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"Düsseldorfer Tabelle": Trennungskinder bekommen mehr Geld
DPA

Getrennt lebende Väter oder Mütter müssen ihren Kindern von Januar an mehr Unterhalt zahlen. Die Mindestsätze steigen um Beträge ab sieben Euro.

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surf 07.11.2016, 16:40
20. Umgang

Ich verstehe nicht ganz das Bild, dass in den Medien gezeichnet wird. Wenn ich nicht zahle, kommt der Gerichtsvollzieher und dann im schlimmstenfall der Knast. Ich möchte meinen Sohn gerne öfters sehen, damit ich eine Beziehung zu Ihm aufbauen kann. Der weiss noch nicht mal wer ich bin! Wie oft muss ich klagen bis ich auch einen Titel für den Umgang habe? Sorry, aber die Gesetzgebung ist 40 Jahre zurück! Da draussen sind genug Väter unterwegs, die Väter sein wollen und nicht nur Zahlväter!

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Manuel R. 07.11.2016, 16:41
21.

Zitat von Sibylle1969
Die genannten Erhöhungen in Höhe von nur ca. 2% sind doch lediglich ein Inflationsausgleich und als solcher nicht der Rede wert. Da .....
...und natürlich der Selbstbehalt.
Der wird aber natürlich mal wieder schön "vergessen". Gell?

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no__comment 07.11.2016, 16:48
22. Das stimmt nicht!

Zitat von Sibylle1969
Die genannten Erhöhungen in Höhe von nur ca. 2% sind doch lediglich ein Inflationsausgleich und als solcher nicht der Rede wert. Da müsste eigentlich ein Automatismus her, der solche Sätze mit der Inflation bzw. allgemeinen Lohnentwicklung steigen lässt. Das betrifft nicht nur den Kindesunterhalt, sondern natürlich auch die ALG-2-Sätze, die Progressionstabelle bei der Einkommensteuer usw.
Die Inflation wird doch bereits durch einkommensabhängige Unterhaltsbeträge berücksichtigt! Hier steigt aber der Unterhalt bei gleichbleibendem Einkommen. Wie bereits ein anderer Leser geschrieben hat: irgendwann erreicht der Unterhalt das Einkommen des Unterhaltspflichtigen. Ganz doll!

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rolo 07.11.2016, 16:50
23. Praktisch falsch.

Zitat von wombie
Die Tabelle berücksichtigt das verfügbare Nettoeinkommen in mehreren Abstufungen. Verfügt der Unterhaltspflichtige über mehr Einkommen erhält das Kind auch mehr Unterhalt.
Das ist praktisch falsch, denn die Abstufungen sind alles andere als proportional zum verfügbaren Einkommen. Leute mit niedrigem Einkommen knapp oberhalb des Selbstbehalts werden am härtesten getroffen. Wer netto das doppelte oder dreifache von "Peter78" verdient, zahlt dagegen nur unwesentlich mehr und hat somit deutlich geringere Schmerzen damit!

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stuttgarter12 07.11.2016, 16:59
24. Leider ist das Realität

Der monatliche Selbstbehalt beträgt monatlich 1.080 EUR. Hierin sind bis 380 EUR für Unterkunft einschließlich umlagefähiger
Nebenkosten und Heizung (Warmmiete) enthalten.
Willkommen in Stuttgart! Jeder weiß, dass man zu diesem Preis keinen Wohnraum bekommen kann. Die Unterhaltssätze für die Mütter steigen aber unaufhörlich.
Warum für die Mütter? Das Geld kommt bei den Kindern nicht an. Meine Ex-Frau nimmt dieses Geld und zieht ständig vor das Familiengericht und versucht die Kinder zu Halbwaisen zu machen - finanziert von derem Unterhalt, da das Geld nicht zweckgebunden für die Kinder ist.
Realität im deutschen Familienrecht ist auch, dass Deutschland ständig wegen Menschenrechtsverstössen im Familienbereich verurteilt wird - zuletzt am 06. Oktober vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte.

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mastermindchen 07.11.2016, 17:02
25. Fairness = 0

Ich bin von morgens Früh bis Abends auf Baustellen, bei Wind und Wetter, ob es schifft, rasend heiß ist oder schneit. Mein Lohn ist angemessen, wenn auch im unteren Bereich und bekomme 1350 EUR.

Mindestunterhalt bezahle ich 298€. In meiner Arbeitslosenzeit hat mein Kind 145€ Mindestunterhalt sog. UVG erhalten.
Die Kinder bekommen nun mehr - der Untethaltspflichtige auch? Wäre es nicht sinnvoller zunächst das Kindergeld anzupassen...? Warum geht der Staat davon aus, das UVG würde ausreichen?
Ist dem "Entschluss" schon aufgefallen, dass sie dem Unterhaltespflichtigen in den Ruin treiben?

