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Drohende Fahrverbote für Diesel: Wir Autofahrer haben Mitschuld
DPA

Wer trägt die Verantwortung für die drohenden Dieselfahrverbote? Politik und Autoindustrie natürlich. Heißt es. Doch auch die Dieselkäufer haben einen entscheidenden Anteil daran.

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oldman2016 07.03.2018, 17:29
70. Steuersubvention des Diesel ist schuld

Ein Dieselfahrzeug ist konstruktionsbedingt teurer als ein Benziner. Würde Treibstoff grundsätzlich nach dem Energiegehalt besteuert, wie es bereits in der EU seit Jahrzehnten diskutiert wird, dann wäre Diesel teurer als Benzin, Dann würde sich der Verbrauchsvorteil des Diesel selbst für Vielfahrer und alle Geschäftswagen nicht mehr rechnen. Es ist die Transportlobby, die sich gegen die Abschaffung des Steuerprivilegs des Diesels mit Händen und Füßen wehrt. Geld regiert die Welt.

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realist-42 07.03.2018, 17:29
71. Staatsbetrug

Wenn hier schon der Autofahrer als Verantwortlicher Vorgeführt wird, sollte man den Staat nicht außen vorlassen. Einerseits sind die Prüfmethoden auf ihn zurückzuführen, und andererseits macht er durch seine 180° Wende durch vermehrte Steuereinnahmen ein lukratives Geschäft. Einerseits durch den Verkauf neuer Autos, und andererseits durch den Umstieg auf Benziner bei der Mineralölsteuer. So zahle ich durch den Umstieg über 1000€ mehr an Mineralölsteuer im Jahr. Und da beschwert sich die Regierung über Politikverdruss? Für mich haben nicht nur die Automobilkonzerne betrogen, sondern vor allem auch der Staat resp. seine Regierung.

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hilj 07.03.2018, 17:30
72. zweifelhafte Meinung

Warum der Kunde jetzt mit Schuld am Versagen der Autoindustrie und der Politik ist kann ich nicht nachvollziehen. Der Kunde hat vielleicht das größere Auto gekauft, war sich aber sicherlich nicht bewusst, das das neue Modell im Realbetrieb um das 10fache dreckiger ist als das alte. Das wäre ungefähr so als ob der Kunde seinen 200Liter B+ Kühlschrank gegen einen 205Liter A++++++ tauscht, und am Ende des Jahres 10mal soviel für Strom ausgibt wie vorher. Der Autor würde dem Kunden dann auch nicht vorhalten, dass er ja einen 150Liter Kühlschrank hätte kaufen können.

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Pless1 07.03.2018, 17:30
73.

Zitat von benuron
Zum Einen klammert der Artikel völlig aus, dass Diesel seit Jahrzehnten vom Staat subventioniert ist und die Verbraucher auch dadurch zum Kauf animiert wurden - gerade Vielfahrer und um die geht es ja wohl.
Der Diesel wird nicht subventioniert sondern nur anders besteuert: Der Vergünstigung des Diesel bei der Mineralölsteuer steht eine kräftige Höherbesteuerung bei der Kfz-Steuer gegenüber. Per Saldo günstiger ist das erst bei Laufleistungen, die deutlich über der durchschnittlichen Laufleistung liegen.

Wenn es um die Emissionen der Fahrzeuge in den Städten geht, dann geht es aber gerade nicht um die Vielfahrer (Autobahn) sondern um den gewöhnlichen Pendler auf den Einfallstraßen der Großstädte. Wenn Sie dort im Stau stehen ist es bestenfalls egal, ob Sie zuvor schon 40 oder erst 10 Kilometer absolviert haben. Im Gegenteil: das kalte Auto des Kurzpendlers emittiert viel höhere Schadstoffe als der bereits warme Motor des Langstreckenpendlers.

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moistvonlipwik 07.03.2018, 17:31
74.

