Forum: Wirtschaft
Effizienzpakt: Schließung von VW-Werken ist offenbar vom Tisch
DPA

Wegen der Abgasaffäre muss Volkswagen sparen, sogar die Schließung von Werken war im Gespräch. Solche Überlegungen wurden einem Bericht zufolge nun verworfen. Stattdessen soll die Effizienz gesteigert werden.

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dreamrohr2 17.10.2016, 11:57
10.

Zitat von der_gärtner13
VW ist weiter auf Wachstumskurs, sogar die Kernmarke VW. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/autoindustrie/volkswagen-marke-vw-kann-weltweit-wieder-zulegen-a-1116592.html Hier wird ja gerade so getan, als würde VW seit einem Jahr keine Autos mehr verkaufen! Realität ist, dass der Abgas-Skandal auf das Konzernwachstum und das Tagesgeschäft kaum Auswirkungen hat und die "astronomischen" Strafzahlungen am Ende kaum über dem jährlichen Konzerngewinn liegen. Der einzige Markt, wo die Zahlen runter sind, ist der sowieso labile und schwache US-Markt.Nur ist der für VW völlig irrelevant verglichen mit China. WEnn VW doch Werke schließt, dann sowieso in den USA.
die Folgen werden sich noch mehr zeigen, als derzeit schon! In den Gemeinden wo VW Werke stehen, fehlen bereits JETZT die Steuereinnahmen. Und ob VW durch diesen Betrug, weiterhin die Resonanz beim ausländischen Käufer findet, ist auch dahingestellt. Selbst hier im Innland gibt es etliche Kunden, die mit VW nichts mehr zu tun haben wollen...
Also so einfach wird es für D nicht werden.
Das Managermagazin ist eben ein Lobbyisteblatt und klar, wollen die erstmal nur Positivstimmung machen...aber die Realität kann man direkt spüren.
Die Zahlungen aus den USA sind das eine, es gibt aber weitere Investoren und auch andere Länder, die VW auf Zahlung verklagt haben, also wird die Anzahl derjenigen die sich aus dieser Situation ihr Geld zurückholen wollen, immer größer...
Und wer soll diese Geldmengen überhaupt aufbringen??
VW, ebenso wie viele Pleitebanken, haben die Einlagen für solch hohe Forderungen doch nie eingeplant...
In solchen fällen machen sich die Ratten schnell vom brennenden Schiff, hier darf wahrscheinlich wieder mal der Steuerzahler "helfen"... natürlich OHNE Regreßmöglichkeiten, das ist doch eine Ehrensache für den deutschen Steuerzahler (Sarkasmuss off)

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der_gärtner13 17.10.2016, 11:57
11.

Zitat von Bueckstueck
Das Beste an solchen Meldungen sind immer die "Experten-Kommentare" beideits von der objektiven Mitte! Der eine behauptet, alles pillepalle und VW gehts bestens. Der nächste proklamiert den Bankrott nächsten Donnerstag.
Der eine (ich), der behauptet es sein nicht so schlimm, hat aber im Gegensatz zu Untergangspropheten und Bash-Populisten, Quellen mitgeliefert.

Von daher finde ich es jetzt frech, die gegensätzlichen Positionen als gleichwertig anzusetzen und von einer objektiven Mitte zu reden.

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dreamrohr2 17.10.2016, 12:08
12.

Zitat von der_gärtner13
Machen Sie mal die Augen auf! Die Kernmarke VW ist einer der letzten großen, fairen Arbeitgeber. Mit gutem Einstiegsgehalt, betrieblicher Absicherung und kräftigen Lohnzuwächsen und Zuschlägen für die feste Belegschaft. Was glauben Sie denn, wie Toyota auf 7-8% Gewinnmarge kommt pro PKW ? LOhnstagnation seit 20 Jahren, kaum Urlaub etc.. Da gibts keine 3000€ Zuschuss für den Stammarbeiter, weil das Jahr gut lief. Hier wird ein Unternehmen gebasht, von dem Brancheninsidern wissen, dass an einem Mittelklasse-Pkw kein Gewinn rauskommt weil die Belegschaft weit über Branchendurchschnitt vergütet wird.
Toyota interessiert mich nicht !!!

Es geht mir hier nur um D und VW.
Ja, die haben gute Löhne bezahlt, hier sind wir konform.
Mir geht es im Grunde um die Kernaussage, dass die operative Gewinnmarge bei 1,7% liegt und dise Zahl habe ich mir nicht ausgedacht. Und selbst wenn VW seinen Mitarbeitern tatsächlich gute Löhne gezahlt hat, kann doch DAS nicht die Ursache dafür sein, dass am Ende lächerliche 1,7% Gewinn über bleiben.
Diese Zahl ist entweder gewollt GESCHUMMELT (eigentl. Betrug) um die daraus resultierenden Abgaben und Steuern zu minimieren, oder man hat in Voraus derart derb in die Kasse gegriffen, dass am Ende halt nur diese 1,7% übrig blieben...

