Forum: Wirtschaft
Digitalisierung: Banken haben seit 2014 jede fünfte Filiale geschlossen
DPA

Viele Menschen steigen auf Online-Banking um - das geht nicht spurlos an den deutschen Banken und Sparkassen vorbei. Sie dünnen ihr Filialnetz weiter aus - und streichen Stellen.

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53er 04.06.2019, 17:28
1. Es gab eine Zeit,

da wurde man bei Banken und Sparkassen als Privatmann noch fair beraten und nicht nur übervorteilt. Lang ist´s her! Eine gute Beratung zur Anlage wäre auch ein Grund, weiterhin bei ener Bank vorbeizuschauen aber mangels geeigneter Anlagemöglichkeiten wird einem dort nur noch Schrott oder eine Versicherung (auch Schrott) angedreht. Von daher manchen sich die Banken und Banker langsam ziemlich überflüssig.

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ernstmoritzarndt 04.06.2019, 17:30
2. Die große Zeit der Kreditinstitute ....

…. hat sich überlebt. Es gab Zeiten, da beschäftigte man sich dort ernsthaft mit den finanziellen Dispositionen der Kunden. Nachdem die "Banker" alle größenwahnsinnig geworden sind, jedes kleine Bundesland auch noch seine Landesbank bekam und der Herr Ministerpräsident den Aufsichtsratsvorsitz, obwohl er von den Geschäften nichts verstand und versteht - selbstverständlich bei angemessener Tantiemezahlung - hat das Kreditgewerbe drastisch an Ruf verloren. 1.) Ich kann nicht mehr darauf vertrauen, daß man mir jenes Produkt empfiehlt, das für mich und meine Situation am besten ist. 2.) Die Kreditinstitute sind in ihrer Gestaltung inzwischen weitestgehend stromlinienförmig angelegt, das bedeutet, daß man bei ihnen irgendwelche Standartprodukte erwerben kann, von denen man nicht weiß, was dahintersteckt (Beispiel: Wer hat jemals an eine Lehmann - Pleite gedacht? Wer hat jemals daran gedacht, daß die Deutsche Bank, die Commerzbank … heute da stehen, wo sie stehen). 3.) Die klassischen Privatbanken sind für Otto - Normalverbraucher nicht geeignet, im übrigen muß man auch bei ihnen damit rechnen, daß sie ausschließlich für sich selbst denken und handeln, nicht jedoch für die Kunden. Das Kreditgewerbe wird in den nächsten Jahren zu einer reinen Geldschaufelmaschine degenerieren, in der man seine Überweisungsaufträge eingeben kann und die Thaler auf dem Konto zählen. Die klassische Geldanlage wird wahrscheinlich in anderen Institutionen erfolgen. Leider reicht meine Phantasie nicht aus, um dort etwas zu erkennen, muß ich doch feststellen, daß die Zahl der Kevins (Kühnert) überhand nimmt und ich wahrscheinlich mit einer Sozialisation vom Vermögenswerten rechnen muß, sei es nun durch Steuern oder durch gezielte Enteignungen.

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spon_8383796 04.06.2019, 17:34
3. Schade

für die ältere Generation, die nicht mehr in der Lage ist Onlinebanking zu erlernen (meine ich Ernst)
Für mich haben Bank-„Berater“ schlicht keine Existenzberechtigung mehr.
Jeder kann sich mittels des überall uns jederzeit abrufbaren Wissens selbst um Kredite, Versicherungen und Vermögensanlagen kümmen.
Falls man daran kein Interesse hat, gibt es immer noch Honorarberater.
Wer vertrauensvoll jegliche Verantwortung an seine ach so nette Heimantbank abgibt, ist selbst schuld :-).
Meine Bank hat 24 Stunden am Tag geöffnet und nicht von 9-11 und 13-15 Uhr ( jeder der berufstätig ist weiß was ich meine )

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franxinatra 04.06.2019, 17:36
4. Man könnte es auch altersdiskriminierend nennen...

dass Menschen gezwungen werden sich mit einem unerwünschten Medium abzufinden, weil sie sonst vor vollendete Tatsachen gestellt werden; die Banken sollten gezwungen werden, Universalfilialen in jedem größeren Ort einzurichten; es war ohnehin sinnentleert, wenn an einer Stelle 5 Institute den gleichen Grundservice vor halten.
Meinetwegen können dort noch andere Dienstleistungen angeboten werden, wie früher bei den Filialen der Postbank. Letztere ist ja durch die Deutsche Bank auch nur noch ein Schatten ihrer selbst...

