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Dumping-Verdacht: Brüssel untersucht E-Bike-Importe aus China
Wang Yadong/Imaginechina/dpa

Billige E-Bikes aus China überschwemmen den europäischen Markt - das ruft die EU-Kommission auf den Plan: Sie prüft, ob chinesische Hersteller unerlaubt Staatsbeihilfen erhalten.

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mit66jahren 22.12.2017, 22:03
10. Auf hohem Ross

Zitat von MattKirby
Jaja, die Sache mit dem Textverständnis. Es steht der Vorwurf im Raum, dass die chinesischen Staatskapitalisten durch illegales Preisdumping versuchen, europäische Hersteller aus dem Markt zu drücken. So wie sie es bei Solarmodulen und Stahl auch versuchen. Und Chinazeug ist Schrott, da beißt die Maus keinen Faden ab.
Preisdumping über staatlich verordnete Subventionen gibt es auch bei uns. Mit niedrigen Börsenstrompreisen zu Zeiten von Stromüberangeboten verärgern wir unsere Nachbarländer. In der Schweiz rentieren sich zu bestimmten Zeiten die Wasserkraftwerke nicht mehr. Und wenn alles aus China Schrott wäre, würden wir es nicht kaufen. Bei verschiedenen Kleinteilen sind wir sogar nicht mehr in der Lage, sie selber herzustellen.

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CHW 22.12.2017, 22:18
11. Wirklich gute Räder fangen so ab 3000 Euro an

Als Vielfahrer nur noch maßgefertigte Räder. (z. B. De Rosa oder Patria)
Können das die Chinesen auch?

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zagatozele 22.12.2017, 22:54
12. Da wird doch was vertauscht

Sicherlich haben die Chinesen nicht das Elektrofahrad und auch nicht das Pedelec erfunden. Sie jetzt aber in die Ecke der Rahmabschöpfer zustellen ist falsch. Die Chinesen haben mit ihren preiswerten uns durchweg zuverlässigen Elektrofahrräder erst den Markt vorbereitet. Und das war vor 2010 wo sich kein Fahtradhändler für Elektrofahrräder interessiert hat. Und so toll und zuverlässig sind Elektrofahräder aus deutscher Produktion auch nicht. Fallen Reparaturen am Akkusystem oder elektrischem Antrieb an sind erhebliche Wartezeiten einzuplanen. Und das bei Fahrräder für 3000-4000€. Das können die Chinesen besser. Davon mal abgesehen sind Elektroantriebe eigendlich nur für Lastenräder wirklich sinvoll. An sonsten ist es sinnvoller, etwas mehr Zeit einzuplanen und einen einfachen Drahtesel zu nehmen.

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herjemine 22.12.2017, 23:41
13. Ach jöh!

Wieder das Märchen der per se besseren deutschen Qualität!
Zugegeben, es gibt sehr gute Hersteller aus D und der CH, aber dann getne zu 4000 Euro aufwärts das Rad.
Ich fahre in Zentralamerika, in den Bergen, also zwischen Schotterloipe und Schlaglochpiste bereits seit 6000 Kilometern mein China-Pedelec. Selbst die Kette ist laut Kettenlehre noch in Ordnung.
Ich zweifel doch etwas ob so ein hochgezüchtetes Rad aus deutschen Landen das durchgestanden hätte. In den deutschen Foren luest man immer wieder von D-CH Hichpreismodelken welche schon nach wenigen 100 Kilometern auf deutschen oder schweizer Strassen schwächeln oder gsr nicht mehr wollen. In sofern: Ja günstig aus China kann schon ziemlich gut sein!

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wuxu 23.12.2017, 00:03
14.

Keine Umweltstandards, keine Mindestlöhne, keine horrenden Strompreise dank Kohle- und Atomenergie und keine Ökoknaller wie das EEG sowie staatliche Unterstützung.

Wer mithalten will, muss sich bei der Globalisierung anpassen. China wird sich nicht anpassen. Genauso wenig der Rest der Welt.

Die EU lernt es nicht. Wo ist die Handyfertigung, Wo kommen die Fernsher her? Wo werden die Solarzellen gefertigt? Wo sind die Texttilienhersteller? Wir bekämpfen sogar noch unsere Industrie dank ausländisch finanzierter Vereine wie der Umwelthilfe und grüner Juristen.

