Forum: Wirtschaft
Dumpingpreise: BMW-Händler verweigern Reifenwechsel für Lidl-Autos
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BMW zofft sich mit seinen Händlern: Der Autohersteller hatte 10.000 Fahrzeuge an Lidl und Kaufland verkauft und will nun, dass die Händler auch Winterreifen montieren - zum Sonderpreis.

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mwroer 23.11.2018, 15:46
1.

Selten dämliche Aktion die Händler nicht mal zu fragen - vorher. Passt aber gut in meine Erfahrungen, geschäftlich, mit BMW Sitten. Kommunikation ist eher Glückssache, Zahlungsfristen von 6 Monaten werden für normal gehalten 'Da stehen 100 Firmen hinter Ihnen die gerne mit uns arbeiten'.

Prima, sollen sie. Das man aber die eigenen Vertriebspartner und Fachhändler mittlerweile auch versucht so zu behandeln, das war mir neu.

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hansulrich47 23.11.2018, 15:49
2. Typisches Konzernverhalten!

Da hat das "obere" Management wohl den Verkauf von 10.000 Autos über Lidl abgenickt und gefeiert als zusätzlichen Absatz, ohne sich näher über die Konsequenzen Gedanken zu machen. Die Händler haben schön recht, das so nicht zu akzeptieren! Aber wer so tolle Autos baut, braucht eigentlich keine "Zwischen"händler. Liebe BMW-Fahrer, fahrt zum Service doch mal nach Ingolstadt, dort freut man sich auf euch!

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DieterKühne 23.11.2018, 16:19
3. Aktionen, die nicht vom Ende gedacht sind

Ich war einige Jahre BMW-Fahrer bis mir das "wir sind die junge dynamische Marke, mir san mir" auf die Nerven ging. Als Marketingspezialist erkennt man sehr schnell, welche Maßnahmen kundenorientiert wirken sollen und welche einem als Kunden wirklich nützen. Beide mich betreuenden, rührigen Verkäufer bei BMW in Kassel haben stets versucht, vieles im Sinne seiner Kunden zu regeln, dank ihnen bin ich trotz einiger Ärgernisse bei BMW geblieben. Bei dieser selten dämlichen Aktion, bei der man seine Aktivposten - engagierte Verkäufer und Werkstätten - vor den Kopf stößt, bin ich mir nicht sicher, ob die Verkaufsleitung (vielleicht auf der Suche nach neuen Vertriebskanälen) oder Jung-Betriebswirte, die im Studium heutzutage überwiegend Kostenoptimierung lernen, dafür verantwortlich zeichnen. Was passiert denn langfristig, wenn Automobilfirmen sich neue - anonyme und billigere - Vertriebswege suchen? Es wird weniger Händler und Werkstätten geben und immer mehr Kunden hängen in der Luft. Maßnahmen um Probleme schnell zu lösen wie z. B. die umgehende Zurverfügungstellung von adäquaten Ersatzautos bei Defekten oder Gutscheine für Mietwagen werden aus Kostengründen sicher nicht gegangen. Die Automobilindustrie hat durch Abgasbetrug und anschließend zögerliches, nicht kundenorientiertes Handeln bereits viel Kredit bei den Kunden verspielt. Weitere Aktionen, die Kunden verärgern, werden diesen Imagewandel beschleunigen. Denkt doch einfach mal vom Ende her, nämlich aus der Sicht der Kunden!

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bennic 23.11.2018, 16:51
4. Unbeschreiblich

diese Haltung und Arroganz von BMW. Der Handel ist nun mal was Service und Verkauf betrifft (noch) der Hauptkontakt zu den Kunden. Kundenzufriedenheit und Loyalität wird zum großen Teil am Point of Sale und Service generiert. So mit seinen Partnern umzugehen, ist sowas von kurzsichtig.

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qoderrat 23.11.2018, 16:55
5.

Ich denke da wird es bald einige Umfirmierungen geben bei den Händlern, die nicht einknicken. Was für eine dumme Idee den eigenen etablierten Vertrieb für ein bisschen mehr Gewinn zu belasten, und das zu einer Zeit in der viele Vertretungen mit einem fast unverkäuflichen Bestand an Leasing-Rückläufern mit Dieselmotor sowieso schon zu kämpfen haben.

Kann aber auch gut ausgehen, vor ein paar Jahren sollte unser örtlicher Opel-Händler eine mittlere 6-stellige Summe in seine Verkaufsräume investieren, die er mit seinem Umsatz in den nächsten 10 Jahren nicht hätte erwirtschaften können. Heute verkauft er als Hauptmarke Hyundai, die inzwischen die modernere Produktpalette haben, hat schon 2 mal angebaut und verkauft als Dankeschön an seine frühere Marke EU-Reimporte ebenfalls mit gutem Erfolg an die Stammkundschaft.

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In Kognito 23.11.2018, 17:04
6. Ab in die BMW-Vertretungen!

BMW kann das doch in seinen eigenen Vertretungen machen, die sind doch die Größten und Besten. Entfernung spielt doch, dank "Freude am Fahren", keine Rolle.

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iffelsine 23.11.2018, 17:20
7. Fehlende Fairness im eigenen Vertrieb ?

Das geht nach hinten los ! Die Händler sind völlig auf der richtigen Bahn. Schließlich gibt es eine Kulanzverrechnung untereinander, dann sollen die Händler darüber ihren Aufwand erstattet bekommen. Wenn die nicht aufpassen, verkommen sie zur Auslieferungs- und Servicestelle der Münchener - unentgeltlich....

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darmstädter 23.11.2018, 17:27
8. Wer in Deutschland Neuwagen kauft

..ist selbst dran schuld. Abzocke ohne Ende. Die Wagen in den gleichen oder in vergleichbaren Ausstattungen gibt es im EU-Ausland rund 20-30% günstiger. Ein Flug nach Polen kostet gerade mal fast Nix und Hotel ebenso. Alleine schon wegen der saftigen "Überführungsgebühr" - eine rein deutsche Erfindung - würde ich niemals einen Wagen in im Inland kaufen. Das gilt für alle Marken auch Japaner.

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AASAA 23.11.2018, 17:30
9. Tja, wenn die Technik aus dem vorletzten Jahrhundert stammt,

dann darf sich mensch auch nicht über ein Verhalten der Fabrikanten nach Gutsherrenart aus dem vorletzten Jahrhundert wundern. Ein LED-Lämpchen und ein Drehknöpfchen machen halt noch kein modernes Unternehmen. Gilt übrigens nicht nur BMW.

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