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Dumpingpreise für Minenfirmen: Kofi Annan enthüllt dubiose Rohstoffdeals im Kongo
REUTERS

Eine Analyse von Ex-Uno-Generalsekretär Annan deckt obskure Geschäfte im Kongo auf: Demnach erhielten ausländische Konzerne zu Spottpreisen Zugriff auf Rohstoffe. Dem Land sollen gut 1,3 Milliarden Dollar entgangen sein. Von manchen Verkäufen profitierte ein Bekannter des Präsidenten Kabila.

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genlok 10.05.2013, 20:32
10.

Zitat von rainers2
...interessant. Dann hat die ganze Welt mehr als ein Viertel der Summe aller Brutto-Inlands-Produkte für Afrika verwendet. Das ist offensichtlich Unsinn. Dann stimmt schon eher "aus der Dritten Welt entwendet!!"
Sie sind ja sehr schlecht informiert und mit dem Rechnen ist es anscheinend auch nicht so fantastisch. BIP 2012 = $71^12, das wären dann 1,4% (!=25%), übrigens da steht "..sei 1950 an..", das macht ein Zeitrahmen von 63 Jahren (BIP von 63 Jahren != BIP von 1 Jahr)...

Wenn Sie Bücher lesen, dann versuchen bitte mal "Dead Aid" dort sind auch die Quellen angegeben etc.

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herrkoehler 10.05.2013, 20:38
11. Ach ausländische Konzerne können billig Rohstoffe ausbeuten?

Das ist doch wirklich nichts Neues, das ist doch gang und gebe so. Interessant ist allerdings diesmal die genaue die Funktionsweise, wo Gertlers in diesem Fall die Position eines Zwischenhändlers übernimmt. Nur wieso verhandeln die verantwortlichen Personen im Kongo nicht gleich mit dem Unternehmen, was die Rechte von Gertler kauft und am Ende die Rohstoffe abbaut? So oder so wird das abbauende Unternehmen auf die marktübliche Weise verfahren müssen und versuchen den Rohstoff so billig wie möglich abzubauen, also am Besten durch Dumpinglöhne. Verfahren müssen, weil ein Unternehmen nur in den Genuß der Abbaurecht kommt, wenn es den höchsten Preis zahlt, spricht wenn es im Nachhinein die günstigste Methode besitzt, diesen Rohstoff abzubauen... Dies könnte allerdings verhindert werden, wenn der Staat Kongo als höhere Instanz die Rohstoffe selber unter faireren Arbeitsbedingungen abbaut, oder dies nur unter Auflagen, wie Mindestlohn etc. zulässt.

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albert schulz 10.05.2013, 21:48
12. Afrikanischer Weltkrieg

Im Kongo und drumrum wurden in den letzten zwanzig Jahren weit über fünf Millionen Menschen umgebracht, die Zahlen sind allesamt nicht belastbar. Die Medien haben nicht davon berichtet, oder bestenfalls von irgendwelchen Stammesfeindschaften aus niedrigen Beweggründen oder neidischen Nachbarn. Wer da massenhaft Geld und Waffen gespendet hat blieb im Unklaren. Immerhin war bekannt, daß es dort nicht nur Kupfer gibt, sondern auch seltene Erden. Und es war bekannt, daß die Franzosen den Belgiern bei der „Kongokrise“ deren Schürfrechte abgenommen haben. Und die haben die Franzosen seit den letzten Auseinandersetzungen mit Regierungswechsel auch nicht mehr. Irgendwelches internationale Kapital hätte sie wird da gefaselt. Daß sich dieses Kapital bedeckt hält und jede Menge Strohmänner aufzuweisen hat, ist ganz normaler Brauch. Und auch daß staatliche Geheimdienste diese Manöver decken und vor allem begünstigen, im Regelfall organisieren. Eigentlich müßte es selbst einem Journalisten möglich sein zu eruieren, wer den Nutzen aus solchen Aktionen hat. Obwohl das weder in Tschetschenien noch Libyen noch Syrien irgendwer der Mühe für wert erachtet. Die Leute dort sind Verschiebemasse.

