Forum: Wirtschaft
Drohende Griechenland-Pleite: Drei dornige Wege zur Euro-Rettung
DPA

Griechenland droht der Bankrott - doch was kommt danach? Wenn Regierungen und Notenbanken den Euro erhalten wollen, müssen sie sich womöglich auf riskante Manöver einlassen. Jede der diskutierten Therapien hat gehörige Nebenwirkungen. Die Suche nach dem geringsten Übel hat begonnen.

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mcmercy 21.08.2012, 08:41
90.

Zitat von luny
Wer soll denn Ihrer nach für das bezahlen, was die EZB gerade versucht zu inszinieren? Mit dem Kauf von Staatsanleihen aus notleidenen EUR-Ländern mutiert die EZB zur Bad Bank. LUNY
Niemand wird das bezahlen, die EZB druckt einfach das Geld. Letzlich macht die EZB damit sogar Gewinne, denn sie bekommt ja die Zinsen aus den Staatsanleihen. Der Nachteil: die Inflation wird langfristig ins uferlose steigen. Hinzukommt, die EZB wird irgendwann der größte Gläubiger aller EU Staaten sein und diese damit in der Hand haben, wer die EZB kontrolliert, kontrolliert dann die Regierungen und eigentlich sollte es umgekehrt sein. Im Grunde genau das was in Amerika gemacht wird, die FED druckt endlos Geld und hat die Regierung in der Hand, dummerweise gehört die FED auch noch den Banken, nur deshalb gabs damals den Bailout.

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Thaeve 21.08.2012, 08:41
91.

Zitat von Berliner42
Alle 3 Varianten suchen nur den geringsten Widerstand und beweisen deshalb wenig Phantasie und Willen. Um die bösen Spekulanten dazu zu bringen, den Südstaaten Geld zu leihen, sollten die sich vielleicht zu attraktiven Schuldnern machen. Das geht mit solider Haushaltspolitik, Reformen und Verantwortung für die eigene Situation. Wenn das glaubhaft angegangen wird, werden auch die Risikoprämien sinken. Wenn aber einfach nur die EZB einspringen soll, werden die Zinsen nicht niedriger werden. Die EZB wird den ganzen Müll aufkaufen müssen und am Ende auf den Zahlungsausfällen sitzen bleiben bzw. die Staaten werden Schulden mit Schulden bedienen. Das ist die südeuropäische Art Finanzpolitik zu betreiben. 10% Inflation sind dann sicher.
Beides sind Teile eines Lösungsansatzes.
Die von Ihnen in Erinnerung gerufenen Reformen und Sparbemühungen sind natürlich notwendig.
Reformen aber wirken erst mittelfristig. Selbst die Früchte der Agenda-Politik wurden erst mit 3-4 Jahren Verspätung sichtbar.
Und Sparbemühungen alleine helfen eben auch nicht, wenn man in die Rezession hineinspart und so die Lage nur verschlimmert.
Wenn dann die Wirtschaft schneller schrumpft, als man die Altschulden zurückführen kann - und die hohen Zinszahlungen sind hier eindeutig ein Teil des Problems - verpufft die Wirkung nicht nur, nein, die Schuldenstände steigen dann trotz (oder wegen?) der Sparmaßnahmen.
Insofern sind auch niedrige Zinsen anzustreben ein Teil des Lösungspakets. Denn Jede Mrd., die man hier einspart wird sofort wirksam und entlastet den Haushalt, entlastet das Defizit und das ohne dabei die Wirtschaft abzuwürgen.

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c++ 21.08.2012, 08:42
92.

Zitat von glücklicher südtiroler
Man muß dem Markt klar machen daß € eine starke Währung mit einem starken politischen Hintergrund ist und daß die €Zone eine Schicksalsgemeinschaft ist und daß der € unumkehrbar ist.
Warum soll die Eurozone eine Schicksalsgemeinschaft sein? Welchen Vorteil bringt das? Das ist doch nur Ideologie, da steckt keine Rationalität hinter. Der klare Verstand sagt, nichts ist unumkehrbar. Es hat schon viele Gemeinschaftswährungen gegeben, und sie sind wieder verschwunden. Auch der Euro ist zeitlich begrenzt. Entweder, er bringt allen Beteiligten Vorteile, oder er ist überflüssig wie ein Kropf.
Die Durchhalteparolen beim Euro erinnern schon stark an die letzten Jahre der DDR und der Beschwörung der Ewigkeit des Sozialismus und der Schicksalsgemeinschaft der sozialistischen Staaten.

