Forum: Wirtschaft
DIW-Studie: Rente benachteiligt Geringverdiener - weil sie früher sterben
Arno Burgi/DPA

Die gesetzliche Rente vergrößert die Ungleichheit bei den Einkommen. Das stellen DIW-Forscher in einer aktuellen Studie fest. Der Grund: Arm und Reich leben sehr unterschiedlich lang.

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henrikw 05.06.2019, 20:17
1. Maximaler Unfug!

Das ist eine völlig absurbe Argumentation

"Nur durch Anhebung der Rente von Menschen mit niedrigen Einkommen stehen deren Auszahlungen demnach in einem gerechten Verhältnis zu den von ihnen geleisteten Beiträgen."

Ginge es um ein gerechtes Verhältnis zu den geleisteteten Beiträgen, dann müsste der Generationenvertrag aufgekündigt werden und man bekommt nur das heraus, was man auch wirklich eingezahlt hat.

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Teutonengriller 05.06.2019, 20:20
2. Und das geht nur um die Rente

Warum wird denn immer mit zweierlei Maß gemessen und die Pensionen behandelt, wie von einem anderen Stern? Pensionäre leben sicher noch länger und fallen nicht nur während ihrer „aktiven“ Zeit der Allgemeinheit zur Last, sondern viel länger während der Pension.
Und zur Lebenserwartung der Geringverdiener; was nützt einem eine hohe _Lebenserwartung wenn der Staat alles dafür tut,daß ein Geringverdiener und späterer Geringrentner vom „Leben nix zu erwarten hat“?

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In_Frankreich_lebend 05.06.2019, 20:21
3. Interessant --- aber es fehlt wohl noch ein wesentlicher Punkt ....

... wenn schon über Gesamtrentenbezüge diskutiert wird, sollte als Maßstab eigentlich nicht die Lebenserwartung dienen, sondern vielmehr die Jahre des tatsächlichen Rentenbezugs.
Ist es denn nicht auch so, dass Leute mit "geringerem Einkommen" (ggf. aus guten Gründen) früher in Rente gehen und damit ggf. trotz früherem Ableben genauso lang Rente beziehen wie jemand mit "höherem Einkommen", der zwar länger lebt, aber eben auch später Rente bezieht?
Ich finde die Diskussion insgesamt etwas unsäglich und meine, jede(r) sollte privat fürs Alter vorsorgen und sich nicht auf die gesetzliche Rente verlassen, aber wenn es schon diskutiert wird, dann auch auf einer relevanten Datenbasis.

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TS_Alien 05.06.2019, 20:23
4.

Das Äquivalenzprinzip wird durch die unterschiedliche Lebensdauer von Rentnern nicht verletzt. Daher ist die "Studie" sinnlos. Es sind reine Zahlenspielereien. Forschung geht anders!

Wie sieht es denn mit den Gutverdienern aus, die gar nicht das Rentenalter erreichen? Oder wie sieht die Nettorente aus? Rentner mit geringerer Rente zahlen auch deutlich weniger Steuern. Woran sterben Rentner mit geringerer Rente? Vielleicht liegt es an den zuvor ausgeübten Berufen. Auch dann hat das nichts mit der Rente zu tun.

Wer tatsächlich an der Rente etwas sinnvoll ändern möchte, sollte nicht Rentner mit niedriger und hoher Rente gegeneinander ausspielen. Es geht um die Lebenszeit der Geschlechter. Die ist bei Frauen nachweislich höher. Für die Rente spielt das keine Rolle. Wieso eigentlich nicht?

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porter.bar 05.06.2019, 20:23
5. Der Deutschen Gründlichkeit geschuldet

Sollte man dann sicher auch noch andere Lebenszeit beeinflussende Faktoren in die Rentenberechnung einbeziehen.
Als Raucher sollte man dann ebenso einen Rentenbonus erhalten, wie Menschen mit Vorerkrankungen, Herzinfarkten, Erwerbsunfäfigkeiten, etc.
Sie alle werden i.d.R. Nicht die durchnittliche Lebenserwartung haben.
Also bitte merken: Kein neues Fass aufmachen, sonst wird das noch unüberschaubarer!

