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Drohender Staatsbankrott: So gefährlich wäre Griechenlands Euro-Aus
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Der Grexit? Ein Kinderspiel. In Deutschland werden die Folgen eines griechischen Staatsbankrotts und Euro-Austritts kleingeredet. Doch die nervösen Reaktionen an den Börsen zeigen: Das Szenario wäre alles andere als harmlos.

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peterbraun 18.06.2015, 13:06
620. Schneeballsystem

Das griechische Schneeballsystem scheint nun endlich zu seinem Ende zu kommen. Selbstverständlich tun mir die griechischen kleinen Bürger Leid. Sie sind letztendlich diejenigen die die Suppe auslöffeln müssen. Aber sie sind auch nicht vollkommen unschuldig an der Situation. Sie haben lange genug das politische Sytem genutzt und immer wieder auch gewählt. Und sie haben sich von den falschen Versprechungen der jetzigen Regierung ködern lassen, ohne den gesunden Menschenverstand einzuschalten. Sie kommen mir vor wie ein Alkoholiker, der sich immer wieder selbst betrügt und jegliche Hilfe ablehnt, solange er sich nicht wirklich als ernsthaft erkrankt erkennt. Da helfen alle gutgemeinten Bemühungen der Co-Abhängigen überhaupt nicht weiter. Wenn die Einsicht nicht vom Abhängigen kommt, gibt er nur den harten Entzug: Keine Unterstützung mehr, mit der Folge des kompletten Zusammenbruchs. Erst dann, vielleicht, kommt die Erkenntnis und damit auch die Bereitschaft sich seinen Problemen wirklich zu stellen. Ist alles sehr sehr unschön. Aber wohl unvermeidlich. Ein Herauszögern aus falsch verstandenem Mitleid bringt garnichts. Also: Dem griechischen Schneeballsystem weiteres Geld verweigern. Die falschen Versprechungen nicht weiter unterstützen oder darauf hoffen. Sondern erkennen dass das Geld ohnehin verloren ist und es mit Fassung tragen.

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lizenz 18.06.2015, 17:31
621. Wenn man ...

... so unfähig ist wie Griechenland dann kann man sich halt nur das leisten, was die eigene Unfähigkeit hergibt.
Europa war so dumm die Betrüger in den Club zu lassen. Noch dümmer wäre es, sie bis zum Sankt Nimmerleinstag durchzualimentieren.

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fredddyy 18.06.2015, 17:47
622. Die Börse verkraftet das mühelos.

Was die Börse nicht verkraftet, ist dieses Hickhack und Unwissenheit wie es weiter geht. Grexit morgen.....und gut ist.
Alle atmen auf, vor allem die Börse. Die Wirtschaftskraft GR ist kleiner als die von Hessen! Es langt. Feierabend.

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jj.ll. 18.06.2015, 19:38
623. @bartsuisse

Wann werden Sie endlich akzeptieren, dass Italien mit 2135 mia absolut mehr Schulden hat als Deutschland mit 20 mit weniger Einwohnern.Sie sollten sich schaemen, es ist ausgesprochen peinlich für die gute Schweizer Schule, wennsie solche Absolventenproduziert,die wider besseres Wissen Falschheit empören.

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river runner 18.06.2015, 19:39
624. Wiederherstellung eines Systems anpassungsfähiger Wechselkurs

Zitat von fredddyy
Was die Börse nicht verkraftet, ist dieses Hickhack und Unwissenheit wie es weiter geht. Grexit morgen.....und gut ist. Alle atmen auf, vor allem die Börse. Die Wirtschaftskraft GR ist kleiner als die von Hessen! Es langt. Feierabend.
Ja, da haben sich einige an der Börse verzockt, so what.

Könnte Griechenland den Grexit bitte morgen durchziehen, und danach können wir in Europa über die Wiederherstellung eines Europäischen Währungssystems mit nationalen Währungen und festen, aber anpassungsfähigen Wechselkursen diskutieren.

Es geht doch gar nicht mehr um Griechenland allein, wie Sie ja sagten, ein kleines Land, sondern um einen befürchteten Dominoeffekt, der mit Beschwörungen von den Politikern abgewendet werden soll. So ist aber Politik in Demokratien nicht möglich, oder verkommt zum Populismus.

Die Einführung des Euro war ein Fehler, zu weiteren Ausführungen dazu verweise ich auf den Aufsatz des Wirtschaftsprofessos Max Otte unten.

Was wir brauchen ist eine rationale Diskussion.

Literatur

Max Otte

https://de.wikipedia.org/wiki/Max_Otte

Max Otte
Möglichkeiten zum Umgang mit der Schuldenkrise Griechenlands und anderer EU-Mitgliedstaaten

„Die Wirtschafts- und Währungsunion stellt sich als kolossaler ökonomischer und politischer Fehler, im Zug der deutschen Wiedervereinigung wohl aber als notwendiger außenpolitischer Kompromiss, heraus.“

„Es wäre wünschenswert, wenn als Folge dieser ernsten Krise der Status quo ante des Europäischen Währungssystems mit nationalen Währungen und festen, aber anpassungsfähigen Wechselkursen wiederhergestellt würde.“

in: Wirtschaftsdienst, 90. Jg. (2010), H. 3, Zeitgespräch: Schuldenkrise in der Europäischen Union, S. 143–171 (HTML-Text).

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