Zitat von glücklicher südtiroler
Teil vier ist mein Favorit. Anleihenkäufe kann man flexibel gestalten; man kann Reformen(sowohl in den Südländern als auch in Deutschland) mit 'anschieben' aber dennoch das Klima so gestalten daß in den reformbedürftigen Ländern die Reformen politisch beherrschbar und durchsetzbar bleiben. Entgegen manch deutschen Politsadisten soll man immer daran denken daß Reformen akzeptiert werden wenn die Menschen nicht das Gefühl haben für Zinsen zu reformieren. ist der Druck(wie derzeit speziell in Spanien)zu hoch, erreicht man das Gegenteil von Reformen und in der Politik werden jene Vögel gewinnen die die Abkürzung default und Mittelfinger für die Gläubigen begrüßen...
Was kostet es, wer zahlt es?

Zitat von glücklicher südtiroler
"If the peripheral nations default, Germany will likely suffer massive bank writedowns, an export slump (2010 exports to the periphery were €218 billion)
Damit kann man doch niemandem mehr Angst machen. Gerade die Briten zeigen, wie man auch ohne Euro leben kann. Wäre der Euro positiv zu werten, wären sie Mitglied. Vergessen wir die Sprüche aus GB, die denken nur an ihren Vorteil, mit Sicherheit machen sie sich keine Sorgen um die Zukunft Deutschlands.
Wer sagt, ohne Euro würde Deutschland schweren Schaden erleiden, der sollte sich mal fragen, warum die EU-Staaten ohne Euro so guten Erfolge haben. Selbstverständlich würde Deutschland ohne Euro weiter ökonomisch bestehen, für die Arbeitnehmer würde es einen Wohlstandsgewinn geben.
Hört auf, den Leuten Angst zu machen wie kleinen Kindern

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papayu 21.08.2012, 08:43
93. Alternativlos die PLEITE!!!

Der Anfang vom Ende, das so oder so kommen muss, war schon vor Jahrzehnten das RABATTSYSTEM!!!
Vor ca 30 ( dreissig) Jahren gab es in unsere Schlafstadt mehrere kleine Laeden.Einer der ersten der dichtmachte, war mein Nachbar. Er hatte es satt, zusammen mit seiner Frau nur Lueckenbuesser zu spielen. Das naechste Einkaufscenter war ca 10 km weg. "Wenn ich 10 3kg Packungen Waschpulver bestelle dann hab ich die noch nach einem Jahr. Das einzige was ich verkaufe ist "Vergessenes!" Ich habe einen Gewinn von DM 2000.--
Da hat die Verkaeuferin bei.... viel mehr.
Kaufe ich einen ganzen LKW voll, bekomme ich bis zu 50% Rabatt vom Hersteller. Und die bloeden Nachbarn neben meinem Laden, fahren wegen 1 Kiste Wasser in den Supermarkt, weil sie da 50pfg sparen!!!
Der Produktionsgipfel ist schon lange erreicht, es wird immer noch zu viel, vielzuviel produziert vom Maggiwuerfel bis zum dicken BMW. Es wird laengst nichts alles gekauft!
Nur, wenn die Produktionen jetzt zurueckgefahren werden, gibt es massenweise Arbeitslose und die koennen erst recht nichts kaufen.
Der Bumerang ist zurueck!!!
Welcher Idiot von Politiker oder Manager hat den
EXPORT GEGEN VORKASSE erfunden??? Der oder die gehoeren geteert und gefedert und nicht mit Boni belohnt!
Natuerlich kann man jede Menge Geld drucken, daran hindert niemand!!
Aber das hatten unsere Ur- und Grosseltern so schon vor 90 Jahren.

Es ist ja nicht nur in DE oder EU so, es ist ueberall!!!

Hoffnungslos!!

