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DIW-Studie: Forscher halten Mindestlohn von 8,50 Euro für zu hoch
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Ob SPD oder Grüne: Die möglichen Koalitionspartner der Union wollen einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch der könnte laut einer DIW-Studie kleine Betriebe in Schwierigkeiten bringen und die Zahl der Minijobs steigen lassen. Die Forscher empfehlen, niedriger einzusteigen.

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epic_fail 24.09.2013, 16:43
80.

Zitat von sysop
Ob SPD oder Grüne: Die möglichen Koalitionspartner der Union wollen einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch der könnte laut einer DIW-Studie kleine Betriebe in Schwierigkeiten bringen und die Zahl der Minijobs steigen lassen. Die Forscher empfehlen, niedriger einzusteigen.
Wasn Müll! Wenn ich als Arbeitnehmer trotzdem noch unter die Armutsgrenze falle, ist dieses ganze "Wirtschaftsmacht Deutschland" Geseier ein hohler Witz.

Ein Ole Schröder von der CDU wirbt bspw damit, dass die CDU dafür verantwortlich ist, dass Deutschland die höchste Erwerbsquote seit jeher hat. Möglich ist das nur mit modernem Sklavenhandel.

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geromochio 24.09.2013, 16:44
81. das

ist doch auch nur die halbe Wahrheit.
Ich habe in einer Dienstleistungsorientierten Tochtergesellschaft (65.000 Mitarbeiter) eines börsennotierten Unternehmens, wie die Mehrzahl meiner Kollegen für 7,33 Euro Stundenlohn gearbeitet. Statt die Mitarbeiter gerecht für ihre wertschöpfende Arbeit zu vergüten, und damit auch die Sozialsysteme zu entlasten, werden die hohen Gewinne lieber an Aktionäre und zweifelhafte Stiftungen umverteilt. Wenn dies in Deutschland so weiter geht, ja dann Gute Nacht. Da bleibt nur eins auswandern.

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taubenvergifter 24.09.2013, 16:45
82.

Ersetzen Sie in der Überschrift bitte "Forscher" durch "Bourgeoisielobbyisten".

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Kunstgriffe 24.09.2013, 16:45
83. Nützt alles nix

Der Mindestlohn nützt also nix, da die Besteuerung diesen wieder auffrist. Damit ist das Thema doch erledigt. Prima!

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zynik 24.09.2013, 16:45
84.

Zitat von sysop
Ob SPD oder Grüne: Die möglichen Koalitionspartner der Union wollen einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch der könnte laut einer DIW-Studie kleine Betriebe in Schwierigkeiten bringen und die Zahl der Minijobs steigen lassen. Die Forscher empfehlen, niedriger einzusteigen.
Was verdient man beim DIW denn so im Durchschnitt? Naja zumindest der Vorsitzende des Kuratoriums Bert Rürup hat seine Schäfchen ins Trockene gebracht:

In:

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Ghanima 24.09.2013, 16:47
85.

Ein Mindestlohn ist Idiotie. Will man Geringverdiener entlasten, gibt es dazu weitaus bessere Möglichkeiten. Man könnte in dieser Gruppe auf Steuern verzichten und gleich einen Teil des Beamtenapparates dabei mit einsparen.

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echo0815 24.09.2013, 16:47
86. Alles klar

Das DIW sollte sich mal mit bei Gewerkschaften umhören, was die so dazu einschätzen.

Selbst bei 8,50 Stundenlohn verändert sich der private Binnenkonsum nicht wesentlich nach oben. Und am Problem der sich verstärkenden Altersarmut eben so wenig.

Das ist Festhalten am Status quo und somit kontraproduktiv für Deutschland.

