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Drohender Streik: Flugbegleiter stellen Lufthansa Ultimatum
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Der Streik kommt - aber niemand weiß, wann: Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat im Tarifstreit mit der Lufthansa ein Ultimatum gestellt. Der Arbeitskampf könnte schon in den nächsten Tagen beginnen.

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brooklyner 02.11.2015, 16:55
30.

Zitat von weltenbummler20
Da waren ja die Piloten zurückhaltender mit ihrer Streikdauer, aber anscheinend wollen die Stewardessen nun aufholen. Egal. Der Schaden ist da. Nur weil die alten Purer nicht auf ihre Rente mit 55 verzichten wollen. Kein wunder. Keine andere Airline bietet das
Meinen Sie vielleicht Purser? Die müssen nicht zwingend die Ältesten sein, sie sind nur die Ranghöchsten im Kabinenpersonal und meistens auch die Nettesten. Wohl dem, der ein paar davon persönlich kennt, so wird man schon ab und zu Mal auf Langstrecke kurz nach dem Start dezent in die Businessclass geleitet.

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gander59 02.11.2015, 17:06
31. Alle Mitarbeiter, auch die der LH,

sind bestimmt bereit zu Eingeständnisse wenn es ihrer Firma schlecht geht.
Wird aber mit nur 5,4 Mrd. Aktienkapital ein Jahresgewinn von 1,8 Mrd. erwirtschaftet, verlieren alle, die behaupten das Unternehmen müsse zur Zukunftssicherung umstrukturiert werden, ihre Glaubwürdigkeit.
Für die wäre ich auch nicht bereit auch nur einen Cent meines verdienten Gehalts abzugeben.

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milesandmore 02.11.2015, 17:10
32. wenn man nicht selber drin steckt hat man keine Ahnung.

Ufo verhandelt seit 2 Jahren sehr moderat. Leider verweigert sich LH der Sozialpartnerschaft. Der Job des Flugbegleiters beinhaltet vorallem eine sichere Flugdurchführung. Das Heben und Verstauen von Passagiergepäck gehört bei LH genauso wie bei jeder anderen Airline nicht zu den Pflichten eines Flugbegleiters. LH ist am Markt auch nur deswegen so erfolgreich, weil es gutes und hoch motiviertes Personal hat. Im Übrigen ist der Job gesundheitlich belastend (Strahlung, Jetlag, mangelnde soziale Kontakte etc.). Deswegen muss man auch die Möglichkeit haben mit 55 in die Übergangsversorgung gehen zu können. Das Berufsbild des Flugbegleiters ist nicht mit einem normalen Job hinterm Schreibtisch vergleichbar.

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wallabyxxxx 02.11.2015, 17:32
33. wenige Tage

an den wenigen Tagen wo diese Fluglinie überhaupt noch fliegt komme ich auch mit Swiss oder Air Berlin aus. Interkonti geht mit Air China oder Cathay. Ich frage mich nur wo die Piloten noch ihre Flugstunden hernehmen wollen um die Lizenz zu erhalten. Das beste wäre eine komplette Pleite der LH und ein Neustart mit neuen Tarifverträgen

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mazzmazz 02.11.2015, 17:59
34. Schade um die LH

Bin immer gerne mit LH gefolgen, da dort die Wartung gut, die Flüge zumindest meist pünktlich und ein Minimum an Standard fürs Essen gewährleistet war.

Allerdings habe ich nach zwei streikbedingten Ausfällen keine Lust mehr und fliege seit Ende 2014 nur noch mit Alternativen. Turkish baut sein Netz gewaltig aus, Emirates deckt alles in Asien ab was ich benötige und in die USA kommt man mit vielen Linien.

Was die Mitarbeiter der LH abziehen, zeugt von massivem Realitätsverlust. Wer sich in einem mittelständischen Unternehmen so benehmen würde, wäre nach 2 Wochen raus.
Die Strategie des LH Managements ist vor diesem Hintergrund richtig. Air France macht es ja ähnlich. Man gründet Billigfluglinien mit anderen Tarifverträgen. Das ist man den Aktionären schuldig.
Ganz emotionslos.

Wenn dies dann am Ende den überversorgten LH-Mitarbeitern ins Gesicht schlägt, ist das eben so.
Und Sie dürfen mir glauben, den Leuten dort geht es ach mit den neueren Arbeitsverträgen noch sehr gut im Branchenvergleich. Ich habe durch befreundete Piloten und Flugbegleiterinnen einen guten Einblick erhalten und auch die eine oder andere kritische Stimme zu den Streikvorhaben gehört.

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fxe1200 02.11.2015, 18:00
35. Schaut's Euch doch mal an...

