Forum: Wirtschaft
DIW-Studie: Familienarbeitszeit kostet nur 140 Millionen Euro
DPA

Die SPD fordert sie, die Union findet sie gut: die Familienarbeitszeit. Kommt die bezuschusste 32-Stunden-Woche für Eltern tatsächlich, würde das den Staat laut einer DIW-Studie höchstens 140 Millionen Euro kosten - ein Bruchteil der Ausgaben für das Elterngeld.

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Cuwe 13.11.2013, 13:48
30. Welche höhere Vereinbarkeit???

Zitat: "Wenn sich die sozialen Normen langfristig ändern und mehr Familien das Modell nutzen, würden die Kosten zwar steigen, dann wäre aber auch viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familien erreicht."

Eine solche Regelung kann nur dann greifen, wenn es einen Rechtsanspruch auf eine 80%-Stelle gibt. Dies fördert aber in keinerlei Weise die Karrieren der Eltern nach den 3 Jahren. Das sind alles unsinnige Experimente.

Eine höhere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht man nur, wenn man die Betreuungsangebote endlich sinnvoll anbietet. Dazu gehört auch das Ende des Förderalismus im Bildungsbereich, echte Ganztagsangebote in Krippe, Kindergarten und Schule und eine Kindergartenpflicht ab vollendeten 3. Lebensjahr. Zur Finanzierung streicht man einfach das Kindergeld und macht diese Angebote kostenlos (inkl. Verpflegung). Schon könnten Eltern wieder arbeiten und hätten keine Mehrkosten.

Unabhängig davon stellt sich mir die Frage:
Wo sind denn die Millionen von Jobs, die für die Eltern notwendig wären??? Ist ja nicht so, dass für x Millionen in diesem Land die Jobs vorhanden sind.
Vernünftige elterngerechte Ganztagsbetreuungsangebote (bitte Schichtarbeiter und NICHT-Politiker/-Manager nicht vergessen - echte Menschen arbeiten nicht nur von 09 bis 14 Uhr) vom 2. Lebensjahr bis Klasse 7 und das zum Nullkostenbeitrag der Eltern fördert Familien und schafft echte Vereinbarkeit. Wer dann immernoch zu Hause bleiben will, soll das auch tun, aber dann nicht auf Kosten der Gemeinschaft.

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Diskutierender 13.11.2013, 13:49
31. Toll!!!

Zitat von sysop
Die SPD fordert sie, die Union findet sie gut: die Familienarbeitszeit. Kommt die bezuschusste 32-Stunden-Woche für Eltern tatsächlich, würde das den Staat laut einer DIW-Studie höchstens 140 Millionen Euro kosten - ein Bruchteil der Ausgaben für das Elterngeld.
Super, wieder ein Privileg für das Lebensmodell Eltern, das wir Kinderlose mitbezahlen dürfen. Irgendwie muss einfach mal verdeutlicht werden, dass das Kinderkriegen eine rein private Entscheidung und Angelegenheit ist, und dass wohl kaum Menschen mit der Motivation Kinder bekommen, um die Renten zu sichern, oder dass die Deutschen nicht aussterben.

Kinder sind schlicht und einfach Wunschkinder (weil man es will) oder Unfallfolgen (wenn man beim Verhüten nicht aufgepasst hat).

Die Deutschen Politiker sollten mal schön aufpassen, dass nicht allzu viele gut verdienende Kinderlose das Land verlassen und dorthin gehen, wo sie nicht als asozial beschimpft werden bzw. durch die Steuern bis aufs Blut aufgepresst werden.

Übrigens, ich selbst habe vor 4 Jahren dank der ach so tollen Sozialauswahl in Deutschland meine Arbeit verloren, weil auch hier Leute mit Familie privilegiert werden. Die Konsequent: Nun hat Deutschland einen gut verdienenden Steuerzahler weniger und die Schweiz einen gut verdienenden Steuerzahler mehr.