Trump macht jetzt vor, wie es vielleicht gehen könnte. Ob er Erfolg hat, muss man abwarten.

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bauigel 23.12.2017, 02:45
15. @ Brathering

Wie kommen sie zu der Behauptung, dass die Chinesen hier kopieren?
In Sachen Elektromobilität ist China klar vorne. Die brauchen - zumindest in diesem Bereich - nichts zu kopieren.
Ich bin gerade in China unterwegs und Gefühlt 80% aller Roller und Fahrräder hier haben Elektroantrieb. In 10 Min in Shanghai oder Peking sieht man mehr Elektrogefährte als in einem ganzen Jahr in D.
Und bei einer solchen Massenproduktion können die Chinesen natürlich weit untrhalb der Kosten der Manufakturen in D herstellen und auch verkaufen - ohne Staatshilfen.

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pacocoeln 23.12.2017, 03:31
16. Mein E-Bike hat nur 600 EUR gekostet - in China....

und dafür, dass ich ein so teures Fahrrad kaufe, wurde ich bestaunt, denn E-Scooter gibt es für weniger. Klar ist das eine andere Qualität als in Europa. Muss jeder selber wissen was er sich leisten will und kann. In Europa kaufe ich bessere Fahrräder, aber die bekomme ich in China - wenn überhaupt - nur in Großstädten und nicht in dem Ort wo ich arbeite. Dass das "unter Herstellkosten" sein soll ist sicher eine falsche Unterstellung. Auch in China wollen die Leute mit ihrer Arbeit Geld verdienen und nicht verlieren. Bei Stahl und Solarpaneln mag staatliche Unterstützung eine Rolle gespielt haben, aber warum soll man einen deutschen Fahrradmarkt dumpen der 1% der chinesischen Produktionskapazität groß ist?

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bodo_arnold 23.12.2017, 07:07
17. Wertschoepfung

Leidet ist das Argument des Dumping nur vorgeschoben. Findet doch der Hauptteile der Wertschoepfung im Akku statt. Und der kommt sowieso aus Fernost. Waren bisher Firmen wie LG und Samsung gross im Rennen, so kommen nun die chinesischen wie CATL. Auf dem chinesischen Markt wurden die koreanischen mit offen wettbewerbseinschraenkenden Massnahmen verboten. Vielleicht ist das ja mal ein Ansatz der chinesischen Konkurrenz auf EU Ebene zu begegnen.

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bauigel 23.12.2017, 07:08
18. @ MattKirby

Und wie oft waren sie schon in China um zu behaupten, dass alles was aus China kommt Schrott ist?
Wo kommen denn ihre ganzen Elektrogeräte her.... oder sind die alle Schrott?
Es gibt natürlich viel minderwertige Ware hier (bin gerade in Peking). Aber die Chinesen können inzwischen auch hochwertig produzieren - wenn auch nicht oft.
Aber ihr Pauschalurteil ist einfach falsch.

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frankasten 23.12.2017, 07:23
19. Freihandel ist eben ...........

Wenn man heute zu einem neuem Fahrrad sagt: "Alles, was aus China kommt, falle ab, gibt es Lärm und vom Fahrrad sind vielleicht noch die Felgen und die Klingel übrig.

Das Geschrei der europäischen/japanische/amerikanischen Importeure und Zusammenschrauber, daß ihre in China billigst auftragsgefertigten "Markenkomponenten" auch dort zusammengeschraubt werden können und dann freihandelsüblich auch in Europa gehandelt werden könnten, ist typisch koloniales Machtgefüge.

Die Chinesen könnten das E-Bike für vielleicht 500 EUR produzieren, das Zusammenschrauben der gleichen Komponenten in den Edel- und Geschwurbel- "Manufakturen" in EUR/US/JP kostet dann gleich sechsmal so viel. Aber für 3000.- EUR bekommt man auch fast überall einen einigermaßen tauglichen Kleinwagen, der ggf. auch noch ein bis zwei TÜV-Inspektionen übersteht. Bis dahin ist dann auch der AKKU beim E-Bike hinüber und ein Ersatz genau so teuer, wie ein komplettes chinesisches Import E-Bike.

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