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Eckpunkte für Preisdeckel: Berlin wird zum Labor für Mieterschutz
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Die rot-rot-grüne Regierung in Berlin hat den ersten Mietpreisdeckel in der deutschen Geschichte beschlossen. Worum es geht - die acht wichtigsten Punkte.

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maicher 18.06.2019, 20:15
50. Miepreisdeckel

Was nun passiert ist Eine neue Mieterauswahl, die aelteren in ihrer Wohnung werden belohnt und fuer die Juengeren die nach Berlin ziehen wollen gibt es kein Wohnung.

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vk1234 18.06.2019, 20:16
51. Abzocke

Zitat von regitz
Meiner Freundin wurde am letzte Freitag in Mitte die Miete um genau 20 % erhöht
Gestern (17. Juni 2019): 15% Mieterhöhung bei mir in Moabit...

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mheise 18.06.2019, 20:18
52. Angeblich...

bekamen heute vor dem Inkrafttreten des Mietpreisdeckels tausende Berliner und Berlinerinnen eine schriftliche Mieterhöhung von bis zur 60%! Dem sollte die Redaktion mal nachgehen!

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Haarfoen 18.06.2019, 20:18
53.

Zitat von claus7447
Das problem ist sicherlich nicht unmittelbar Otto Müller der eine oder zwei Wohnungen vermietet und froh ist, wenn er keine mietnomaden hat. Das problem sind die grossen wohnbaugesellschaften, die 10% Rendite und mehr rausholen wollen!
Ich kenne da so einige Otto Müllers, die im Windschatten der allgemeinen neoliberalen Gesinnung ein eigenes Profit-Center aufgemacht haben und aus den Wohnungen auspressen, was geht. Das sollte man nicht unterschlagen. Ich kenne aber im Gegenzug sehr liberale und sozial engagierte Vermieter, die sich gegenteilig verhalten - also ein zweischneidiges Schwert.
Richtig ist, dass das Kapital der internationalen Investmentfonds abgedrängt werden muss. Hier gibt es durch die Niedrigzinspolitik und die Steuerschlupflöcher (in MUC vermehrt aus Luxemburg) Geld im Überfluss und es wird gekauft, was das Zeug hält - Preis egal. Die Finanzeliten glauben nicht an die Stabilität des eigenen Systems und da kommt der gehorsame Deutsche gerade recht. Den kann man auspressen, was das Zeug hält. Und wenn das Finanzsystem platzt, zahlt er weiter. Wir müssen unsere Leute schützen - durch eine Mietpreisbremse, so dass diese Investitionen unattraktiv werden - heimische Wappengenossenschaften stehen am Start und übernehmen. Dann gehören die Wohnungen den Menschen - das ist die beste Lösung. Solange sich Otto Müller angemessen verhält, sei sein Engagement auch durch die Ausschüttung angemessener Profite belohnt.

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foerster.chriss 18.06.2019, 20:19
54.

Ich wundere mich über das Argument, der Mietpreisdeckel würde einen Eingriff ins Eigentumsrecht darstellen. Die Besitzer verlieren nicht ihr Eigentum und Miete kassieren sie weiter. Sie können die Miete halt temporär nicht mehr erhöhen. Und jede Mieterhöhung greift auch in das Eigentumsrecht der Mieter ein, diese müssen die Erhöhungen ja zahlen.

Der Markt, wie er momentan dasteht, funktioniert nicht mehr. Klar, der Staat muss mehr bauen. Aber warum eigentlich nur der Staat? Weil es der Markt nicht macht... außer neue Eigentumswohnungen als Zweit-, Dritt- und Achtsitz für überdurchschnittlich Vermögende zu bauen. Insofern herrscht Marktversagen. Und wenn der Staat deshalb eingreifen muss, dann sind auch kurzfristige Mietdeckel vertretbar... bis er genügend Wohnungen in der Zeit selbst bereitstellt.

Insgesamt ist es eine sehr krasse Maßnahme. Letztlich profitierten Immobilieneigentümer in den letzten Jahren wegen der Nullzinsen und der überdurchschnittlichen Wertsteigerung jedoch extrem, weshalb diese die 5 Jahre wohl gut genährt überstehen werden.

