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Dortmund: Sparkasse informiert Weltkriegs-Toten über Einlagensicherung
DPA

Er starb im Zweiten Weltkrieg - doch 71 Jahre nach seinem Tod bekam ein Mann aus Dortmund noch Post von der Sparkasse. Das Info-Schreiben brachte die Familie des Toten auf die Spur eines längst vergessenen Kontos.

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claus_kleber 11.01.2016, 19:37
20. @ Erbsenzähler2.0

Er starb im Jahr 1945 im Alter von 38 Jahren. Seine Tochter war zu dem Zeitpunkt 13 jahre alt (geb. 1932).

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Sascha W 11.01.2016, 19:42
21. @Knallerbsenzähler

Vermutlich gehört er zu den Leuten, die Ihre Kinder vor ihrem Tod zeugen?!?

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Robert Redlich 11.01.2016, 19:53
22. unglaubliche Geschichte

Ich glaube diese Geschichte so nicht. Reichsmark-Konten wurden nach der Währungsreform 1948 nicht umgestellt. Pro (lebendem) Kopf konnten nur 40 Reichsmark bar in DM getauscht werden. Wenn der Vater im Krieg geblieben ist, kann es kein auf seinem Namen lautendes DM-Konto geben. Entweder die Mutter hat getrickst (eher unwahrscheinlich, denn Vorkriegsausweise waren ungültig) oder der Vater lebte noch und war mitnichten verschollen. Das wäre doch mal ne interessante Geschichte für einen Journalisten. Bitte nicht immer nur den Müll der Nachrichtenagenturen kopieren sondern mal selbst neugierig sein!

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Engywuck 11.01.2016, 19:54
23.

Zitat von moebee
Laufzeit von 70 Jahren bei 2% Zinsen gerade mal 99,99?...und mehr als 2% gibt es wohl kaum auf einem Sparbuch.
2% Zinsen in den letzten 70 Jahren? Nuja...

Schau mal in die historische Entwicklung, z.B. https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Statistiken/Geld_Und_Kapitalmaerkte/Zinssaetze_Renditen/S11BATSPAR3.pdf?__blob=publicationFile
und hier insbesondere die Reihe SU0022 "Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von 3 Monaten mit Mindest-/Grundverzinsung" (Seite 3/4). Vom Beginn der Tabelle 1967 bis 1995 gab es *nie* *unter* 2%, erst seit Mitte 1996 wird dieses "Standard-Sparbuch" schlechter verzinst. Damit sind im Schnitt aber deutlich über 2% anzusetzen...

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moritz27 11.01.2016, 19:58
24. Soooo

einfach geht die Kontoauflösung auch nicht. Es ist die Sterbeurkunde erforderlich, die offenbar die Witwe nie der Sparkasse vorgelegt hat. Und das Sparbuch muss auch vorliegen. Und die Tochter darf auch nur das einzige Kind des Verstorbenen sein (Erbrecht). Falls keine Sterbeurkunde mehr auffindbar ist, muss sie, natürlich gegen Gebühr, bei der Stadt Dortmund noch einmal beantragt werden. Ist das Sparbuch verschwunden mus es, meist gegen Gebühr, für kraftlos erklärt werden. Da können die Kosten leicht höher werden, als das Guthaben. Noch ein Satz zu
den Geburtstagsglückwünschen an beriets verstorbene Kunden. Das passiert dann, wenn die Glückwünsche anhand einer "Geburtstagsdatei" üblicherweise etwa 4 Wochen vor dem Termin geschrieben und in die Terminmappe gelegt werden.
Wenn dann der zuständige Berater zum Versandtermin aufgrund Nachlässigkeit oder Abwesenheit nicht nochmal draufschaut, bekommt halt auch ein Toter noch einmal Post von seiner Bank. Das ist natürlich peinlich und genauso ärgerlich, wie wenn einem Schwerstkranken oder Todkranken "für das neue Lebensjahr weiterhin gute Gesundheit" gewünscht wird.

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Hagbard 11.01.2016, 20:24
25.

Zitat von Will_Fry
Dank Zins und Zinseszins werden aus 22 Euro in 70 Jahren auf jeden Fall mal eine nette 3-stellige Summe.
Der Zinseszins ist bei (fast) allen Sparkonten ausgeschlossen oder begrenzt.

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Sleeper_in_Metropolis 11.01.2016, 20:35
26.

Zitat von Loddarithmus
... fehlt da an einer dreistelligen Summe?
Es wurde aber von einer "netten" dreistelligen Summe geschrieben. Knapp 100 EUR sind in dem Zusammenhang nicht das, was ich von einer "netten" dreistelligen Summe erwarte.

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brotherandrew 11.01.2016, 20:41
27. Nein, ...

Zitat von Hagbard
Der Zinseszins ist bei (fast) allen Sparkonten ausgeschlossen oder begrenzt.
... das ist falsch. Die Zinsen erhöhen jedes Jahr zum Jahresende das Sparguthaben und gehören daher im Folgejahr zum verzinslichen Guthaben.

Dennoch kann man auch in aufgerundet fast 60 Jahren davon nicht reich werden. Geht man von einem ursprünglichen Guthaben von umgerechnet 20 € (also ca. 40 DM) 1956 aus, dann wäre selbst bei einem durchschnittlichen Zins von 4 % jährlich das derzeitige Guthaben lediglich ca. 65 €. Von einem dreistelligen Betrag kann die betagte Tochter nur träumen.

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OlafHH 11.01.2016, 20:57
28.

Zitat von Robert Redlich
Ich glaube diese Geschichte so nicht. Reichsmark-Konten wurden nach der Währungsreform 1948 nicht umgestellt. Pro (lebendem) Kopf konnten nur 40 Reichsmark bar in DM getauscht werden. Wenn der Vater im Krieg geblieben ist, kann es kein auf seinem Namen lautendes DM-Konto geben. Entweder die Mutter hat getrickst (eher unwahrscheinlich, denn Vorkriegsausweise waren ungültig) oder der Vater lebte noch und war mitnichten verschollen. Das wäre doch mal ne interessante Geschichte für einen Journalisten. Bitte nicht immer nur den Müll der Nachrichtenagenturen kopieren sondern mal selbst neugierig sein!
Liest eigentlich niemand mehr einen Artikel vor dem Kommentieren? Hauptsache, wir haben wieder was geschrieben, oder wie?

Seine Frau hat sich nach seinem Tod um das Konto gekümmert, steht doch im Artikel? Die ist aber auch seit 30 Jahren tot.

Man hat den Mann, der seit 71 Jahren tot ist, nur als Aufhänger für die Story genommen, weil man ihn angeschrieben hat und man sich nun so wieder an das Konto erinnern konnte. Seine Ehefrau hat sich schon viel früher erinnert und es selber genutzt. Sonst hätte man vermutlich ein >70 Jahre altes Sparkassenbuch (sofern es früher sowas gab) auch kaum heute noch gefunden.

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icebear375 11.01.2016, 21:00
29.

erinnert irgendwie an das Buch "Billion Dollar" oder so ähnlich von Andreas eschbach...... In dem Buch legt jemand im 16 ten Jahrhundert Geld an und vererbt es an seinen Nachfahren der im Jahre 1990 lebt...

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