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Ebay trennt sich von PayPal: 3.. 2.. 1.. weg damit
DPA

Ebay will mit dem Börsengang seiner Online-Bezahltochter PayPal Kasse machen. Damit verkauft das Auktionshaus das Wertvollste, was es noch besitzt. Aus dem innovativen Unternehmen von einst ist ein träger Riese geworden.

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cmsds60 17.07.2015, 11:24
30. Chaotisch

Mehrere Gründe dürften für das Verblassen des einstigen Selling-Pioniers zum Tragen kommen:

Web-Seiten-Aufbau ist Chaotisch
Es gibt kaum eine schlechter strukturiere Web-Seite als Ebay. Optisch eine einzige Katastrophe, das Einstellen der Artikel gerät zu einem Spiessrutenlauf und die Artikel und Produkte sind fast willkürlich geordnet.

Preis/Leistung
Das Preis/Leistungverhältnis ist unbeschreiblich schlecht. Während die Preise im und um das Internet in allen Bereichen fallen, hat Ebay seit Jahren die Provisionen erhöht. Für einen Privatman macht es keinen Sinn mehr dort seine Produkte einzustellen.

Ich beobachte Ebay seit Jahren. In vielen Sparten geht die Anzahl der eingestellten Artikel ständig zurück. Und zwar dramatisch. Ebay hat es schlicht verschlafen. Der Ableger Ebay-Kleinanzeigen hat zwar betriebswirtschaftlich keine grosse Zukunft. Dennoch bemerkenswert: dort finden sich bereits mehr gebrauchte Artikel als bei Ebay. Kein Wunder....es fallen keine Gebühren an.

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dukatenjunge 17.07.2015, 11:25
31. Ebay ist

für kleine und mittlere Händler leider keine attraktive Verkaufsplattform mehr. Früher, vor den Zeiten des unseligen CEO Herrn Donahoe, waren Händler dort noch Händler. Heute sind sie nur noch Lieferanten von Ebays Gnaden, die nach Belieben mit immer neuen Regeln gedemütigt werden können. Ich habe nach über 15 Jahren als Händler alle Verkaufstätigkeiten eingestellt. Letzter Auslöser dafür war die Tatsache, daß selbst harmlose Anfragen von Käufern schon zur automatischen Eröffnung eines Streitfalls und zum Einbehalten der Paypal-Zahlung führten.

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deus-Lo-vult 17.07.2015, 11:30
32.

Zitat von zthomas
>>> Nach diversen Vorfällen mit PayPal (Einbehaltung von Geldern ohne Rechtsgrundlage) kann man als Händler dieses Zahlungssystem auf keinen Fall unbeschwert nutzen. Absolute Zustimmung. Auch ich musste vor kurzem noch vier Wochen warten, weil (Poststreik) meine Ware beim Käufer nicht angekommen ist. So hat PayPal einfach das Geld einbehalten
Und wo ist das rechtswidrig? Keine Leistung, kein Geld!

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deus-Lo-vult 17.07.2015, 11:31
33.

Zitat von zabadac
zum glück wirbt paypal nicht mehr mit "kostenlos" denn die langen bei den gebühren richtig zu. viele meiner artikel liegen unter 10 € da haut die grundgebühr von 0,35 € schon rein. dazu kommt natürlich die %- gebühr. bei 5 € macht das über 10 % und leider gibt es deppen die 4 artikel kaufen und jeden einzeln Paypalen in den USA gibt es kein vernünftiges banksystem = Paypal ist hilfreich, aber hier sind überweisungen kinderleicht und schnell, Paypal ist so sinnvoll wie ne zecke im garten
Wer zwingt Sie denn paypal zu nutzen?

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david.wrase 17.07.2015, 11:38
34. Gebühren auf Versandkosten!

Seit neuestem berechnet ebay 10% Gebühren auf die Versandkosten. Da diese Kosten ja Fixkosten sind und ich nicht etwa mit der Post den Preis verhandeln kann, bleibt mir ja gar nichts anderes übrig als diese 10% zu Lasten des Käufers draufzuschlagen. Ich hoffe doch sehr, das ebay das irgendwann wieder zurücknehmen muss (Gesetzgeber?). Merkwürdig genug, das so etwas überhaupt möglich ist.

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schlelch2105 17.07.2015, 11:39
35. Gebührendesaster

Schließe mich an: Gerade bei niedrigpreisigen Artikeln ist die neue Gebührenstruktur kontraproduktiv. Versandkosten sind dabei oft das mehrfache des Artikelverkaufspreises, der schließlich die ganzen Gebühren tragen muss. Porto ist vom Privatverkäufer eben nicht beeinflussbar. Früher konnte man bedenkenlos ab 1 Euro + faires Porto einstellen, jedes Teil fand seinen Preis, mal war man überrascht, mal enttäuscht. Aber that's life und genau die Chance auf Schnäppchen machte den Charme aus. Die Kombination mit PayPal ist eigentlich ideal, habe immer das allermeiste des bei PP eingegangenen Gelds bei eBay wieder ausgegeben.
eBay versucht zwar mit Sonderaktionen (halbe Verkaufsgebühr etc.) dagegenzusteuern, aber der Aufmerksamkeitsbedarf für sowas ist einfach zu groß.
So bleibt nur: Back to the roots !

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molesman 17.07.2015, 11:39
36.