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Cuwe 13.11.2013, 13:49
32. Welche höhere Vereinbarkeit???

Zitat: "Wenn sich die sozialen Normen langfristig ändern und mehr Familien das Modell nutzen, würden die Kosten zwar steigen, dann wäre aber auch viel für die Vereinbarkeit von Beruf und Familien erreicht."

Eine solche Regelung kann nur dann greifen, wenn es einen Rechtsanspruch auf eine 80%-Stelle gibt. Dies fördert aber in keinerlei Weise die Karrieren der Eltern nach den 3 Jahren. Das sind alles unsinnige Experimente.

Eine höhere Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreicht man nur, wenn man die Betreuungsangebote endlich sinnvoll anbietet. Dazu gehört auch das Ende des Förderalismus im Bildungsbereich, echte Ganztagsangebote in Krippe, Kindergarten und Schule und eine Kindergartenpflicht ab vollendeten 3. Lebensjahr. Zur Finanzierung streicht man einfach das Kindergeld und macht diese Angebote kostenlos (inkl. Verpflegung). Schon könnten Eltern wieder arbeiten und hätten keine Mehrkosten.

Unabhängig davon stellt sich mir die Frage:
Wo sind denn die Millionen von Jobs, die für die Eltern notwendig wären??? Ist ja nicht so, dass für x Millionen in diesem Land die Jobs vorhanden sind.
Vernünftige elterngerechte Ganztagsbetreuungsangebote (bitte Schichtarbeiter und NICHT-Politiker/-Manager nicht vergessen - echte Menschen arbeiten nicht nur von 09 bis 14 Uhr) vom 2. Lebensjahr bis Klasse 7 und das zum Nullkostenbeitrag der Eltern fördert Familien und schafft echte Vereinbarkeit. Wer dann immernoch zu Hause bleiben will, soll das auch tun, aber dann nicht auf Kosten der Gemeinschaft.

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der_c 13.11.2013, 13:49
33. Komische Rechnung und nicht Realitätsnah

Wenn ein Mann, der tendenziell immer noch mehr verdient als die frau auf 80% reduziert und eine Frau, die ja meist weit weniger verdient von z.B. 50% auf 80% aufstockt, dann haben beide eher weit weniger Geld zur verfügung. Geschweige denn müssten es beide Arbeitgeber mitmachen, was wohl unmöglich ist - gerade in kleineren Firmen sowie vielen anderen Einrichtungen. Gut gemeint, aber sie sollten mal eher mehr in flexiblere ganztages Kitas reinstecken. Das sind in NRW nur ein paar Prozent.

Weil es kaum jemand nutzt wird es wohl auch so "billig" werden. Schade für alle anderen, die es gerne nutzen würden.

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albrechtstorz 13.11.2013, 13:50
34.

Zitat von testthewest
Warum hat man den Unsinn dann gemacht? Warum kann der AN dann nicht den ganzen Beitrag zahlen und bekommt einmal mehr Lohn? Ganz so einfach ist es scheinbar auch nicht...
Doch ist es. Verkomplizierung ist ein wichtiges Mittel zur Volksverdummung. Was meinen Sie, warum z.B. die Steuergesetze so kompliziert sind?

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karamelek 13.11.2013, 13:51
35. ...ein Schlag ins Gesicht für jede Familie

Wenn ich das Modell richitg verstanden habe, liebe Redaktion, sollen beide Elternteile nach einem Jahr (Elterngeld) 32 Std. die Woche arbeiten gehen. Eine Arbeitswoche hat 5 Tage. Mit der 32 Std. Regelung kann ich als Elternpaar also 2 Arbeitstage in Pflegetage umwandeln. Jetzt beantwortet mir mal bitte folgende Frage: Was mache ich die RESTLICHEN 3 ARBEITSTAGE in der Woche mit meinem 1-jährigen Kleinkind??? In den Hort bringen? Wer versorgt mein Kind? Soll ich arbeiten gehen damit ich jemand anderen einstellen kann der dann mein Kind betreut?! In diesem Ansatz geht es meiner Meinung nach darum Gelder einzusparen ansatt junge Familien tatkräftig zu helfen. Ich empfinde diesen Vorschlag als Frechheit! Er entbehrt jeder Logik!

