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Drohende Kostenexplosion: Groko will Baukindergeld noch vor Einführung einschränken
DPA

Das neue Baukindergeld droht, alle Budgetrahmen zu sprengen. Finanz- und Bauministerium wollen das so lösen: Geld gibt es nur bis zu einem bestimmten Einkommen - und nun auch nur bis zu einer bestimmten Quadratmeterzahl.

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fcb-front 23.06.2018, 10:17
50. Unglaublich

Da schreibt der Staat also indirekt einer vierköpfigen Familie vor, dass diese nicht mehr Kinder bekommen darf. Denn für drei oder vier Kinder reicht bei 120 qm der Wohnraum ja nicht mehr.
Zusätzlich: oft läuft es doch so, dass man erst sich im Beruf festigen möchte, dann heiraten, bauen / kaufen und dann erst die Kinder. Alle diese Personen und Familien gehen somit leer aus. Bravo liebe Politiker. Habt ihr ganz toll gemacht.

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muekno 23.06.2018, 10:20
51. Gäbe ja Sinn

nur warte ich schon auf die Klage wegen Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes bzw. Diskriminierung.
Andererseit ist das Baukindergeld ein Schmarrn, weil es eh nichts bringt, ohne ein bestimmtes Mindesteinkommen, kann sich eh niemand ein Häuschen leisten, vor allem wenn bald die Zinsen wieder steigen. Ich warte nur noch bis einem die Häuser zum Spootpreis nachgeschmissen werden, weil manche so knapp kalkuliert haben werden, dass sie sobald die Zinsen steigen es sich nicht mehr leisten können und Notverkaufen müssen.
Ausserdem ist baue aufgrund aller unsinnigen Vorschriften viel zu teuer. Unser Haus BJ 59 solide mit Ziegeln und ordentlich straken Wänden gebaut ohne Styropor, entspricht noch heute den Energierichtlinen für ein neues Einfamilienhaus. Sieh z.B. hier https://www.sonnenhaus-institut.de/revolution-im-wohnungsmarkt-in-cottbus-baubeginn-fuer-zwei-energieautarke-mehrfamilienhaeuser-mit-pauschalmiete-und-energie-flatrate-fuer-ein-ganzes-jahrzehnt.html
es geht auch ohne den ganzen Styropor etc. Wahnsinn.

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ayee 23.06.2018, 10:24
52. Diskriminierung nicht bauwütiger Familien

Zitat von nickleby
Das Baukindergeld an das Einkommen zu koppeln ist eine Diskriminierung der Betroffenen.
Das ganze Baukindergeld diskriminiert Familien, die nicht bauen wollen oder können. Gerechte Familienpolitik sieht anders aus. Zudem, das einzige, was diese großartige Idee bringen wird, ist die Preise für alle noch weiter zu erhöhen. Der Markt schöpft das Geld ab, das vorhanden ist. Ein Mehrwert wird nicht entstehen.

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Wunderläufer 23.06.2018, 10:26
53. Okay

Die Einschränkung auf wirklich bedürftige Menschen finde ich richtig, allerdings finde ich die Einkommensgrenze 75k p.a. zu hoch. Die passt evtl. in München, Frankfurt oder Stuttgart, aber nicht auf dem flachen Land
Ich frage mich schon seit Jahrzehnten, warum es beim Kindergeld nicht auch eine entsprechende Einkommensobergrenze gibt. Dadurch könnte man die wirklich Bedürftigen noch stärker födern

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BB_King 23.06.2018, 10:27
54. gewollte Totgeburt

Wer baut denn bitte mit einem (kleineren) Bruttohaushaltseinkommen von 75k!? Da bekommt nach der 1% bzw 100% Regel Max ein Darlehen von 200k!?
Das ist nicht die breite Masse der Betroffenen...
Und wer baut denn bitte bis Max. 120qm? Schaut euch mal um, die meisten Häuser liegen bei 150qm und mehr.
Sorry, das ist für mich eine gewollte Fehllösung, nur leider liebe GroKo, wieder einmal an euren eigenen Wählern vorbeigelöst..
So wird das nix (den baldigen Neuwahlen...)
Dann halt ohne euren depperten Zuschuss bauen, aber das Kreuz bekommt ihr nicht (von der breiten Masse der Baherren und Wähler)!
Peace and Out

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kkllaauussii 23.06.2018, 10:32
55. Jetzt sollen wieder los incomes gefördert werden?

Da werden doch Pleiten produziert und Hartzer erzeugt. Wer 75.000 Jahresfamilieneinkommen hat und Kinder, dem sollten Immobilien verboten werden. Da steht Scheitern doch schon dran, wenn die Investition 350000 + ist.
Sozialer wäre es, der oberen Mittelschicht Anreize zu schaffen, damit die baut und Mitwohnungeb frei gibt.

