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Drohende Italien-Panik: Warum Deutschland wieder helfen muss
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Italiens Krise droht zu eskalieren. Und die Euro-Verantwortlichen scheinen die gleichen Fehler zu machen wie im Fall Griechenland. Alarm!

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burlei 26.10.2018, 13:26
30. Verweigert jede Hilfe ...

... für Italien. Verweigert jeder Bank, die mit Italien Geschäfte macht eine Rettung. Lasst den Euro kollabieren. Das trifft alle, auch diejenigen, die den Untergang des Euros herbeisehnen, in jedem Beitrag herbei schreiben. Hoffentlich trifft es diese Schwarzseher, diese Berufspessimisten und EU-Feinde besonders hart.

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Europeon 26.10.2018, 13:26
31. Es wird wieder Stimmung gemacht

... für eine Bankenrettung auf Kosten der Steuerzahler. Sind nicht die die in italienische Schuldtitel zu Mini-Zinsen investieren die wahren Spekulanten?
Und warum Italien retten, wenn der italienische Wähler in voller Absicht für eine Partei stimmt die will dass Italien dauerhaft über seine Verhältnisse lebt?

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curiosus_ 26.10.2018, 13:27
32. Wie bitte?

Zitat von Thomas Fricke
Bevor die Panik an den Finanzmärkten eskaliert, muss die Notenbank intervenieren und als letzte Instanz die Psychospirale so schnell wie möglich stoppen - so wie Mario Draghi das (nur reichlich spät) im Sommer 2012 getan hat, indem er ankündigte, "alles was nötig ist" zu tun, also notfalls unbegrenzt Staatspapiere selbst aufzukaufen, um die Pleite zu verhindern. Allein die Ankündigung reichte, um die Panikspirale zu stoppen. Weil die Ankündigung ganz offenbar glaubhaft war, musste niemand, der Anleihen der getroffenen Staaten hatte, um sein Geld mehr bangen. Schluss mit Panik.
"Allein die Ankündigung reichte"? - Und was ist mit dem EZB-Zinzsatzdrücken und dem Staatsanleihen-Aufkaufprogramm? Wo doch schon "Allein die Ankündigung reichte"?

Ziemlich selektive Wahrnehmung die Sie da so an den Tag legen.

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brummbeere 26.10.2018, 13:28
33. Italien grösster Handelspartner Frankreichs?

Nach dem Statistischen Bundesamt teilt sich der Export Frankreichs in 2016 wie folgt auf:
1. Deutschland 16%
2. Spanien 8%
3. USA 8%
4. Italien 7%

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Bondurant 26.10.2018, 13:28
34. Fricke findet immer einen Grund

Es hat etwas Absurdes sich vorzustellen, dass Deutsche und Franzosen in Kürze die Euro-Notenbank darin unterstützen könnten, einer rechts-links-populistischen Regierung zu Hilfe zu kommen. Gut möglich, dass es schon in Kürze so weit ist. Nicht um Italiens Regierung zu retten, sondern um größeren Schaden von unserer Währung abzuwenden und die nächste finanzielle Katastrophe auch für uns zu verhindern.

die Interessen des Finanzkapitals als unsere hinzustellen. Das ist wirklich köstlich.

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login37 26.10.2018, 13:29
35.

Was Fricke schreibt, klingt schlüssig. Sicher: Im schlimmsten Fall droht Italien aus dem Euro zu und/oder der Euro zu kollabieren. Aber das ist eben nur die halbe Wahrheit, nur eine Seite der Medaille.

Wenn man Italien mit seinem dreisten Verstoß gegen die Regeln durchkommen lässt, dann sind die Regeln der Eurozone null und nichtig. Dann kann jedes Land tun und lassen, was es will. Dann kann man kein Land mehr hinsichtlich des Budgets disziplinieren und dann ist der Euro auch tot.

Und letztlich: Es ist die neue italienische Regierung, die sich nicht an die von Italien ausdrücklich akzeptierten Regeln halten will. Es ist nicht die EU oder die EZB, die hier gegen die Regeln verstößt. Vielleicht kann man Italien ein Stück weit entgegen kommen, aber angesichts der Ausgangslage müssen die größten Zugeständnisse aus Italien kommen.