PS. Ich bin ein alter Mann und habe 1956 eine kfm. Lehre gemacht und bin meinem Beruf immer treu geblieben. Reich bin ich nicht geworden, eher jetzt als Rentner arm.
Ade, Du mein lieb Heimatland!! Dich werde ich nie wieder sehen, bin schon vor 12Jahren ausgewandert. Hier reicht meine beschissene Rente um noch gut zu leben. Aber wie lange noch??

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Litajao 21.08.2012, 08:45
94. Draghi wird also schon das Richtige tun!

Zitat von glücklicher südtiroler
Zu Teil eins... Hellas sollte bei aller Wut über die mangelhaften Bemühungen im € bleiben. Das Land ist zu klein als daß die Verluste selbst ins Gewicht fallen. ............... Man muß dem Markt klar machen daß € eine starke Währung mit einem starken politischen Hintergrund ist und daß die €Zone eine Schicksalsgemeinschaft ist und daß der € unumkehrbar ist. Daher sollte man Hellas im € halten. Die Verträge(Lissabonvertrag) geben keinen 'Rausschmiss' her und sollte Hellas so und anders doch 'freiwillig' .... Teil vier ist mein Favorit. Anleihenkäufe kann man flexibel gestalten; man kann Reformen(sowohl in den Südländern als auch in Deutschland) mit 'anschieben' aber dennoch das Klima so gestalten daß in den reformbedürftigen Ländern die Reformen politisch beherrschbar und durchsetzbar bleiben. Entgegen manch deutschen Politsadisten soll man immer daran denken daß Reformen akzeptiert werden wenn die Menschen nicht das Gefühl haben für Zinsen zu reformieren. ist der Druck(wie derzeit speziell in Spanien)zu hoch, erreicht man das Gegenteil von Reformen und in der Politik werden jene Vögel gewinnen die die Abkürzung default und Mittelfinger für die Gläubigen begrüßen... Will man das in Berlin und Frankfurt...? Denke nicht weil was das für Folgen sind wird hier im Artikel beschrieben... "If the peripheral nations default, Germany will likely suffer massive bank writedowns, an export slump (2010 exports to the periphery were €218 billion) and a huge hit to the balance sheet of the Bundesbank thanks to the Target 2 imbalances (this hit might be "managed" but at potential cost to the Bundesbank's credibility). German government debt is already 81% of GDP; there is a limit to the extra burdens it can bear as the rating agencies are starting to realise." Es braucht einen Mittelweg; der einer Gratwanderung gleicht; keinen unbegrenzten Zugriff auf Zentralbankgeld der jeden Reformeifer erlahmen lässt; aber Hilfe gegen zu schmerzhafte Zinsen. Ich schreibe aus Italien und weis daß in Italien Reformen nur auf Druck von außen stattfinden; die Politik in I gibt das von sich heraus nicht her; leider. Allerdings; I wie Esp sind stolze und souveräne Staaten. Fühlen die sich an die Wand gestellt ist das Undenkbare denkbar und man wird den default wählen(im wahrsten Sinne des Wortes, per Stimmzettel); auch weil die Politik dann das Feld der Populisten wird... ;( Draghi wird das Richtige tun; er hat ja auch die Rückendeckung der Perle aus der Uckermark... Schian Gruaß...
Lieber Südtiroler,

da bleibt nur die Frage, "für wen"?


Stelle man sich mal vor, ein Ökonom hätte vor 2 Jahren
diese "Wege zur Euro-Rettung" an die Wand gemalt.

Das Lachen und Kopfschütteln über solchen Blödsinn
wäre weltweit zu hören gewesen.

Nun werden aber Lösungen vorgeschlagen, die alle
früheren Geldpolitischen Prinzipien über Bord werfen.

Hier wird nun mit absolut unrechtmäßigen, unlauteren Mitteln
gezockt, dass sich die Balken biegen und es
wird versucht einen "klinisch Toten" am Leben zu
erhalten, wobei alle "Retter" wissen, dass er schon lange
tot ist.

Aber die "Retter" dürfen ja nicht die Wahrheit sagen,
sie wollen ja die "Erben" dieses Fiaskos nicht erschrecken.

mfg
Li

p.s. Und was die Maastricht-Lissabon-Verträge hergaben,
sehen wir ja!!