...es gibt nur zwei Großbetriebe in Deutschland, die DB und die LH, deren Führungsebene die Mitarbeiter als notwendiges Übel ansieht und nicht als diejenigen, die letztendlich den Profit erwirtschaften. Nicht sehr motivationsfördernd für die Angestellten und ein Armutszeugnis für die Vorstände und die Aufsichtsräte. Bei diesen beiden Betrieben gibt es kein Miteinander mehr. Mit einer arroganten Führungsebene kann man kein Unternehmen leiten. Da gehört mehr dazu.

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gweihir 02.11.2015, 18:06
36. Die schon wieder

Man muss wirklich darauf achten nicht mit LH oder einem LH-Codeshare zu fliegen. So ruiniert man einen Namen.

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dequincey 02.11.2015, 18:08
37. Ausverkauf der Arbeitnehmerrechte

Nach Meinung vieler Schreiber hier, sollen Arbeitnehmer eine deutliche Verschlechterung ihrer Einkommen und der Arbeitssituation klaglos hinnehmen und nicht von ihrem verbrieften Streikrecht Gebrauch machen. Aber natürlich nur, wenn es nicht um den eigenen Job geht!
Wenn Anteilseigner der LH, oder Unternehmer so gegen das Personal lästern würden, könnte ich das ja noch verstehen, wenn auch nicht gutheißen. Aber daß hier Menschen, die selbst angestellt arbeiten, sich also letztlich gegen Ihr eigenes Streikrecht aussprechen, kann ich bestenfalls als politisch unbedarft bezeichnen. Was die LH durchzusetzen versucht, Auslagerung der Angestellten in Billigfirmen, Aussetzung der betrieblichen Altersversorgung, die ja Teil des Einkommens ist, Verlängerung der Arbeitszeit ohne Lohnausgleich, kann immer mehr Arbeitnehmer treffen, wenn diesem Ausverkauf der Arbeitnehmerrechte nicht Einhalt geboten wird. Durch diese Entwicklung wird die Verarmung vieler Vollzeitarbeiter in unserem Land beschleunigt und damit die soziale Spaltung. Wenn diese Entwicklung weiter geht, werden viele, die heute die Flugbegleiter bashen, morgen selbst Leiharbeiter mit weniger Gehalt dafür ohne Rechte sein. Nur wenige Berufe mit hoher Qualifikation und der Notwendigkeit der örtlichen Präsenz werden sich dieser Abwertung entziehen können.
Wer also heute als Arbeitnehmer die Flugbegleiter beschimpft, sägt gesellschaftlich selbst den Ast auf dem er sitzt.

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rake23 02.11.2015, 18:09
38. Hat der Arbeitgeber nie Schuld?

An Tarifverhandlungen nehmen 2 Parteien teil, wenn diese sich night einigen können, wer its schuld?
Scheinbar nur der Arbeitnehmer. Lufthansa hat sich in den letzten Jahren zu einem Konzern mit 13 Flugbetrieben und über 400 Tochterfirmen aufgefächert. Die meisten Bestandteile des Konzerns sind keine Tarifpartner mehr, der Rest Tariffeinde. Mit allen verbleibenden Tarifpartnern gibt es keine Einigungen, wer ist schuld? Die Arbeitnehmer. Nach 2 Jahren erfolglose Verhandlungen (bei VC hat es ähnlich lange gedauert) werden Streiks angekündigt, wer Streikt sofort? Der Arbeitnehmer. Frau Volkens sagt zum n-ten Mal Streikankündigungen seine night nachvollziehbar. Hat sie als Personalvorstand zu weaning Phantasie? Nein, sie will rechtliche Schritte. Sie will Einflussnahme der Politik, aber unternehmerische Freiheit, sie will öffentlich einem Verhandlungspartner, aber im Konzern viele machtlose. Die Führung ist nicht schuld, sie tut ihren Job, viel Geld sparen für Rentenansprüche die einigen hundert Jahre Lebensarbeitszeit der Angestellten entspricht. Der Arbeitnehmer ist schuld.

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EveningGhost 02.11.2015, 18:23
39. Preis und Leistung

Ich fliege die Asien-Routen schon länger nicht mehr mit der LH. Zu hohe Preise für den gebotenen Service, unfreundliches Boardpersonal, ungünstige Routen und vor allem unkalkulierbares Streikrisiko. Ab besten Business Class mit Turkish Airlines - das ist vor allem bei Asien- und Nordamerikaflügen deutlich günstiger, man hat einen Koch an Bord, das Personal ist kompetent und die Maschinen sind kaum schlechter. Ich bezweifle auch, dass dort einer über Streik nachdenkt. LH hat mich als zahlenden Kunden schon lange verloren.

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