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DIW-Studie: Steuersystem halbiert Einkommensnachteile von Frauen
DPA

Frauen verdienen weniger als Männer - dafür zahlen Männer höhere Steuern. Laut einer DIW-Studie ist die Lücke zwischen den Geschlechtern beim Nettolohn nur halb so hoch wie beim Bruttolohn. Das Ehegattensplitting vergrößert die Einkommensnachteile dagegen.

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blogreiter 10.07.2013, 16:08
1.

Zitat von sysop
... Das Ehegattensplitting vergrößert die Einkommensnachteile dagegen....
Das ist aber eine bewußte Entscheidung dieses Paares, die Steuerklassen so festzulegen und nicht bei 4/4 zu bleiben.

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happyrocker 10.07.2013, 16:10
2. Boah, was für eine Erkenntnis..

dass hohe Einkommen höhere Steuern zahlen als niedrige ... da ist die Diskriminierung ja nur noch halb so schlimm. Und ich hab' noch so'n Knaller: Hohe Einkommen zahlen auch absolut höhere Beträge in der Arbeitslosen- und Rentenkasse. Da ist ja fast das ganze Gehalt weg. Also Frauen, seid froh dass ihr wegen Eures niedrigen Verdienstes weniger Steuern zahlen müsst. Hohes Einkommen bringt nur hohe Ausgaben. Das ihr dann im Bedarfsfall auch weniger Arbeitslosengeld und niedrige Renten bekommt, hat das DIW ja nicht zu interessieren.

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happyrocker 10.07.2013, 16:16
3. Boah, was für eine Erkenntnis..

dass hohe Einkommen höhere Steuern zahlen als niedrige ... da ist die Diskriminierung ja nur noch halb so schlimm. Und ich hab' noch so'n Knaller: Hohe Einkommen zahlen auch absolut höhere Beträge in der Arbeitslosen- und Rentenkasse. Da ist ja fast das ganze Gehalt weg. Also Frauen, seid froh dass ihr wegen Eures niedrigen Verdienstes weniger Steuern zahlen müsst. Hohes Einkommen bringt nur hohe Ausgaben. Das ihr dann im Bedarfsfall auch weniger Arbeitslosengeld und niedrige Renten bekommt, hat das DIW ja nicht zu interessieren.

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baneslayer 10.07.2013, 16:17
4. Profitieren?

Wir sollten alle auf einen Teil unsere Lohnes verzichten, damit wir weniger Steuern zahlen!!!

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schlachtross 10.07.2013, 16:18
5. Krude Logik!

Zitat von sysop
Frauen verdienen weniger als Männer - dafür zahlen Männer höhere Steuern. Laut einer DIW-Studie ist die Lücke zwischen den Geschlechtern beim Nettolohn nur halb so hoch wie beim Bruttolohn. Das Ehegattensplitting vergrößert die Einkommensnachteile dagegen.
Wohlgemerkt als Mann möchte ich folgende Anmerkung machen:
Nach der Logik müsste noch hinterher geschoben werden, dass Frauen zwar eine geringere Rente beziehen, sie dann aber auch als Rentnerinnen weniger Steuern zahlen müssen.
Altersarmut und geringere Arbeitsverdienste sind aber keine mathematische Grenzwertbetrachtung und haben auch noch eine ethische Komponente.
PS: Trotzdem finde ich das Totschlag-Mantra 'Frauen bekommen weniger Geld' alles andere als ein Argument. Inländer haben in einigen Berufen wahrscheinlich auch ein höheren Durchnittsverdienst als Migranten (die Top-Jobs sind davon nicht betroffen, da ist es wahrscheinlich sogar andersherum) mit vergleichbarer Arbeit. Andere haben wieder den gleichen Lohn und weitere haben einen höheren Verdienst. Was sagt uns das? Besser verhandelt!

