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Ehe-Trend: Sozialer Aufstieg durch Heirat wird schwieriger
Corbis

Die Ungleichheit in westlichen Gesellschaften nimmt zu. Aber woran liegt's? Studien zeigen: Einen erheblichen Einfluss hat das veränderte Heiratsverhalten von Akademikern.

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haarer.15 03.02.2015, 13:18
220. Stimmt

Zitat von Spiegelleserin57
eine Frau sich ihre Karriere allein aufbaut und nicht den Partner um Geld bitten muss, z.B. für den Friseur oder Lippenstift. Ich bin sehr froh dass mir das erspart geblieben ist und ich mein eigenes Geld habe. Außerdem ist Frau dann frei,Unabhängigkeit hat sehr viele Vorteile, stärkt auch das Selbstbewußtsein!
Das ist heute schon längst eine Selbstverständlichkeit. Zumal die Frauen wissen sollten, dass die Ehe keine Lebensversicherung ist. Finanzielle Unabhängigkeit ist in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Ob es den rückwärtsgewandten Christ-Sozialen gefällt oder nicht.

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andromeda793624 03.02.2015, 13:20
221.

Zitat von DMenakker
Der Artikel ist - gelinde gesagt - Stuss hoch drei. Das tatsächlich höherer Verdienst gleich höheren Verdienst heiratet, bzw. dass Geld gleich Geld heiratet stimmt einfach nicht. Zumindest wenn man den Schwerpunkt auf das Thema "Geld" legt. Man sollte viel eher dazu übergehen und verallgemeinernd sagen, dass Bildung heute Bildung heiratet. Ich kann nun mal auf Dauer nur mit jemandem leben, der sich auch intelektuell auf meinem Niveau bewegt. Dabei spielt Geld überhaupt keine Rolle. Allerdings ist es heute - im Gegensatz zu früher - eben doch so, dass intelligente Kinder i.d.R. bis auf die Uni kommen und die Dummbratzen dort landen wo sie hingehören. Bildungstechnisch. Es ist also heutzutage für einen Akademiker wesentlich wahrscheinlicher, eine andere Akademikerin kennenzulernen als früher, wo es nicht nur vorkommen konnte, sondern sogar die Regel war, intelligente und gebildete Frauen auch in drittklassigen Berufen finden. Da gehört das Kindermädchen wie im Beispiel "Piech" ganz sicher auch dazu.
Akademiker heißt nicht immer automatisch Intelligent und gebildet! Drittklassiger Beruf?
Ist es wirklich Intelligent alles zu klassifizieren?

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fast_weise 03.02.2015, 13:20
222. klar

ist das so, witzig und heuchlerisch ist es wiederum nur, dass diejenigen es beklagen, die die Frauen-Absolventenquote an Unis etc. immer gefordert haben. Das wir uns nicht missverstehen, ich halte dies für sehr positive, doch dass sich die alte Weisheit "Gleich und Gleich gesellt sich gern" gerade hier nicht ausprägen sollte ist doch nicht überraschend.

Im Übrigen sollte vielleicht darauf verwiesen werden, dass Frauen an sich noch viel rigoroser die Männchen (vermeintlich) gleichwertigen sozialen Stands rausselektieren als Männer dies tun oder kennt jemand Ärztinnen, die mit Pflegern liiert sind?

Was man einfach unemotional feststellen sollte, dass dies eine voraussehbare und nicht zu beklagende Entwicklung ist und jeder, der dies kritisiert sich selbst prüfen sollte. Dabei sollte nicht nur die finanzielle Komponente allein gesehen werden, auch gegenseitiges intellektuelles Verständnis ist nicht zu unterschätzendes Kriterium und mal ehrlich, wer bitte, den man respektieren kann, hat hochheiraten noch als Lebensplan außer die bei diversen Castingshows scheitern?

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haarer.15 03.02.2015, 13:21
223. Ist das so ?

Zitat von westerwäller
... oder seine Sprechstundenhilfe (ggfs. auch in zweiter Ehe...) ... ...den gibt es immer noch ... Die Ärztin, die einen Krankenpfleger oder einen Schlosser heiratet, die hat es noch nie gegeben ...
Geben tut es das sicher auch, ist aber eher selten anzutreffen. Wenn man diesselben Werte lebt, kann das auch klappen.

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sabrumm 03.02.2015, 13:21
224. Wer hat denn solche Freunde?

"Und wenn die Frau tatsächlich mehr verdient oder einen höheren Abschluss hat als der Mann? ... "Es muss ihnen egal sein, wenn etwa Freundinnen oder Freunde über den Partner herziehen.""

Mal im Ernst: Freundinnen und Freunde lästern, wenn eine Frau einen dummen, (kulturell) ungebildeten oder blöden Mann anschleppt. Formaler Bildungsabschluss und Gehalt sind hingegen egal.

Schade, dass sich diese Art von Klischee so hartnäckig hält und als Grund für das beschriebene Phänomen (sozialer Druck bei ungewöhnlicher Partnerwahl) herangezogen wird!

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Greyjoy 03.02.2015, 13:22
225.

Zitat von herr_melin
Die wachsende Ungleichheit hat nichts mit dem Heiratsverhalten zu tun, sondern mit der seit den 80-er Jahren herrschenden Wirtschaftspolitik.
Durch das geänderte Heiratsverhalten wird aber eine Durchmischung der Schichten verhindert. Das spreizt die Schere selbstverständlich immer weiter.

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meier_7 03.02.2015, 13:23
226.

Mal wieder eine schöne Ablenkung von der immer neoliberaler werdenden Politik in derr Welt, jetzt muss schon die Liebe als Erklärung her, statt über Sozialabbau, Rrechteabbau oder ähnliches nachzudenken.

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trebbien 03.02.2015, 13:25
227. Fundsache

Ralf Thenior

HIERARCHIE

die Putzfrauen putzen
die Säuglingspflegerinnen reden kaum mit den Putzfrauen
die Säuglingsschwestern sind keine Säuglingspflegerinnen
die Hebammen geben den Säuglingsschwestern Anweisungen
die Ärzte blicken auf die Hebammen die Säuglingsschwestern
die Säuglingspflegerinnen und die Putzfrauen herab
aber die Putzfrauen die Säuglingspflegerinnen die Säuglings-
schwestern und die Hebammen möchten am liebsten
einen Arzt heiraten

Aus der Anthologie "Aber besoffen bin ich von dir" (1979)

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huettenfreak 03.02.2015, 13:25
228. Interessanter Artikel!

Aber der Akademiker heiratet ja nicht nur einmal sondern mindestens dreimal in seinem Leben. Da ist dann auch noch Platz für die junge Krankenschwester wenn er dann 60 X ist;-)

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uods 03.02.2015, 13:26
229. So ein Quatsch

Mobilität zwischen den Schichten sollte eben nicht nur durch Heirat möglich sein. Durch eine anständige Erbschaftsteuer und Investitionen in frühkindliche Bildung sollte Chancengleichheit zwische Kindern unterschiedlicher Herkunft hergestellt werden. Außerdem ist der Abstand zwischen Arm und Reich unverschämt hoch.

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