Zitat von brux
Bei Booten ist es so, dass man immer nur zwei der folgenden drei Eigenschaften haben kann: schnell, komfortabel, billig. Bei Autos ist das genauso. Leistung, günstiger Verbrauch, geringe Emissionen gehen nicht zusammen. Leider sind Autokäufer normale Menschen mit durchschnittlicher Intelligenz.
Dies gilt umso mehr, als der durchschnittliche Pkw gerade einmal eine Stunde am Tag genutzt wird - den Rest steht die Karre irgendwo herum. Und dafür geben die Leute halbe Jahresgehälter aus.

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dr.klugscheisser 07.03.2018, 17:32
75. so ähnlich ist es wohl

und ich sehe mich in Zukunft den bösen Blicken ausgesetzt, wenn mein 300d von 1983 am Berg sichtbar qualmt. Lassen wir beiseite, dass es gröbere Partikel sind, dass die Menge an Stickoxiden wegen hohem Verbrauch, fehlendem Turbo und Vorkammereinspritzung nicht viel höher ist als der reale Ausstoß eines Fiat Doblo. Entscheidend ist, dass ich nur 2000 km im Jahr damit fahre. Und sonst Öffi, Bahn und Bus. Wenn nicht alle 170PS in 2 Tonnen auf 25.000 km im Jahr bräuchten wäre das Problem auch schon ein wenig kleiner. Noch lange nicht gelöst, aber...

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ctwalt 07.03.2018, 17:32
76. Stimmt schon

die Diesel-Fahrzeuge mit 3L 6 Zylinder und > 250 PS sind natürlich sexy, weil schnell und relativ sparsam. In SUV mit > 2to sind diese sogar unadbingbar, da die 2L 4 Zylinder eben ungeeignet für diese Fahrzeugart ist. Der VW Touareg fährt z.B. erst dann richtig gut, wenn der 4L 8 Zylinder Diesel verbaut ist. Die gesamten Fahrzeuge sind zu schwer und das steht einem geringen Verbrauch und somit einer geringen Luftverschmutzung im Weg !

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Overseasreader 07.03.2018, 17:32
77. Da muessen Sie mich aufklaeren

in wieweit der Eigentuemer, nicht der Besitzer, finanziell zur Verantwortung gezogen werden kann, der ja ein legales Auto vom Handel bezogen hat. Dass der Hersteller hier betrogen hat, kann dem Konsumer nicht angelastet werden, denn der Tuef hat ihn ja auch durchgehen lassen, weshalb der Staat hier in der Verantwortung liegt. Schauen Sie sich einmal an, wie die Sache in den USA gelaufen ist, da sitzt einer der VW Verantwortlichen im Knast und dann vergleichen Sie die Situation einmal mit Deutschland.

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skitime 07.03.2018, 17:32
78. Subvention streichen

Viele Autofahrer hätten keinen Diesel, wenn der Treibstoff nicht steuerlich bevorzugt würde. Die Subvention gehört abgeschafft, dann nimmt der Anteil von Dieselfahrzeugen von alleine an, denn einen wirklichen Kostenvorteil gibt es dann nur noch für richtige Vielfahrer. Diese haben dann aber sowieso alle paar Jahre ein neues Auto und somit auch moderne Motoren.

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Svante07 07.03.2018, 17:32
79. Der Kommentar von Michael Kröger ..

ist zu kurz gedacht!

Die Nachfrage nach großen, schweren, PS-starken Fahrzeugen wird kritisiert. Dem kann ich zustimmen.
Aber werden denn nun auch diese PS-Monster ein Fahrverbot bekommen?

Nein, es werden wahrscheinlich die bestraft, die ein älteres Modell mit Euro 4 fahren.
Die Autos mit weniger als 100 PS und 4 Liter-Verbrauch, aber Euro 4, erhalten vermutlich das Fahrverbot, währen der 300 PS-Schlitten mit Euro 5 und Euro 6 (aber über 9L und mehr im Verbrauch) weiter Stickoxide rausblasen darf.

Das alles geschieht, um die Absatzlage der deutschen Automobilindustrie nicht zu gefährden. Diese ist es aber, die hoch kriminell mit ihrer Schummelsoftware die großen Fahrzeuge umweltfreundlich anpreisen darf!

Bezahlen sollten nun die Autoindustrie, die die Gesetze missachtet und vorsätzlich austrickst, und diejenigen, die die PS-Monster auf die Straße bringen.

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