Genau das ist „Business as usual“, in Entwicklungsländern passiert es dauernd und ohne daß eine Sau davon Notiz nimmt. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, toben auch in unseren Breiten Wirtschaftskriege, nicht zu knapp, allerdings ohne Millionen Tote, aber genauso unbemerkt. Man erfährt davon bestenfalls indirekt, wenn Firmen eingehen, protektionistische Gesetze erlassen werden, Staaten pleite sind, größere Geschäfte abgewickelt werden. Wer diese Hintergründe nicht kennt und beispielsweise Aktien kauft ist gesichert ein Esel.

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blue.sky 11.05.2013, 00:17
13. Die UNO

fungiert doch schon seit Jahrzehnten als Schmiermittel für milliardenschwere Ausbeutungsschiebereien in Afrika.Der Ruf dieser Organisation ist ähnlich abgewirtschaftet wie der des Völkerbundes in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Korruption, Vorteilsnahme und Schiebung sind an der Tagesordnung. Der Amerikan way of life ist mitnichten an der ehemaligen Hoffnung der Welt für ein konstruktives und friedliches Miteinander der Nationen vorübergegangen. Im Gegenteil - er ist bestimmender Faktor.

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Niamey 11.05.2013, 04:13
14. Wundert das jetzt jemanden wirklich?

Zitat von sysop
Eine Analyse von Ex-Uno-Generalsekretär Annan deckt obskure Geschäfte im Kongo auf: Demnach erhielten ausländische Konzerne zu Spottpreisen Zugriff auf Rohstoffe. Dem Land sollen gut 1,3 Milliarden Dollar entgangen sein. Von manchen Verkäufen profitierte ein Bekannter des Präsidenten Kabila.
Mich nicht!
Wenn das Geld für die Rohstoffe im Lande bliebe und davon auch etwas bei der armen Bevölkerung ankäme, dann könnte sich die internationale Entwicklungshilfe (EU, USA, Australien, Japan, GB, UNO, IKRK etc.....) richtig viel Kohle (hunderte von Millionen Euro im Jahr) sparen, die aus dem Steuersäckel der jeweiligen Mitgliedsstaaten kommt. Also, indirekt finanzieren wir auch diese korrupten Drecksäcke (Firmengeflechte) mit. Wobei ich in dem Artikel ja leider schon wieder über ein negativ behaftetes Israel gefallen bin! Aber mich wundert nichts mehr in diesem Zusammenhang!

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Freddy Kraus 11.05.2013, 05:05
15. Keiner waescht reiner als die Schweiz

Diese ganzen Geschaefte mit den sogenannten Bodenschaetzen sind in mafioesen Haenden. Gold, Diamanten Erdoel und andere Dinge erwirtschaften das Blutgeld das den einheimischen einfachen Menschen fehlt und das sich die groessten Gangster teilen ohne sich einen Finger schmutzig zumachen. Die Erloese liegen dann meistens asuf Bankkonten in der Schweiz.

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Mahatschmanladen 11.05.2013, 09:46
16. ...

Der Kongo (DRC) hat viele Probleme. Die angeblich zu billig verkauften Schürfrechte sind nur eines davon. Das Hauptproblem das Kongos ist die quasi nicht vorhandene Infrastruktur. Obwohl er mehr als 6-mal so groß ist wie Deutschland, gibt es weniger als 2000km asphaltierte Straßen. Die Schienenwege, die es heute noch gibt, stammen aus Kolonialzeiten und sind seit dem nicht mehr erneuert worden. Die Schifffahrtswege sind absolut verwildert, die Fahrrinne des Kongo nicht gekennzeichnet und trotzdem ist der Kongofluss noch der leistungsfähigste Transportweg. Die Haupstadt des kleineren Kongo -> Brazzaville <- liegt in direkter Nachbarschaft zur Haupstadt des DRC Kongo -> Kinshasa <-. Erste Stadt hat ca. 3 Millionen Einwohner, die andere mehr als 15. Getrennt werden diese Städte "nur" durch den Kongofluss. Der Transitverkehr zwischen beiden Städten wird durch mangelhafte Fährverbindungen, korrupte Zöllner und völlig idiotische Gesetze derartig erschwert, dass der Warenaustausch zwischen diesen gigantischen Millionenstädten weniger als 1% des Warenaustausch zwischen Ost-und Westberlin beträgt- und zwar als die Mauer noch stand. Ein Brücke über den Fluss gibt es bis heute nicht, auf englischen Webseiten gibt es aufschlussreiche Berichte, welche Kleingeistigkeit vorherrscht, die solche absolut elementaren Investitionen verhindert (am Geld liegts jedenfalls nicht).