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egonv 05.06.2019, 20:27
6.

Also eigentlich bin ich immer für sozialen Ausgleich, aber hier liegt eine völlig falsche Vorstellung zugrunde. Rente kriegt man nur wenn man lebt. Nur in der Annahme jemand stirbt früher, sollte ihm nicht vorher mehr Rente ausgezahlt werden.
Daneben wächst das Einkommen mit der Bildung und die Lebenserwartung meines Wissens auch. Soll man jetzt wirklich Menschen für höhere Bildung und gesundheitsbewusstes Verhalten bestrafen?
Ich halte das für völlig falsch hier die Leute die länger leben um ihren Vorteil zu bringen.
Soll jemand, der mit 64 stirbt dann seine Rente vererben, oder wie steht es um den?

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Nordstadtbewohner 05.06.2019, 20:29
7. Eher so: Rente benachteiligt junge Menschen

Bei genauer Betrachtung ist es doch, dass die gesetzliche Rente die jungen Menschen von heute benachteiligt und zwar massiv. Sie müssen für die Alten von heute zahlen, haben selbst kaum die Mittel, selbst für das Alter vorzusorgen, obwohl die Rentenerwartung der Jungen immer geringer wird. Jetzt darauf aufmerksam zu machen, dass Geringverdiener einer geringere Rente bekommen und eine geringere Lebenserwartung haben, ist da nur ein Nebenkriegsschauplatz.

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Hörbört 05.06.2019, 20:30
8. Sorgen, Stress und Billigfutter

Wen wundert das? Geringverdiener können von 'work-life-balance' nur träumen. Nicht nur, dass die permanente Sorge an der Psyche knabbert und daher regelrecht krank macht, nein, auch die minderwertigen Nahrungsmittel, die diese Klientel aus finanziellen Gründen zu sich nehmen müssen (das sog. "Klöckner-Gericht"), machen den Körper kaputt.

Wohlhabende und Gutverdiener, die neben erlesenen Speisen auch drei- bis viermal im Jahr an Toplocations ihre Seele baumeln lassen können, die angstfrei zum Briefkasten gehen, weil sie keine etwaig anlandende Rechnung zur Verzweiflung bringt, die keinen Verzichtfrust kennen, weil sie sich alles leisten können, die wählen leider Gottes das "Weiter so!" oder - im Falle von FDP und AfD - das "Mehr und noch härter!".

Niemand neidet diesen Leuten das gute Leben. Zumindest kenne ich keinen, der so denkt. Es wäre nur schön, wenn die Gesalbten und Gutversorgten auch das Wohl derer auf dem Schirm hätten, die von sowas nur träumen können.

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muunoy 05.06.2019, 20:34
9. Der Irrsinn der Woche vom DIW

Jau, wenn man sich so die Welt zurecht biegt, müssen Männer generell eine höhere Rente als Frauen bekommen. Und die Unisex-Tarife bei der PKV gehören auch umgehend wieder abgeschafft. Und trotz guten Einkommens erwarte ich als Raucher einen ordentlichen Zuschlag. Kann jemand den "Wissenschaftlern" des DIE, die leider keine Ahnung von Wissenschaft haben, mal den Begriff"Versicherung" erklären? Man versichert sich gegen Risiken. Hier gegen das Risiko, alt zu werden. Warum müssen wir eigentlich mit unseren hart erarbeiteten Steuern so irre Institutionen bezahlen? Spart das Geld fürs DIW auf und schlagt dies auf die Rente auf! Ach, ja ein Freund von mir ist Anwalt für Sozialrecht und kennt diesen irren Sozialstaat besser als ich. Seine Frau hat zwar Millionen geerbt. Dennoch verlangte er von ihr die Minimaleinzahlung in die staatliche Rente. Der prognostizierte schon vor 20 Jahren den aktuellen Irrsinn der irren SPD.

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