Forum: Wirtschaft
Drohender Euro-Ausstieg: Tsipras prophezeit Horrorszenario für die EU
AFP

In Verhandlungen um weitere Hilfen für Griechenland nähern sich Gläubiger und Schuldner nur in Millimeterschritten an. Jetzt erhöht Premier Tsipras den Druck auf anderem Wege: Durch Hinweis auf die Folgen eines Grexits.

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Marut 09.06.2015, 11:53
120. Für wen geht's bergauf?

Zitat von intschutschuna
Spanien und Italien haben - im Gegensatz zu Griechenland - Reformen durchgeführt und wachsen wieder. In deine Ländern geht es bergauf......
Die Feststellung, dass es z.B. in Spanien wieder bergauf geht, ist nur die Folgerung aus Bilanzen, wie sie nur die Finanzmärkte interessieren. Diesen Finanzmärkten ist es aber egal, wieviel die normalen Bürger dafür bluten müssen. Aus der Sicht der der normalen Bevölkerung ist von Aufwärtsentwicklung nicht viel zu spüren. Bei einer Jugendarbeitslosigkeit von über 50% und einer allgemeinen Arbeitslosigkeit von 24% ist die Unterstellung eines Aufwärtsgefühls für die normalen Spanier der blanke Hohn.
Dabei muß man noch bedenken, das eine leichte Reduzierung nicht wirklich von einem "neuen Wirtschaftsboom" in Spanien herrührt, sondern dass immer mehr Spanier ihr Glück im Ausland sucht - gerade ein Phänomen in der Jugend. So sinkt die Jugendarbeitslosigkeit vermeintlich - in Wirklichkeit laufen dem Land die Bestausgebildetsten weg, die, die das Land für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung dringend brauchen würde.

So sind die Warnungen von Tsipras über diverse Verwerfungen in Europa durchaus ernst zu nehmen.
Davon wollen Merkel und Schäuble natürlich nichts wissen, denn für sie läuft's doch gut. Erst treiben sie durch unsinnige Sparauflagen die Länder in die Rezession, mangels Jobs gehen die gut ausgebildeten dann nach Deutschland und lösen so unseren Facharbeitermangel und als zusätzliche Folge davon sind diese Länder für eine weitere Generation keine Konkurrenten mehr auf den Weltmärkten, denn wir haben ja ihre Fachkräfte eingesackt. So funktioniert wirtschaftliche Unterwerfung heute!

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pom_muc 09.06.2015, 11:54
121.

Zitat von altermann41
bin ich wirklich. Er hält es durch und glaubt an das was er sich ausgedacht hat. Wenn es stimmt das ein Ausstieg Griechenlands eine .....
Tsipras geht ja kein Risiko ein.

Er pokert hoch und wenn er gewinnt ist er der Held. Verliert er geht GR in die Staatsinsolvenz wird sich aber nach Neuwahlen mit neuen Politikern in die EU und die Euro-Zone festkrallen aus der man sie anscheinend legal nicht so einfach entfernen kann.

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sterz 09.06.2015, 11:55
122. Äpfel und Birnen...

Zitat von Sonia
Die Deutschen verlangen von den Griechen genau das, was sie selbst in einer schwierigen Situation, als die Hartz-IV-Reform notwendig war, für sich ausschlossen: Einen ausgeglichenen Haushalt, sie beantragten eine Ausnahme von den europäischen Defizitkriterien und stellen derzeit die eigenen Reformen zurück.
Die BRD-Deutschen hatten auch ganz nebenbei noch ein völlig bankrottes Landgebiet mit 16 Mio Einwohnern mit hunderten Miliarden Euro auf die Beine zu helfen. Im übrigen finde ich es immer wieder lustig, wie die Kreditaufnahme des Wirtschaftsriesen Deutschland mit der der Eckkneipe Griechenland verglichen wird. Die Wahrscheinlichkeit der Wiederherstellung der roten Kreditlinie war wohl "leicht" anders, als bei dem über alle Maßen überschuldeten Griechenland. Und es waren weiß Gott nicht nur die Reichen, die sich die Taschen voll stopften. Allesamt lebten weit über ihre Verhältnisse. z.B. die Taxifahrer mit Blindenrente sind keine Erfindung der Bild-Zeitung.

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ccpruin 09.06.2015, 11:56
123. 2000

Zum Jahreswechsel 2000 hat ei jeder prophezeit, sämtliche Computer würden stillstehen und das Chaos über uns hereinbrechen - und ?

Hinsichtlich Griechenland sehe ich das ähnlich ...

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nobby_l 09.06.2015, 11:56
124. Ach wissen Sie, Herr Tsipras,

ich bin jetzt wirklich bereit, das Risiko einzugehen. Lasst uns einfach mal sehen, was passiert. Jeder Versuch einer Prognose schlägt fehl, weil Blaupausen für ein solches Szenario fehlen.

Mein Bauchgefühl sagt mir: Wir werden uns kurz schütteln und gehen dann zur Tagesordnung über, und zwar ohne weitere nervtötende Kommentare aus Griechenland.

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competa1 09.06.2015, 11:56
125. Richtig

Zitat von wiebitte
kann einem Angst und Bange werden, wie gut die Manipulation der Massen funktioniert. Lasst euch weiter aufhetzen und wacht erst dann auf, wenn es wirklich an "euer" Geld geht. Dieser ......
..mich erinnert die Griechen Hetze an die Causa Leo Kirch vs.Deutsche Bank.Von morgens bis abends wird geplärrt,Griechenland wird nie Schulden tilgen,nie wirtschaftlich auf die Beine kommen und nur betrügen,aber man fordert,dass sie sich um Investoren und den wirtschaftlichen Aufschwung kümmern sollen.Gr sollte wie Leo Kirch verfahren;vielleicht mit einem Verfahren vor dem EUGH wegen übler Nachrede und Schädigung der Kreditwürdigkeit.

