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Ebay wird 20: Ein Geschäftsmodell zerschellt an der Wirklichkeit
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Das Online-Auktionshaus Ebay wird 20 Jahre alt - und irgendwie ist die Luft raus. Unseren Autor wundert das überhaupt nicht: Was kann Ebay schon bieten, außer unnötige Aufregung?

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crossbow17 03.09.2015, 19:00
10. Mir wprde was fehlen...

...wenn es ebay nicht mehr gäbe. Nab nuss nicht gebeistert sein von ebay, aber Gebrauchtes verkaufen und Sammlerschnäppchen finden, das geht immer noch gut und bei etwas gesundem Menschenverstand auch relativ risikolos. Ich bin in den ganzen 20 Jahren genau 1x eingebrochen, was soll's?

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peterpullin 03.09.2015, 19:00
11. falscher denkansatz

ebay hat die sofortkaufoption forciert um mehr gebühren zu kassieren. mit auktionen ist jedes schnäppchen vordergründig verlust. nur der käufer freut sich. ist aber etwas kurz gedacht: sehr viele zu billig verkaufte artikel kommen ein zweites mal und generieren gebühren.

aufgrund der fehlenden emotion ist ebay amazon 2 geworden. also alleinstellung verspielt und die nummer 2 geworden.

schnäppchen kaum noch möglich, die community zugunsten von ramschanbietern zerschlagen und jetzt irgendwie unsexy.

alles andere kann ich nicht nachvollziehen: von der gasheizung bis zum porsche turbo, von der jugendstil lampe bis zum stark möbel: alles von ebay!
allerdings mit affinität zum medium. meine frau hat mich bei friendscout geklickt, wir hatten vor wenigen tagen 13 ten jahrestag. kann die berührungsängste also nicht wirklich nachvollziehen (-:

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in-teressant! 03.09.2015, 19:01
12. Seitdem 90%...

...des Angebotenen von Händlern stammt und diese nur auf der Suche nach Deppen sind, die mehr bezahlen als im Laden oder bei Amazon, ist die Plattform unattraktiv. Öfter fündig werde ich dagegen bei Ebay Kleinanzeigen: manchmal großartige Angebote, meist lokal und daher mit persönlichen Treffen

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keksguru 03.09.2015, 19:04
13. Ebay wird den Tod von QXL nachvollziehen

kostenlose Anzeigen für Sofortkaufen sind zwar toll für die Verkäufer, für den Käufermarkt verliert der Markt damit an Transparenz da viele Gebrauchtartikel, speziell Werkzeuge für Mondpreise angeboten - aber nie verkauft werden. Oder Mindestpreise... das ist sowieso die Pest. QXL hat im letzten Lebensmonat 99% Festpreisartikel mit sehr hohem Preisniveau gehabt. Und die Gebührensätze von Ebay sind für inländische Händler oftmals höher als deren eigene Gewinnspanne... dazu noch die Dreistigkeit, für einen firmeneigenen Bezahldienst noch mal 50% auf die Verkaufserlöse aufzuschlagen und neuerdings werden verkaufsprovisionen auch auf die Versandkosten erhoben. Das war für mich das Ende... ich hab bei Ebay früher gewerblich gehandelt, aber rechtzeitig aufgehört. Mittlerweile biete ich - privat - nur noch über Kleinanzeigen Kram an oder kauf ihn dort.

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demiurg666 03.09.2015, 19:05
14. eBay war mal lustig

Und zwar als Außenstehender aber IT-Werker. Ich habe bis heute nicht verstanden das Menschen wirklich in den Innenstädten Deutschlands Geschäfte aufgemacht haben in denen sie dann für Kunden Ein-und Verkäufe durchgeführt haben. Die 90er waren schon lustig. Alle wollten dabei sein, verstanden was da passiert haben aber die wenigsten Endkunden (deshalb wohl auch die eBay Agenten überall). Aber damals war Internet nunmal noch wirklich Neuland für die meisten. Heute nur noch für Frau Dr. Merkel (Physik).

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_unwissender 03.09.2015, 19:07
15. warum nur die Käufersicht?

Wer ebay schon ein paar Tage kennt, findet eigentlich nur eine Frage spannend:
wann endlich werden die Gebühren für Anbieter größer als der Erlös?
Mittlerweile ergiert der Riese sogar schon Provision auf Versandkosten.

