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Diplomatische Verwerfungen: Tunesien stoppt alle Emirates-Flüge
Emirates

Frauen aus Tunesien dürfen nicht mehr in die Vereinigten Arabischen Emirate reisen. Warum? Unklar. Die Reaktion der Regierung in Tunis ist jedenfalls deutlich.

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chiefseattle 25.12.2017, 09:36
1. arabische Willkür

Nun, heute sperren wir mal die Tunesierinnen aus, morgen vielleicht die Jordanerinnen, Qataris dürfen ja schon lange nicht mehr. Das ist arabische Politik.

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jkbremen 25.12.2017, 09:47
2. Völlig ok

dass Tunesien so reagiert.
Man muss gegen solche Maßnahmen sofort und klar und für die andere Seite finanziell schmerzhaft vorgehen.
Hut ab vor der tunesischen Regierung.
Wäre schön, wenn die deutsche Regierung gegenüber Übergriffen z.B. von Erdogan auch so schnell und klar reagieren würde.

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gersois 25.12.2017, 09:59
3.

Tunesische Männer dürfen weiter in die Emirate einreisen? Bezieht das Verbot auf Tunesien allgemein oder speziell auf Frauen?

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Beat Adler 25.12.2017, 10:10
4. Die UAE geben Sicherheitsbedenken an.

Zitat von jkbremen
dass Tunesien so reagiert. Man muss gegen solche Maßnahmen sofort und klar und für die andere Seite finanziell schmerzhaft vorgehen. Hut ab vor der tunesischen Regierung. Wäre schön, wenn die deutsche Regierung gegenüber Übergriffen z.B. von Erdogan auch so schnell und klar reagieren würde.
Die UAE geben Sicherheitsbedenken an und stoppten tunesische Frauen unter 30 jaehrig in Tunis an Bord der Flugzeuge der Emirates zu gehen.

Wer weiss, ob die Sicherheitsbehoerden der UAE einen entsprechenden Hinweis auf eine tunesische Terroristin hatten oder nicht? Antwort: Bisher niemand.

mehr dazu:
https://www.aljazeera.com/news/2017/12/tunisia-suspends-emirates-airlines-flights-171224195534209.html
mfG Beat

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oldman2016 25.12.2017, 10:22
5. Was ist mit den Männern?

Da sich die Weigerung von Emirates auf Flüge nach den VAE bezog und offenbar Emiratesflüge von Tunesien in andere Staaten nicht betroffen sind, würden mich die konkreten Gründe das Verbot auf tunesische Frauen zu beschränken schon interessieren.

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mansky 25.12.2017, 10:43
6. Beat Adler

Sie sind offenbar auch ein großer ‚Experte‘. Sicherheit? Mit Sicherheit nicht! Und wenn dem auch so wäre, besteht kein Grund, alle tunesischen Frauen unter Generalverdacht zu stellen. Die kleptokeatischen Saudis und Emiratis sind doch die Hauptunterstützer des islamischen Fundamentalismus und brauchen deshalb den Terror auch nicht zu fürchten. Haben Sie schon mal von einem Attentat in Dubai gehört/gelesen?Tunesien entwickelt sich zu einer wahren Demokratie, was diesen Despoten am Golf nicht gefallen dürfte. Darum geht es!

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mwroer 25.12.2017, 11:42
7.

Zitat von Beat Adler
Die UAE geben Sicherheitsbedenken an und stoppten tunesische Frauen unter 30 jaehrig in Tunis an Bord der Flugzeuge der Emirates zu gehen. Wer weiss, ob die Sicherheitsbehoerden der UAE einen entsprechenden Hinweis auf eine tunesische Terroristin hatten oder nicht? Antwort: Bisher niemand. mehr dazu: https://www.aljazeera.com/news/2017/12/tunisia-suspends-emirates-airlines-flights-171224195534209.html mfG Beat
Wenn entsprechende Warnungen vorliegen wird der Personenkreis besonders sorgfältig bei der Einreise geprüft - das äußert sich in der höheren Frequenz der Gepäckkontrollen und ähnlicher Dinge.

