Forum: Wirtschaft
Drohende Mieterhöhung: Spaniens Städte verlieren ihr Gesicht
Angelika Stucke

200.000 traditionsreiche Geschäfte in Spanien stehen vor dem Aus. Dank eines neuen Gesetzes können Eigentümer die Gewerbemieten drastisch erhöhen - ein Geschenk für die großen Ketten.

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bürgergeld2 09.12.2014, 08:23
1. Den Kapitalismus in seimem Lauf

Halten weder Ochs noch Esel auf!

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debreczen 09.12.2014, 08:23
2. Und warum

Profitieren die großen Ketten? Unter anderem deshalb, weil sie EU sei Dank viel niedrigere grenzüberschreitende Steuern zahlen und Mit Billigwerklöhnern tricksen können, wogegen kein regionaler Konkurrent ankommt - schon gar nicht, wenn er anständige Löhne zahlen möchte.

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aufrechtsterben 09.12.2014, 08:23
3. Ladensterben

Das wollen wir doch so! Wenn sich hier jetzt Foristen gegenteilig äußern sollten, so sind das nichts als Krokodilstränen. Wir sind doch ständig auf der Jagd nach dem nächsten Schnäppchen und da sind die Spanier nicht anders als die Deutschen. Und wo gibt es die billigen Angebote? Richtig, bei den großen Ketten. So, und nun tut etwas für Euren lokalen Händler, wenn das Gebarme ernst gemeint ist. Frohes Fest!

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rabandie 09.12.2014, 08:35
4. völlig unverständlich…

gerade war ich wieder in Barcelona. Sehr viele Geschäfte stehen leer, häufig sind Häuser in der Innenstadt bis zur 3. Etage zugemauert. Trotzdem sind die Miet- und Immobilienpreise dreimal so hoch, wie bei uns. Die gleiche Erfahrung auch in Portugals Städten. Mir völlig unverständlich, eigentlich müsste es doch andersrum sein. Spanien droht damit das gleiche Schicksal wie Budapest. Die schöne Stadt ist völlig Identitätsfrei, weil in der Innenstadt ausschließlich deutsche und international Ketten präsent sind. Kleine Läden mit ungarischem Flair sucht man vergebens, aber man sucht und wird zunehmend frustriert.

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fxe1200 09.12.2014, 08:35
5. Nicht nur in Deutschland...

...sondern auch in Spanien werden Geschenke an die Großkonzerne verteilt. Die ganze Vielfalt der Geschäfte geht dahin, der Kontakt zwischen dem Kunden und dem Ladeninhaber, oder den Kunden untereinander, wird zerstört, alles wird anonym und dem Mammon unterworfen. und irgendwann sehen alle Städte gleich aus, weil sie von großen Ketten beherrscht werden, wie heute an jeder Ecke der U.S.A. zu besichtigen. Eine fürchterliche Aussicht. Politik für das Volk sieht anders aus.

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cirkular 09.12.2014, 08:46
6. Das ist nur der erste Schritt zur Verödung

der Innenstädte. Im nächsten Schritt verschwinden auch die Ketten wieder aus den Innenstädten, weil online alles billiger ist. Dann reihen sich in den Haupteinkaufsstraßen Backshops an Hairkiller, 1-€-Shops und KIKs.

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jjcamera 09.12.2014, 08:48
7. 2014

Das ist kein spanisches Phänomen. Die Globalisierung und die Europäisierung von Gesetzen hat diese sehr bedauerliche Entwicklung in allen EU-Ländern forciert. Fußgängerzonen in ganz Europa gleichen sich auf erschreckende Art und Weise.
Merkwürdig finde ich allerdings, dass die Ladenbesitzer in Madrid, von denen hier die Rede ist, 20 Jahre lang wussten, dass ihre Verträge 2014 auslaufen. Jetzt sind sie scheinbar völlig überrascht, dass es tatsächlich stattfindet?

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fhassler 09.12.2014, 08:54
8.

Ich zahle so gut wie keine Miete auf Kosten der Vermieter. Die wiederum haben keinen Bock auf Renovierung, da sie keinen Ertrag aus den Häusern ziehen können.

In dem Bericht hätte ich auch einmal gerne die andere Seite gehört. In dem Puppenladen kosten die Puppen auch Normalpreis und nicht 1/3 des Normalpreises.

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gianfranco 09.12.2014, 08:57
9. Frohes Fest - naja

Zitat von aufrechtsterben
Das wollen wir doch so! Wenn sich hier jetzt Foristen gegenteilig äußern sollten, so sind das nichts als Krokodilstränen. Wir sind doch ständig auf der Jagd nach dem nächsten Schnäppchen und da sind die Spanier nicht anders als die Deutschen. Und wo gibt es die billigen Angebote? Richtig, bei den großen Ketten. So, und nun tut etwas für Euren lokalen Händler, wenn das Gebarme ernst gemeint ist. Frohes Fest!
Oberflächlich betrachtet haben Sie Recht. Leider verzichten Sie bei Ihrer Analyse darauf die Beweggründe dieser "Schnäppchenjagt" aufzuzeigen:(Fast jeder Fünfte ist von Armut betroffen. "16 Millionen Menschen sind dem Statistischen Bundesamt zufolge von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen. Zwischen Männern und Frauen gibt es einen beträchtlichen Unterschied...."
Dies ist das Ergebnis der Untersuchung "Leben in Europa 2012", die das Statistische Bundesamt (Destatis) in Wiesbaden vorstellte. )
Ich befürchte für Spanien mindestens ebenso miserable Verhältnisse.

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