Informationen zur Abgasmanipulation erhalten haben. Das stellt die Verteidigungsstrategie des Konzerns infrage.

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mystyhax 03.08.2018, 14:52
20. Murmeltier.....STA Braunschweig

Wie lange braucht denn die Staatsanwaltschaft in Braunschweig noch um den Sumpf trocken zu legen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Das ist der eigentliche Skandal! Soll solange ermittelt werden bis die Strafen verjährt sind? Das Verfahren gehört meiner Meinung auch nicht an eine Staatsanwaltschaft in Niedersachsen. Wenn ich sehe wie träge die ermitteln dann muss man sich doch wirklich fragen ob hier alles mit rechten Dingen zu geht. Leider gibt es warum auch immer keine Generalstaatsanwaltschaft für länderübergreifende Wirtschaftsdelikte. Das untergräbt das Vertrauen in die Justiz. VW verkauft doch die Menschen für dumm. Die Manipulation der Steuersoftware und die Geräte hierzu muss ich irgendwo bestellen und das kostet Millionen. Das entscheidet doch nicht die niedrigste Ebene. Das wird von oben entschieden.

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sossossos 03.08.2018, 14:52
21. Alle Beteiligte müssen vor Gericht - und das sind sehr sehr viele

Und zwar aus allen Ebenen der beteiligten PKW Hersteller ebenso sämtliche Beteiligte bei Behörden und Politiker. Nur so kann der Glaube an den Rechtsstaat wieder hergestellt werden. Und dann muss Wiedergutmachung des angerichteten Schaden erfolgen. Und der ist sehr sehr hoch. Und dann kommen die alle nie wieder aus dem Knast, weil das keiner bezahlen kann.

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molesman 03.08.2018, 14:53
22. Viel dreister ist doch dass der Staat sich die Milliarde einverleibt..

...und die Kunden auf ihren alten lausigen Autos sitzen lässt deren Verkaufswert gleich 0 ist. Und Umrüstung sei Dank kann ich jetzt alle paar Tage das Teil sauber fahren weil es zickt und die Warnlampe leuchtet. Nie wieder VW. Es ist ist verdammt kurzfristig zu denken die Kunden würden das schon vergessen.

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jjcamera 03.08.2018, 14:54
23. Überraschung

Das liest sich wie ein Ladenhüter, der im Sommerloch ins Regal gestellt wird. Dass der Chef von Volkswagen von der Abgasmanipulation gewusst haben muss, steht seit mehr als drei Jahren außer Zweifel. Er kann sich andererseits die besten Anwälte leisten, die es gibt, und es könnte bei Ermittlungen bleiben, wie so oft.
Dass ein Auto im Testzyklus wesentlich weniger verbraucht und damit auch weniger Schadstoffe ausstößt, weiß jeder deutsche Autobesitzer seit Anfang der 90er Jahre. Das jetzt als Überraschung zu präsentieren, grenzt an Unverschämtheit.

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jjcamera 03.08.2018, 14:58
24.

Zitat von Spiegelleserin57
Erstaunlich ist dass geheime Akten an die Öffentlichkeit gelangen können. Wenn sich Aussagen widersprechen ist das Sache der Schöffen und Gerichte darüber zu befinden. Es ist erschreckend was geheim heisst und wie mit vertraulichen Akten umgegangen wird. Einige Fakten wurden schon früher bekannt. Warum schon wieder so ein Artikel??? Es wird laaaangweilig!
Bei Sami A. darf nicht aus den Ermittlungsakten geplaudert werden. Da ist es ungesetzlich. Wahrscheinlich gibt es eine Einkommensgrenze, ab der aus den Ermittlungsakten zitiert werden darf (Hoeneß)....

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jjcamera 03.08.2018, 15:01
25.

Zitat von gruenerwaldgeist
In den Knast, alle miteinander. Und dann hoffentlich ein Neuanfang. Tesla steht schon vor der Tür.
In Deutschland wurden schon einmal "alle miteinander" einfach in den Knast gesteckt und ein Neuanfang unternommen. Ging aber schief.