Ein Einreiseverbot für einen kompletten Personenkreis ist dagegen absolut unüblich. Der korrekte Weg wäre gewesen die Behörden in Tunis zu informieren und um verschärfte Sicherheitskontrollen vor dem Boarding zu ersuchen. Dann hätten - mindestens -
Transitreisende ohne Probleme fliegen können.

Da geht es eher um Meinungsverschiedenheiten bez. der Jerulasem-Frage - um nichts anderes.

Bezüglich Ihrer Argumentation - Anis Amri war Tunesier. Sie wären also einverstanden wenn Deutschland allen tunesischen Männern, sicherheitshalber versteht sich, zwischen 20 und 30 die Einreise verweigert ?

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michael.renper 25.12.2017, 11:50
8. Vermutlich eine Intervention der Konservativen in "moralischen Fragen"

Es ist nicht unbedingt Allgemeinwissen, aber im Kontext wichtig dass Dubai und Abu Dhabi das Rotlichviertel des Nahen Ostens sind. Die Regelung Frauen unter 30 Jahren zu diskriminieren erinnert frappant an die Visa-Politk Saudi-Arabiens die es Frauen unter 30 nahezu unmöglich macht einzureisen weil man ihnen moralische Gefährdung unterstellt. Es ist auch wohlbekannt dass arabische sprechenden Prostituierte in den VAE vorwiegend aus Marocco und Tunesien kommen.
Was im einzelnen gerade jetzt zu dieser Massnahme geführt hat bleibt der Spekulation vorbehalten. Ggf. haben Konservative aus Saudi interveniert (gerade wegen der aktuellen Liberalisierung im Heimatland). Ggf. mag ein einzelner einschlägigger Zwischenfall zwischen einer Tunesierin und einem hochrangigen Mitglied der saudischen Königfamilie auf Vergnügungsausflug ausgereicht haben.

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Beat Adler 25.12.2017, 12:06
9. Welche Hinweise liegen vor?

Zitat von mwroer
Wenn entsprechende Warnungen vorliegen wird der Personenkreis besonders sorgfältig bei der Einreise geprüft - das äußert sich in der höheren Frequenz der Gepäckkontrollen und ähnlicher Dinge. Ein Einreiseverbot für einen kompletten Personenkreis ist dagegen absolut unüblich. Der korrekte Weg wäre gewesen die Behörden in Tunis zu informieren und um verschärfte Sicherheitskontrollen vor dem Boarding zu ersuchen. Dann hätten - mindestens - Transitreisende ohne Probleme fliegen können. Da geht es eher um Meinungsverschiedenheiten bez. der Jerulasem-Frage - um nichts anderes. Bezüglich Ihrer Argumentation - Anis Amri war Tunesier. Sie wären also einverstanden wenn Deutschland allen tunesischen Männern, sicherheitshalber versteht sich, zwischen 20 und 30 die Einreise verweigert ?
Welche Hinweise liegen/lagen vor? Bisher weiss es die Oeffentlichkeit noch nicht.

Wenn der Hinweis daraufhin deutet, dass eine Tunesierin unter 30 eine Bombe an Bord schmuggeln will, dann ist die Einreisekontrolle schon zu spaet. Ob Emirates Airlines dem Bodenpersonal, welche die Kontrolle der Passagiere in Tunis vornimmt, vertraut, weiss ich nicht.

"Da geht es eher um Meinungsverschiedenheiten bez. der Jerulasem-Frage - um nichts anderes."

Beide Staaten, Tunesien und die UAE, haben gegen den Beschluss der USA in der UNO Vollversammlung gestimmt. Beim besten Willen keine Meinungsverschiedenheit zu erkennen.

Wenn eine staatliche Behoerde Sicherheitsmassnahmen beschliesst und vornimmt, sollte ein reeller Grund vorliegen, deswegen ist Ihre Frage nach Tunesiern im allgemeinen nur von den entsprechenden Staatsorganen zu beantworten.
mfG Beat

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