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Thomas Eilenstein 18.06.2019, 20:19
55. Komsomolzen-Mentalität

So ehrenhaft die Absicht, so unsinnig die Maßnahme. Vor dem Bundesverfassungsgericht wird dieser Mietendeckel - ich gehe jede Wette ein - gnadenlos durchfallen. Und was dieser Komsomolzen-Senat hier macht, kann man nur als kackfrech bezeichnen. Vor einigen Jahren haben sie 140.000 Wohneinheiten 30% unter Marktwert an die Ausbeuter-Investoren verhökert - und damit die Wohnungsverknappung im bezahlbaren Mietenbereich überhaupt erst ausgelöst - und jetzt starten sie mit ihrer planwirtschaftlichen Plattenbau-Mentalität die Manifestation ihrer Mangelwirtschaft. Wenn Preise sinken sollen, braucht man ein Überangebot an Wohnraum. Das gab es, der Senat hat Berlin mangels marktwirtschaftlichen Weitblicks in eine Bonzen-Eldorado verwandelt. Bauen, nicht deckeln. Und jetzt jagt sie zum Teufel!

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spmc-12355639674612 18.06.2019, 20:20
56. Sie waren

Zitat von Aurora vor dem Schilf
Gut, das hier endlich was passiert. Die Mieten in Berlin sind untragbar.
schon lange nicht mehr in München und Umgebung, gell? Dagegen sind die Berliner Mieten geradezu paradiesisch niedrig.
Das Hauptproblem in Berlin sind allerdings die chronisch viel zu niedrigen Einkommen. DARAN müssen wir arbeiten. Natürlich ist es ziemlich ungesund, wenn die Mieten jährlich viel stärker steigen dürfen als es die Einkommen praktisch tun. Auch mit Mietpreisbremse und Kappungsgrenze kann bzw. konnte man als Vermieter die Mieten um knapp 5% jährlich erhöhen. Die Gehälter steigen i. d. R. natürlich nicht um solche Beträge.

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max_schwalbe 18.06.2019, 20:20
57. Re: keine Rendite mit Vermietung?

Zitat von wiescheid
Lustig, wenn ich immer von der Gier und der tollen Rendite der Vermieter lese. Ich kenne niemanden, der mit seiner Vermietung groß Gewinn macht. Entweder teuer gekauft (so wie wir unser selbstgenutztes Haus), oder zwar günstig(er) gekauft, aber jetzt mit teuren Reparaturen und Sanierungen, etc gestraft. Dazu noch immer mehr Auflagen, das Risiko von Mietnomaden, Leerstand und sinkender Attraktivität der Lage. Aber warum sollte man dafür einen angemessenen Preis bekommen; wir werden auf jeden Fall die Pläne für ein zweites Haus (zur späteren Selbstnutzung gedacht, da unseres zwar Familien-, aber nicht Senioren-gerecht ist) verwerfen, in solchen Zeiten viel zu riskant.
Der berliner Senat weiß aus den städtischen Wohnungen höchstselbst, dass man sehr wohl Rendite mit den gegenwärtigen Mietpreisentwicklungen machen kann, undzwar massiv. Bei einem kleineren Haus mit nur wenigen Mietern auf dem Lande mag das anders sein, aber es geht hier konkret um Berlin bzw. um gesetzliche Regelungen für Mietpreisexplosionen in Großstädten.

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Titanus 18.06.2019, 20:24
58. Moderate Mieten

Berlin hat für die Stadtgröße und den Status als Europäischer Hot Spot sehr moderate Mieten. Wieso sich alle so aufregen, verstehe ich nicht. Und Mieten bleiben nachhaltig stabil, wenn Wohnraum geschaffen wird und nicht durch - illegale - Eingriffe in den freien Markt.

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abeyer 18.06.2019, 20:25
59. Top

Endlich kommt mal was richtiges! Gut, dass es die Lust auf Investitionen in berliner Wohnraum senkt. Das ist genau das was gebraucht wird. Wohnraum dürfte überhaupt gar kein Investitionsgut sein, sonst enden wir wie in SFC. Auf den Postkapitalismus.

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