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Palmstroem 24.09.2013, 16:48
87. Mindestlohn mit Vernunft

Zitat von sysop
Ob SPD oder Grüne: Die möglichen Koalitionspartner der Union wollen einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch der könnte laut einer DIW-Studie kleine Betriebe in Schwierigkeiten bringen und die Zahl der Minijobs steigen lassen. Die Forscher empfehlen, niedriger einzusteigen.
Ein Mindestlohn würde Arbeitnehmern nichts bringen.
Denn wenn sie mehr verdienen, wird z.B. das Wohngeld gekürzt.
Allein der Staat würde Ausgaben sparen, sollten alle Arbeitsplätze erhalten bleiben. Fakt aber ist - überall, wo es Mindestlöhne gibt ist die Arbeitslosigkeit höher als bei uns.
Daher sollte es keinen flächendeckenden Mindestlohn geben, sondern regional abgestufte. 8,50 in MeckPom sind sicher zu hoch und in Großstädten sicher zu wenig. Laßt das also die Tarifpartner machen und nicht Politiker.

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Mehr Vernunft 24.09.2013, 16:48
88. Bitte nicht wieder alle Reformen zurück drehen

Die aktuelle relativ gute wirtschaftliche Lage Deutschlands besteht dank einer guten industriellen Basis und Wirtschafts- und Arbeitsmarktreformen, die als neo-liberal verunglimpft werden.
Ich möchte auch, dass alle arbeitenden Menschen möglichst viel verdienen aber das alles muss auf einer gesunden wirtschaftlichen Basis erfolgen. Ein pauschaler Mindestlohn ist letztlich ein Luxus, den sich eine reiche Gesellschaft leisten kann, weil die Wertschöpfung hoch ist. Es ist natürlich eine Frage der Höhe. Es werden wohl alle zustimmen, dass bei 100 €/h kaum ein Job die Wertschöpfung erreicht, damit dieser Preis wirtschaftlich ist. Es gingen nahezu alle Arbeitsplätze verloren oder in die Schwarzarbeit. Umgekehrt wird bei 1 €/h kein einziger Job vernichtet, da in unserer starken Wirtschaft, jeder Arbeitsplätze hierfür produktiv genug ist.
Bei 8,50 €/h sind in einigen Regionen und Branchen mit Sicherheit Arbeitsplätze gefärdet. Wenn ein Bäcker in Ostdeutschland nur 6 €/h erwirtschaftet, kann er nicht 8,5 €/h bezahlen.
Es ist besser wenn der Staat ein Zuschuss zahlt. Hierfür zahle ich gern Steuern. Es ist vernünftiger wenn Geringverdiener arbeiten, d.h. Werte schaffen, die wir konsumieren können als dass sie keine Güter herstellen und gleichzeitig durch Untätigkeit ihre Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt schrittweise verlieren. Wir sollten nicht alle Reformen wieder zurück drehen weil es uns scheinbar so gut geht. Die Wirtschaft ist ein Pflänzchen, was immer wieder gepflegt und nicht überbelastet werden darf. Wir haben noch genug gewaltige Kosten, die bewältigt werden müssen als zweitältestes Volk der Welt... In den 90er Jahren hatten wir einen katastrophal verkrusteten Arbeitsmarkt mit hoher Arbeitslosigkeit. Da möchte ich nicht hin zurück.

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kannmanauchsosehen 24.09.2013, 16:48
89. Thema verfehlt

Zitat von sysop
Ob SPD oder Grüne: Die möglichen Koalitionspartner der Union wollen einen Mindestlohn von 8,50 Euro. Doch der könnte laut einer DIW-Studie kleine Betriebe in Schwierigkeiten bringen und die Zahl der Minijobs steigen lassen. Die Forscher empfehlen, niedriger einzusteigen.
Deutschland sollte das Lohndumping zum Nachteil seiner Nachbarländer beenden, dort gibt es meistens höhere Mindestlöhne.

Qualität, Innovation, optimale supply chain, effektives Marketing, etc sollten die einzigen Unterscheidungskriterien sein - in diesem Kontext geht diese DIW Studie völlig an den eigentlichen Problemen vorbei.

Und was nützt uns dann ein großer Exportüberschuss, wenn sich die eigenen Leute nichts mehr kaufen können.

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