Forum: Wirtschaft
Discounter: Aldi erhöht Preise für Milch kräftig
DPA

Aldi verteuert seine Milch erheblich. Der Preis für fettarme Milch steigt um 43 Prozent. Auch andere Supermarktketten dürften nachziehen.

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thai.land 02.11.2016, 18:54
50. Woher das Mitleid ...

mit Bauern?

Wie hat es der Berufsstand der Bauern geschafft soviel Mitleid zu kassieren?

Bäckereien, Elektroläden, kleine Lebensmittelmärkte, Handwerksbetriebe ... gehen pleite, wen stört es. Die Bauern können immer mit dem Mitleid der Bevölkerung rechnen.

Dieses Gesülze "Ich kaufe BIO" etc. lächerlich!

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Boesor 02.11.2016, 18:55
51.

Zitat von mw210161
So lautete heute morgen die Meldung in den Nachrichten des Bayerischen Rundfunks im Radio. Genau SO war das zu erwarten. Dasselbe wird nun fuer alle anderen Milchprodukte geschehen. Ich kaufe in solchen Faellen stets weniger, das habe ich bei vielen anderen Produkten wie Bier, Ritter Sport, Grabower Mohrenkoeppen (sic!) und Eiern auch so gemacht. Damit reduziert sich der Umsatz sogar ueberproportional, ich spare sogar Geld! Ich halte am Prinzip 'Angebot und Nachfrage' fest.
Wenn der Preis um 20 ct steigt, welche Erhöhung für die Bauern wäre nach Forenlogik fair?

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Boesor 02.11.2016, 18:58
52.

Zitat von Schreiber5.1
Würden die Milchbauern ihren gerechten Teil davon abbekommen, wäre das völlig in Ordnung! Dann dürfte der Preis sogar noch etwas höher ausfallen. Doch der Löwenanteil der Preiserhöhung wird wieder mal nur von den Konzernen geschluckt. Die reiben sich die Hände und freuen sich riesig über die "Gewinnmaximierung"! Und übrigens, der Liter Bier kostet erheblich mehr! ;-) Und noch etwas, nur zum besseren Verständnis Einiger: Die Milchbauern hatten die Mengen nur erhöht, um in eine wirtschaftliche Größenordnung zu kommen, damit sich der Aufwand wenigstens ein bisschen lohnen würde und nicht aus Gier, wie es bei den Konzernen üblich ist!
Böse Konzerne vs. gute Milchbauern.
Wenn man weiß wer der Böse ist, dann hat der Tag Struktur...

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loncaros 02.11.2016, 19:14
53.

Dürfen Bauern ihre Milch eigentlich selber verkaufen?

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fuzzi-42 02.11.2016, 19:22
54. Wir kaufen .....

Zitat von sinner71
,. .. .. . das das Geld auch wirklich bei den Bauern ankommt. Mal abgesehen von dieser haltbare Milch, bin ich gerne bereit auch einen Euro für Tagesfrischmilch zu bezahlen.
....seit eh und je NUR H-Milch! Warum soll ich "Frischmilch" kaufen, die nach 24 Stunden sauer ist???
Im übrigen bin ich durchaus der Meinung, dass bei den Bauern etwas mehr ankommen dürfte. Auch der Staat wäre hier in der Pflicht! Es gibt EU-Mitglieder, bei denen Grundnahrungsmittel mwst.-FREI sind!!!

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unowen 02.11.2016, 19:25
55. Jammern hohem Niveau.

Ich wohne in einem Land ohne jeglich Agrarsubventionen und ein Liter der billigsten Milch kostet hier ca. 1.2 Euro. Dieses jahrzehntelange subventionieren im Agrarsektor hat dazu gefuehrt, dass die deutsche Bevoelkerung keine Realationen mehr hat, wieviel Lebensmittel eigentlich wirklich kosten.

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view3000 02.11.2016, 19:29
56.