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bernd7 21.08.2012, 08:48
95. die Lösung wird brutal sein

Hallo, aufwachen! Griechenland musste jüngst 4MIO Zinsen an die EZB zahlen. Sie holte sich das Geld bei der griechischen Nationalbank. Die holt sich die 4Mio von der EZB und die Griechen zahlten Zinsen somit mit dem Geld der EZB. Nur ein kleines Beispiel. Die griechische Nationalbank darf auch problemlos Euros drucken. Bürgschaften sind keine Papierforderungen sondern die werden beim Zahlungsausfall (und der kommt sicher) gezogen und damit zu „echten“ Geld. Die Werte sind bekannt. Für die EZB stehen wir aber auch gerade und diese Beträge sind enorm und teilweise vernebelt. In der EZB haben die Schuldner das absolute Sagen. Spanien, Italien und Frankreich bedienen sich auch direkt bei der EZB, ohne Sparzwangdiktat! Das ist schon lange keine Privatbankenspekulation mehr sondern die Staaten blasen diese riesige Schuldenblase auf. Also aufwachen, denn wir werden nicht über die wahren Summen informiert! Es gibt keine „brauchbare“ Lösung mehr, das geht nur mit zweistelliger Inflation bzw. die radikale Lösung ist eine Währungsreform.

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zudummzumzum 21.08.2012, 08:54
96. Einzelwährungen sind KEINE Lösung

Zitat von Jom_2011
Man kann das ganze als Endlösung auch kürzer fassen: - jedes Euroland führt parallel die eigene Währung wieder ein - der Euro ist nur noch die übergeordnete Währung - Wechselkurse garantieren die Anpassung der Leistungsfähigkeit jedes Landes (...)
Haben Sie sich einmal überlegt, was Wechselkurse kosten - und wer das bezahlt? Beim Erdöl sehen wir die Nachteile schon heute - jede Wechselkursschwankung schafft im komplizierten Geflecht wirtschaftlicher Abhängigkeiten neue Probleme. Es gibt doch heute kaum noch Güter, die in einem Land der EU autark hergestellt und konsumiert werden - wer würde, nach einem Rückfall in Einzelwährungen wohl die Zeche für die Kurssicherungsgeschäfte bezahlen?

Nein: Ein Wirtschaftsraum erfordert eine Währung. So, wie es den mittelalterlichen Händlern und Banken egal war, in welcher Währung denn lokale Fürsten gerechnet wissen wollten und es für sie nur Gold ab, mit dessen Hilfe das Große Rad gedreht wurde, würde es auch heute laufen. Und ich wage zu behaupten, dass DM und sfr in Anbetracht der Boom-Märkte in Asien und Südamerkika dabei auf mittlere Sicht keine Rolle mehr spielen werden. In diesem Konzert hat der Euro eine Chance, aber auch dazu muss noch viel an ihm gearbeitet werden.

Eine einheitliche Währung erfordert aber nicht einheitliche Preise. Von daher ist die Frage gleichwertiger Lebensbedingungen im Währungsraum separat zu beanworten. Denn eins ist klar: kommt das Geld nicht zu den Menschen, kommen die Menschen zum Geld.

Wer offene Grenzen will, kommt also an einem einheitlichen Währungsraum nicht vorbei. Und wer möchte, dass diese offenen Grenzen nicht eine Völkerwanderung auslösen, wird sich einer gewissen Transferunion nicht verschließen können und Sozialtransfers in die ärmeren Regionen des Währunsraums nicht rundheraus ablehnen können.

Insofern ist "Volksabstimmung" sicherlich kein Ausweg: Wenn wir offene Grenzen wollen, Sozialtransfers aber ebenso ablehnen wie Massenmigration, blockiert sich die Demokratie selbst.

Ich halte den Euro für rettenswert, tatsächlich fast schon "um jeden Preis" und unter ausdrücklicher Einbeziehung der PIIGS-Staaten. Wichtig wäre endlich damit anzufangen, der Finanzpolitik eine abgestimmte Wirtschafts- und Sozialpolitik zur Seite zu stellen. Weil man Volkswirtschaften nicht über Finanzpolitik steuern kann. Das wäre ungefähr so, als ob man die Richtung, die ein Auto fährt, damit steuern kann, von welcher Seite man welchen Sprit in den Tank füllt.

