Forum: Wirtschaft
Dieselaffäre: Volkswagen will Schadensersatz von Bosch
DPA

Der Autozulieferer Bosch gerät in der Abgasaffäre immer stärker unter Druck. Der Großkunde Volkswagen könnte nach SPIEGEL-Informationen bis zu eine Milliarde Euro Schadensersatz verlangen.

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MisterD 08.02.2019, 17:07
10. Was ist schon eine Milliarde...

Volkswagen hat mit dem Dieselskandal schon fast 30 Milliarden verbrannt... die Milliarde ist ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn VW sie überhaupt bekommt. Denn VW hat offenbar immer noch nicht verstanden, dass man nicht Messerhersteller verantwortlich gemacht werden kann, wenn das Kochmesser für ein Verbrechen benutzt wird. Bosch mag die Schummelsoftware entwickelt haben, eingesetzt in Serienfahrzeugen für den Verkauf hat sie hingegen VW... und Audi... und Porsche... usw. dafür kann Bosch nix...

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sven2016 08.02.2019, 17:08
11. In einem früheren Artikel stand,

dass Bosch sich damals bei der Bestellung der Schummelteile von VW zusichern lassen wollte, dass die nicht zu gesetzeswidrigem Gebrauch eingesetzt würde.

VW lehnte das unter Hinweis auf die jahrzehntelangen guten Geschäftsbeziehungen ab.

Strafe für den Hersteller halte ich für sinnvoll, aber Schadenersatz an VW, weil das aufgeflogen ist und VW die Betrügerei wirtschaftlich wollte? Das wäre pervers.

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Referendumm 08.02.2019, 17:10
12.

Zitat von claus7447
Soweit beim Prozess in Stuttgart gegen die Porsche SA verlautet wurde, gibt es ein Schreiben von Bosch an VW, das bereits auf 2005 datiert ist und VW darauf hinweist, dass die S/W Teile nicht für den Serieneinsatz erlaubt sind. Aber bei VW steht wohl das Wasser hoch! RB als Zulieferant muss sehen wie sich das löst.
Genau so sind auch meine Infos, dass Bosch - schriftlich - dringendst vom Serieneinsatz abgeraten hat und sogar auf die möglichen Konsequenzen = extrem hohen Strafen für VW hingewiesen hatte. Und dies nicht nur einmal.

Aber Bosch wird die Milliarde bestimmt freiwillig zahlen, denn wer will schon VW als guten Kunden ärgern. Dann werden die Bosch-Teile demnächst halt ein bissl teurer ...

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HardiJo 08.02.2019, 17:13
13.

Zitat von josipawa
könnte VW die Käufer eines VW verklagen, weil diese es grob fahrlässig versäumt haben, die Fahrzeugspezifikationen auf deren Einhaltung im Alltagsgebrauch zu prüfen sowie im Rahmen einer guten Kundenbeziehung ihren Vertragspartner auf bestehende Optimierungsmöglichkeiten hinzuweisen.
Das ist vielleicht das zukünftige Geschäftsmodell von Volkswagen?

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DJ Bob 08.02.2019, 17:14
14. Tja Betrug ist doch nicht eben Betrug zumindest hier in D

2006: Bayerischer Verdienstorden des Freistaates Bayern
2007: Ehrenprofessor der Tongji-Universität in Shanghai, zu der Volkswagen seit Jahren enge wissenschaftliche Kontakte unterhält
2008: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg
2009: Ehrenring der Stadt Garbsen[21]
2011: Ehrendoktor der Technischen Universität Chemnitz[22]
2012: Manager des Jahres des Manager Magazin
2012: Ehrendoktor der Technischen Universität München[23]
2013: Dresdner Sankt Georgs Orden in der Kategorie Wirtschaft[24]
2014: Großkreuz des Ordens Isabellas der Katholischen


Das sind die Auszeichnungen des ehrenwerten Herrn Winterkorns

Bisher hat die USA soviel ich weiß keinen Auslieferungsantrag gegenüber die BRD gestellt. Kann aber noch kommen *gähn* Ich glaube die US Behörden ersparen sich die Mühe. Es sei denn die CIA entführt ihn hahahahahah

Ein kleiner Scherz für den WE!

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hosenmatz15 08.02.2019, 17:15
15. Ekelhaft

Das ist echt unmöglich. Gegenüber dem Kunden hat sich VW mit Händen und Füssen gewehrt dass bis heute kein Schadensersatz gezahlt wird aber nun versucht man das Spiel auf der anderen Seite gegenüber dem Zulieferer um auch noch Gewinne aus dem Betrug zu ziehen. Da die Ursache und Betrugsverantwortung nachweislich beim Autobauer liegt muss man gar nicht erwähnen.

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Marzus1 08.02.2019, 17:18
16. Auf welcher Basis?

Liebe SPON Redaktion, würden Sie sich vielleicht die Mühe machen und Ihren Lesern erklären, auf welcher Basis solch eine Klage erhoben werden soll?
Ohne diese Information ist der Nutzen dieser Meldung recht begrenzt...

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oledoledoffe 08.02.2019, 17:19
17. Wenn, dann soll das Geld weder an

AKTIONÄRE von VW noch den Konzern, sondern an getäuschte Kunden und an passiv geschädigte Menschen, welche die Abgase einatmen durften gezahlt werden.

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marcaurel1957 08.02.2019, 17:21
18.

Zitat von Andy091965
an VW zahlen muss ist das dann ein Gewinn der an die Aktionäre weiter gegeben wird oder muss VW diesen Betrag zu 100% an den Endkunden weiter geben? Schönen Abend noch, Andy
Weshalb sollte VW das tun?

Kein Endkunde hat einen Schaden erlitten!

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ollifast 08.02.2019, 17:22
19. Rechtsgrundlage ?

Klingt nach der Gauner sagt, der Gauner ist ein Gauner. Irgendwo haben wir mal gelernt, dass wer täuscht, nie im Recht steht.

Selbst wenn Bosch mitgewirkt haben sollte, so ist der Dieselbetrug doch klar von VW ausgegangen. Ich denke nicht, dass es überhaupt eine Rechtsgrundlage für eine solche Klage gibt, denn VW hat von Bosch Steuergeräte mit Trickserei bestellt und genau solche bekommen, ein Mangel liegt mithin in dieser Beziehung Lieferant/Kunde nicht vor. VW hat genügend Erfahrung als Kunde mit den Anforderungen zur europäischen Konformität, dass sie genau wussten, was sie da bestellten und taten. Bestenfalls ist das Rechtsgeschäft des Kaufs der Steuergeräte sittenwidrig - wäre aber auch fraglich, weil ja die Steuergeräte selber konform sind - und damit nichtig, aber da VW die Steuergeräte nunmal weiterverkauft hat, können sie die auch nicht mehr zurückgeben und dann gilt bestenfalls ungerechtfertigte Bereicherung und Bosch kann den Kaufpreis eben daraus einbehalten.

Und das, was die Dieselkäufer zu Recht geltend machen können, nämlich vorsätzliche sittenwidrige Schädigung nach §826 BGB, also deliktische Haftung zum Dritten ohne Vertrag, das greift hier ganz nicht. Denn VW kann nicht von Dritten Ersatz dafür verlangen, dass sie selber schädigend gehandelt haben.

Und damit frage ich mich: Wo bitte ist die Rechtsgrundlage für eine Schadenersatzforderung von VW ?
Außer natürlich, dass sie wohl meinen, dick und fett zu sein, jeden Zulieferer knechten zu können und glauben, Schutz unter dem nicht existenten Betrugo-Konzernschutzgesetz zu genießen ?

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