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EEG-Rabatte: EU gibt Entwarnung für drei deutsche Industrien
DPA

Stahl, Aluminium, Zink: Wettbewerbskommissar Almunia benennt drei Branchen, die auch künftig Nachlässe bei der Ökostromförderung bekommen dürfen. Ein Kompromiss im Streit mit der Bundesregierung ist damit noch lange nicht erreicht.

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derdingens 17.02.2014, 19:06
1. dass wir bei der Entwicklung erneuerbarer Energien in die Richtung von Auktionierungen, Versteigerungen, gehen müssen

aber sicher doch - wie sonst wird man auch sicher sein die Konkurrenz durch Kleinanbieter los zu werden. Irgendwie muss man ja schließlich das Bestehen von RWE, EOn, Vattenfall und EnBW sicherstellen ...

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soulbrother 17.02.2014, 19:23
2.

Man wird die Interessen von Vattenfall, RWE und Co. niemals mit einer dezentralen Energiewende in Einklang bringen können, das liegt in der Natur der Sache.

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Aase 17.02.2014, 19:39
3. hemdsärmlig

Rambo-Beschlüsse!
Hat sich was mit *freier* Marktwirtschaft.
Boykott ist angesagt!

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lampenschirm73 17.02.2014, 20:14
4.

Wodurch genau ist dieser Bürokrat nochmal legitimiert solche Dinge zu entscheiden? Demokratisch jedenfalls nicht.

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lukas11111 17.02.2014, 20:24
5. .....

Sind ja nicht gerade viele Branchen die hier befreit werden. Ich kann nur hier für die Region sprechen aus der ich komme. Hier sind mehrere große Unternehmen aus der Glasproduktion seit Jahrhunderten ansässig und stellen mit allen Zulieferern in etwa 50 % aller Arbeitsplätze. Schon jetzt haben wir hier das Problem das die Lohnkosten 100 KM weiter östlich günstiger sind und es sehr hohe EU-Subventionen gibt. Würden jetzt auch noch die Strompreise so stark ansteigen wäre es nur ein weiterer Grund zu verlagern. Irgendwann werden die Betriebe dann doch verlagert da ist dann der Wille Profit zu machen doch höher wie die Regionale Verbundenheit.

Wenn ich mir so die Geschichte in meiner Region anschaue sehe ich das seit die EU immer mehr das sagen hat über 30% aller SozVers.pflichtigen Jobs weggefallen sind. Entweder durch Verlagerungen oder eben dadurch das mehrere Betriebe in der Größenordnung von cirka 2000 Mann Pleite gegangen sind, weil man einfach nicht mehr Wettbewerbsfähig sein kann.

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sturmimwasserglas79 17.02.2014, 22:18
6.

Zitat von lukas11111
Sind ja nicht gerade viele Branchen die hier befreit werden. Ich kann nur hier für die Region sprechen aus der ich komme. Hier sind mehrere große Unternehmen aus der Glasproduktion seit Jahrhunderten ansässig und stellen mit allen Zulieferern in etwa 50 % aller Arbeitsplätze. Schon jetzt haben wir hier das Problem das die Lohnkosten 100 KM weiter östlich günstiger sind und es sehr hohe EU-Subventionen gibt. Würden jetzt auch noch die Strompreise so stark ansteigen wäre es nur ein weiterer Grund zu verlagern. Irgendwann werden die Betriebe dann doch verlagert da ist dann der Wille Profit zu machen doch höher wie die Regionale Verbundenheit. Wenn ich mir so die Geschichte in meiner Region anschaue sehe ich das seit die EU immer mehr das sagen hat über 30% aller SozVers.pflichtigen Jobs weggefallen sind. Entweder durch Verlagerungen oder eben dadurch das mehrere Betriebe in der Größenordnung von cirka 2000 Mann Pleite gegangen sind, weil man einfach nicht mehr Wettbewerbsfähig sein kann.
Es ist eigentlich fast einfach. Besagte Glasfabriken können selbst regenerativen Strom erzeugen. Sie sind dann unabhängig und stellen Strom günstiger her als von den Großen. Zusätzlich brauchen sie keine Angst vor externen Preissteigerungen haben.

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Observer 18.02.2014, 00:03
7. Um Wettbewerbsverzerrungen vorzubeugen,

wäre es doch interessant zu erfahren, wieviel Euro z.B. Renault oder Fiat für eine Kilowattstunde Strom zahlen müssen.

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mit66jahren 18.02.2014, 00:26
8. Wasserrechte

Zitat von sturmimwasserglas79
Es ist eigentlich fast einfach. Besagte Glasfabriken können selbst regenerativen Strom erzeugen. Sie sind dann unabhängig und stellen Strom günstiger her als von den Großen. Zusätzlich brauchen sie keine Angst vor externen Preissteigerungen haben.
"Fast einfach" ist nicht gleich "einfach" und gut gemeinte Ratschläge brauchen keine guten Ratschläge sein. Unternehmer schicken ihre Mitarbeiter ungern nach Hause, nur weil gerade die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Sehr günstig jedoch können Unternehmen, die im Besitz von Wasserrechten sind, Strom erzeugen. Diese Erkenntnis hat schon einen langen Bart und das Lied von der "Mühle am rauschenden Bach" pfeifen Spatzen seit Menschengedenken von den Dächern. Das Problem liegt darin, dass man heutzutage schwer an Wasserrechte kommt.

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thunderstorm305 18.02.2014, 00:57
9.

Was ist eigentlich mit der Zementindustrie? Benötigt die nicht auch relativ viel Energie? Vermutlich lässt sich die Liste noch verlängern. Solange EU Staaten wie Frankreich vom billigen Atomstrom profitieren, solange sollte man unsere Industrie entsprechend schützen und den Strompreis angleichen. Wenn der EU das nicht gefällt, kann sie ja die anderen EU Länder darum bitten deren Atomkraftwerke abzuschalten.

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