Und klar, man ist in D nur deshalb Unternehmer, damit es die Mitarbeiter in erster Reihe gut haben, .... glauben sie an Märchen??

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Hallo2020 17.10.2016, 12:10
13.

Meine Meinung: Die VOLKSWAGEN-AG ist finanziell in einer sehr kritischen Lage (der VW-Aufsichtsrat und das Management werden diese Situation naturgemäß bestreiten :-) .
Die internationalen Risiken aus aktenkundigen Gesetzesverstössen und die erforderlichen Neuverhandlungen mit VW-Zulieferern machen die außerordentliche Kapitalerhöhung unumgänglich.
Es werden demnächst zusätzliche Anteile an die Börse gelangen, oder zum Verkauf angeboten werden.
Teile der zu VW-zugehörende Marken werden abgetrennt.

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filimou 17.10.2016, 12:13
14. Es ist doch kein Wunder, dass die Ertragskraft

bei VW so gering ist, wenn Löhne gezahlt werden, die deutlich über denjenigen der anderen Autobauer liegen.

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vulkaneifler 17.10.2016, 12:26
15. Na sowas aber auch

Da müssen sie wieder schauen wie Toyota es macht, aber bitte auch die Gehälter vergleichen in allen Ebenen.

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Hallo2020 17.10.2016, 12:29
16.

Meine Meinung: Alles Kokolores, was VW hier gerade verlautbaren lässt. Als langfristig orientierter Investor bekomme ich durch das Verhalten des Vorstandes schon schlaflose Nächte. VOLKSWAGEN steht mit dem Rücken zur Wand. Der komplette Konzern und hier insbesondere der Standort Wolfsburg muß kräftig "durchgeschüttel" werden, damit auch dem letzten unbeteiligten Manager klar wird: Die Situation ist mehr als ernst und es wird nicht mehr so weiter gehen wie bisher.

Aus meiner Sicht sind notwendige Konsequenzen:

Auch bei VW müssen die Organisationen gestrafft werden.

Unproduktive Abteilungen müssen umgehend geschlossen werden.

Leistungsabhängige Bezahlung darf nicht nur auf dem Papier stehen, sondern muss aktiv von der Leitungsebene bis auf Arbeitsebene eingefordert und überprüft werden.

Alle Einzel- und Serien-Meetings mit mehr als 50% unbeteiligten Mitarbeitern müssen umgehend ausgesetzt werden.

Möglicherweise schon jetzt vorbereitete goldene Handschläge bzw. teure Vorruhestandsregelungen für die älteren Mitarbeiter am Standort Wolfsburg sind total fehl am Platz, da nur diese "Altgedienten" wissen, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden.

Diese Erfahrungsträger müssen unbedingt durch spürbaren Druck der Firma bis zum regulären Rentenantritt zur Mitarbeit beim Umbau des Konzerns beitragen.

Ob dieses Top-Management hierfür das Standvermögen hat, darf bezweifelt werden...

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urbanism 17.10.2016, 12:38
17. schöne Wortschöpfungen...

Effizienzpakt...., das Wort hört sich doch viel schöner an als Rationalisierungsmaßnahmen! Ist jemanden aufgefallen dass sich die Oberen mittlerweile wirklich schöne Worte für ihre fragwürdige Politik einfallen lassen. Man denke nur an das Wort "Kulturkreis" im Zusammenhang mit den Flüchtlingen...

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Nordstadtbewohner 17.10.2016, 12:39
18. Ungeachtet der Dieselaffäre

ist es für jedes Unternehmen sehr wichtig, die Effizienz zu steigern. Tut es dies nicht, wird es mittel- bis langfristig vom Markt verschwinden.

Und warum sich hier einige über die Gewinnentnahmen der Eigentümer aufregen: Was ist daran so schlimm? Die Eigentümer stellen Kapital und Produktionsmittel bereit. Dafür werden natürlich Gewinne ausbezahlt. Wäre dem nicht so, wäre eine Unternehmensgründung völlig unsinnig.

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Negira 17.10.2016, 12:45
19.

Wenn ich Effizienzpakt lese, dann denke ich sofort an effizientere Preisverhandlungen mit den Lieferanten. Die größeren Lieferanten geben den ganzen Schlamassel wiederum an ihre Subis weiter und der schwächste in der Kette muss irgendwann das Handtuch werfen.

Ergebnis ist: Viele Leute verlieren ihren Arbeitsplatz durch den Abgasskandal (und sonstiger Probleme),die nicht mal annähernd damit zu tun hatten und die Hauptverantwortlichen verdienen sich weiter eine goldene Nase. (Managerboni)

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