Forum: Wirtschaft
Drohende Grenzkontrollen: Deutschland bangt um Freizügigkeit
DPA

Industriebosse und Gewerkschafter, Jugendliche und Lehrer: Vor dem EU-Gipfel warnt eine breite Allianz vor einem Scheitern des Schengener Abkommens. Auch Bundeswehrsoldaten wollen nicht zurück zu Grenzkontrollen.

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ein_verbraucher 17.02.2016, 08:55
540. Damit haben Sie Recht...

Zitat von plutinowski
Irgendwie brauchen die Menschen die Wirtschaft. Arbeitsplätze wachsen nicht auf Bäumen. Machen wir uns da mal nichts vor.
...aber Sie verstehen eins nicht. Die Wirtschaft hat nur Ihre Gewinne maximieren können und "billige" Arbeitskräfte aus dem EU Ausland geholt oder gleich die Industrie dortin verlagert. Alles schon vergessen?

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huckfin 17.02.2016, 09:01
541. Was ist so schlimm

daran dass die EU auch bzw. wie einige Foristen meinen vor allem eine Wirtschaftsgemeinschaft ist. Jemand der mit jemand anderem gute Geschäfte macht schlägt sich eher nicht. Das funktioniert im bei Geschäftspartnern zwar nicht immer aber zwischen Ländern dann aber doch meistens. Ich wage zu behaupten dass diese geschäftlichen Beziehungen sehr geholfen haben dass hier in Europa so lange Frieden war. Dies wird nun leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

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vantast64 17.02.2016, 09:21
542. Leute, es geht um den Bestand der eu,

und all' die, die Grenzen oder Einreisesperren gegeneinander aufbauen, machen Klein-Putins Werk. Denn er will die Zerstörung der eu, nicht nur einem Massenmörder mir einem Stückchen Militärbasis helfen, das hätte er billiger haben können.
Die Flüchtlinge sind Klein-Putins Hammer, so bestraft Odin die Fremdenfeinde der eu.

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thevoid 17.02.2016, 09:29
543.

Schengen ist ja schon längst gescheitert, wenn von transferunion-befürwortenden EU-Staaten (allen voran Griechenland) die Sicherung der Außengrenzen aus Protest gegen die Austeritätspolitik erfolgreich verweigert wird.
Ein Schengen OHNE gesicherte Außengrenzen IST kein Schengen bzw. würde es keinen Sinn ergeben, da DANN die EU wie in Zeiten der Völkerwanderung unkontrolliert globalen Migrationsströmen ausgeliefert wäre. Das kann aber niemand ernsthaft wollen, würde dies doch innerhalb kürzester Zeit zum Erstarken rechtspopulistischer Parteien führen, die Grenzkontrollen sowieso wieder einführen würden - wahrscheinlich dann aber um so härter und auch an den Binnengrenzen.
Wer für den Erhalt von Schengen und gegen rechtspopulisitische Parteien ist, der sollte sich daher ZUALLERERST für die Sicherung der Außengrenzen einsetzen.

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hypnos 17.02.2016, 09:38
544.

Zitat von ein_verbraucher
...aber Sie verstehen eins nicht. Die Wirtschaft hat nur Ihre Gewinne maximieren können und "billige" Arbeitskräfte aus dem EU Ausland geholt oder gleich die Industrie dortin verlagert. Alles schon vergessen?
Deutschland erhielt unter Schröder den größten Niedriglohnsektor Europas. Damit rühmten sich auch Schröder und seine Partei. Nachdem die Südstaaten dadurch unter Druck gerieten, profitierte Deutschland von den gut ausgebildeten akademischen Billigarbeitskräften aus Spanien, Griechenland, Italien. Die dortige Jugendarbeitslosigkeit ist unterirdisch, bis zu 50 Prozent.

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mesteiner 17.02.2016, 09:43
545. Schengen muss für gewisse Zeit ausgesetzt werden!

Was momentan in Europa abläuft kann man nur noch als Völkerwanderung bezeichnen. So gut wie jeder Flüchtling kommt aus einem sicheren Drittland wie z.B. der Türkei, wo die Massen mit Hilfe der Weltgemeinschaft ohne Probleme versorgt werden können bis sich die Lage in Nahost beruhigt hat und die Menschen in ihre Heimatländer zurückkönnen. Hätte die Bundesregierung inkl. Merkel auch nur ansatzweise Verantwortungsgefühl für das Land und die Bevölkerung hätte man Schengen spätestens Mitte 2015 ausgesetzt und somit verhindert, dass Abertausende von Menschen ohne gültige Papiere in unser Land kommen können. Und noch eines würde verhindert werden, wenn Schengen obsolet wird: Die Ausplünderung von D durch Banden aus Ost-und Südosteuropa, die gnadenlos die offenen Grenzen für ihre Aktivitäten benutzen. Schengen basierte immer auf der Annahme, dass die Außengrenzen der EU sicher sind. Die Flüchtlingskrise zeigt klar auf, dass dies nicht der Fall ist.