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Mondlady 26.10.2018, 13:30
36. Zu @itsmi (12)

Was soll das ständige Herumreiten auf Handels- und Exportüberschüssen? Das klingt schon so wie bei Trump! Glauben Sie wirklich ökobewusste Kunden / Verbraucher in Deutschland würden Ramschware aus China, genveränderte Lebensmittel aus USA oder totgespritzte Äpfel aus Italien kaufen, wenn sie die Alternative haben, sich mit guten deutschen, gesunden Produkten einzudecken? Ich persönlich achte jedenfalls schon seit Jahren, so viel wie irgend möglich in kleinen Geschäften in der Umgebung oder bei selbstvermarktenden Landwirten zu kaufen! Aber wenn deutsche Supermärkte unbedingt glauben, sie müssten mehr im Ausland kaufen - sollen sie es doch tun! Wir werden es an dem weggeworfenen Obst und Gemüse in den Müllcontainern ablesen können!

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Orgalo 26.10.2018, 13:32
37. gratuliere!

Gratuliere Herr Fricke, Ihre Darstellung folgt zwar mit einer gewissen Zwangsläufigkeit Ihrer Linie, was z.B. Ihre spezielle Verschuldungstheorie anlangt.
Sie ist dennoch mutig, - und vor allem richtig!
Wir in Europa (insbesondere wir in Deutschland, vertreten durch unsere gewählten Repräsentanten) sind zwar zu unendlicher Milde bereit, wenn es um angemessene Reaktionen gegenüber den Menschenrechte-missachtenden außereuropäischen Staaten geht (jüngst Saudi-Arabien, Türkei), aber kennen keine Gnade, wenn es um die Durchsetzung ordoliberaler (Restriktiver Sparkurs) oder neoliberaler Wirtschaftsvorstellungen (Verhätschelung unmoralisch vorgehender Großbanken) geht.
Zumal wen dieser gnadenlose Wirtschaftskurs gegenüber politisch missliebigen Staaten innerhalb des Euro-Marktes zu erfolgen hat (damals Griechenland, jetzt Italien). Selbst wenn wir uns dabei ins eigene Knie schießen oder unser ´alles geliebte Europa´ vor die Hunde gehen sollte.

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thoms1957 26.10.2018, 13:32
38. Fatale Dominanz der sog. "Märkte"

Der "Markt" - in der Mehrzahl die "Märkte" sind seit etwa 20 Jahren und in zunehmendem Maße das, was in früheren Jahrhunderten das Wort des Papstes oder mindestens das Wort zum Sonntag von der Kanzel war. Bei jeder politischen Entscheidung muss heute gefragt werden und so wird es in jeder Nachrichtensendung im TV : "Wie reagieren die Märkte? Und dazu schalten wir mal in den Börsensaal von...zu..."
Als ob von dort das Wort höherer Erkenntnis käme. Als ob das sog. "Gesetz des Marktes" übergeordneten Wert hätte wie in früheren Jahrhunderten die Bibel. Es wird dringend Zeit, diese Dominanz des internationalen Großkapitals zu durchbrechen. Eine Patentlösung habe ich dafür nicht. Aber ich weiß, dass dadurch die Demokratie weltweit zunehmend beschädigt weil delegitimiert wird. Es ist dem Kapital nämlich nur egal, wie oder was gewählt wird, solange die selbstdefinierten übergeordneten Marktgesetze eingehalten werden. Sollten die Völker etwas anderes wählen, seien Griechen, Italiener oder Argentinier, werden sie vom " Markt" abgestraft. Und genau dieser Mechanismus muss durchbrochen und durch etwas demokratisch Legitimiertes ersetzt werden.

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ro-bayer 26.10.2018, 13:32
39. Es ist nur eine Frage der Zeit

Zitat von Det_onator
Herr Fricke, wie oft soll der sich im Wachkoma befindliche Euro eigentlich noch geretttet werden und wer soll beim Euroschwur am Ende mal wieder die Rechnung bezahlen? Was ist eine Währung wert, die viele Länder immer weiter überschuldet und überfordert und sich ......
bis über solch immer wiederkehrende Damoklesschwert-Beschwörungen und misslungenen, weil bewußt hoffnungslos machen sollende Beiträge, der Mantel der Geschichte herunter
fällt. Wer zahlt eigentlich das ständige Miesmachen?

Zuallererst wird wohl die künstliche USA-Euphorie implodieren.

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