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"Dreistes Auftreten": Audis A6-Affäre verärgert die Bundesregierung
DPA

Der neue Audi-A6 sollte eigentlich das Diesel-Image verbessern, doch auch dessen Motoren wurden manipuliert. Berlin ist nach SPIEGEL-Informationen verärgert - weil Audi den Betrug offenbar erst einräumte, als die Kontrolleure anrückten.

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rolandoschneider 11.05.2018, 18:09
1. Neues oder aktuelles Modell?

Das Foto zum Artikel zeigt den neuen A6 der 9. Generation. Bisher war in der Presse immer vom A6 der 8. Generation die Rede, die zum Teil noch bestellt werden können (als Avant). Der V6 3.0l Diesel unterscheidet sich zumindest von der Leistung zwischen dem neuen und dem aktuellen Modell.
Was stimmt nun?

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vulcan 11.05.2018, 18:14
2. nicht zu fassen

Audi hat am A6 "Auffälligkeiten" festgestellt, die sie selbst eingebaut haben. Ich könnte mich kaputtlachen.
Aber macht alles nichts - die Leute werden trotzdem weiter fleißig Audi kaufen....siehe VW. Mit all der Betrugssoftware müssen die Autos ja auch extra teuer sein, dafür hat sicher jeder Verständnis.

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ardbeg17 11.05.2018, 18:17
3.

im ersten Artikel sprach Herr T. von insgesamt 60000 Fahrzeugen. Jetzt steht da etwas von 800000. Es ist richtig, dass man von Audi erwarten muss, dass sie gesetzeskonforme Autos bauen und insbesondere die Abgasreinigung i.O. ist. Von einem renommierten Nachrichtenmagazin erwarte ich, dass verlässliche Informationen geliefert werden. 60000 oder 800000?! Und was heisst plötzlich "wahrscheinlich illegal"?! Liegt hier ein Verstoß durch Audi vor oder nicht? Butter bei die Fische, Fakten auf den Tisch und wenn im Trüben fischen muss, weil man keine hat, vielleicht den Spruch von Dieter Nuhr beherzigen und öfter mal d.F.h. Danke.

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thomasp1965 11.05.2018, 18:21
4. Die Bundesregierung

bekommt genau die Autoindustrie, die sie sich jahrzehntelang herangezogen hat. Die Herren Manager bilden sich ein, sie wären die Krone der Schöpfung, dabei sind sie in Realität der Auswurf der Gesellschaft, die Gosse.
Das man sich wundert, dass die Industrie die Politik nicht ernstnimmt, wenn jeder in der Nähe der Autoindustrie immer auf einer Schleimspur von CSU Verkehrsministern ausrutscht, ist seltsam.

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kuddemuddel 11.05.2018, 18:27
5. Vorsprung durch Beschiss!

"Die Bundesregierung ist verärgert." Heiß jetzt genau: Welche Konsequenzen oder Bestrafungen hat Audi von unserer Regierung zu erwarten? Keine!
Wer sich jetzt noch ein Auto mit den vier Ringen kauft, will betrogen werden. Aber das kann ja jeder selbst entscheiden.

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shivas88 11.05.2018, 18:38
6. Natürlich..

... wird beschissen bis es halt auffliegt. Umwelt-oder gesundheitsbedingte Auflagen sind schließlich dem über allem stehenden Ziel der absoluten Gewinnmaximierung nicht dienlich. Wer von solchen Betrügereien noch überrascht ist, ist einfach nur naiv.

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schwaebischehausfrau 11.05.2018, 18:42
7. Betrogene Kunden sollten sich keine Illussionen machen...

Von dieser Regierung haben die betrogenen Kunden nichts zu erwarten. Und das wäre auch nicht anders, wenn wir statt CSU-Dobrindt oder CSU-Scheuer einen SPD-Verkehrsminister hätten. Das haben ja die TV-Auftritte des niedersächsischen Ministerpräsidenten und VW-Aufsichtsrats Weil gezeigt - nicht alles, dass er in der TV-Talkshow nicht noch mit VW-Käppi aufgetreten ist. Die einzige Möglichkeit, die betrogene VW-Kunden haben, ist eine Klage vor ordentlichen Gerichten , obwohl ja selbst das unsere Auto-Regierung zu verhindern sucht.

Dass sich die "Tricksen und Täuschen, bis man erwischt wird"-Mentaliät bei VW & Co. nicht geändert hat trotz aller reumütiger Versprechen, "das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen zu wollen" , zeigt dieser Eklat. Ganz zufällig ist wieder eine "Unregelmässigkeit" erst dann aufgefallen, als der Auto-Mafia klar war, dass sie in den nächsten Tagen auffliegen wird. Und der Audi-Chef ist Stand heute, Freitagabend , immer noch nicht gefeuert. Wahnsinn.

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fottesfott 11.05.2018, 18:47
8. Offenbar gehört in den Augen unserer Regierung...

...die Automobilindustrie zur öffentlichen Daseinsvorsorge und muss maximal gepampert werden. Außer Opel. Ich verstehe nicht warum. Das ist wie mit den Diplomatenkennzeichen: ich kann gefühlt hundert mal gegen bestehende Verordnungen verstoßen und weiß genau: es wird keinen Cent kosten.

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christianu 11.05.2018, 18:48
9. Audi muss es gewusst haben

Jeder mit der Sache befasste Techniker weiß, dass vollständige Harnstoffzugabe etwa 3% des Kraftstoffverbrauches erfordert. Das sind bei 20.000 km ca. 20.000km*8l/100km*0,03 = 48l. Wenn der viel kleinere Harnstofftank dennoch für ein Serviceintervall reicht, kann etwas nicht stimmen. Vielleicht darf ja bei hoher Geschwindigkeit reduziert werden, aber es gibt schließlich Menschen, die eine gemäßigte Fahrweise bevorzugen oder vorwiegend in der Stadt fahren. Das wusste Audi nicht?

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