Forum: Wirtschaft
Dreckige Diesel : So kommen deutsche VW-Kunden doch noch an Geld
DPA

Die Amerikaner bekamen Entschädigungen, die deutschen Kunden höchstens eine Umrüstung: So sah es lange im VW-Dieselskandal aus. Doch jetzt besteht auch hierzulande Hoffnung auf ein bisschen Geld.

Seite 4 von 10
kritischerleser50 20.05.2017, 19:56
30. Lehre ? Klar

Ich bin schon erstaunt, wie hier teilweise die Tatsache, dass Kunden systematisch betrogen worden sind, so abgebügelt wird. Da werden Leute, die Schadensersatz wollen, eher als "Abzocker" tituliert anstatt als "Betrogene". Da werden technische Meinungen rumposaunt (wohl oft von welchen die noch nicht mal einen Reifen wechseln können). Und dann werden die Betroffenen auch noch beschimpft, sie wären dann für den Niedergang von VW mitverantwortlich. Sorry: Gehts noch ? Hier werden Täter zu Opfern und Opfern zu Tätern gemacht ! Und was VW unter "Kunden" versteht, sieht man wohl daran, dass dort, wo es rechtlich nicht anders geht (USA) den Kunden Entschädigungen gezahlt oder gar die Fahrzeuge zurückgenommen werden. Hier in Deutschland (immerhin dem Stammland von VW) wird gütigerweise an den Autos rumgebastelt...ohne Garantie was dann passiert. NEIN, ich habe mir vor kurzem einen Neuwagen bestellt, aber ganz sicher keinen aus dem VW Konzern.

Beitrag melden
geotie 20.05.2017, 20:09
31.

Zitat von wo_st
Alle meine Bekannten und Verwandten, die einen Dieselauto gekauft hatten, waren nur auf den billigen Spritpreis aus.
Und das Dumme, so viel billiger ist der nicht um einen Diesel zu kaufen. Wollte vor 7, 8 Jahren einen kaufen, aber da war Super glaichauf mit Diesel. Folglich....

Beitrag melden
Stefan_G 20.05.2017, 20:50
32. zu #27

Zitat von Klimagas
Die Fahrzeuge entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und halten die Grenzwerte im vorgeschriebenen Prüfzyklus ein.
Völliger Unsinn. Wenn das so wäre. dann hätte das KBA VW nicht zu einer Nachbesserung verpflichten können.

Beitrag melden
Flari 20.05.2017, 21:19
33.

Zitat von geotie
Und das Dumme, so viel billiger ist der nicht um einen Diesel zu kaufen. Wollte vor 7, 8 Jahren einen kaufen, aber da war Super glaichauf mit Diesel. Folglich....
Die Aussage ist wenig glaubhaft, sofern Sie z.B. in DE, NL, AT, CZ wohnen.
Die Raffinerien und Tankstellen geben Diesel und Benzin netto zu fast identischen Preisen bezogen auf die kWh ab, und das seit "ewig".
Da sich die Energiesteuersätze auf Diesel und Benzin seit 2003 und die MwSt seit 2006 nicht mehr geändert haben, kann man die Differenz zwischen Diesel und Benzin in DE sehr genau kalkulieren.

Beitrag melden
tatsache2011 20.05.2017, 21:47
34. peinliche Rechtsschutzversicherungen

Zitat von Klimagas
Die Fahrzeuge entsprechen den gesetzlichen Vorschriften und halten die Grenzwerte im vorgeschriebenen Prüfzyklus ein. ...
Wenn es so wäre, wie Sie schreiben, dann müssten Rechtsschutzversicherungen keinen Schutz gewähren.

Aber die Gerichte verurteilen die Rechtsschutzversicherungen.
Zum Beispiel [Zitat]
Oberlandesgericht München,
Beschluss vom 31.10.2016 Aktenzeichen: 25 U 2598/16
...
"Besonderheit: Das Landgericht Passau stellte fest, dass die Örag verpflichtet ist, die Kosten der Rechtsverfolgung gegenüber dem VW-Konzern und dem Vertragshändler zu tragen.
Die Forderung sei weder mutwillig noch die Pflicht zum Rechtsschutz sonst ausgeschlossen.
Das Oberlandesgericht München hat die Berufung des Versicherer durch einstimmigen Beschluss zurückgewiesen.
Das Landgerichts-Urteil ist damit rechtskräftig."

Beitrag melden
Flari 20.05.2017, 22:00
35.

Zitat von Stefan_G
Keineswegs verkenne ich die juristische Lage. VW hat bei der Typzulassung das KBA betrogen, also hätte das KBA die Zulassung der Fahrzeuge widerrufen müssen. Und zwar zum Zeitpunkt der Kenntnisnahme, also September 2015.
Egal bei welchem Thema, Sie verrennen sich leider immer wieder.
Wenn SIE sich auf die "juristische Lage" berufen, haben wir in DE dazu einen einzigen in Frage kommenden Straftatbestand, nämlich §263 StGB.
Wie wollen Sie damit "juristisch" einen Betrug durch VW ggü. dem KBA erklären?