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Yves Martin 09.06.2015, 11:57
126.

Zitat von Sonia
Nicht das griechische Volk hat das Desaster verursacht, sondern das reingepumpte Geld zum Erhalt der Macht der Oligarchen und der genehmen Politiker, die sich selbst die Taschen vollstopften, einige jedenfalls davon, wie griechische Journalisten berichten.
Das kann man so sehen. Aber mit welcher schlüssigen Begründung sollte der Rest Europas nun dieses Desaster finanzieren?

Das griechische Volk hat die früheren Regierungen genauso gewählt wie die aktuelle. Und das Fakelaki-System ist kein Privileg der Oligarchen; das kennt wirklich jeder Grieche.

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henrikb1 09.06.2015, 11:57
127. Stellen wir doch mal folgendes fest ...

sie sind damals mit getricksten Zahlen in den EURO reingekommen (=Bilanzfaelschung+Betrug). Nun: Konkursverschleppung ...
Mit einem normalen Mittelstaendler, der sich sowas erlauben wuerde, wuerde unsere Justiz ganz anders unspringen - wieso eigentlich ?
Ausserdem: Wenn ein Linksradikaler irgendwas als "Horrorszenario" empfindet, dann kann es fuer normale Leute fast nur gut sein. MFG

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karl_krass 09.06.2015, 11:57
128. Ob Griechenland...

durch Schwindel an den Euro gekommen ist, oder nicht - auf jeden Fall hätte man nicht jahrelang Geld ohne Ende an Griechenland zahlen dürfen. Griechenland hat neue Schulden gemacht, um die alten abzubezahlen. Entweder sind die Wirtschaftspolitiker in den Geberländern unfähig, oder es steckt etwas anderes dahinter. Den USA ist ein starker Euro ein Dorn im Auge. Vor etwa einem Jahr hat sich die US- Regierung geäußert, dass der Euro zu stark sei. Und prompt sinkt der Euro mit der Begründung, durch Griechenland habe die Stabilität gelitten. Wie lange will man den Bürger noch belügen?! Es wäre für alle Beteiligten das Beste, wenn es einen klaren Schnitt gäbe. Aber dann müsste man sich ja was neues einfallen lassen, womit man dem Sparer das Geld vom Sparkonto holt...

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Duzend 09.06.2015, 11:57
129. Wie es sein kann? So

Zitat von Yabanci Unsur
Wie kann es angehen, dass 2% der EU-Bevölkerung mit einer mickrigen Wirtschaftsleistung die größte Wirtschaftszone der Welt in Gefahr bringen können? Nach meinem Amateurverständnis ist von einem Bankrotteur nicht mehr viel zu holen. Deshalb überfordert mich die Logik, dass infolge eines Zusammenbruchs Griechenlands die Gläubiger Spaniens und Italiens nichts Besseres zu tun haben werden, als die Länder ebenfalls in den Bankrott zu treiben. Ein Ausschluss Griechenlands bietet die Chance, den o.g. Systemfehler zu beheben (sollte er nicht nur eine politische Mär sein) und den EU-Euro-"Verein" in einen richtigen Verein zu verwandeln, d.h. mit Austritts- und Ausschlussregeln.
Die Wirtschaftssystem m Westen gleichen imme rmehr einem Kartenhaus. Bauen Sie testhalber mal eines zu Hause auf, sagen eines mit hundert Karten. Wenn Sie fertig sind, betrachten Sie eine mittlere oder untere Zeile udn fragen sich, welche zwei Karten Sie gefahrlos entfernen können. Die Verhältniszahl aus Bilanzsumme und vertituliertem "Geld" beträgt bei den modernen Banken so um die fünfzig, also um den Kehrwert von 2%.

Und dann muss man Herrn Tsipras zugute halten, dass er das beste Ass noch gar nicht aus dem Ärmel gezogen hat. Er müsste sagen: Ihr bürdet mir Bedingungen auf, die mir kaum eine andere Wahl lassen, als den Euro zu verlassen? Kann ich machen. Aber täuscht Euch nicht, wir Griechen bleiben in der EU und zwar als souveräner demokratischer Staat. Wenn wir zur Mehrheit der Ansicht sind, dass Geschäfte mit Russland für unsere wirtschaftliche Belebung wichtig sind, werden wir gegen jede weiteren Sanktionen stimmen. Firmen, die andersherum Schwierigkeiten bekommen, bieten wir sogar an, den Handel mit Russland über uns abzuwickeln. Dann erst werden dei Deutschen den Scherbenhaufen erkennen, in den sie sich hineingeritten haben: Griechenland braucht dringend ca. 340 Mrd., um in Anstand und Würde bleiben zu können. Und es wird Obama sein, der den Deutschen sagen wird, dass sie dem eben nachgeben sollten. Und es werden die Deutschen sein, die so blöd sind, dann nicht zu fordern: OK, nennen wir das Ganze Reparation, jetzt her mit einem Friedensvertrag. Dann wäre dieser späte Staat nämlich eines fernen Tages auch mal noch souverän. Aber: wollen die Deutschen das?

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