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dutchinnz 11.05.2013, 12:54
17. Was

erwartet Annan denn sonst von Schwarzafrika? Unterentwickelt, korrupt, eine Ansammlung von Mördern und primitiv auf bestialischem Niveau. Während der Kolonialzeit gab es da noch ein von den Besetzern aufgelegtes, gewisses Niveau an Menschlichkeit, aber sofort danach bekam die primitive "afrikanische Kultur" gleich wieder die Oberhand. Und in Europa ist man so blöd und zahlt Miljarden an sogenannte Entwicklungshilfe, während man weis, daß alles am Streichstock hängen bleibt.

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albert schulz 12.05.2013, 11:26
18. ein Lichtblick im Tunnel der Unvernunft

Zitat von dutchinnz
erwartet Annan denn sonst von Schwarzafrika? Unterentwickelt, korrupt, eine Ansammlung von Mördern und primitiv auf bestialischem Niveau. Während der Kolonialzeit gab es da noch ein von den Besetzern aufgelegtes, gewisses Niveau an Menschlichkeit, aber sofort danach bekam die primitive "afrikanische Kultur" gleich wieder die Oberhand. Und in Europa ist man so blöd und zahlt Miljarden an sogenannte Entwicklungshilfe, während man weis, daß alles am Streichstock hängen bleibt.
Endlich mal einer, der erkennt, welche tierischen Untermenschen am Werke sind, ein verkommenes Gesindel, das seinesgleichen sucht. Nur Mord und Totschlag haben sie im Sinn und Schlimmeres noch, und können vermutlich nicht mal lesen. Ich befürchte sogar, daß sie nicht mit Messer und Gabel essen können. Sie sind unsäglich primitiv und nur mit der Knute unter Kontrolle zu halten, im Zweifelsfall eben in Ketten und mit regelmäßigen Auspeitschungen, die der kulturellen und geistigen Entwicklung förderlich sind, wie wir aus der Geschichte wissen. Ein Obama wäre nie Präsident geworden, hätte man seine Vorfahren nicht regelmäßig gezüchtigt, damit die der Ethik inne werden und der Prinzipien wohlverstandener Mitmenschlichkeit und vollkommener Korruptionsfreiheit. Auch in Europa leben nur deswegen so perfekte und moralische Menschen, weil im Mittelalter eine umfassende Selektion durchgeführt wurde, bei der alle negativen Elemente geschunden, gepfählt oder aufgeknüpft wurden.

Oder war es ein kläglicher Versuch ironisch zu werden ?

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dutchinnz 12.05.2013, 15:49
19. @albert schulz

Zitat von albert schulz
Im Kongo und drumrum wurden in den letzten zwanzig Jahren weit über fünf Millionen Menschen umgebracht
Danke für die Bestätigung von dem, was ich kennzeichnende Mördermentalität in der dortigen Bevölkerung nenne ......

Zitat von albert schulz
.......Man erfährt davon bestenfalls indirekt, wenn Firmen eingehen, protektionistische Gesetze erlassen werden, Staaten pleite sind, größere Geschäfte abgewickelt werden. Wer diese Hintergründe nicht kennt und beispielsweise Aktien kauft ist gesichert ein Esel.
was aber für Sie. als theorethischer Schreibtischsozialist, gar nichts mit Korruption und Primitivität zu tun hat. Nur "das Kapital" ist verantwortlich dafür, daß die Normalität dort darin besteht, daß im Namen eines christlichen Aberglaubens Kinder dazu gezwungen werden ihre Eltern abzuschlachten, ihre Hände, Füße, Nase und, wenn schon vorhanden, Brüste abgeschnitten werden. Aber das scheint für Sie nur ein Grund zu sein, mittels einem Witz über Messer und Gabel zu zeigen, daß Sie weit über diese Art von Unterentwicklung stehen. Ihnen wird man wohl nie vorwerfen können, daß Sie ein Esel sind, weil Sie mit z.B. Ihrem Auto, ihr aus aller Welt importiertem Essen, Ihrer so-billig-wie-mögliche Kleidung und Handy aus sweatshops und Ihrem Alkoholkonsum zeigen, daß Sie gar nicht an der Instandhaltung dieses scheußlichen Kapitalismus mitwirken.

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