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Diskutierender 13.11.2013, 13:52
36. Dumm nur,

Zitat von HuFu
Ja klar. Die Singles dürfen es dann ausgleichen, oder wie? - MEHRarbeit für den Single - MEHRAusgaben durch den Single - MEHRAusgaben für den AG - MEHREinkommen und somit soziale Ungerechtigkeit für Eltern
wenn die flexiblen, gut verdienenden und damit auch viele Steuern zahlenden Singles und Paare ohne Kinder irgendwann die Nase voll haben, als asozial beschimpft zu werden und vom Fiskus gnadenlos ausgepresst zu werden, und ins Ausland gehen.

Ich hätte auch nicht gedacht, dass es mir mal im Ausland (Schweiz, ich lebe dort seit 3,5 Jahren) so richtig gut gefallen würde, wo ich einstmals während meines Studiums derjenige war, die nie beabsichtigt hat, einen Auslandsaufenthalt zu machen.

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donschmidto 13.11.2013, 13:53
37.

Zitat von pitti49
Ich gönne den Eltern ihre Freizeit, aber wer bitteschön erledigt den Job in den freigestellten 20% Arbeitsstunden? Ich habe als Unternehmer da nur die Wahl, die Arbeit anderen Kollegen aufzudrücken oder einen neuen Teilzeitjob befristet zu schaffen, von dem dann der Jobinhaber mit 20% Arbeitszeit garantiert nicht leben kann.
Falsch, in Ihrem Großunternehmen lassen Sie 4000 Leute zu 80% Teilzeit arbeiten und schaffen somit 1000 *NEUE* 80% Stellen. Und somit sind alle Probleme gelöst, niemand ist mehr arbeitslos; Ronald Pofallla und ich erklären diese Diskussion hiermit für beendet ;-)

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ForumsMukkel 13.11.2013, 13:53
38.

Zitat von enni3
Wer schreibt denn vor, dass Sie so ein Angebot annehmen müssen? Ihnen steht es doch frei weiterhin Ihre Frau zu Hause zu lassen und den Alleinverdiener zu spielen, oder steht da irgendetwas davon, dass ein Zwang besteht, dies zu nutzen.
Ohne weiter auf ihre pauschalen Be- und Abwertungen meiner Person einzugehen wüsste nicht nicht, dass ich irgendetwas von Zwang geschrieben habe. Eine neutrale Ausgestaltung dieses Instrumentes sähe allerdings meiner Meinung nach so aus, dass man den Eltern überlässt wie sie ihre Stunden reduzieren und sie dann halt in einem festgelegten Umfang anteilsmäßig unterstützt. In dieser Ausgestaltung dient es lediglich dazu das politisch gewollte Ziel einer gleichmäßigen Arbeitsverteilung durchzusetzen.

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tomrobert 13.11.2013, 13:54
39. Ist der Mensch für die Wirtschaft da?

Zitat von sysop
Die SPD fordert sie, die Union findet sie gut: die Familienarbeitszeit. Kommt die bezuschusste 32-Stunden-Woche für Eltern tatsächlich, würde das den Staat laut einer DIW-Studie höchstens 140 Millionen Euro kosten - ein Bruchteil der Ausgaben für das Elterngeld.
Oder die Wirtschaft für den Mensch! Was kosten Unternehme die Volkswirtschaft, wenn sie ihre Kosten auf die Allgemeinheit abwälzen!

Was kosten Unternehmen, wenn sie mit Hilfe der Politik Steuervermeidung betreiben und Milliarden Euro Steuern nicht bezahlen!

Irgendwo ist ein Punkt angelangt wo es mit diesem System und diesen Politikern nicht mehr weiter geht!

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