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DIW-Studie: Immobilienboom macht Hausbesitzer (noch) reicher
Markus Scholz/dpa

Im Schnitt werden die Menschen in Deutschland laut einer Studie immer reicher - vor allem allerdings die Immobilienbesitzer. Die ärmere Hälfte der Bevölkerung kommt nur auf einen Anteil von 1,3 Prozent der Vermögen.

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fatherted98 02.10.2019, 07:30
1. Das sind Zahlen...

...die nur auf dem Papier stehen. Die Immobilien muss man erst mal verkaufen....zu diesen Preisen.

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eunegin 02.10.2019, 07:36
2. Ich bin reicher in Berlin. Nutzt nur nichts.

In meiner als Single gekaufter Eigentumswohnung sitzen wir nun zu viert und sind reich. Auf dem Papier. Nur wohnen müssen wir ja auch. Umziehen innerhalb Berlin -vor allem in unserem Viertel- können wir nicht mehr. Das ist nicht mehr finanzierbar. So geht es vielen Freunden und Bekannten hier. Immobilienbesitzer sind eben nicht nur reiche Investoren. Verlaufen und nach Salzgitter ziehen ist angesichts unserer Jobs und des sozialen Umfelds hier auch keine Alternative. Auch uns reichen Eigentümern wären günstiger und bezahlbare Wohnungen lieber. Ist eben nicht alles schwarz-weiß.

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telemach1111 02.10.2019, 07:37
3. Privater Immobilienbesitz

sollte laut Studie gefördert werden. Das ist richtig. Hier in Berlin sieht man das aber komplett anders und geht den entgegen gesetzten Weg. Auch Deutschland selbst fördert nicht, sind doch in den letzten Jahren die Grunderwerbssteuersätze flächendeckend gestiegen. Und die Grundsteuer wird reformiert aktuell. Es steht nicht zu erwarten, dass diese Steuer billiger wird...

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jogola 02.10.2019, 07:43
4. Villen für Arbeiter

"Stattdessen sollten vor allem der Bevölkerung mit unteren und mittleren Einkommen bessere Möglichkeiten zur Vermögensbildung angeboten werden. "
Und dann gehören wir auch bald zur oberen Hälfte. Und da die nicht abbezahlte Wohnung wegen Wechsel des Arbeitsplatzes vermietet werden muss, erzielen wir sogar Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung.

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Cailean 02.10.2019, 07:45
5. Manche haben sich die eigene Immobilie hart erarbeitet.

Uns war klar, dass wir im Alter keine Miete zahlen können/ wollen. Deshalb haben wir während /nach Ausbildung und Studium sehr bescheiden gewohnt. Zum Teil in WG-Zimmern mit nur 10 qm (100 Euro Miete pro Monat) , zum Teil in einer gemeinsamen Wohnung mit 48 qm, die auch sehr günstig war. Als wir 40 waren, reichte das ersparte Geld plus Kredit für den Kauf eines Hauses. Wir werden es vor der Rente abbezahlt haben und ich sehe jetzt ehrlich gesagt nicht ein, warum das nochmals mit einer Vermögenssteuer belastet werden muss. Da sollten ehr die Kapitalerträge und Aktiengewinn, generell das Geld verdienen durch das "Geld besitzen" ins Auge gefasst werden.

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schnubbeldu 02.10.2019, 07:46
6. Eine selbstbewohnte Immobilie ...

.... hat "nur" einen Wohnwert. Erst bei der Veräußerung ist der tatsächliche Wert über den Verkaufspreis ermittelbar. Alles andere sind Zahl, die für den Eigentümer nicht greifbar sind.

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kumi-ori 02.10.2019, 07:47
7.

Wenn Sie eine Immobilie zu eigenem Wohnzweck besitzen, dann ist es zwar sicher schön, dass Ihr Vermögen in den letzten Jahren so stark angestiegen ist, nutzen tut Ihnen das jedoch gar nichts. Schließlich wollen Sie ja in Ihren eigenen vier Wänden wohnen, und dafür spielt es keine Rolle ob diese 200.000 oder gerade jetzt 500.000 Euro wert sind. Insgesamt werden hier völlig unvergleichbare Bevölkerungsgruppen zusammengewürfelt. Beispielsweise wüsste ich gern, wie sich 17-Jährige bereits ein Vermögen aufgebaut haben sollten. Auch die Schlussfolgerungen sind absurd. Die private Altersvorsorge in Deutschland kann vom Riestersystem nicht abweichen, da sie für die Bankenrettung benötigt wird.

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sirchrissie 02.10.2019, 07:53
8. logische Folge

Es ergibt sich doch zwangsläufig , daß beim Bewohnen einer abbezahlten Immobilie die Wohnkosten größtenteils wegfallen und sich diese Mittel anderweitig investieren lassen oder gespart werden können.

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Tom77 02.10.2019, 07:59
9. Wie soll jemand mit wenig Einkommen an Immobilienbesitz kommen?

Jemand, der sowieso kaum Geld hat oder gerade mal genug, um sich ein wenig Luxus wie Urlaub zu leisten und ein wenig auf die hohe Kante zu legen, kann kaum in Immobilien investieren. Allenfalls über ETFs und Fonds. Hier haben aber gerade diejenigen mit geringem Einkommen Vorbehalte. Und oft auch zu Recht. Es bringt schließlich wenig, jahrelang in ETFs zu investieren, wenn sie dann durch eine Krise auf einmal komplett abschmieren und man nicht früh genug ausgestiegen ist. Klar, es gibt auch Online-Vermögensverwalter etc. Aber wer bitte macht sich die Arbeit, um seine 50-200 Euro im Monat, die er sich gerade so abzwacken kann, anzulegen. Sich mit dem Thema Börse zu befassen kostet einfach Zeit. Man sollte auch immer mal schauen, wie der Markt läuft und wie die eigenen Anlagen stehen, um ggf. reagieren zu können. Das machen aber die wenigsten. Wer sich also Immobilien leisten kann sind die Wohlhabenden. Die ganze Nullzinspolitik fördert sowieso nur den Reichtum der Reichen wohingegen die, die sowieso schon wenig Geld haben, nur für ihr wenig Erspartes quasi nichts mehr bekommen. Sie sorgen eher noch weniger fürs Alter vor als vorher. In 10-20 Jahren werden wir die Quittung erhalten, wenn es viele neue Armutsrentner gibt.

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