Zitat von jenstw
Ständige Skandale, Beschwerden wie EBay mit seinen Händlern umgeht, nur noch proffessionelles Großhändler, Bieten ist meist nicht mehr und wenn tritt man gegen proffessionelle Software an, teuer wenn man selber verkaufen will und an Privatverkäufern ist Ebay nicht mehr interessiert. Ich kaufe lieber bei Amazon, trotz der Skandale wie dieses Unternehmen mit seinen Angestellten umgeht. Dort hat man wenigstens eine ordentliche Produktbeschreibung und Rezensioen die Ebay immer noch nicht eingeführt hat.
Die Rezensionen sind meist gefälscht im großen Stil. Und was Gebühren angeht, da langt Amazon mit bis zu 30% hin wenn man alles einrechnet. Fair ist das nicht, nur noch pure Gier und wird irgendwann auch geahndet von den Verkäufern. Marketplace macht einen immensen Teil des Amazon Gewinns aus, darauf will man nicht verzichten bei Amazon, versaut es sich aber aktuell mit den Händler rigoros.

Beispiele:

wenn ein Kunde etwas storniert aber das NICHT über den richtigen Button bekommt der Händlern ein Minus in seinem Ranking.

wenn ein Kunde behauptet der Händler verkauft Kopien wird das sofort geglaubt, der Händler muss sich beweisen und auch wenn es nicht stimmt bekommt der Händler wegen der Kundenschelte ein Minus im Ranking.

Überschreitet der Händler die Antwortzeit auf Mails (auch am Wochenende) gibt es wieder ein Minus.

Man sitzt unten in der Galeere und rudert. Nein, Amazon ist heute noch schlimmer als ebay es je war. Es haben nur noch nicht alle begriffen

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kazookie 17.07.2015, 11:40
37. Passt noch

Ich suche viel Auto- und Mopedteile, dafür ist ebay sehr gut geeignet. Das mit dem Mitbieten hat sich allerdings erledigt, aber daran ist nicht ebay schuld, sondern die vielen Idioten, die Kollegen mitbieten lassen, um mehr raus zu holen. Hatte ma den Fall, dass ich überboten wurde, und zwei Minuten nach Auktionsende kam schon ein Angebot an den unterlegenen Bieter. Har Har. Mir ist schon bewusst, dass da nichts zu machen ist, aber dass die Mitgliedsnamen der Bieter ausgeblendet wird ist ein Fehler. Trotz allem mag ich ebay, und wenns von Alibaba gekauft werden sollte, warum nicht, die machen fast das Gleiche.

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humble_opinion 17.07.2015, 11:41
38.

Zitat von denis111
Schön war die Zeit, spannend und faszinierend, einst zur Jahrtausendwende, doch das ist aus und vorbei.
In der Summe empfinde ich dasselbe wie Sie. Bin seit 2001 dabei. Wie oft bin ich Abends noch zum Postkasten gelaufen, um schnell zu versenden und dafür eine mögichst positive Bewertung zu erhalten. Schnee von gestern.


Ebay hat die Kommerzschraube dermaßen angezogen, dass mir vieles inzwischen zuwider ist. Dabei wurde die eigene Verantwortung immer weiter zurückgenommen. Bestes Beispiel ist Ebays angebliche Unterstützung für Käufer und Verkäufer. Die vorgegeben "Hilfestellungen" sind in viele warme Worte gepackt, sorgen aber nur für eines: Ebay hält sich fein raus, produziert einen aufgeblähten Mailverkehr, der so gut wie keinen Wert hat. Statt der normalen Anfrage beim Verkäufer - "Ware noch nicht da, was ist los?" - wird jetzt ein sog. "Fall" daraus. Am Ende von Ebay Bemühungen steht dann ein lapidares "Der Verkäufer wird sich bald bei Ihnen melden und wir hoffen, dass Sie die Ware bald bekommen". Für meine Hoffnungen brauche ich den Konzern allerdings wirklich nicht.


Zuletzt las ich, Ebay wolle auch noch einen Teil der Versandkosten abkassieren - also ein völlig leistungsloses Zusatzeinkommen, das zu den hohen Gebühren noch draufkommt. Da geht es mir dann nicht mehr um die zusätzlichen Cents und Euro, die das kostet, sondern ums Prinzip, so eine Unverschämtheit nicht weiter unterstützen zu wollen.


Ähnliches gilt für die "Bewertungen", die solche eigentlich nicht mehr sind. Um im öffentlichen Erscheinungsbild gut dazustehen, sollen möglichst nur positive Bewertungen abgegeben werden. Dazu wurden die Möglichkeit einer echten Bewertung immer weiter beschränkt. In den letzten Jahren fühlte ich mich mehr wie in Disneyland (Alles ist schön!) als auf einer Verkaufsplattform.


In der Konsequenz habe ich mir letztes Jahr ein Amazon-Konto zugelegt, obwohl ich das eigentlich nie wollte (Steuerhinterziehung, Ausbeutung der Mitarbeiter, Benutzung seiner Marktmacht, um z.B. bestimmte Bücher nicht aufzulisten usw.). Hätte ich ganz sicher nicht getan, wenn ich mich bei Ebay noch wohlfühlen würde.

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infonetz 17.07.2015, 11:42
39.

Zitat von deus-Lo-vult
Wer zwingt Sie denn paypal zu nutzen?
Habe ich auch gedacht! Es gibt aber Artikel da MÜSSEN sie paypal anbieten oder sie können diese nicht bei ebay Einstellen. Und es gibt auch Artikel die können sie nur via paypal kaufen. Also wenn ich schon Kunde bei ebay bin und das voll nutzen will JA dann muss (sollte) man paypal haben.

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