Wenn die Milch aus ökologischer Landwirtschaft ohne Spritzmitteleinsatz und Massentierhaltung stammt, bin ich bereit 3 Euro pro Liter zu bezahlen. Lieber weniger aber dafür eine super Qualität!

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fuzzi-42 02.11.2016, 19:33
57. Reden Sie bitte keinen Stuss!

Zitat von frank_w._abagnale
Viel zu teuer. Der Verbraucher zwangssubventioniert damit die Fehlkalkulationen der Milchbauern. Freier Markt sieht anders aus. Dabei wäre das der ideale Zeitpunkt für eine darwinstische Bereinigung des Milchmarktes gewesen. Chance verpasst.
Ich weiss nicht, wie alt Sie sind. Aber ich entsinne mich noch sehr gut an den Katastrophensommer 1976, als die Bauer anfingen, Zeitungspapier (!), Stroh und Laub zu verfüttern, nur um überhaupt die Kühe am Leben zu erhalten. Die Landwirtschaft als Grundnahrungsmittelproduzenten kann man nicht schrankenlos nach Darwin aussortieren! Die Schweiz und Liechtenstein hatten bereit nach dem 1. WK angefangen, eine Landwirtschaft aufzubauen, die im Falle eines Falles (das war dann der 2. WK) zumindest die ausreichende Ernährung der Bevölkerung sicherstellen sollte und auch tatsächlich konnte!
Solche Situationen kann es immer wieder geben. 1976 hatten auch die USA Futterprobleme und exportierten kein Soja-Schrot mehr zu normalen Preisen; sie verlangten teilweise mehr als das Fünffache des Normalpreises!
Ich bin gerne bereit, Preise zu bezahlen, die das Überleben einer angemessenen Grund-Landwirtschaft in Deutschland garantieren. Dazu könnte auch der Staat z.B. die Mwst. auf einheimische Grundnarungsmittel streichen - wenn er wollte! Aber sämtliche deutsche ReGIERungen sind unersättlich!!

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andreasreiter 02.11.2016, 19:34
58. Nicht jeder Milchbauer der aufhört geht anschließend am Bettelstab

Es wird immer wieder geschrieben wie viele arme Milchbauern aufgeben müssen. Es ist aber nicht wie bei einem normalen Industreibetrieb, wo dass dann öfter das Ende ist. Bauernhöfe haben ja im Regelfall mehrere Betriebsbereiche : Ackerbau, andere Tierzucht und zunehmend Windenergie ( im Norden) und Maisanbau zur Biogaserzeugung ( im Süden). Wer als Pacht für einige Windmühlen auf seinem Grund pro Jahr mehrere zehntausend Euro bekommt der überlegt dann schon mal, dass er da nicht mehr unbedingt zweimal am Tag im Kuhstall stehen will. Schlecht geht es im aber keineswegs. Oder viele Bauern verpachten dann einfach ihre Weiden und haben weiterhin auch ohne ihre Kühe ein gutes Einkommen. Aber Jammern gehört ja schon seit jahrzehnten zum wichtigsten udn erfolgreichen Betriebszweig, wie man gut an den erhaltenen Subventionen erkennen kann.

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syn4ptic 02.11.2016, 19:39
59.

Zitat von loncaros
Dürfen Bauern ihre Milch eigentlich selber verkaufen?
Ich weiß es juristisch gesehen auch nicht, aber bei uns hier gibt es mittlerweilen einige Bauern, die selbst so eine Art Zapfautomat am Hof betreiben. Da kann man vorbeigehen, bezahlen und sich Milch zapfen.

Ehrlich hoffe ich, dass das legal ist. Ich erinnere mich an früher als wir sowieso immer beim Bauern Milch holen waren. Die musste dann zuhause auch erst noch abgekocht werden. Gestorben sind wir daran auch nicht - hören viele nicht gern den Satz, mir klar. Ich persönlich würde diese Milch jederzeit bevorzugen. Schmeckt besser als das weiße Wasser, das man heutzutage im Aldi als "fettarme Milch" kauft. Auf den Geschmack von H-Milch reagiere ich sowieso fast allergisch. ;-)

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