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Knippi2006 23.06.2018, 10:37
56. Das Geld

wäre besser im sozialen Wohnungsbau aufgehoben. Wir brauchen auf gar keinen Fall noch mehr zubetonierte Flächen, weitere Zersiedlung und mehr Pendelverkehr.
Man sollte besser Stadthäuser aufstocken, Baulücken schließen und bei privaten Neubauten in der Stadt Auflagen machen. 20% der neuerrichteten Wohnungen als Sozialwohnungen, dafür dann reduzierte Grundsteuern. Bei Bauherren, die rein private Wohnanlagen bauen ohne diese 20% rauf mit der Grundsteuer bis es quietscht.

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5mark 23.06.2018, 11:03
57. Bundesverfassungsgericht bitte melden

Diese Regelung dürfte sehr schnell vorm Bundesverfassungsgericht landen. Denn es dürfte kaum einzusehen sein, warum ein Haus mit 125 Quadratmetern und 2 Kindern nicht mehr gefördert wird während ein Haus weiter mit 115 Quadratmetern und 2 Kindern die Förderung sprudelt.
Sobald ein geeigneter Fall bei den Gerichten aufschlägt dürfte es sofort einen Vorlegebeschluss geben.

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nixblicker00 23.06.2018, 11:14
58. Geld in überhitzten Markt schmeissen? Schlecht!

Der Immobilienmarkt ist aufgrund der Verzerrungen am Geldmarkt bereits stark überhitzt. In dieser Situation fällt dem Staat nix besseres ein, als weiter Geld in den Markt zu schmeissen. Grottenfalsche Reaktion! Es wird zur weiteren Verteuerung von Immobilien und in der Folge auch der Mieten führen, da das zusätzliche Geld dazu führt dass die Begünstigten höher bieten.

Richtig wären folgende Maßnahmen:

1) Durchsetzung einer Europäischen Finanzpolitik, die mittelfristig wieder zu einem angemessenen Zinsniveau ca. 2%-3% über der Inflationsrate führt (bei ca. 2% Inflation macht das also 4% bis 5% Zinssatz). Der heute de fakto Negativzins (Die Zinsen liegen unterhalb der Inflationsrate) hat dazu geführt, dass smarte Investoren garnicht soviel Champus trinken können, wie sie feiern wollen, während die Immobilienpreise für Normalbürger unerschwinglich wurden. Und sehr viele, die sich heute beim Minizins hoch verschulden werden bald böse erwachen und feststellen, dass sie ihre Schulden nicht zurückzahlen können. Schlimmer noch, sind im Schlepptau der Preisexploision auch die Mieten drastisch gestiegen.

2) Aufhebung der Mietpreisbremse und freiere Regeln zur Mietpreisanpassung. Diese Schutzgesetze wenden sich klar gegen die Interessen derer, die hier vorgeblich geschützt werden sollen. Aufgrund niedriger Bestandsmieten, verlassen viele Mieter Ihre z.T. viel zu großen Wohnungen nicht. Beispiel: Senioren, nachdem die Kinder das Haus verlassen haben. Durch einen volatileren Markt würden immense Wohnflächen frei werden, die heute von viel zu wenigen Personen belegt sind.

3) Kostenfreier Nahverkehr, beginnend bei Schülern, gerne aber auch für alle. Das kann zwar nur eine Teilentlastung bringen, aber immerhin. Warum tummeln sich alle in der Münchner Innenstadt? Vielleicht tuts auch Unterhaching. Oder Duisburg statt Düsseldorf. Oder oder oder statt Frankfurt und Hamburg.

Es gibt noch viele weitere Maßnahmen, um das Problem zu lösen. Sinnlos Steuergeld drauf zu schmeissen ist sicherlich eine der schlechtesten. Die Investoren aber stellen schon mal die nächste Flasche kalt.

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helmipeters 23.06.2018, 11:25
59.

Zitat von Knippi2006
wäre besser im sozialen Wohnungsbau aufgehoben. Wir brauchen auf gar keinen Fall noch mehr zubetonierte Flächen, weitere Zersiedlung und mehr Pendelverkehr. Man sollte besser Stadthäuser aufstocken, Baulücken schließen und bei privaten Neubauten in der Stadt Auflagen machen. 20% der neuerrichteten Wohnungen als Sozialwohnungen, dafür dann reduzierte Grundsteuern. Bei Bauherren, die rein private Wohnanlagen bauen ohne diese 20% rauf mit der Grundsteuer bis es quietscht.
der soziale Wohnungsbau ist praktisch tot weil die Bedeutung der Förderung durch den Staat nicht mehr gegeben ist. Zu Zeiten wo der Baukreditzins bei 8 % und mehr lag war das zinslose Darlehen vom Staat ein Anreiz. Bei den heutigen Zinsen wäre es wirtschaftlich gesehen doof diese Gelder in Anspruch zu nehmen und dadurch Mietzinsgebunden zu sein. Da ist sich letztlich jeder Bauherr selbst am nächsten.

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