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Discounter: Aldi erhöht Preise für Milch kräftig
DPA

Aldi verteuert seine Milch erheblich. Der Preis für fettarme Milch steigt um 43 Prozent. Auch andere Supermarktketten dürften nachziehen.

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7eggert 02.11.2016, 19:41
60.

Zitat von kaffeepause9h30
Mittlerweile ist es doch wirklich so, daß die Großbauern ihre defizitäre Landwirtschaft mit den EEG-Subventionen kompensieren. Bauern investieren in Solardächer, Windmühlen und Biogas, und kassieren dafür reichlich Knete vom Staat. Schweine und Kühe sorgen für den Bio-Mist, während die Milch nur noch ein verramschbares Abfallprodukt einer fehlgeleiteten Energiepolitik ist.
Und noch dazu, das Geld bleibt auch noch im Land! Skandal!

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krautrockfreak 02.11.2016, 19:46
61. Es wird eh viel zu viel Milch konsumiert

Viehhaltung in Ställen gehört sowieso verboten, da reine Tierquälerei. Wir hätten genügend Weideflächen, wäre nicht alles mit Mais zugepflastert. Dann kostet der Liter halt 1 oder 2 €, und? Die Johurtpreise sind auf einem Niveau so niedrig wie noch nie (gemessen an der Kaufkraft) und die meiste Milch wird eh weggeschüttet, da viel zu billig.
Wir sind so dumm und geldgierig, und das auf Kosten der Tiere. Einfach erbärmlich...

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fuzzi-42 02.11.2016, 19:47
62. Ich hatte....

Zitat von syn4ptic
Ich weiß es juristisch gesehen auch nicht, aber bei uns hier gibt es mittlerweilen einige Bauern, die selbst so eine Art Zapfautomat am Hof betreiben. Da kann man vorbeigehen, bezahlen und sich Milch zapfen. Ehrlich hoffe ich, dass das legal ist. Ich erinnere mich an früher als wir sowieso immer beim Bauern Milch holen waren. Die musste dann zuhause auch erst noch abgekocht werden. Gestorben sind wir daran auch nicht - hören viele nicht gern den Satz, mir klar. Ich persönlich würde diese Milch jederzeit bevorzugen. Schmeckt besser als das weiße Wasser, das man heutzutage im Aldi als "fettarme Milch" kauft. Auf den Geschmack von H-Milch reagiere ich sowieso fast allergisch. ;-)
.....mal einen ansonsten sehr netten Studienkollegen, der den gleichen Nonsens brabbelte. Wir haben ihn einmal eine ganze Woche im Labor mit verschiedenen "Milchen" gefüttert nach dem Prinzip "Doppel-Blindversuch". Ging durch die Bank schief! Er hat nicht ein einziges Mal (!) die H-Milch richtig erkannt - und das vor 50 Jahren, wo das Verfahren sicherlich noch nicht so ausgereift war wie heute!

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Klarstellung 02.11.2016, 20:08
63.

Zitat von stefan.martens.75
So einfach ist das nunmal! Wenn weniger produziert wird oder mehr nachgefragt wird steigen sie Preise. Bauern scheinen die einzigen zu sein, die der Meinung sind soviel produzieren zu können wie sie wollen, ohne das das Einfluss auf den Preis hat. Für mich ist der Milchpreis immer noch viel zu niedrig, da ich 1,19 Mark pro Liter auch schon vor 20 Jahren bezahlt habe. Aber da gab es auch noch Kühe die die Hälfte an Milch abgegeben haben wir heute.
Vor 20 Jahren, hat die Milch mit Sicherheit und zu keinem Zeitpunkt auch nur im Ansatz 1.19 € bzw. 2.38 DM gekostet (wir reden hier doch über konventionelle Milch?) Auch da gab es schon die Megaturbosuper Kühe mit 10.000 Liter Jahresmilchleistung und mehr. Milch ist ja eigentlich auch gar nicht fü uns gedacht und im Grunde genommen, warmes, weißes Blut. Wir kippen anstandslos für über 30€ Öl in unsere Automotoren (es muß natürlich vollsynthetisch sein) aber bei 2-3 € für den Liter Milch bekommen wir Schnappatmung. Gleiches beim Olivenöl. Du bist was Du ißt und der Geiz kommt bei elementaren Lebensmitteln immer wieder durch. Dann lieber weniger Milch saufen (ist ein Nahrungsmittel, also bitte nochmal, besser in Maßen genießen) Aber genau den höheren Preis bräuchte man, für ein nachhaltiges ressourcenschonendes Wirtschaften und für ein auskömmliches bäuerliches (nicht Agroindustrie) Leben. In der Schweiz gibt es Milchzapfsäulen, man zahlt 1-2SFr und prima ist es, das könnte auch hier funktionieren. Im übrigen ist auch das Fleisch viel zu billig, der Preis gehört mindestens verdreifacht. Dann bekommt man gute, saubere Waremund die Tiere werden anständig behandelt und es schmeckt. Vielleicht nur ein- oder zweimal die Woche, aber wer will schon jeden Tag Separatorenfleisch und billige Wurst mit billiger Milch und das noch von eventuell gequälten Kreaturen. Denn am Schluß, ißt und trinkst das Leid der Tiere mit!

