Forum: Wirtschaft
Donald Trump in Davos: Selbstgespräch auf der Weltbühne
AFP

Was passiert, wenn Donald Trump in den Schweizer Alpen auf den Rest der Welt trifft? Im besten Fall ein Dialog. Doch dazu kam es nicht.

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gandhiforever 26.01.2018, 19:08
1. Dialog

Wer den zeitlichen Ablauf von Trumps Kurzbesuch in Davos anschaut, dem ist klar, dass es hier nur um Selbstdarstellung ging.

Fuer Dialog war keine Zeit eingeplant. Ein Treffen mit Netanjahu, ein Treffen mit May, ein Treffen mit Berset, ein Kurztreffen mit einem Afrikaner wegen des S...loch-Eklats, das war es dann auch schon. Und dann seine tolle Rede. Toll. ja , toll war die schon.

Bei einem Dialog waere Trumps Umkenntnis der komplexen Themen deutlich geworden, das durfte nicht sein.

Bei einem Dialog haette es passieren Koennen, dass eine ploetzliche Einsicht den Selbstdarsteller zu einem nicht geplanten Zugestaendnis veranlasst haette.

Das war schon ein sehr grosser Aufwand, der da betrieben wurde, damit der Herr auftreten durfte. So teuer war wohl noch kein Besuch in Davos.

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prozesskostenhilfe 26.01.2018, 19:13
2. Speichellecker

... da wird einem schlecht, wenn man die versammelte Phalanx der Unternehmenslenker sieht, die sonst so auf Freihandel bedacht sind und alles und jeden verteufeln, der den Freihandel auch nur schief anschaut. Und dann kommt ein Politpolterer, gibt Zuckerbrot und Peitsche und schon tanzen diese rückgrat- und prinzipienlosen CEOs alle Tango... an Trump sollten sich unsere Europäischen Politiker mal ein Beispiel nehmen.

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aurichter 26.01.2018, 19:24
3. Unternehmensführer?

Da werden von diesen Herren mit einem Fingerzeig mitunter tausende Menschen um ihren Arbeitsplatz gebracht, aber auf diesen Treffen kriecht man anderen Staatenführern quasi in den Allerwertesten. Der Schnösel Mammon zählt da halt mehr, als etwas Rückgrat einem Blender gegenüber. Wenn ein Kaeser soviel Mumm bewiesen hätte und die Veranstaltung verlassen, dann wäre dies ein deutliches Zeichen gewesen. Aber anschliessend reissen diese Industriekapitäne in gewohnter Runde das Maul auf und amüsieren sich künstlich über den Presidenten. Heuchlerischer geht doch gar nicht mehr. Wenn man diese Menschen beobachtet und deren Aussagen vernimmt dazu, dann bekommt man unwillkürlich Würfelgefühle.

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saftfrucht 26.01.2018, 19:28
4. Volksvertreter

Donald Trump vertritt das amerikanische Volk. Die Konzernbosse haben sich ihm unterzuordnen. Das hat er sehr gut verstanden, ganz im Gegensatz zu seinen Vorgängern, die eher den Konzernbossen gedient haben. Die Konzernbosse haben auch verstanden dass sie nicht automatisch den kürzeren ziehen, wenn sie sich der Herrschaft des Volkes unterordnen, wie die Steuerkürzungen zeigen.
Was Trump in Davos gemacht hat gefiel mir sehr gut, davon könnten sich Merkel und Co. mal mehrere Scheiben abschneiden.

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gabiausbaerlin 26.01.2018, 19:36
5. Geht Siemens in die USA?

Ich habe gerade im Fernsehen gesehen, wie Joe Kaeser sich bei Trump eingeschleimt hat. Ich hatte nicht den Eindruck, dass er sich nicht wohl gefühlt hat. Denn dann hätte er besser den Mund gehalten. Aber nein, er lobt die Steuerreform von Trump und teilt mit, dass er die Turbinenentwicklung in die USA verlagern wird. Die Kollegen in Görlitz müssen doch vom Glauben abfallen.
Der Auftritt von Herrn Kaeser ist einfach nur peinlich.

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f-rust 26.01.2018, 19:36
6. hmm ... welche Rede hat Spon gehört?

ich hab die Rede ganz gehört (und verstanden: Studium USA + 12 Jahre dort gelebt). Trump hat Schwabs "persönliche Frage" danach, welche vorherigen Erfahrungen ihm am meisten jetzt nutzen bzw. auf den Job als POTUS vorbereitet haben, sehr wohl beantwortet. Außerdem hat er über seine Prioritäten in Innen- und Außenpolitik gesprochen (u.a. Wirtschafts- und Sicherheitspolitik) und auf das gute Klima für Imvestitionen hingewiesen ...

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GoaSkin 26.01.2018, 19:44
7.

Die USA sind zwar keine Diktatur, doch gewiss auch nicht eines der demokratischsten Länder auf der Welt. Insbesondere in Europa sind die demokratischen Standards deutlich höher, als in den USA. Denn ein Zweiparteien-System, das aufgrund des Wahlmänner-Prinzips schon von seiner Struktur darauf ausgelegt ist, dass weitere Parteien keine realistische Chance haben, spricht nicht gerade für die höchsten demokratischen Standards. Sind sich bei politischen Fragen Demokraten und Republikaner einmal einig, so hat der Bürger darum keine Möglichkeit, diesbezüglich eine andere Politik zu wählen.

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Raseramses 26.01.2018, 19:46
8. Europäische CEO`s beim Abendessen mit Trump

Das war eine gespenstige Veranstaltung: Die Chefs der größten europäischen Konzerne saßen wie Schulbuben um Herr Trump herum, haben brav und ergeben auf seine Auslassungen gelächelt und ihm bewundernd zugenickt. Das war ein absolut unwürdiges Schauspiel. Traurig für unsere großen europäischen Wirtschaftsführer, die sich erhoffen durch Trump´s Steuerreform noch höhere Gewinne einzufahren und anscheinend nicht merken wollen, wie sie von Trump ausgetrickst werden. Da gibt es keine Moral und kein Gewissen.

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leander_hausmann 26.01.2018, 19:47
9. Lüstig wäre es gewesen, wenn

zu der Rede keiner gegangen wäre.
Oder nur so 10 Leute.
Die ganzen Journalisten hätten einfach Rekorder auf die Stühle gelegt und die Kameras laufen lassen und wären nicht erschienen.
Und die 10-15 Leute die da sitzen kucken permanent auf ihre Handys und sind D.T absolut am ignorieren. Am Ende gibts ein bissl Geklatsche, aber die LEute verlassen den Saal sofort.
D.T hätte das keine 3 min auf sich sitzen lassen.
Das wäre die absolute Blamage für ihn geworden. Herrlich ;D

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