Forum: Wirtschaft
DIW-Studie: Deutsche vererben nur 62 Milliarden Euro pro Jahr
DPA

In Deutschland wird laut einer DIW-Studie nur ein Bruchteil dessen vererbt, was bisher angenommen wurde. Die Experten glauben: Selbst eine massive Erhöhung der Erbschaftsteuer brächte dem Staat kaum mehr Geld.

Seite 3 von 12
Dirk Ahlbrecht 07.07.2014, 22:05
20.

Zitat von sysop
In Deutschland wird laut einer DIW-Studie nur ein Bruchteil dessen vererbt, was bisher angenommen wurde. Die Experten glauben: Selbst eine massive Erhöhung der Erbschaftsteuer brächte dem Staat kaum mehr Geld.
Das ist aber sehr schade, daß, folgt man den Experten, der Staat über eine Erbschaftssteuer so wenig vom Bürger holen kann. Jetzt sollten wir Bürger uns ganz feste anstrengen und scharf überlegen, wie Herr Schäuble doch noch zu mehr Geld kommt, der arme Mann.

Da sitzt er den lieben langen Tag in Berlin, schaut jeden Tag aufs Konto, und ist ganz traurig: "Buhu, so wenig drauf, auf dem schönen Konto. Was mach ich nur?"

Also, daß große Kopfzerbrechen, wie wir dem armen Staat zu mehr Geld verhelfen, kann losgehen! Hier vertraue ich ganz dem findigen Bürger.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
undutchable 07.07.2014, 22:07
21. Erbschaft wie Einkommen behandeln

steuerlich. Klar soll man "sein" vermaechnis weitergeben koennen an naechste generationen oder den partner. dann vielleicht den wert der erbschaft halbieren und des rest als einkommen betrachten. fuer den Erben ist es wie ein einmaliges Einkommen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
specialsymbol 07.07.2014, 22:16
22. Ah, gut

Das ganze Vermögen landet also am Ende bei irgendwelchen Banken. Nein, beim Staat, wir sind ja nicht in der Schweiz - hier weiß der Staat was bei welcher Bank liegt. Außer bei Offshore-Konten.

Wie auch immer, da sowieso nicht vererbt wird brauchen wir also auch keine Erbschaftssteuer. Bringt ja sowieso nichts, das lohnt den Aufwand und die hohen Kosten der Einführung nichts. Wer könnte die ganzen Politiker dafür bezahlen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
georg67 07.07.2014, 22:18
23. Die Erbschaftssteuer ist eine Feudalsteuer,

Sachlich durch nichts gerechtfertigt, schließlich wird schon besteuertes Vermögen in der Hand des Toten nochmals besteuert in der Hand der Hinterbliebenen, quasi als Ausgleich für den modernen Feudalstaat, dass der Steuerpflichtige, mittlerweile auch Rentner in Deutschland, vorzeitig durch Tod ausgeschieden ist.

Österreich hat es erkannt und den Feudalzugriff abgeschafft, in unserem verschlafenen Deutschland wird es wahrscheinlich noch Jahrzehnte dauern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
93160 07.07.2014, 22:22
24. Schade

Haette gern mal im Artikel den Unterschied zu Frankreich gern gelesen. Vielleicht kann mich ein lieber Mitforist ueber die Prozente aufklaeren.

Bis zu Sarkozy musste in Frankreich auch der Ehepartner ueber das Gemeinsame Haus nach dem Tod des selbigen Steuern zahlen. Dann wurde das abgeschafft.Sterben die Eltern, muessen dier Kinder 60% Steuern zahlen beim erben. Wie ist da in Deutschland?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ayberger 07.07.2014, 22:23
25. Immer diese

mit ihren Mondzahlen. Alles nur Wichtigtuerei und dummes Gewäsch.. Seit Jahren geistert schon immer die Summe von € 500 Mrd. deutsches Schwarzgeld im Ausland durch die Talk- und Medienrunden, mit Steuern darauf, wäre Deutschland saniert. Mittlerweile hat man fast alles aufgespürt - sind die Staatskassen etwa saniert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Progressor 07.07.2014, 22:25
26. Nein

Zitat von undutchable
steuerlich. Klar soll man "sein" vermaechnis weitergeben koennen an naechste generationen oder den partner. dann vielleicht den wert der erbschaft halbieren und des rest als einkommen betrachten. fuer den Erben ist es wie ein einmaliges Einkommen....
Ihr Vorschlag ist vernünftig und auch makroökonomisch zu rechtfertigen. Nur: Dann wird eben erbschaftsteuerpflichtiges Vermögen (bei uns) nicht mehr aufgebaut. Das ist erstens nicht schwer und zweitens sind die Leute immer schlauer als ein Sachbearbeiter beim Fiskus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sibylle1969 07.07.2014, 22:25
27. Die Zahl kommt mir wenig vor

Denn wenn jedes Jahr allein nur 200.000 Häuser vererbt werden zu 200.000 €, dann wären das bereits 40 Mrd €. Mal ganz abgesehen davon bin ich dafür, eine recht hohe Erbschaftssteuer zu erheben (bei einem angemessenen Freibetrag pro Person natürlich) und dafür bei den Lebenden nicht so stark abzukassieren (Stichwort Kalte Progression).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
skaiser5 07.07.2014, 22:26
28. wichtige Steuer für ein funktionierendes Land

Zitat von sysop
In Deutschland wird laut einer DIW-Studie nur ein Bruchteil dessen vererbt, was bisher angenommen wurde. Die Experten glauben: Selbst eine massive Erhöhung der Erbschaftsteuer brächte dem Staat kaum mehr Geld.
Jeder Mensch muss auf die Mittel, die ihm in welcher Form auch immer zufließen, Steuern zahlen.
Niemand muss deshalb zweimal Steuern auf das gleiche Einkommen zahlen, wie hier im Forum immer wieder behauptet wird.
Wer allerdings erbt, dem fließt genauso etwas zu, wie dem, der Geschäfte macht oder der arbeitet.
Um mal mit George W. Bush zu sprechen: Die Menschen, die in Reichtum aufwachsen, haben gegenüber denjenigen, die nicht in Reichtum aufwachsen, einen riesigen Vorteil hinsichtlich Bildung und Ausbildung. Die Erbschaftssteuer ist dabei die wichtigste Steuer, die diesen Nachteil ein klein wenig ausgleicht. Sie ist deshalb unabdingbar, man kann sich höchstens über die Höhe streiten.

Wenn jetzt allerdings viel weniger vererbt wird als gedacht, hat das vielleicht damit zu tun, dass die Deutschen wie erst kürzlich in einem europaweiten vergleich im Auftrag der Europäischen Zentralbank amtlich festgestellt wurde, viel ärmer als die Menschen in vielen anderen europäischen Ländern sind.
Mich würde das garnicht wundern. Dieses Wissen sollte allerdings dazu führen, dass die deutsche Regierung die Einkommenssteuer generell senkt, damit die Menschen überhaupt erstmal Vermögen aufbauen können.
Wenn das in ausreichendem Maße geschehen ist, ist auch die Erbschaftssteuer nicht mehr schlimm...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eudaf_hen 07.07.2014, 22:29
29.

Großelterns Land - mein Erbe - nach der Wende -endlich - der Staat verweigert uns den Forst - und die Ansprüche (Potsdamer Platz - Geburtshaus meines Großvaters).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 12