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Flari 02.11.2016, 20:10
64.

Zitat von syn4ptic
Ich erinnere mich an früher als wir sowieso immer beim Bauern Milch holen waren. Die musste dann zuhause auch erst noch abgekocht werden. Gestorben sind wir daran auch nicht - hören viele nicht gern den Satz, mir klar. Ich persönlich würde diese Milch jederzeit bevorzugen. Schmeckt besser als das weiße Wasser, das man heutzutage im Aldi als "fettarme Milch" kauft. Auf den Geschmack von H-Milch reagiere ich sowieso fast allergisch. ;-)
Fett ist der allergrösste Geschmacksträger in der Milch.
Und dann kommen Leute auf die Idee, die weitgehend fettbefreite und damit geschmacksbefreite Milch zu kaufen und wundern sich, dass die eher nach Wasser schmeckt.

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Maristela 02.11.2016, 20:15
65. Ran an die Milchtankstelle...

Mittlerweile gibt es immer mehr Milchtankstellen (die heißen wirklich so, einfach mal nach googeln) an denen man sich seine Milch selbst "zapfen" kann. Ich zahle genau einen Euro für einen Liter frische unbehandelte Vollmilch. Da diese Zapfanlagen von den Landwirten selbst aufgestellt werden, geht der Erlös ohne Umwege direkt in ihre Taschen (abzüglich der Anschaffungskosten). Bei meinem "Produzenten" stehen die Kühe den ganzen Sommer lang auf der Weide und man kann auf Anfrage sich die Tiere auch anschauen. Molkerein zahlen übrigens nach Fettgehalt und und Keimzahl ihre Bauern aus, also hier auch wieder geht Qualität vor Quantität.

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max-mustermann 02.11.2016, 20:21
66.

Zitat von ruhepuls
Jetzt dürfen die Milchbauern nur nicht gierig werden - und wieder die Mengen hochziehen. Dann nämlich fallen logischerweise auch die Preise wieder. Der Preisverfall wurde ja nur möglich, weil immer mehr Milch "produziert" wurde.
Genau so ist es. Aber sie können nun mal nicht von Landwirten, die seit jeher mit üppigen Subventionen durchgefüttert werden, verlangen das sie verstehen wie ein freier Markt funktioniert.

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J.Boehrer 02.11.2016, 20:32
67.

Zitat von krautrockfreak
Viehhaltung in Ställen gehört sowieso verboten, da reine Tierquälerei. Wir hätten genügend Weideflächen, wäre nicht alles mit Mais zugepflastert. Dann kostet der Liter halt 1 oder 2 €, und? Die Johurtpreise sind auf einem Niveau so niedrig wie noch nie (gemessen an der Kaufkraft) und die meiste Milch wird eh weggeschüttet, da viel zu billig. Wir sind so dumm und geldgierig, und das auf Kosten der Tiere. Einfach erbärmlich...
Milchkühe im Schnee.. ohne Stall und konserviertes Futter.. Ich bewundere Ihr Fachwissen und Ihre Weitsichtigkeit.. sie wären ein Traumkanditat als grüner Landwirtschaftsminister.

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INGXXL 02.11.2016, 20:35
68. #64

Jeder der mehr bezahlen für vermeintlich höhere Qualität kann das ja machen. Aber man sollte den anderen nicht vorschreiben überteuerte Lebensmittel zu kaufen. Das gleiche gilt für Kleidung

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Hilfskraft 02.11.2016, 20:37
69. ALDI ist clever

auf dem besten Weg, die deutsche Milchwirtschaft zu ruinieren, schwenkt ALDI als führende Kette jetzt um.
Jetzt kann man Milch noch preiswert taktisch anbieten.
Ist die Milchwirtschaft erst in die Ruin getrieben, verknappt sich das Angebot automatisch und die Milch wird sich unkontrollierbar verteuern.
Dann ist Schluß mit Spielchen am Milchhahn.
ALDI hat es erkannt.
Die anderen werden hoffentlich nachziehen.

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