Welcher Grundlage, welcher Statistik unterliegt diesem "Entschluss"?! Fair wäre es, wenn nicht nur Druck auf den Zahler gelegt wird, sondern auch eine Ausgabennachweispflicht entstünde, denn...
...weder hat sich die Miete, noch die Kleidungs- sowie Nahrungsmittelanschaffung NUR für Kinder erhöht.

Es gibt - abgesehen vom Unterhalt - noch ein weiteres, der "Fairness" und "Gleichberechtigung" entgegenstehend:
- Das gemeinsame Sorgerecht
In diesem Sinne immer auf die kleinen und die Dummen
Max



Für dreihundert Euro

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rolo 07.11.2016, 17:06
26. Da ist ein Missverständnis drin

Zitat von no__comment
Die Inflation wird doch bereits durch einkommensabhängige Unterhaltsbeträge berücksichtigt! Hier steigt aber der Unterhalt bei gleichbleibendem Einkommen. Wie bereits ein anderer Leser geschrieben hat: irgendwann erreicht der Unterhalt das Einkommen des Unterhaltspflichtigen. Ganz doll!
Man liest ja immer wieder, die Unterhaltszahlung sei einkommensabhängig. Das stimmt so aber nicht, denn das ist sie nur marginal. In erster Linie orientiert sie sich am (pauschal angenommenen) Bedarf des Kindes, wobei unterstellt wird, der unterhaltsempfangende Elternteil würde diesen Bedarf zu 100 % decken und müsse daher die Hälfte vom anderen Elternteil ersetzt bekommen. So ist das aber in der Praxis immer seltener. Wenn die Kinder zu 30 oder 40 % beim anderen Elternteil sind, deckt dieser auch einen wesentlichen Teil von deren Lebenshaltungskosten. Dies wird aber nicht berücksichtigt. Ebenso wenig berücksichtigt wird das Einkommen der unterhaltsempfangenden Elternteils, obwohl dies ja eigentlich für die Versorgung des Kindes auch relevant ist. Das alles ist 60er Jahre - verlassene Mutter zuhause allein mit den Kindern, kein Einkommen, Vater düst mit neuer Braut und dickem Portemonnaie durch die Welt... So ist das aber nicht mehr, liebe DüDo-Richter, meistens!

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surf 07.11.2016, 17:15
27. Zahlen ja, Umgang nein

Ich verstehe nicht ganz das Bild, dass in den Medien gezeichnet wird: Es wird kein Unterhalt gezahlt. Wenn ich nicht zahle, kommt der Gerichtsvollzieher und ich im schlimmstenfall in den Knast. Den Titel, den die Mutter gegen mich hat, kostete sie 1 (!) Gang zum Jugendamt. Ich möchte meinen Sohn gerne öfters sehen, damit ich eine Beziehung zu Ihm aufbauen kann. Der weiss noch nicht mal wer ich bin! Wie oft muss ich klagen bis ich auch einen Titel bekomme für verweigerten Umgang? Sorry, aber die Gesetzgebung ist 40 Jahre zurück! Wir sind weit entfernt von der Gerechtigkeit für Kinder! Da draussen sind genug Väter unterwegs, die soziale Väter sein wollen und zahlen wollen und nicht nur zu Zahlvätern degradiert werden möchten! Die Leidtragenden sind die Kinder. Und die 7 bis 10 € sind mehr sind mir doch echt egal, solange es beruflich gut läuft. Die Kinder brauchen Väter und Mütter!

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CancunMM 07.11.2016, 17:15
28.

Zitat von redstar2656
Wenn mein Gehalt prozentual und jährlich so steigen würde wie der Unterhalt, wäre ich zufrieden.
Mein Gott, neiden Sie es dem Kind ? Darf ja wohl nicht wahr sein.

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FocusTurnier 07.11.2016, 17:27
29. Vater sein wollen

Zitat von surf
Sorry, aber die Gesetzgebung ist 40 Jahre zurück! Da draussen sind genug Väter unterwegs, die Väter sein wollen und nicht nur Zahlväter!
Dann setzen Sie sich für mehr Väterrechte ein. Unterstützen Sie keine Partei, die sich nicht auch Väterrechte auf die Fahnen geschrieben hat. Wählen Sie keine Partei, die meint, Vätern, die nicht zahlen können, den Führerschein abnehmen zu wollen.
Die Gesetze sind nur deshalb so weit zurück, weil Männer und Väter seit Jahrzehnten Politik aktiv mitgestalten, die ihren eigenen Interessen als Vater und Mann diametral entgegensteht.

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