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Das dazu 03.08.2018, 15:06
26. Erstaunlich

Keine neuen Fakten, aber reißerische Überschrift. Die im Artikel erwähnen Informationen waren bereits alle in früheren Artikeln besprochen worden. Und wieder nix eindeutiges, ein wurde besprochen, ein schon damals, müsste gewusst haben.
So funktioniert heute gesellschaftliche Meinungsmache, man sie es ja in den Kommentaren.
Immer wieder die gleichen Sprüche a la "wenn das stimmt, in den Knast".

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Alias_aka_InCognito 03.08.2018, 15:07
27. Ist der DIESEL am ende?

Die Dieseltechnologie wurde ja überhöht und stand für die deutsche Wirtschaft wie die Software/Halbleiter für die USA oder Öl/Gas/Rohstoffe für Russland, also ein Alleinstellungsmerkmal und Rückgrat der Industriewertschöpfung.

Dies mag ja so gewesen sein, als noch VWs TDI oder Mercedes CDI Motoren führend waren und Umweltthemen keine Rolle spielten, denn es ist nicht trivial, die Dieseltechnologie zu einem kultivierten Fahrzeugmotor zu entwickeln.
Die technologische Entwicklung wurde schon in die Spitze getrieben mit sehr guten Verbrauchswerten und guten Fahrleistungen.
Problem ist hier immer wieder die Haltbarkeit und Wartungsanfälligkeit des Dieselmotors. Ständig sind Bauteile wie Turbolader verkokelt, Injektionsdüsen, Glühkerzen, etc. müssen ausgewechselt werden.

Eine echte Abgasreinigung, die auch den Namen verdient und die Grenzwerte einhält, wäre schon etwas komplexer geworden und die Kosten und Wartungsintensität wären signifikant erhöht worden.
So eine Abgasreinigung kann nur bei idealen Außentemperaturen zwischen 10 und 30 °C gut funktioniren, ansonsten bilden sich im Motor Schlacke durch den Adblue-Harnstoff. Deshalb nutzen die Hersteller den Temperaturfenster intensiv aus, damit die Kunden nicht schon nach 100.000 Km einen Motorwechsel brauchen.

Der Betrug ist somit eigentlich ökonomisch rational und wohl auch von den offiziellen Stellen, die den Diesel auch als wichtig ansehen und sogar dafür lobbyieren, gedeckt gewesen.
Es war zwangsläufig, weil es eher kein Betrug war, sondern eine intensive Ausnutzung von Gesetzeslücken, die auch großzügig von der Regierung aufgetan und offen gehalten wurden.

Denn mit einer echten Abgasreinigung rentiert sich der Dieselmotor nicht mehr, wird teuer in der Produktion und wartungsintensiver.
Außerdem steigen auch Verbrauch und es könnte auch die Leistung sinken, denn der Fokus liegt nicht mehr auf Performance, sondern "Umweltschutz".

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hefe21 03.08.2018, 15:10
28. Umrüstig

Zitat von marty_gi
Aus Winterkorns Gehalt kann man ja hemmungslos die Umruestung der VW Modelle bezahlen - wirklich verdient hat er das Geld ja eindeutig nicht.
Genau das hat sich der ehemals Allmächtige auch gedacht und die Freizeit seit seinem Abgang genützt um großflächig sein "Vermögen" auf neue Besitzersoftware umzurüsten.
Wird ihm aber wegen Rückgriffsfristen im Ernstfall wenig nützen und das ist auch gut so.

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geschneider 03.08.2018, 15:11
29. Winterkorn und seine Leute haben die Entscheidung

so getroffen, wie sie auch heute noch getroffen würde. Der realisierbare Profit degradiert mögliche Strafen zu Peanuts und persönliche Konsequenzen sind nicht zu befürchten. Das nutzt dem persönlichen Profit ungemein.

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