Zitat von
Und natürlich hat jeder Autofahrer, der für seine Abgasreinigung viel Geld bezahlt hat, sie aber im Rahmen der Legalität nicht bekommen hat, einen Schaden erlitten.
"Im Rahmen der Legalität" halte ich für reine Schwurbelei ohne Aussagekraft.
In DE muss ein Schaden i.d.R. bezifferbar und kausal nachgewiesen sein, um juristisch als Schaden zu gelten und einen Anspruch nach BGB zu begründen.
Welchen Schaden hat ein Käufer bisher erlitten, der belegt ist und keine behebung in Sicht ist?

Zitat von
VW weiß seit über 10 Jahren, dass man keinen Euro 5-Diesel ohne Harnstoffeinspritzung. VW hat sogar jedem Neuwagenkäufer unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ein technisch unzureichendes Produkt verkauft. Nach dem Motto "wenn der Schwindel auffliegt, dann verkaufen wir euch gerne einen noch neueren Diesel, der dann wirklich umweltfreundlich ist. Ehrenwort!"
Ich dachte, Sie wollten etwas mit "juristische Lage" erklären, und dann so eine hinge.... Schwurbelei ohne Belege?

Beitrag melden
Stefan_G 20.05.2017, 22:27
36. zu #35

Zitat von Flari
Egal bei welchem Thema, Sie verrennen sich leider immer wieder. Wenn SIE sich auf die "juristische Lage" berufen, haben wir in DE dazu einen einzigen in Frage kommenden Straftatbestand, nämlich §263 StGB. Wie wollen Sie damit "juristisch" einen Betrug durch VW ggü. dem KBA erklären? "Im Rahmen der Legalität" halte ich für reine Schwurbelei ohne Aussagekraft. In DE muss ein Schaden i.d.R. bezifferbar und kausal nachgewiesen sein, um juristisch als Schaden zu gelten und einen Anspruch nach BGB zu begründen. Welchen Schaden hat ein Käufer bisher erlitten, der belegt ist und keine behebung in Sicht ist? Ich dachte, Sie wollten etwas mit "juristische Lage" erklären, und dann so eine hinge.... Schwurbelei ohne Belege?
Wenn VW sich nicht das Geringste zuschulden kommen liess, warum - hat man dann 23 Milliarden Euro an Strafen gezahlt?
- Entschädigungen gezahlt?
- Autos zurückgekauft?
- Millionen Autos nachgerüstet?
Ist dann ja alles völlig unnötig gewesen.

Beitrag melden
ardbeg17 20.05.2017, 22:30
37. @redneck #28

Sie können - wie die meisten, die den Mund zu voll nehmen - nicht mal zwischen Feinstaub und Stickoxid unterscheiden. Aber eine Zahl von Feinstaub-Toten wg. VW-Schuld können sie nennen. Hoffentlich haben sie beim Überqueren einer Straße mehr Durchblick als bei den Themen Diesel, VW und deutsche Wirtschaftspolitik.

Beitrag melden
Stefan_G 20.05.2017, 22:33
38. zu #35

Zitat von Flari
Egal bei welchem Thema, Sie verrennen sich leider immer wieder. Wenn SIE sich auf die "juristische Lage" berufen, haben wir in DE dazu einen einzigen in Frage kommenden Straftatbestand, nämlich §263 StGB. Wie wollen Sie damit "juristisch" einen Betrug durch VW ggü. dem KBA erklären? "Im Rahmen der Legalität" halte ich für reine Schwurbelei ohne Aussagekraft. In DE muss ein Schaden i.d.R. bezifferbar und kausal nachgewiesen sein, um juristisch als Schaden zu gelten und einen Anspruch nach BGB zu begründen. Welchen Schaden hat ein Käufer bisher erlitten, der belegt ist und keine behebung in Sicht ist? Ich dachte, Sie wollten etwas mit "juristische Lage" erklären, und dann so eine hinge.... Schwurbelei ohne Belege?
VW hat inzwischen in Deutschland gemerkt, dass sie mit "nach §263 StGB haben wir alles richtig gemacht" nicht durchkommen. Marcaurel57 und Flari sind da noch nicht so weit...

Beitrag melden
neurobi 20.05.2017, 22:42
39.

Zitat von Stefan_G
Dubios finde ich die Machenschaften der Automobilhersteller, die die Zulassungsbehörde und den Autokäufer jahrelang betrogen haben und auch jetzt noch nicht einmal ein Problem darin sehen. Weiterhin dubios finde ich Foristen, die dieses Verhalten mit Zähnen und Klauen verteidigen.
Die Hauptschuld liegt bei den europäischen Zulassugsbehörden, nicht bei den Herstellern. Erst hat die Politik Grenzwerte erlassen, die nur schwer zu erreichen waren, dann Hintertüren eingbaut und alle Augen zu gemacht.

Aber welcher schaden ist den Fahrern die Fahrzeuge eigentlich entstanden?
Keiner!
Sie haben die Fahrzeuge genutzt und können es auch weitehin tun.

Ich finde es daher verwerflich, wenn jemand jetzt meint daraus Kapital schlagen zu wollen. US-Kanzleien, die ihr krankes Rechtssystem nach Europa exportieren wollen, sollte man das Handwerk legen.

Beitrag melden
Seite 4 von 10
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!