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Bibs1980 04.06.2019, 17:49
5. Bankkaufmann

Ich würde heute keinem Berufsstarter mehr empfehlen, sowas wie Bank- oder Versicherungskaufmann zu lernen. Ich persönlich bin seit Jahren in meiner Bankfiliale nicht weiter als bis zum Vorraum mit den Bargeldspendern gekommen. Daher wundert es mich etwas, dass es _nur_ jede fünfte Filiale ist.

Die Sparkassen funktionieren seit einigen Jahren ihr Personal zu Drückerkolonnen um, um den Kunden allerlei Versicherungs-Klimbim und andere ergänzende Produkte anzudrehen. Ich wurde sehr nett vor ziemlich genau zwei Jahren erstmals zum "jährlichen Finanz-Check" eingeladen - nachdem bei mir aber nichts zu holen war, habe ich auch nichts mehr davon gehört.

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Spiegelleserin57 04.06.2019, 17:59
6. wir leben im Umbruch!

Zitat von franxinatra
dass Menschen gezwungen werden sich mit einem unerwünschten Medium abzufinden, weil sie sonst vor vollendete Tatsachen gestellt werden; die Banken sollten gezwungen werden, Universalfilialen in jedem größeren Ort einzurichten; es war ohnehin sinnentleert, wenn an einer Stelle 5 Institute den gleichen Grundservice vor halten. Meinetwegen können dort noch andere Dienstleistungen angeboten werden, wie früher bei den Filialen der Postbank. Letztere ist ja durch die Deutsche Bank auch nur noch ein Schatten ihrer selbst...
wer nicht lernt oder lernen will mit den neuen Medien umzugehen hat verloren. Das Problem ist eben wie schon gut beschrieben dass Ältere nicht mehr mit der Entwicklung mitkommen und diese nimmt auch keine Rücksicht auf diese Menschen.
Schon die heute 70-Jährigen beherrschen das Internet und können Onlinebanking. Die Zahl der Menschen die nicht mit einen PC umgehen können nimmt ständig ab und darauf setzt die Wirtschaft.

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Crom 04.06.2019, 18:04
7.

Ich hab eine gefühlte Ewigkeit keine Bankfiliale mehr betreten und auch meine Eltern im betagtem Alter gehen meist nur noch dahin um Geld abzuheben oder für Überweisungen. Dafür bräuchte man aber keine ganze Filiale sondern nur einen Automaten und gegebenenfalls einen Briefkasten. Vielleicht sollten die Banken und Sparkassen darüber nachdenken, auf dem Land entsprechende Minimalversorgung sicherzustellen. Dann holt eben einmal am Tag jemand die Überweisungen ab und füllt den Automaten auf. Filialen an sich braucht man eigentlich nicht mehr.

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ginorossi 04.06.2019, 18:06
8. Wozu Bankfilialen?

Ich nutze seit Jahrzehnten (!) ausschließlich Online-Banking. "Beratung" durch Bankangestellte, die dann weisungsgemäß Schrott anpreisen, brauche ich nicht. Für das Geschwafel ist mir meine Zeit zu schade.

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KevinPriegnitz 04.06.2019, 18:29
9. ist das ein Wunder?

damals konnte man noch Überweisungen kostenlos einwerfen. Heute kostet die "personelle" Bearbeitung dessen gerne mal 5 Euro. Tja dann haben die Banken die Überweisungsterminale bereitgestellt weil keiner mehr Geld für die Überweisungen zahlen wollte oder halt seitdem aufs Onlinebanking umgestiegen sind. Das Problem liegt nicht beim Kunden sondern bei der Bank selbst!

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