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Thaeve 21.08.2012, 08:58
97.

Zitat von Otoshi
Eine Loesung waere, dass ab sofort weiteres Schuldenmachen verboten wird. Durch mehr schulden kommt keinervaus der Kris. Warum Alternativen in dieser Richtung nicht inmal angedachtwerden, zeigt ohin wir uns bewegen.
Schulden an sich sind nicht das Problem.
Die oft zitierte schwäbsche Hausfrau kauft ihr Eigenheim und ihr Auto ja auch nicht BAT (Bar auf Tatze), sondern "finanziert" das - e.g. macht Schulden.

Einigen scheint auch nicht klar sein, daß man übrigens sogar Schulden machen kann und gleichzeitig sinkt der Schuldenstand .. Hammer was?

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gurkenhändler 21.08.2012, 08:59
98.

Wenn ich so die Nachrichten über die letzten Monaten in Bezug auf unsere "Währungskrise" lese beschleichen mich ungute Gefühle. Es ist nur eine Theorie, möglicherweise auch eine schwache Theorie, aber ich befürchte diese Krise in Griechenland ist eine absichtlich herbeigeführte Krise.

Wer die Theorien von Milton Friedman(Grendel und Petz, als stramme Verfechter des Kapitalismus gehe ich davon aus ihr kennt sie in und auswendig) nur oberflächlich kennt, wird wissen das dessen Aussagen, starke Veränderungen in einem System zugunsten eines total freien Marktes können nur in einer Krise oder Schockzustand herbeigeführt werden, kann eigentlich nur daran bei Griechenland denken.

Meine Vermutung ist die, man will Griechenland(vielleicht später noch andere Länder wenn es dort funktionieren sollte) absichtlich in den Bankrott treiben um um hier marktradikale Änderungen durchzuführen und eine noch stärkere Umverteilung des Reichtums von unten nach oben zu betreiben. Friedman's Theorie sagt aus, in Zeiten einer Krise oder eines Schockzustandes sind solche Veränderungen am leichtesten möglich.

Griechenland wird m.E. von einigen weltweit agierenden Oligarchen als Versuchslabor benutzt. Sollte in Griechenland dieser "Umbau" gelingen, wird diese Methode auf ganz Europa Anwendung finden. Dann darf sich der "normale" Arbeitnehmer noch wärmer anziehen als bisher. Sozialausgaben werden noch mehr runtergestrichen werden, der Staat wird alles was möglich ist privatisieren und der Normalbürger wird weder vom Staat noch von seinem Arbeitgeber irgendetwas erwarten können!

Das alles erinnert mich sehr an die Wirtschaftsreformen wie sie im Brasilien der 60ziger und Argentinien der 70ziger unter deren Militärjuntas eingeführt wurden. Auch bei denen wurden damals, sogar mit Hilfe von Friedman selbst, diese Art von Reformen durchgeführt, Umverteilung des Reichtums von unten nach oben und Kürzung der Sozialausgaben.

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restauradores 21.08.2012, 09:02
99. Arbeiten hier alle bei Banken und Hedge-Fonds?

Zitat von sysop
Griechenland droht der Bankrott - doch was kommt danach? Wenn Regierungen und Notenbanken den Euro erhalten wollen, müssen sie sich womöglich auf riskante Manöver einlassen. Jede der diskutierten Therapien hat gehörige Nebenwirkungen. Die Suche nach dem geringsten Übel hat begonnen.
Sparen, EZB, Euro-Bonds, D-Mark, kleine EUR-Zone - alles diskuttierbar, aber wo ist die Kritik an Spekulationen von Banken, Hedge-Finds und ihren Kunden?
Und wo sind die Forderungen nach dementsprechenden Gesetztesänderungen?
Wo ist die massive Kritik an der Regierung, den Regierungen für das Nichtstun diesbezüglich?
Wo ist die Kritik an der Opposition, die sich in diesem Fall zu einem stets folgenden Schatten hat deklassieren lassen?

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