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WILHHERDE 10.07.2013, 16:20
6. Für Schwachrechner mag das stimmen

. Eine Abschaffung des Splittings würde die Situation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt verbessern, argumentieren sie.<

Welch ein Blödsinn.
In der Ehe zählt das gemeinsame Einkommen.
Und das gemeinsame Einkommen ist beim Steuersplitting höher als ohne, selbst wenn das Nettoeinkommen der Frau in Steuerklasse fünf niedriger ist als es ohne Splitting wäre.
Selbst wenn das Splitting erstmal bei zweimal Steuerklasse 4 nicht zur Anwendung kommt.
Beim Lohnsteuerausgleich kommt es dann zur Anwendung.
Für wie dumm muss man Frauen eigentlich halten, dass man glaubt, Frauen blickten da nicht durch.
Verheiratete Frauen verlieren durch Abschaffung des Splittings und ihre Männer auch.
Und im Übrigen, warum sollte man die finaziellen Risiken einer Ehe (Versorgungsausgleich nach Scheidung, Versorgungspflicht bei Krankheit und arbeitslosigkeit) auf sich nehmen, wenn es nicht durch Steuervorteile etwas gemildert wird.
Pflichten, die sonst das Sozialamt übernimmt, über nimmt der Ehepartner. Der Staat profitiert hier von von der Ehe und letztlich auch vom Steuersplitting.

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women_1900 10.07.2013, 16:20
7.

Zitat von happyrocker
dass hohe Einkommen höhere Steuern zahlen als niedrige ... da ist die Diskriminierung ja nur noch halb so schlimm. Und ich hab' noch so'n Knaller: Hohe Einkommen zahlen auch absolut höhere Beträge in der Arbeitslosen- und Rentenkasse. Da ist ja fast das ganze Gehalt weg. Also Frauen, seid froh dass ihr wegen Eures niedrigen Verdienstes weniger Steuern zahlen müsst. Hohes Einkommen bringt nur hohe Ausgaben. Das ihr dann im Bedarfsfall auch weniger Arbeitslosengeld und niedrige Renten bekommt, hat das DIW ja nicht zu interessieren.
+ geringeres Elterngeld
aber dafür sind Frauen für die Arbeitgeber billiger, niedrigeres Einkommen = niedrigere Sozialabgaben. Wenn von Frauen halt dann auch niedrigere Leistung erwartet werden würde.

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Simax 10.07.2013, 16:22
8. Das alte Problem

Auch das DIW hat offensichtlich Probleme damit Material neutral auszuwerten. Der unterstellte Gender-Paygap ist ein altes Märchen. Da werden Frauen die stundenmäßig weniger arbeiten und weniger gut ausgebildet sind mit Männern verglichen die eben im Durchschnitt mehr, härter und mit besserer Ausbildung arbeiten. Das ist ziemlicher Quark. Eine Frau im Öffentlichen Dienst wird exakt so verdienen wie ein Mann. Eine Programmiererin die sich gut verkauft wird verdienen wie ein Mann der selbiges tut. Und eine Frau die 5400.-€ brutto als Single verdient wird die gleichen Steuern zahlen wie ihr männliches Pendant.

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Cassandra105 10.07.2013, 16:24
9.

Zitat von sysop
Frauen verdienen weniger als Männer - dafür zahlen Männer höhere Steuern. Laut einer DIW-Studie ist die Lücke zwischen den Geschlechtern beim Nettolohn nur halb so hoch wie beim Bruttolohn. Das Ehegattensplitting vergrößert die Einkommensnachteile dagegen.
Najo, die Hälfte von 0 ist immer noch 0, so gesehen ändert sich da ja nichts. Die Benachteiligung von Frauen beim Lohn wurde nun schon hunderte Mal widerlegt. Das Ganz wird nur zur Spaltung der Bevölkerung benutztn. "Frau" wird wegen "Mann" schlecht bezahlt, nicht wegen Sklavenhalterfirma X und Partei Y...

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