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ein_verbraucher 17.02.2016, 09:53
546. Und noch einmal...

Zitat von CommonSense2006
Ich glaube, Sie verstehen da etwas ganz Grundsätzliches nicht, wenn Sie sagen: "Natürlich ist die EU nur ein Konstrukt für die Wirtschaft gewesen und nicht für die Menschen, machen wir uns da mal nichts vor." "Die Wirtschaft", das sind wir alle, genauso, wie wir alle auch "Der Staat" sind, jeder profitiert von der Wirtschaft, ob nun als Konsument, Arbeitnehmer oder Firmeninhaber, selbst H4-Empfänger profitieren, denn Firmen zahlen Steuern, die für Transferleistungen benötigt werden.
....es tut mir leid aber ich glaube Sie verstehen so einiges nicht.Warum haben viele Unternehmen Ihre Produktionen in andere "neue" EU Länder verlagert? Hmmm? Weil die Produktion dort vielleicht erheblich günstiger ist als hier in Deutschland? Verdient die "Wirtschaft" dadurch nicht mehr? Nimmt der "Staat" dadurch nicht weniger Steuern ein? Bekommen "wir" dadurch "mehr" Transferleistungen?Und jetzt...kommen Sie...

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ein_verbraucher 17.02.2016, 09:57
547. Sie irren sich

Zitat von joomee
Sind "Wirtschaft" und "Menschen" wirklich zweierlei oder ist das nur (billige) linke Rhetorik? Sie profitieren also nicht von funktionierenden Wirtschaftsmärkten, von günstigen Produkten im Überfluss, von den Arbeitsplätzen, welche die böse "Wirtschaft" zur Verfügung stellt und und von den Einkommen, Löhne, Gehälter, Steuern und sozialer Absicherung daraus? Was glauben Sie eigentlich wo unser Wohlstand herkommt? Vom einem abstrakten Staat alleine wie die meisten linken Systemkritiker?
Ich bin mitnichten "Links". Ich würde sagen Liberal-Konservativ, aber nicht RECHTS !
Sie haben den Sinn nicht ganz verstanden. Natürlich profitieren wir davon, alle. Auch Flüchtlinge die Hilfe benötigen und diese auch bekommen sollten, ohne Wenn und Aber. Das was Frau Merkel gemacht hat, ich bin keiner Ihrer Wähler, war alleine aus menschlicher Sicht notwendig. Wenn Menschen in Ihrem Land getötet werden, verhungern etc. dann gibt es keinerlei Diskussionsgrundlage für eine Abschottung der Grenzen und eine Nichthilfeleistung. Keine.Es geht hier um Schengen und die Binnengrenzen. Denn wenn Schengen scheitert werden auch die Binnengrenzen kurze Zeit danach scheitern, weil jeder dem anderen unterstellen wird seine Grenzen nicht gut genug zu sichern. Aber, machen wir die Grenzen mal dicht, dann werden sich die östlichen EU Länder schon wundern, wenn Ihre "Wirtschaft" plötzlich zusammen bricht. Verstehen Sie nun was ich meine?

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Aberlour A ' Bunadh 17.02.2016, 11:10
548. Die offene Gesellschaft und ihre Feinde

Zitat von bill_dauterive
Ja. Für mich, der damals in Hamburg wohnte ist damals zwar nicht die Welt untergegangen, aber die kosovo-albanische Menschenhändler-, Schutzgeld- und Türstehermafia die mit der Yugoslawien-Flüchtlingswelle mitschwappte hätte ich mir liebend gerne erspart.
Eine liberale Gesellschaft muss ein gewisses Maß an Differenz zulassen. Notgedrungen. Sonst hört sie auf eine liberale Gesellschaft zu sein. Klingt einfach, wird aber von vielen nicht verstanden. Abschottung mit einer homogenen Population ist nur mit einem Polizeistaat zu haben.

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koto 17.02.2016, 11:33
549. EBD wird vom AA finanziell unterstützt!!

SPON gibt zumindest diesen Hinweis! Da kann man keine neutrale Analyse der Situation erwarten. SPON ist mir leider zu oft auf Regierungslinie, hätten sie doch eigentlich gar nicht nötig oder kriegen sie mittlerweile auch Geld aus dem Topf der Zwangsabgabe, wäre mir neu! Die Unternehmen profitieren von Schengen und reichen den Gewinn an ihre Aktionäre weiter. Der einfache Bürger mit seinem Tagesgeldkonto hat nichts davon und bei Grenzkontrollen werden die Bu-Polizisten und Zöllner ihn nicht lange drangsalieren, denn bei ihm ist alles i.O. Den kleinen Zeitverlust nimmt man für die Sicherheit der Außengrenze sicherlich gerne in Kauf. Was, nur 10 Mrd Mehrkosten befürchtet die deutsche Industrie, das sollte es uns wert sein. Schengen ist doch sowieso nur noch eine Farce, also Grenze dicht. Wer werden ja sehen was passiert, die 10 Mrd haben wir schnell drin, wenn die Maßnahme die unkontrollierte Einreise erschwert.

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