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chalchiuhtlicue 03.09.2015, 19:09
16.

Ebay war bei mir durch, als ich beinahe eine Auktion von 18 Jahrgängen einer Fachzeitschrift für 10 Euro gewonnen hätte, die Auktion aber 1 Stunde vor Ende unter der lächerlichen Begründung zurückgezogen wurde, man habe sich im Wert der Sache erheblich geirrt. Dies war eine der Ausnahmen, die Ebay damals für die Zurücknahme einer Auktion zulies. Eine Beschwerde von mir wurde von Ebay nicht einmal angenommen. Seitdem habe ich via Ebay nichts mehr gekauft oder verkauft. Und so wie ich aus meinem Bekanntenkreis hörte, war ich nicht der einzige mit solch schlechten Erfahrungen. Und diese Erfahrung lies mich auch zum Paypal-Verweigerer werden (Tochterfirma von Ebay).

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domiandom 03.09.2015, 19:12
17. Gebühren

Ich habe auf die Geldmaschine Ebay keine Lust mehr, da die Gebühren ähnlich wie bei Amazon einfach eine umverschämtheit sind. Ebay braucht kein Mensch mehr.

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hedele 03.09.2015, 19:13
18. Oder ist es umgekehrt?

Gibt es immer weniger Höchstgebotsverkäufe, weil sie den Anbietern zu mühselig sind, bei denen eBay längst in die Vertriebskette eingebaut ist, und weil niemand mehr auf Rechnung verkaufen mag?

Auf jeden Fall hat eBay schwere Fehler am Markt begangen, als es den Gott des Einzelhandels, den Verbraucher, konsequent übergangen hat, weil der Kunde für eBay nunmal der Händler ist, er sollte partout getätschelt werden.

So hat eBay Verbraucherrechte konsequent ignoriert und sich über Jahre komplett geweigert, vernünftige Felder für die Widerrufsbelehrung und die Informationspflichten des Anbieters vorzusehen (böse Erfindungen aus Brüssel, die ein britisches-amerikanisches Unternehmen verächtlich ignoriert), über die 90-Tage-Frist hinaus Daten über Vertragspartner und Vergleichsverhandlungen herauszugeben, damit überhaupt der Rechtsweg für die Mängelgewährleistung beschritten werden kann, offensichtliche Scheinanbieter frühzeitig zu sperren, die Verfolgung von GmbH-Formenmissbrauch zu forcieren.

eBay ist bis heute nicht in der Lage, vertrauensvoll mit Anwälten zusammenzuarbeiten: Auskünfte bekommt nämlich trotz Vollmachtsvorlage immer nur der Mandant selbst oder die Polizei, so dass man jeden etwas zweifelhafteren Fall zunächst einem Beamten im Polizeipräsidium herüberschicken muss oder ständig mit dem Mandanten Info-Pingpong spielen muss.

Mittlerweile werden Dritte wie Anwälte oder Anbieter für Verkaufsabwicklungssoftware sogar systematisch aus dem System gedrängt. Alles soll über die Cashcow Paypal abgewickelt werden, die nun fast alle Daten monopolisiert. Was dann aber Paypal mit seinen weitestgehend vollautomatisierten Ablaufschemata nicht lösen kann, das darf natürlich auch kein anderer mehr anfassen.

Auf diese Weise wurden die entnervten Verbraucher Anbietern wie Amazon scharenweise in die Arme getrieben, bei denen sofortige Lieferung im Normkarton, umfassende Informationen und fertige Retourenformulare zum Standard für Anbieter erkoren wurden. Hier haben auch am Ende die Händler wieder das Insolvenzrisiko, nicht der Verbraucher.

Damit ist die Welt wieder vom Kopf auf die Füße gestellt und wir befinden uns im Internet einfach nicht mehr in einer verrückten Parallelwelt, sondern einem gewöhnlichen Spiegelbild der Offline-Realität.

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Teddy0 03.09.2015, 19:17
19.

Ich verkaufe gelegentlich alte Sachen dort, wie zum Beispiel erst kürzlich alte PC teile. Hat mir ~20 € gebracht und den Müll entlastet.

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